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Aus der Neuen Solidarität Nr. 27/2006 |
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Am 22. Juni richtete das deutsche Außenministerium in Berlin das "Sechste Forum Globale Fragen Kompakt" zum Thema "Zukunftsforschung und Politik" aus. Hauptredner war der "Nullwachstums"-Propagandist Dr. Dennis Meadows, dessen Studie Grenzen des Wachstums 1972 im Auftrag des Club of Rome entstanden war. Die LaRouche-Bewegung reagierte darauf mit der Gründung des Club of Life, und LaRouche schrieb als wissenschaftliche Widerlegung das Buch Es gibt keine Grenzen des Wachstums.
Veranstaltungsleiter war der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, der erklärte: "Vorhersagen begannen mit dem Orakel von Delphi und Homers Kassandra." Meadows, seit 30 Jahren ein erklärter Gegner LaRouches, tischte in der Rede seine alte Ideologie der Grenzen des Wachstums wieder auf, aber er mußte zugeben, daß LaRouche bezüglich der Finanzkrise recht hat. Meadows sprach vor allem über Bevölkerungswachstum, Klimawandel und die Zukunft unseres wirtschaftlichen Phasenraums "Erde". Die Aufgabe von Prognostikern sei es, "Daten zu interpretieren und zu versuchen, zu verstehen, was sie für die Zukunft bedeuten". Er erklärte: "Wir haben das Konzept der ,Grenzen des Wachstums' eingeführt und daraus das Konzept der nachhaltigen Entwicklung entwickelt."
In der Diskussion erinnerte ein EIR-Journalist Meadows daran, daß LaRouche seine Theorie von den Grenzen des Wachstums widerlegt habe. Meadows habe die menschliche Kreativität ignoriert, die den Wesensunterschied zwischen Mensch und Tier ausmache, auch wenn sie sich nicht in ein statistisch-logisches Konstrukt fassen lasse. Dann berichtete er über LaRouches Vorhersage, daß bis September ein Finanzkrach bevorstehe - wenn es in der Zwischenzeit nicht zu einem politischen Kurswechsel komme.
Meadows antwortete: "Ich habe niemals mit LaRouche gesprochen, ich bin daher nicht qualifiziert, über ihn zu reden." Er fuhr fort: "Menschen sind schöpferisch. Wir verstehen physikalische Gesetze besser als soziale, wir nähern uns der Grenze der physischen Belastbarkeit der Erde."
In einem Gespräch am Rande erläuterte ein Mitglied der LaRouche-Jugendbewegung (LYM) Meadows ausführlich LaRouches Septemberprognose. "Ich stimmte mit LaRouche ziemlich überein, was das Finanzsystem angeht", sagte er. Allerdings sehe er eher einen Zeitrahmen von zwei Jahren für einen Dollarkollaps.
Helga Zepp-LaRouches Aufruf für ein Neues Bretton Woods vom Mai 2006 (siehe Neue Solidarität 18/2006 bzw. www.schiller-institut.de) gewinnt immer mehr Unterstützer. Zu den neuen Unterzeichnern gehören u.a.: Deutschland: Gerhard Liebig (Belm), Martin Lind, Juwelier (Köln), Günter Friesinger, Ingenieur (Eggenstein/Leopoldshafen), Georg Fiebiger (Aschaffenburg), Günter Gorlt, Zahnarzt (Binz/Rügen), Prof. (em.) Dr. Dr. Dr.h.c. Josef Gruber, Professor für Wirtschaft und Statistik (Hagen), Jürgen Schneider (München), Dr. Hermann Frohwitter (Porta Westfalica), Alfred Reinhold, Dipl.-Ing. (Wunstorf), Helga Radermacher (Dortmund), Christa Sturm (Mainz), Mario Nollau (Pulow-Lassau), Reinhard Heinrich (Berlin), Marcel Steffen (Berlin), Wolfgang Schröter (Hildesheim), Ungarn: Dr. Tibor Kovats, Ökonom, Repräsentant des Schiller-Instituts in Ungarn; Prof. Dr. Imre Pozsgay, ehem. Ministerpräsident und Historiker; Dr. Karoly Lorant, Journalist; Prof. Szilvia Szego, Wirtschaftswissenschaftlerin (Szeged); Istvan Morvay, ehem. Staatssekretär (Budapest); Maria Drobni (Budapest), Kroatien: Faris Nanic, Chefredakteur des kroatisch-bosnischen Magazins Preporodov Journal (Zagreb), Malaysia: Andri Bin Abdul Rahman, Berater (Kuala Lumpur), Dr. Rusniah Ahmad, University Utara Malaysia (Sintor), Latifah Binti Hassan, University Utara Malaysia (Sintor).
Creighton "Cody" Jones, Mitglied der LaRouche-Jugendbewegung (LYM) sowie des Vorstands der Demokratischen Partei im Bezirk Los Angeles, wurde am 24. Juni vor mehr als 700 Gästen in Los Angeles als "Demokrat des Jahres" im 43. Kongreßwahlbezirk mit dem Franklin und Eleanor Roosevelt Preis 2006 ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde folgendermaßen begründet:
"Creighton Jones ist inspiriert von Lyndon LaRouches Idee, Franklin Roosevelts Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwohl durch eine optimistische Politik weltweiter Entwicklung und Armutsbekämpfung widerzubeleben. Seine erste politische Aktion mit 23 Jahren war, Unterschriften für eine Petition gegen das Absetzungsverfahren gegen Präsident Bill Clinton zu sammeln. Creighton baute die inzwischen weltweit verbreitete LaRouche-Jugendbewegung auf und ist Mitgründer des Demokratischen Clubs für das Erbe Franklin Roosevelts, der junge Aktivisten in die Demokratische Partei rekrutiert."
Als Codys Name genannt wurde, brach lauter und enthusiastischer Applaus aus. Mitglieder der LYM hatten während der Veranstaltung einen Infostand vorbereitet und führten viele Gespräche mit den anwesenden Demokraten, unter denen sich etliche Abgeordnete befanden.
Mitglieder der LaRouche-Jugendbewegung (LYM) nahmen am Internationalen Kongreß junger Kernforscher teil, der vom 19.-21. Juni in Stockholm stattfand. Michael Stuart von der Gruppe "Junge Generation im Nuklearsektor (Nordamerika)" (NA-YGN) hatte die LYM eingeladen, seinen Vortrag anzuhören und mitzudiskutieren. Sein Thema war: "Wie eine kleine Gruppe in der Politik, der öffentlichen Bildung und der Öffentlichkeit einen großen Unterschied ausmachen kann". Er beschrieb, wie seine Guppe in Veranstaltungen von Kernkraftgegnern geht, um deren Lügen zu widerlegen, Demonstrationen für die Kernkraft veranstaltet usw. Die Vertreter der LYM diskutierten mit jungen Wissenschaftlern aus aller Welt über die dringende Notwendigkeit, sich politisch für die Kernenergie und Entwicklung einzusetzen, und stießen mit ihren Vorschlägen, die Wirtschaft durch große Infrastrukturprojekte wiederaufzubauen, auf offene Ohren.
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