|
|
|
|
|
| Kernthemen | Suchen | Abonnieren | Leserforum |
|
Aus der Neuen Solidarität Nr. 19/2006 |
|
|
|
Der "Progressive Ausschuß" innerhalb der Demokratischen Fraktion des Repräsentantenhauses veranstaltete am 27. April eine Anhörung über den Irak, an der neben der Ausschußvorsitzenden Lyn Woolsey die Abg. Allen, John Conyers, Peter de Fazio, Barbara Lee, John Olver, Maxine Waters und James McGovern teilnahmen. Dem "Raus-aus-dem-Irak-Ausschuß", wie er auch genannt wird, gehören nach eigenen Angaben 76 Mitglieder des Repräsentantenhauses an. Ihr Ziel ist es, offen zu diskutieren, wie es zum Krieg im Irak kam, und die Vergehen der Regierung zu dokumentieren.
Bei der Anhörung beschrieb der frühere Südwestasien-Experte der CIA, Paul Pillar, der jetzt an der Georgetown-Universität unterrichtet, die zahlreichen Fehler in der Geheimdienstarbeit vor dem Irak. Zwei Frauen aus dem Irak beschrieben die Lage im Land unter der amerikanischen Besatzung, und ein Irak-Veteran der US-Marineinfanteristen beschrieb die unglaublichen Zustände bei den US-Truppen im Irak. Außerdem stellten mehrere Mitglieder des Ausschusses Gesetzesanträge, mit denen sie einen Rückzug der US-Truppen aus dem Irak herbeiführen wollen.
Mitglieder der LaRouche-Bewegung verfolgten die Vorträge und diskutierten am Rande der Anhörung mit Referenten und Gästen, verteilten die Broschüre des LaRouche-Aktionskomitees über "Halliburtons Krieg" und luden die Teilnehmer zu LaRouches Internetforum am gleichen Tage ein.
In mehr als 200 amerikanischen Städten demonstrierten am 1. Mai zahllose Immigranten unter dem Motto "Keine Arbeit, keine Schule, kein Einkauf, kein Verkauf" gegen die geplante Verschärfung des Einwanderungsrechts in den Vereinigten Staaten - alleine in Los Angeles nahmen bis zu einer Million Menschen an der Demonstration teil. Vor allem Unternehmen der Lebensmittelbranche, in der traditionell viele - oft illegale - Einwanderer beschäftigt sind, mußten an diesem Tag in etlichen ihrer Fabriken den Betrieb einstellen. Aus Seattle berichtet LYM-Mitglied Siri Martin:
"Am Montag um 14:30 Uhr begrüßten fünf Aktive der LaRouche-Bewegung mit einer großen Menge an Literatur die Beschäftigten der Bundesregierung beim Verlassen ihrer Büros, die kurze Zeit später von 35 000-40 000 Demonstranten umgeben waren. Viele der Beamten rissen uns die Pamphlete über das Parteiprogramm und Felix Rohatyn aus den Händen, als wir sie an Roosevelts Ideen erinnerten, zu denen wir zurückkehren müssen. Da die meisten Demonstranten erst nach 18 Uhr kamen, war viel Zeit für ausführliche Gespräche. Als die Masse der Teilnehmer eintraf, verteilten wir innerhalb einer halben Stunde zwei Kisten voll spanische Literatur. Bevor man 30 Schritte vom Infostand entfernt war, mußte man schon wieder zum Tisch zurückkehren, weil man nichts mehr zu verteilen hatte. Doug hielt das Heft Der Massenwahn eines Vizepräsidenten in die Höhe, worauf sich aus allen Richtungen zahlreiche Arme nach dem Heft ausstreckten. Als sich zwei gelangweilte Vorstadtkinder mit dem Schild "Sekte" neben unseren Tisch stellten, um gegen unsere Verteilaktion zu protestieren, wurden sie von einem Demonstranten angefahren: 'Verschwindet, das hier ist Amerika! ... Geht zurück nach Europa!' Nach der Demonstration diskutierten wir, daß wir künftig bei diesen Demonstrationen noch mehr Aktivisten einsetzen müssen, da diese Immigranten offenbar geradezu auf LaRouches Ideen warten und bereit sind, zu handeln. Insgesamt verteilten wir 70 Bündel Literatur."
Angeregt durch die Diskussion zwischen LaRouche und einem amerikanischen Gewerkschafter während des Internetforums am 27. April 2006 (www.larouchepac.com), worin LaRouche auf das in unserem Bildungssektor fehlende Konzept der Kreativität einging, verschickte Mohd Peter Davis, ein Wissenschaftler an einer führenden malaysischen Universität, einen Rundbrief an Freunde und Kollegen in Malaysia. Darin heißt es: "Für den Fortschritt in Malaysia brauchen wir angesichts einer heranreifenden Kernschmelze der Weltwirtschaft und einer geistesverkrüppelnden Auswendiglernerei im Bildungssystem einen Katalysator, um die natürliche Kreativität der Menschen, insbesondere der ernsthaften Gymnasialschüler, Studenten und jungen Berufstätigen, zu entfesseln. Die übrige Jugend wird dem Erfolg ihres fortgeschrittensten Teils nacheifern und sich junge Wissenschaftler, Ingenieure, Erfinder und innovative Künstler zum Vorbild nehmen." Dann zitierte Davis aus LaRouches Antwort, mit dem Hinweis, sie entmystifiziere die Frage, was Kreativität eigentlich ist. Davis fuhr dann fort: "Um schnell eine kreative junge Generation von Malaysiern aufzubauen, schlage ich vor, daß die Regierung ausgewählte Universitäten und Forschungsinstitute fördert, um 'kreative Doktoranden' auszubilden, indem sie sie in Teilzeitarbeit den begeisterten Unternehmern und kleinen und mittleren Industrien zuweist, während sie an ihren Diplomen und Dissertationen schreiben. Die frischen Doktoranden brauchen auch geeignete Mentoren wie pensionierte (oder kurz vor dem Ruhestand stehende) Akademiker, Fachleute, Unternehmer, Geschäftsleute etc. mit erwiesener Kreativität und umfassender Erfahrung, die den Universitäten in Teilzeit (einige Tage pro Woche) vertraglich verbunden sind. Das Ziel ist es, diese frischen Geister, die intellektuellen und physischen Ressourcen, die gegenwärtig in den Universitäten gefangen sind, den Unternehmen zuzuführen. Umgekehrt bringen diese jungen Doktoranden den kreativen Geist der Unternehmer in die Universitäten zurück und spornen die jüngeren Studenten und jungen Dozenten mit einem Optimismus des 'Wir können es' an."
Davis führt dann seinen Vorschlag im Detail aus und schließt nach einem Hinweis auf den Erfolg der amerikanischen Kriegsmobilisierung unter Präsident Franklin Roosevelt: "Diese amerikanische Tradition der Kreativität und Innovation, bei der die gute Idee als großer sozialer Gleichmacher wirkte, ist heute fast vergessen, aber sie liegt kulturell 'unter den Büschen' verborgen, bereit, zurückzukehren. Sie muß von den Malaysiern wiederentdeckt werden. Mit Ihrem Enthusiasmus und Ihrer Unterstützung kann ihre Wohlstand erzeugende Kraft mobilisiert und freigesetzt werden, um das Gemeinwohl aller Malaysier zu fördern."
|
|
| Kernthemen | Suchen | Abonnieren | Leserforum |