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Aus der Neuen Solidarität Nr. 34/2006
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Arbeitslose sterben früher
Arbeitslose haben laut einer Studie der Universität Leipzig eine kürzere Lebenserwartung. Vor allem in Ostdeutschland sind Erwerbslose "erhöht gefährdet, krank zu werden", zitierte ap den Leiter des Instituts für medizinische Psychologie, Elmar Bräher. Als Ursache führte Bräher Depressionen und Sucht wie Alkoholismus an, bei Frauen auch Tablettensucht, Erschöpfungssymptome und Bluthochdruck bis hin zum Herzinfarkt. Diese Krankheiten, so Bräher, seien bei Arbeitslosen "häufiger als bei Menschen, die einen Job haben": Ihre Sterblichkeit sei massiv erhöht, und bereits kurz nach Eintritt der Arbeitslosigkeit mehr als doppelt so hoch wie bei Erwerbstätigen. "Menschen, die mehr als zwei Jahre arbeitslos sind, haben ein viermal höheres Sterberisiko."
efi