|
|
|
|
|
| Kernthemen | Suchen | Abonnieren | Leserforum |
|
Aus der Neuen Solidarität Nr. 40/2006 |
|
|
|
Baden-Württemberg
Hartmut Cramer vom BüSo-Bundesvorstand berichtete in Heslach über LaRouches Berliner Internetforum am 6. September, das live nach Washington übertragen wurde (abrufbar in www.larouchepac.com). LaRouches "Eurasischer Dialog" findet vor dramatischer weltpolitischer Kulisse statt. Cramer schilderte die wachsende Opposition in den USA gegen die Kriegspolitik von Bush-Cheney, die Zusammenbruchskrise des Weltfinanzsystems und berichtete über den argentinischen Präsidenten Kirchner, der vor der UN-Vollversammlung eine "neue Finanzarchitektur" forderte.
Es folgten zwei Stunden Diskussion, denn es gab viele Fragen: Was meint LaRouche mit einem "Neuen Bretton Woods"? Welche Nachkriegsordnung strebte Roosevelt 1944 an? Nach welchen Gesichtspunkten muß ein neues Finanzsystem heute funktionieren? Andere Fragen berührten die Reaktionen auf die Rede des Papstes in Regensburg und die jüngsten Entwicklungen in Rußland und China. Cramer machte auf faszinierende Weise deutlich, daß die LaRouche-Bewegung bei allen großen strategischen Entscheidungen ein aktiver Faktor ist. Mitarbeit bei der BüSo bedeute also, selbst eine positive Rolle auf der Weltbühne zu spielen.
Hessen
Claudio Celani vom EIR-Nachrichtenstab in Wiesbaden sprach in Mainz-Kastel über die "Strategie der Spannung" im Italien der 70er und 80er Jahre. Dabei betonte er die ungebrochene Verbindung zwischen den Kreisen, die damals hinter dem Terror der "Roten Brigaden" standen, und denen, die heute Terror und den "Krieg gegen den Terror" organisieren, um ein neofeudales System in Politik und Wirtschaft durchzusetzen.
Celani beschrieb die drei Ebenen, die dabei zutage treten: 1. Die "Familien" des alten italienischen Feudaladels mit seinen internationalen Verflechtungen (Borghese, Pallavicini, Cini u.a.) 2. Die Ebene wichtiger Unterstützer in Geheimdiensten, Polizeiapparat, Parteien und Regierungen. Dabei ging er auf die Rolle der P2-Loge ein. 3. Die Ebene der "nützlichen Idioten", die sich aus ideologischer Verblendung dazu benutzen lassen, etwas auszuführen, wovon sie letztendlich weder Ziel noch reale Auftraggeber kennen.
Eigentliches Ziel dieser oligarchischen Kreise sei die Zerschlagung der souveränen Nationalstaaten und die Wiederherstellung eines neofeudalen "Europas der Regionen". Als Beispiel präsentierte Celani eine Europakarte nach den Vorstellungen des Briten Cyril Northcote Parkinson und des holländischen Bierbrauers Fred Heineken: ein balkanisiertes Europa aus Klein- und Kleinststaaten von nicht mehr als 5-10 Mio. Einwohnern.
Frank Hahn, Mitglied des BüSo-Bundesvorstands und einer der Spitzenkandidaten bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus, sprach in Frankfurt über die Kampagne zur Reindustrialisierung Berlins. Warum ist die BüSo und die LaRouche-Jugendbewegung prädestiniert, den notwendigen Paradigmenwandel in Deutschland in Fragen der Wissenschafts-, Industrie- und Kulturpolitik herbeizuführen? Jahrzehnte der grün-ökologischen Kultivierung von Wissenschafts- und Technikfeindlichkeit müssen überwunden werden.
Was dabei hilft, ist der Rückgriff auf die Persönlichkeiten, welche die industrielle Entwicklung Berlins im 18. Jh. prägten: der Freiherr vom Stein, sein Schüler Peter Christian Beuth, Alexander von Humboldt u.a., die als Unternehmer, Techniker, Ingenieure und Künstler die Entwicklung Berlins als Wissenschafts- und Industriestadt vorangetrieben haben. Sie verstanden den Wirtschaftsprozeß und die Entwicklung der Industrie als Teil der Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur und der Verbesserung der Naturerkenntnis. So werden Industrie und Entwicklung der Wissenschaften zum Kulturgut und entscheidenden Ausdruck der eigentlichen Natur des Menschen.
Zudem waren sich diese Männer bewußt, daß mit der industriellen Entwicklung Preußens auch ein wesentlicher Beitrag zur Überwindung versklavender feudaler Strukturen und zur Befreiung des Menschen im geistigen und politischen Sinne geleistet würde. An diese Denkweise knüpft die BüSo an, die sich für die Wiederaktivierung der Kerntechnik und -forschung, für den Transrapid und die Luft- und Raumfahrtindustrie einsetzt.
Viele Teilnehmer fühlten sich herausgefordert, die Frage nach der eigenen Rolle bei der Mobilisierung der immer teilnahmsloser werdenden Bevölkerung neu zu überdenken. Eine Dame meinte am Ende: "Eigentlich war ich nur gekommen, um mal in eine BüSo-Veranstaltung hineinzuschnuppern. Ich wollte nicht lange bleiben. Aber dann hat es mich irgendwie gepackt..."
|
|
| Kernthemen | Suchen | Abonnieren | Leserforum |