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Aus der Neuen Solidarität Nr. 33/2006 |
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Nach der Aufdeckung eines Terrorkomplotts, bei dem gleichzeitig mehrere Passagierflugzeuge während des Fluges gesprengt werden sollten, warnte Lyndon LaRouche: Zur "Überlebensstrategie" der Finanzoligarchie unter Bedingungen einer Zusammenbruchskrise des Finanzsystems gehöre es, Kriege und Terrorismus zu inszenieren.
Am 10. August wurde die Weltöffentlichkeit, noch ganz unter dem Eindruck des brutalen Israel-Libanon-Krieges stehend, von der Ankündigung der britischen Behörden schockiert, man habe ein terroristisches Komplott aufdeckt, bei dem gleichzeitig mehrere Passagierflugzeuge während die Fluges gesprengt werden sollten. Der geplante Terroranschlag sei das Werk "islamischer" Terroristen aus Großbritannien und Pakistan. Man habe erste Hinweise nach dem Terroranschlag auf die Londoner U-Bahn am 7. Juli 2005 erhalten und seitdem die Terrorzellen observiert. Als es "Anzeichen" für die baldige Durchführung der Terroroperation gab, habe man zugeschlagen.
Vorläufig muß man davon ausgehen, daß diese Erklärungen zutreffend sind, auch wenn man in Sachen Terrorismus von der britischen Regierung schon viel Desinformation gehört hat. George Bush beeilte sich, zu erklären, dieses Komplott beweise, wie richtig er mit seinem Krieg gegen die "islamischen Faschisten" liege. Tony Blair, dem wegen seiner Haltung zum Libanonkrieg und seiner Nibelungentreue zur Regierung Bush innenpolitisch das Wasser bis zum Halse steht, schien mit einem Mal wieder eine politische Überlebenschance zu haben.
Aber es überraschte schon, daß es nicht die britischen Sicherheitsbehörden waren, die am 11. August die Namen der verhafteten Terrorverdächtigen bekanntgaben, sondern die Bank von England. Man habe die Konten der Verdächtigen eingefroren, hieß es in einer Erklärung der Zentralbank, die auch die Namensliste enthielt. Nun erinnert man sich, daß die große Finanzkrise vom Frühsommer 2005 mit dem Londoner Terroranschlag vom 7. Juli 2005 "beendet" wurde. Im Gefolge der Ramsch-Abstufung von General Motors waren Hedgefonds und Banken durch fehlgelaufene Derivatspekulationen in Schieflage geraten. Die Finanzturbulenzen nach dem Londoner U-Bahnanschlag gaben den Zentralbanken Gelegenheit, im großen Stil Liquidität in das mehr als wackelige Finanzsystem hineinzupumpen.
Heute, im Sommer 2006, ist die Lage des Weltfinanzsystems noch weit prekärer: explodierende Energie- und Rohstoffpreise; anziehende allgemeine Inflation; Rekordleistungsbilanzdefizit, Wirtschaftsabschwung und platzende Immobilienblase in den USA; Derivat- und Hedgefondsprobleme zuhauf und Unruhe auf den Devisenmärkten, insbesondere was den Dollar betrifft.
Nachdem am 10. August zunächst die Aktienmärkte panikartig abstürzten, traten die Zentralbanken und die "Crash-Verhinderungsteams" wiederum in Aktion. Wiederum wurde "vorbeugend" Liquidität in das Finanzsystem gepumpt, nachdem zwei Tage zuvor die US-Notenbank bereits von einer Zinserhöhung abgesehen hatte, obwohl die Inflation in den USA deutlich anzieht. Einen Tag nach der Aufdeckung des Terrorkomplotts verzichtete auch die Bank von Japan auf eine Zinserhöhung, obgleich die japanischen Produzentenpreise den stärksten Anstieg seit 25 Jahren verzeichnen.
Lyndon LaRouche hat für den Herbst eine Großkrise im Weltfinanzsystem prognostiziert. Und er hat darauf hingewiesen, daß der willkürlich vom Zaun gebrochene Krieg Israels gegen den Libanon mit seinem Potential zur Eskalation in einen "asymmetrischen Weltkrieg" vor dem Hintergrund der nahenden finanziellen Systemkrise gesehen werden muß. Die berechtigte Empörung über den brutalen Krieg Israels darf nicht die Sicht dafür versperren, daß hier die synarchistische Finanzoligarchie die Fäden zieht. Zur "Überlebensstrategie" der Finanzoligarchie unter Bedingungen einer Zusammenbruchskrise des Finanzsystems gehört die Orchestrierung von Kriegen und Terrorismus (siehe Artikel in dieser Ausgabe).
hml
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Lesen Sie hierzu bitte auch:
Nahostkrieg & Weltfinanzkrise Warnung vor Bushs "Oktober-Überraschung" Stoppt den dritten Weltkrieg! LaRouche-Doktrin für Südwestasien! Wie lange noch bis zum Systemkollaps? |
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