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Aus der Neuen Solidarität Nr. 18/2006

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Finanzkollaps im September?
Regierungen müssen eingreifen!

Der amerikanische Ökonom und demokratische Oppositionspolitiker Lyndon LaRouche sprach am 27. April 2006 in Washington über die sich akut zuspitzende inflationäre Zusammenbruchskrise des Weltfinanzsystems und was dagegen unternommen werden muß. Die Inflationsrate der Weltrohstoffpreise entspreche bereits der Inflationsrate der Weimarer Republik im April 1923.

"Unser Land und die Welt steht heute, in den vor uns liegenden Wochen und Monaten, vor der größten Krise der neuzeitlichen Geschichte; größer noch als der Zweite Weltkrieg. Das heißt nicht, daß die Lage hoffnungslos ist, sie erscheint nur hoffnungslos." So begann Lyndon LaRouche, der amerikanische Ökonom und führende Kopf der Opposition gegen das Cheney-Bush-Rumsfeld-Regime, am 27. April 2006 seine im Internet live übertragene Rede in Washington. Unter den 225 Gästen war eine umfangreiche Delegation von Gewerkschaftern, zahlreiche gewählte Amtsträger, Diplomaten und 80 Aktivisten der LaRouche-Jugendbewegung (LYM). (LaRouches Rede und die zweistündige Diskussion sind abrufbar unter www.larouchepac.com.)

Anhand der nebenstehend abgebildeten Doppelkurve erläuterte LaRouche die inzwischen direkt vergleichbare Dynamik des hyperinflationären Kollapses in Deutschland 1923 und dem sich abzeichnenden Trend der Hyperinflation auf den Weltrohstoffmärkten (siehe auch Seite 3). Ihm selbst sei völlig klar, was dagegen zu tun sei, weil er sich den größten Teil seines Lebens mit genau diesen Fragen beschäftigt habe, aber der US-Kongreß, am wenigsten der Senat, habe derzeit keine Vorstellung, welche Art Krise da auf uns zukommt. Die Doppelkurve 1923 und 2006 illustriere: "Das derzeitige Finanzsystem ist am Ende, noch im Laufe dieses Jahres, falls nicht von der U.S. Regierung dramatische Maßnahmen ergriffen werden, um das Ruder herumzureißen. Das heißt, dieser Wicht muß aus dem Weißen Haus verschwinden, und zwar Cheney zuerst."

Es sei eine Illusion, sich in Bezug auf die globale Finanzkrise eine Lösung von Europa oder China zu erhoffen. Die Lösung müsse von den USA angestoßen werden. Nach der US-Verfassung liegt die Macht, Kredit und Geld zu schöpfen, allein bei der Bundesregierung, die der Zustimmung des Kongresses, insbesondere des Repräsentantenhauses, bedarf. Die Lösung bestehe darin, daß der Kongreß das Bankensystem, einschließlich der Federal Reserve Bank, einem Bankrottverfahren unterzieht. Die derzeit private US-Zentralbank müsse wieder Nationalbank werden und als oberster Kreditgeber für den Wiederaufbau von Industrie, Verkehrsinfrastruktur, Wasser- und Energieversorgung, Bildungs- und Gesundheitswesen sorgen. Leider sei der Kongreß nicht dazu bereit, daher müßten die Bürger ihre Abgeordneten in die Pflicht nehmen. Die heute nötigen Maßnahmen müßten sich an den Methoden Franklin Roosevelts orientieren.

In der nächsten Ausgabe werden wir mehr über LaRouches Internetforum und die hochinteressante Debatte berichten.

 

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