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Aus der Neuen Solidarität Nr. 26/2006

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Wirtschaftsnachrichten


Dreischluchtendamm in der Endphase
Rußland kopiert Kreditanstalt für Wiederaufbau

Dreischluchtendamm in der Endphase

Ende Mai wurde mit dem Guß des letzten Betonsegments die Staumauer des gigantischen Drei-Schluchten-Damms am Mittellauf des Jangtse, des längsten Flusses Chinas, fertiggestellt. Der 185 m hohe und 2 309 m lange Damm an der Xiling-Schlucht, der östlichsten der drei Schluchten des Jangtse, ist mit seinen 28 Mio. m3 Beton das größte Staudammprojekt der Welt.

Ursprünglich geht die Idee des Dreischluchtendamms auf Sun Yatsen zurück. Der Bau des Dammes wurde seit 1918 zwar immer wieder diskutiert, aber erst 1992 vom höchsten chinesischen Gremium, dem Nationalen Volkskongreß, beschlossen.

Die Bauarbeiten am Dreischluchtenprojekt, dessen Investitionsumfang auf 203,9 Mrd. Yüan (etwa 20,2 Mrd. Euro) geschätzt wird, begannen 1993. Geplant sind 26 Generatoren mit einer Gesamtkapazität von 18,2 Mio. kW, sie sollen 2009 mit einer Jahresleistung von 84,7 Mrd. kWhe ans Stromnetz angeschlossen werden.

Die drei Schluchten heißen Qutang, Wuxia und Xiling. Der Jangtse wird auf 200 km Länge gestaut. Neben der Stromerzeugung bedeutet das landschaftsverändernde Megaprojekt, für das 1,13 Millionen Anwohner des Flusses umgesiedelt wurden, neben einem ständigen Wasservorrat von 39,3 Mrd. m3 und der Möglichkeit, den immer wiederkehrenden Überschwemmungen Einhalt zu gebieten, auch viele Vorteile für den Schiffsverkehr.

Wie alle wahrhaft großen Infrastrukturprojekte wird der Dreischluchtendamm das ökonomische, politische und sogar das physisch-geographische Umfeld der betroffenen Region verändern. Das haben alle großen Projekte der chinesischen Geschichte immer wieder gezeigt, sei es die Große Mauer oder der Große Kanal.

Rußland kopiert Kreditanstalt für Wiederaufbau

Bei einer Veranstaltung in Moskau mit dem Vorsitzenden der russischen Außenwirtschaftsbank Wladimir Dmitrijew, dem scheidenden KfW-Präsidenten Hans Reich und seiner designierten Nachfolgerin Ingrid Matthäus-Meyer wurde angekündigt, daß bis zum Jahresende ein Gesetz verabschiedet werden soll, durch das eine Förderbank nach dem Vorbild der KfW zur Förderung von Infrastruktur, Hochtechnologie, Gebäudesanierungen und kleinen und mittleren Unternehmen ("KMU") eingerichtet werden soll. Dabei wird die russische Regierung von der KfW unterstützt. Die Grundlage der neuen Bank soll durch die Verschmelzung der Russischen Entwicklungsbank und der Roseximbank geschaffen werden, deren Kapital auf 3 Mrd. $ aufgestockt werden soll.

 

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