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Aus der Neuen Solidarität Nr. 34/2006 |
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Die wichtigste Nachrichtensendung Rußlands "Wremja" - vergleichbar mit der deutschen Tagesschau, die täglich um 21 Uhr vom Ersten Russischen Fernsehen 1TV ausgestrahlt wird - brachte am 16. August im Rahmen ihrer Berichterstattung über die Libanonkrise ein Kurzinterview mit Lyndon LaRouche, der neben Nahostexperten wie dem früheren russischen Premierminister Jewgenij Primakow und dem amerikanischen Journalisten Seymour Hersh und anderen zu Wort kam. Die Moderatoren berichteten über LaRouches Warnung vor einer von der Regierung Bush geplanten "Oktober-Überraschung", wonach israelische Soldaten "zufällig" zuvor in Syrien deponierte "irakische" Massenvernichtungswaffen "finden" würden, und zitierten LaRouche: "Wenn sich die Ereignisse nach diesem Szenario entwickeln, würde der Iran sich wahrscheinlich nicht aus dem Konflikt heraushalten. Und dann wäre es schon unmöglich, einen großen Krieg im Nahen Osten zu verhindern. Statt einen Kompromiß am Verhandlungstisch zu suchen, tut die amerikanische Regierung alles, um einen umfassenden Krieg zu provozieren." Den Mitschnitt der Sendung (in russischer Sprache) findet man auf der Internetseite www.1tv.ru.
Seit rund zwei Wochen ist die LaRouche-Jugendbewegung in Mexiko mit einem eigenen Zelt inmitten des Lagers der Bewegung des Präsidentschaftskandidaten der PRD, Andres Manuel López Obrador ("AMLO"), vertreten und interveniert vor allem durch kulturelle Aktivitäten - Lesungen aus dem Don Quichote, aus Platons Staat und den Schriften Benito Juárez', Vorträge über Gauß' Fundamentaltheorem der Algebra, Belcanto-Gesang und viele mehr - in die Diskussionen der Demonstranten. Inzwischen kommt es relativ häufig vor, daß Passanten am nächsten Tag wiederkehren, um die Diskussion fortzusetzen. Aber die LYM erhält auch immer wieder Einladungen, Vorträge in anderen Zeltlagern - insgesamt gibt es 47 verschiedene Lager in der Stadt, um gegen den Wahlbetrug zu protestieren - zu halten. Vor rund 120 Personen berichteten Mitglieder der LYM über den Zusammenhang von Neoliberalismus und Kriminalität, wobei insbesondere auch über die Zerstörung der Kultur durch den Kongreß für kulturelle Freiheit gesprochen wurde, und über LaRouches Vorschläge für den Wiederaufbau der Wirtschaft und der Kultur. Eines der Nachbarzelte, das einen eigenen Radiosender eingerichtet hat, sendete ein Interview mit LYM-Vertretern über LaRouche, seine Beziehung zu López Portillo und deren Kampf gegen die Synarchie. Auch der Chor der LYM wurde eingeladen, in anderen Lagern zu singen. Derzeit wird im LYM-Zelt am Juárez-Denkmal, das mit Strom und Internetverbindung ausgerüstet ist, die nächste Ausgabe des Internet-Magazins Prometeo vorbereitet.
Vertreter der LaRouche-Bewegung waren eingeladen, an der Universidad del Llano in der Stadt Villavincencio (südöstlich der Hauptstadt Bogotá) ein Seminar über LaRouches Ideen abzuhalten. "Entweder rekrutiert LaRouche diese jungen Leute, oder die FARC wird es tun", begründete einer der Professoren der Universität, der sich seit Jahren mit LaRouches Schriften auseinandersetzt, seine Einladung. Aber zunächst galt es, dorthin zu gelangen: Der Bus, in dem LaRouches Sprecher in Kolumbien Maximiliano Londono und Juan Alejandro Giraldo von der LYM von Bogotá nach Villavincencio brachte, wurde fünfmal an Straßensperren aufgehalten - zum Glück waren es Kontrollposten der kolumbianischen Polizei und nicht Barrikaden der FARC.
Es stellte sich heraus, daß sich an der Universidad del Llano, angeregt durch den Professor, eine Gruppe von Studenten gebildet hat, die LaRouches Schriften studiert. Die "Minga-Gruppe", wie sie sich nennen, bringt eine eigene Zeitung heraus, deren Beiträge z.B. solche Themen wie "Von Demokrits Atom zur Leibnizschen Monade" behandelt werden. So ergab sich nach den Vorträgen von Londono über die strategische Lage, insbesondere die Wirtschaft, und Giraldo über die Aktivitäten der LaRouche-Jugendbewegung, eine sehr intensive Diskussion auf hohem Niveau.
Rund 10 000 Demonstranten beteiligten sich am 12. August in Washington D.C. an einer Protestkundgebung gegen den Krieg im Libanon, darunter auch ein Kontingent der LaRouche-Jugendbewegung (LYM). Während ein Teil der LYM-Delegation Literatur an die Demonstranten verteilte, sorgten 6-8 Sänger mit politischen Kanons dafür, sie - nach den teilweise nicht gerade erbaulichen Redebeiträgen - geistig und moralisch wieder aufzubauen. Insgesamt wurden rund 30 Bündel Broschüren und 250 Flugblätter "Wer steckt hinter dem Dritten Weltkrieg" verteilt. Ein großer Teil der Demonstranten kannte die LaRouche-Bewegung bereits, entweder aufgrund persönlicher Begegnungen, oder über Freunde und Bekannte.
Rund 120 Mitglieder und Unterstützer des Citizens Electoral Council (CEC), der Partei der LaRouche-Bewegung in Australien, versammelten sich am 12. und 13. August am Mount Eliza zwei Fahrstunden außerhalb Melbournes. Neben Vorträgen von Jeff Steinberg über die Weltlage gab es mehrere Vorträge von Mitgliedern der LaRouche-Jugendbewegung über deren Aktivitäten u.a. in Kanada und den USA. Hauptgastredner war Tony Chaitkin, der über die Gründer des Amerikanischen Systems und deren Wirkung nicht nur in den USA, sondern auch in Australien berichtete. Ein Musikabend war dem Gedenken des kürzlich verstorbenen führenden CEC-Mitglieds Andrew Bailey gewidmet. Zum Abschluß diskutierte Lyndon LaRouche selbst - per Telefon - mit den Teilnehmern des Seminars.
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