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Aus der Neuen Solidarität Nr. 5/2006

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Ein Marshallplan für den Balkan

Im April 1999, während des Jugoslawien-Krieges, veröffentlichten die Präsidentin des internationalen Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, und Faris Nanic, Ingenieur und Publizist aus Zagreb (und 1996 Kabinettschef des damaligen bosnischen Präsidenten Izetbegovic) den Aufruf "Frieden durch Entwicklung für den Balkan". Darin wurde neben einer diplomatischen Lösung für Kosovo ein Marshallplan für die ganze Region unter Verwendung der bereits vorhandenen Wiederaufbaupläne für Bosnien-Herzegowina als integraler Bestandteil eines eurasischen Entwicklungsprogramms gefordert. Dazu gehörten als exemplarische Projekte:

- Voller Ausbau der Donau und ihrer Nebenflüsse als wichtigste Wasserstraße Europas;

- Bau und Erweiterung der Strecke München-Wien-Budapest-Nis-Sofia-Plowdiw-Istanbul als südlicher Korridor der neuen Eurasischen Landbrücke;

- Ausbau des Wasserstraßennetzes (durch Kanäle usw.) der Flüsse Drau und Save;

- Verbindung der Donau mit Morava und Vardar und dadurch Schaffung schiffbarer Wasserstaßen durch Serbien, Makedonien und Griechenland zur Ägäis, die als Infrastrukturkorridore zur industriellen Enwicklung dienen;

- Entwicklung von vier regionalen Hauptkorridoren (Eisenbahnen, Straßen, Wasserwege):

- Salzburg-Villach-Ljubljana-Zagreb-Belgrad-Nis-Skopje-Thessaloniki-Athen;

- Linz-Graz-Maribor-Zagreb-Karlovac-Split-Ploce-Dubrovnik-Durres-Athen;

- Budapest-Pecs-Osijek-Tuzla, Sarajevo-Mostar-Ploce;

- Wien-Györ-Szombatheley-Nagykanizsa-Maribor-Ljubljana-Monfalcone-Mestre-Mailand.

Ferner: Aufbau einer modernen Landwirtschaft in der ganzen Region als weitere Hauptpriorität; Schuldenmoratorien für die Länder der Region, die durch Krieg und "Schocktherapie" ruiniert wurden; Wiederaufbau mit Hilfe von Entwicklungsbanken nach dem Vorbild der Kreditanstalt für Wiederaufbau während der deutschen Nachkriegszeit; und Einbeziehung aller Staaten des Balkans und Südosteuropas in das Landbrückenprojekt.

Den vollständigen Text und weiteres Material zum Thema finden Sie unter www.Schiller-Institut.de unter der Rubrik "Frieden durch Entwicklung".

 

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