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Aus der Neuen Solidarität Nr. 21/2006

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Bürgerrechtsbewegung International


LaRouche-Interview in Wen Hui Bao
Dänische Medien berichten über Clinton für Neues Bretton Woods

Kesha Rogers belebt die Demokraten in Texas

LaRouche-Interview in Wen Hui Bao

Zu Beginn der Konferenz der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) erschien am 15. Mai in der Shanghaier Tageszeitung Wen Hui Bao ein ausführlicher Artikel über LaRouches Warnungen vor einem bevorstehenden Wirtschaftskollaps. Der Artikel unter der Überschrift: "Er kandidierte siebenmal für das Präsidentenamt und sagt immer noch erstaunliche Dinge" beruht auf einem zweistündigen Interview, daß LaRouche am 9. Mai mehreren Journalisten der Zeitung in Virginia gegeben hatte. Im Mittelpunkt des Interviews stand LaRouches Darstellung der katastrophalen Wirtschaftslage. LaRouche habe den eher skeptischen Journalisten erklärt: ",Heute sind die US-Aktienmärkte, der Immobilienmarkt, allesamt in Schwierigkeiten. Das Handelsdefizit wächst, der Abstand zwischen reich und arm wird größer. All dies sind Anzeichen eines bankrotten Wirtschaftssystems. Glauben Sie nicht die Berichte der Medien oder der Politiker. Es gibt keine Realität in dem, was sie sagen. Wir müssen das System ändern ... Wenn die US-Wirtschaft kollabiert, wird auch die ganze Weltwirtschaft zerstört werden."

Ein weiteres Thema des Gesprächs waren die Aktivitäten der LaRouche-Jugendbewegung: "Die Journalisten sagten LaRouche, sie hätten seine Unterstützer im vergangenen Jahr bei einer Demonstration vor der UNO-Vollversammlung und in diesem Jahr vor dem Weißen Haus getroffen und sich darüber gewundert, daß die meisten von ihnen junge Leute waren." LaRouche erklärte, warum die jungen Leute gegen die Generation ihrer Eltern rebellieren. "Ich verstehe ihr Denken. Ich fordere eine völlige Änderung des Wirtschaftssystems. Ich lasse sie erkennen, wie eine wirkliche Änderung herbeigeführt werden kann. Das gibt ihnen Hoffnung, und deshalb unterstützen sie mich."

Aber natürlich war auch LaRouches Sicht der chinesischen Wirtschaft ein Thema. Wen Hui Bao schreibt: "LaRouche ist Ökonom. Er hat zahlreiche Artikel über Wirtschaftsfragen verfaßt, darunter Die Theorie des produktiven Dreiecks, in dem er vorschlug, daß Westeuropa, Osteuropa und China als Vertreter des eurasischen Kontinents zusammenarbeiten, was zweifellos von Einfluß war." Das Blatt zitiert LaRouche: "Jene Amerikaner, die den Renminbi für das Handelsbilanzdefizit verantwortlich machen, sind dumm oder verrückt... Wenn man den Renminbi plötzlich um 20 % aufwertete, würde die US-Wirtschaft nur noch schneller kollabieren. China sollte den Versuch aufgeben, die angehäuften Staatsanleihen und Obligationen zu erhalten, und sich stattdessen auf die Ausweitung der internen Nachfrage konzentrieren, die Baumaßnahmen im Westen verstärken und das Gemeinwohl fördern. Ich bin optimistisch bezüglich der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft."

Dänische Medien berichten über Clinton für Neues Bretton Woods

Vertreter des Schiller-Instituts empfingen den früheren US-Präsidenten Bill Clinton bei seinem Blitzbesuch in Kopenhagen am 11.5. Ihr Banner trug die Aufschrift "Willkommen Clinton, unterstützen Sie LaRouches Neues Bretton Woods". Sie sangen The Battle Cry of Freedom; Clinton drehte sich sofort um, lachte freundlich und kam zu ihnen. Michelle Rasmussen sagte "Grüße von LaRouche" und fragte ihn: "Würden Sie unterschreiben, um LaRouches Programm für ein neues Bretton Woods-Finanzsystem zu unterstützen?" Clinton nahm gleich einen Stift und unterschrieb auf dem Banner. Dann nahm er ein Bündel neuer Literatur der LaRouche-Bewegung in Empfang. Vorher hatte der nationale Fernsehsender DR 1 die Aktivistinnen interviewt. Am Abend zeigte DR 1 das Banner, den Gesang und einen Ausschnitt aus dem Interview. Den Link zum Kurzbericht finden Sie auf der Internetseite des dänischen Schiller-Instituts.

Kesha Rogers belebt die Demokraten in Texas

Im Rahmen ihres Wahlkampfs für den Landesvorsitz der Demokratischen Partei in Texas besuchte Kesha Rogers zusammen mit einem Team der LaRouche-Jugendbewegung (LYM) zunächst den Landeskonvent des Gewerkschaftsverbandes AFL-CIO und am 11. Mai die Stadt Tylor, wo sie ausführliche Gespräche mit Gewerkschaftsvertretern hatte. Getreu ihrem Motto "Raus aus den Büschen, hinein in die Zukunft" zeigte sie, daß LaRouches Notgesetz zur Rettung der Autoindustrie nicht nur den weiteren Verfall der Wirtschaft aufhalten, sondern auch einen Erdrutschsieg der Demokraten im November herbeiführen würde. Viele der Gewerkschafter, mit denen Rogers sprach, erklärten sich bereit, ihre Abgeordneten zu kontaktieren, um sie zur Unterstützung des "Notgesetzes" zu gewinnen.

Am 17. Mai sprach sie vor der Ortsgruppe 1338 der Vereinigten Transitgewerkschaft in Dallas. An ihren Kurzvortrag schloß sich eine intensive Debatte darüber an, daß die Partei zur Politik Roosevelts zurückkehren müsse. Einer der Gewerkschafter erklärte, ihre Kampagne erinnere ihn an den früheren texanischen Abgeordneten und bekannten Houstoner Politiker Mickey Leland, der sich energisch für die Bürgerrechte einsetzte, und forderte die Anwesenden auf, Kesha stehenden Beifall zu spenden.

Diese Reaktionen zeigen, daß nicht nur die Jugend, sondern auch viele Gewerkschafter auf einen Wandel hoffen - vor allem in der Demokratischen Partei. Die hat seit der Niederlage von Sen. Ralph Yarborough im Vorwahlkampf gegen seinen "konservativen" Herausforderer Lloyd Bentsen im Jahr 1970, die die Abkehr der Partei von Präsident Roosevelts Politik des "New Deal" markierte, sämtliche landesweiten Ämter an die Republikanische Partei verloren, während die US-Wirtschaft mehr und mehr in eine Depression verfiel.

 

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