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Aus der Neuen Solidarität Nr. 3/2006
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Die kommenden 50 Jahre der Erde. Dialog der Kulturen
Lyndon LaRouches umfangreiche Schrift "Die kommenden 50 Jahre der Erde. Der Dialog der Kulturen Eurasiens" liegt nun auf deutsch vor. Ein Vorabdruck des 1. Kapitels "Wernadskijs Lösung" macht vielleicht Appetit auf mehr - nachzulesen im demnächst erscheinenden Buch.
Angesichts neuer Religionskriege und einer akuten Krise der menschlichen Zivilisation sei ein ernsthafter Dialog der eurasischen Kulturen nötiger denn je, schreibt Lyndon LaRouche in der Einleitung zu Die kommenden 50 Jahre der Erde. Aber dieser Dialog sei zum Scheitern verurteilt, "wenn man nicht auf gewisse falsche, aber derzeit gängige Vorstellungen hinweist und einige dieser Irrtümer in mühsamer Kleinarbeit berichtigt". Ein echter Dialog der Kulturen führe jedoch mitunter über steiles Gelände. LaRouche warnt davor, aus übertriebener Höflichkeit und falsch verstandener Ökumene jeder Prinzipiendiskussion aus dem Weg zu gehen und es zudem an der nötigen Präzision sowohl bei der Definition der Ursachen der gegenwärtigen globalen Krise wie bei der Definition konkreter Probleme fehlen zu lassen.
Ausführlich erläutert LaRouche die Ursachen der gegenwärtigen Weltkrise: "Die Zöglinge des verstorbenen Harvard-Professors William Yandell Elliot, Zbigniew Brzezinski und Samuel Huntington, haben - oft in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Leiter des britischen Arabienbüros Bernard Lewis - Pläne ausgearbeitet, um ein faschistisches anglo-amerikanisches Weltreich als moderne Kopie des Römischen Reiches zu errichten." Genau das laufe heute unter der Bezeichnung "Globalisierung".
Es sei ein verhängnisvoller Irrtum, die Wurzeln aller Übel nur in den Vereinigten Staaten zu suchen, die vielmehr selbst Opfer der Zersetzung durch das anglo-holländische System geworden seien. Gegen dieses System, das die Welt seit dem Vertrag von Paris beherrscht, der 1763 den Siebenjährigen Krieg beendete, hätten die Amerikaner den Unabhängigkeitskrieg geführt. Die gleichen synarchistischen Finanzinteressen, die Mussolini, Hitler, Franco und Pinochet über die Welt gebracht hätten, stünden heute hinter der neokonservativen Kriegspolitik und dem System der Globalisierung.
Damit die Völker der Welt sich endlich vom Joch der "unabhängigen Zentralbanken" befreien könnten, müsse zuerst das Goldfischglas der vorherrschenden Ideologie dieses anachronistischen oligarchischen Systems überwunden werden. Denn ins Verderben führten nicht einzelne Fehlentscheidungen von Regierungen, sondern vielmehr die falschen Grundannahmen der Kultur und Weltanschauung, die für solche Fehlentscheidungen ursächlich sind.
Dieses Umdenken zu bewirken, die Befreiung aus den Ketten einer fatalen Ideologie, das sei stets die Aufgabe der Kunst gewesen - und zwar einer klassischen Kunst im Bunde mit einer Wissenschaft, die der Wahrheitssuche verpflichtet ist. Wernadskijs Idee der Noosphäre sei hier von entscheidender Bedeutung, denn der russische Forscher "definiert einen erhabenen empirisch-gedanklichen Bezugspunkt, einen Bezugsrahmen, der alle ernsthaft zu behandelnden Fragen - auch die Unterschiede zwischen den Kulturen - einschließt." Die Einleitung und das 1. Kapitel finden Sie hier: