Neue Solidarität
Nr. 4, 25. Januar 2006
 


AMERIKA

Bürgerrechte, Gewaltenteilung
und eine alte Abhöraffäre

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Machtkampf in den USA

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"Terminator IV: Die Rohatyn-Option"

Mit einer Mogelpackung wollen Schwarzenegger und seine Hintermänner nach dem gescheiterten November-Referendum die Gunst der Wähler wiedergewinnen.
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Als sich Schwarzenegger mit einer Abwahlkampagne gegen den früheren Gouverneur ins Amt heben ließ, machte die LaRouche-Jugendbewegung gegen ihn mobil. Leider verschlief der Rest der Demokratischen Partei diese Chance.


AUS ALLER WELT

Ohne Cheney Abgang kein Ausweg für Südwestasien

Die Lage in der gesamten Region eskaliert dramatisch durch die Sanktions-, Umsturz- und Kriegspläne der Regierung Bush-Cheney. Nun droht auch noch Frankreichs Präsident Chirac mit dem atomaren Erstschlägen.
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Cheneys wichtigster Verbündeter zum Sturz Assads ist der französische Staatspräsident Jacques Chirac. Mit seiner Erklärung vom 19. Januar, Frankreich werde gegebenenfalls auch Kernwaffen gegen Nationen einsetzen, die "Terrorismus" fördern, hat er praktisch die nukleare Erstschlagsdoktrin der Regierung Bush-Cheney übernommen.

Der Atomstreit mit dem Iran: Wo liegt die Lösung?

Die Krise um das iranische Atomprogramm eskaliert. Larry Wilkerson, der ehemalige Stabschef des US-Außenministers Powell, meinte, die Regierung Bush/Cheney blockiere eine diplomatische Lösung und schaffe eine Lage, die gefährlicher sei als die vor dem Irakkrieg 2003.
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- Südamerika -

Wird Morales ein Präsident für das Volk?

Die allgemeine Empörung über Globalisierung und Freihandel hat dem Armenführer Evo Morales einen großen Wahlsieg beschert. Nun muß er beweisen, ob er sich von seinen bisherigen Förderern wie George Soros und der Drogenlobby lösen kann.
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Der neue bolivianische Präsident Evo Morales
Foto: Valter Campanato/ABr.


FEUILLETON

Mozarts kulturpolitisches Vermächtnis

So erfreulich es ist, daß im Mozart-Jahr, und vor allem anläßlich des 250. Geburtstags am 27. Januar, mit zahllosen Konzerten, Büchern und Medienbeiträgen sowie "Events" an Wolfgang Amadeus Mozart erinnert wird: Die große kulturpolitische Leistung dieses einzigartigen musikalischen Genies tritt dabei oft in den Hintergrund. Höchste Zeit also, daran (wieder einmal) zu erinnern.
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Familie Mozart

Thomas Hobbes und die Staatstheorie Carl Schmitts

Für Carl Schmitt setzt Macht Recht, für ihn gibt es kein Naturrecht. Besonders seit dem 11. September 2001 ist Schmitts Rechtsideologie wieder in Mode gekommen. Die Befürworter einer "Präsidialdiktatur" in Amerika setzen auf Schmitts Argumentation.
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Titelbild des "Leviathan" von Thomas Hobbes aus dem Jahr 1651. Nach Hobbes' Ansicht ist der Naturzustand der Menschen durch Anarchie gekennzeichnet, ohne Gesetz und ohne Staat. Es herrscht der "Krieg aller gegen alle", und "der Mensch ist des Menschen Wolf". Der Mensch ist durch Verlangen, Furcht und Vernunft gekennzeichnet und wird durch das "verderbliche Zusammenspiel" des "Wölfischen" und des Rationalen in ihm, nicht durch Nächstenliebe geleitet. Er ist prinzipiell egoistisch. Auch Willensfreiheit besitzt er nicht. Aus diesem Zustand erwächst für Hobbes die Notwendigkeit für eine übergeordnete, allmächtige Instanz, die Sicherheit und Schutz bietet. Durch diese "Vereinigung aller zu ein und derselben Person" entsteht der Staat, der "Leviathan" als "sterblicher Gott". Er wird zum Souverän mit unbeschränkter Gewalt, eine absolute Macht, der sich alle zu unterwerfen haben. Seine Macht steht über jeder Gerechtigkeit. Der Souverän allein bestimmt was "gut" und "böse" ist.

- "Griechische Ausgrabungen" -

Homer, Ilias, aus dem 24. Gesang:
Priamos bei Achill

Achills Groll über den Tod seines Freundes Patroklos ist auch nach Hektors Tod und dem feierlichen Begräbnis des Patroklos nicht gemildert. Noch immer schändet er Hektors Leiche, indem er sie täglich um das Grabmal seines Freundes schleift. Schließlich interveniert Zeus. Er ordnet an, Achill solle Hektors Leichnam herausgeben. Hermes bringt Priamos ungesehen ins Lager der Griechen.
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Hektors Lösung, dargestellt auf einer Vase



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Seit über zehn Jahren beschäftigen sich die "Dichterpflänzchen" - der Poesiekreis im Schiller-Institut - in ihrer Freizeit mit klassischer Dichtung und arbeiten an der lebendigen Darstellung dieser Werke. Bei ihren Auftritten bringen sie nicht nur die beliebten Gedichte Schillers oder Goethes, sondern auch viele Texte zu Gehör, die der breiten Masse meist unbekannt sind, obwohl sie Ideen enthalten, die auch für unsere Zeit von größter Bedeutung sind.

Um diese Ideen einem breiteren Kreis zugänglich zu machen, gibt es inzwischen Live-Mitschnitte verschiedener Rezitationen. Auch wenn die "Dichterpflänzchen" keine "Profis" sind, lohnt es, sich auf diese Weise mit den Gedanken der großen Dichter auseinanderzusetzen.

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  • Festival deutscher und persischer Dichtung in Düsseldorf und Wiesbaden, April 2002

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  • Küsse der deutschen Muse Heinrich Heine - ein Portrait in Gedichten, Prosa und Liedern

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Neue Broschüre im Dr. Böttiger-Verlag

Wo ist unsere Kultur geblieben?

Wie konnte es geschehen, daß Deutschland, das Land der Dichter, Denker und Erfinder, so weitgehend von seinen kulturellen und geistigen Wurzeln abgeschnitten worden ist?

Eine Antwort darauf gibt die dritte Broschüre über die Neokonservativen in der Regierung Bush und ihre historischen Vorläufer, die unter dem Titel Children of Satan III: Der (Sex)Kongreß für Kulturfaschismus in den USA erschienen ist und nun auch auf deutsch vorliegt.

Das Zusammenspiel zwischen dem amerikanisch gesteuerten Kongreß für kulturelle Freiheit (Congress of Cultural Freedom, CCF) und der Frankfurter Schule bei dieser Kulturzerstörung in der Nachkriegszeit ist höchst aufschlußreich.

Aus dem Inhalt