|
Aus der Neuen Solidarität Nr. 39/2006
| |
Bürgerrechtsbewegung International
FDR-Club "spaltet Axiome"
30 Gäste, darunter 20 Jugendliche, kamen zum Treffen des FDR-Clubs der LaRouche-Jugendbewegung in Los Angeles am 14. September, bei dem neben LaRouches Sprecher Harley Schlanger und Sky Shields von der LYM auch Ken Schultz, der die Arbeit der Energieabteilung des Technologiekonzerns General Atomics, sowie Terrence Montgomery, der stellv. Vorsitzende des Zentralkomitees der Demokratischen Partei im Bezirk Los Angeles sprachen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Rolle der wissenschaftsfeindlichen "ökologischen" Ideologie in der heutigen weltweiten Krise.
Während Harley Schlanger über die geistigen Väter dieser Bewegung - Bertrand Russell und H.G. Wells - berichtete, beschrieb Sky Shields die Arbeitsweise und Voraussetzungen für ein "wissenschafts-getriebenes" Infrastrukturprogramm, einschließlich der notwendigen Änderungen der Kultur, die für die Einführung neuer Technologien in die Wirtschaft erforderlich sind. Ken Schultz stellte dann Vorzüge und Nutzen der Kerntechnik sowohl vom Standpunkt der Effizienz wie vom Standpunkt der Umwelt dar, beispielsweise zur Erzeugung von Wasserstoff als Treibstoff. Insbesondere widerlegte er die zahlreichen Mythen, die über die Gefährlichkeit der Kerntechnik verbreitet werden. Sein Vortrag löste eine intensive Debatte aus, an der sich fast alle Gäste beteiligten.
Anschließend stellte sich Terrence Montgomery den Fragen der Gäste, die vor allem die Strategie der Demokratischen Partei betrafen: Warum setzen die Demokraten sich nicht für die Absetzung von Cheney ein? Was nützten die vielen Wahlspenden, wenn man keine Stimmen bekommt? Um die Wahl im November zu gewinnen, muß man jetzt kämpfen, und nicht im November. Montgomery versprach, einen Vortrag von LYM-Vertretern über die physische Wirtschaft für die Mitglieder des Zentralkomitees zu veranstalten.
Jacques Cheminade spricht zu Demonstranten in Mexiko
Am 9. September sprach der Präsidentschaftkandidat der französischen LaRouche-Bewegung, Jacques Cheminade, per Internetschaltung zu seinen Hörern im Lager der LaRouche-Jugendbewegung am Juárez-Denkmal auf dem Zócalo in Mexiko City, wo Tausende von Anhängern des Präsidentschaftskandidaten der PRD, Andres Manuel López Obrador, gegen den Wahlbetrug der Regierung und für einen Neubeginn der Republik demonstrierten. Cheminade verglich den "Wahlsieger" Calderon und den scheidenden Präsidenten Fox mit dem Habsburger Maximilian, den Napoleon III. von Frankreich in Mexiko als "Kaiser" im 19. Jahrhundert installieren wollte, um Mexiko plündern zu können. Heute lägen die Löhne in Mexiko bei einem Zwanzigstel der Löhne in den USA, und dadurch werde Mexiko geplündert. Statt dessen müsse die Natur durch große Infrastrukturinvestitionen verändert werden, um die Lebensbedingungen der mexikanischen Bevölkerung zu verbessern. Cheminade berichtete über die Erfolge der französischen "Planification" nach dem Zweiten Weltkrieg und die Arbeit der französischen Akademie der Wissenschaften zur Zeit von Colbert und Leibniz als Beispiele, wie man die Wirtschaft entwickeln könne. Demgegenüber repräsentiere Calderon das Interesse der Finanzsynarchie.
Man müsse gewinnen, um Gerechtigkeit und Entwicklung durchzusetzen. Anschließend beantwortete Cheminade Fragen seiner mexikanischen Zuhörer, etwa über den Unterschied zwischen einer physischen und einer monetaristischen Wirtschaft oder die Beziehung zwischen Wirtschaft und Kultur.