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Aus der Neuen Solidarität Nr. 22-23/2006 |
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Lyndon LaRouches Wissenschaftsberater Jonathan Tennenbaum gab während seines Rußlandbesuchs mehrere Interviews - am 18. Mai im Sender Govorit Moskwa (www.govoritmoskva.ru), am Tag darauf 40 Minuten lang im Internetsender www.km.ru. Thema waren u.a. die weltweite Krise und der Dollarverfall, die US-Politik gegenüber dem Iran und Cheneys Drohung, Atombomben auf dieses Land zu werfen, sowie das Verhältnis von Gott und Wissenschaft. LaRouches Essay "Die Parameter der heutigen Krise: Wie sich die Welt gewandelt hat" ist jetzt in russischer Übersetzung auf den Seiten CMNews.ru, anti-glob.ru und insi.org.ru (des ukrainischen Instituts für unabhängige strategische Analysen) abrufbar.
Muriel Mirak-Weißbach gab Morteza Jabbari vom englischsprachigen iranischen Sender IRIB ein Interview. Hauptsächlich ging es dabei um die Nuklearfrage. Jabbari wollte von ihr wissen, warum die Regierung Bush dem Iran sein Recht auf die Kernenergie verwehren will und was hinter diesem Konflikt stehe. Er fragte, ob religiöse und wirtschaftliche Motive dahinter stehen, was zu einer Diskussion über die Ideologie verrückter "christlicher" Fundamentalisten, über die Privatisierung des US-Militärs und Cheneys Rolle bei Halliburton führte.
LaRouches Vorschlag eines Notprogramms zur Rettung der US-Autoindustrie und für den wirtschaftlichen Wiederaufbau wurde am 19. Mai in Radio Cultura FM im argentinischen Industriezentrum Cordoba vorgestellt. Cynthia Rush von EIR gab Hektor Gomez ein halbstündiges Interview. Besprochen wurden der Kollaps des globalen Systems, der Zustand der Regierung Bush und die dringend erforderlichen Notmaßnahmen der Regierungen. Rush erläuterte auch die Statistiken über Werksschließungen und Entlassungen in der US-Autoindustrie.
Letztes Jahr wurde die LaRouche-Jugendbewegung (LYM) von der Gewerkschaft der städtischen Angestellten Buenos Aires (SUTECBA) zu einem Vortrag über LaRouches Wirtschaftstheorie eingeladen. Beim diesjährigen Seminar durfte die LYM Ende April und Anfang Mai drei Vortragsabende über LaRouches Physikalische Ökonomie bestreiten, zu denen rund 300 Gewerkschafter erschienen. Der Direktor der Gewerkschaftsschule betonte, es sei entscheidend für Argentinien, daß die Jugend über die Zukunftsaufgaben der Nation zu diskutieren beginnt.
Der erste Abend begann mit einem Überblick über die internationale Lage, bevor mit Rückgriff auf das Hamiltonische Amerikanische System die Aufgabe der Wirtschaft dargestellt wurde. Sie bestehe darin, für das Gemeinwohl zu sorgen, und nicht à la Adam Smith nur die sofortigen Bedürfnisse zu befriedigen. Dazu wurde LaRouches Konzept der potentiellen relativen Bevölkerungsdichte herangezogen.
Beim zweiten Vortragsabend hatte die LYM gegen die aufkommende anti-amerikanische Stimmung zu kämpfen: "Warum müssen wir uns um die USA kümmern? Laßt uns über Argentinien reden!" In einem Exkurs wurde den Anwesenden die strategische Bedeutung der Vereinigten Staaten nahegebracht, ohne die eine Reorganisation des internationalen Finanzsystems nicht möglich sei. Danach wiederholten die LYM-Vertreter das Konzept der potentiellen relativen Bevölkerungsdichte, dem sie das der Physikalischen Ökonomie folgen ließen, danach das Konzept des wirtschaftlichen Werts und des Einsatzes der Technik.
Den dritten Vortragsabend eröffnete der Schuldirektor mit Auszügen aus dem Atomenergieentwicklungsplan des ehemaligen Präsidenten Juan Péron. Die LYM-Vertreter zeigten eine Auswahl aus LaRouches letzten Webcasts über Prinzipien des Werkzeugmaschinenbaus und Kreativität sowie über die Aufgaben der heutigen Jugend. Zuletzt wurde das Projekt zur Integration des amerikanischen Kontinents dargelegt, wie es in "Iberoamerikanische Integration" vom Schiller-Institut und in "Das Industrieland Argentinien" von EIR veröffentlicht worden ist. Der Rektor faßte das Ergebnis des Seminars lobend zusammen: "Während dieser drei Abende haben wir hier mehr miteinander diskutiert als im ganzen letzten Jahr."
Die dänischen Gewerkschaften und Studentenausschüsse hatten in fünf Städten zu Demonstrationen gegen die sog. "Sozialreform" der Regierung aufgerufen. Insgesamt folgten 140 000 Demonstranten dem Aufruf, darunter allein 70 000 in Kopenhagen. Es war die größte Demonstration in Dänemark seit 1985. Die dänische LaRouche-Jugendbewegung nahm mit einem Viermeterbanner teil: "Die Blase platzt ... Stoppt Foghismus mit einem New Deal!" - "Foghismus" ist vom Mittelnamen des dänischen Premierministers Anders Fogh Rasmussen hergeleitet. - Viele hatten noch Tom Gillesbergs Slogan "Die Blase platzt" aus dem letzten Wahlkampf gut in Erinnerung.
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