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Aus der Neuen Solidarität Nr. 7/2006

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Deutsche Bank Top-Berater von "Heuschrecken"

Beteiligungsgesellschaften und spekulative Fonds - mancherorts besser bekannt als "Heuschrecken" - fallen derzeit in Deutschland ein, um tausende Mittelstandsfirmen und Immobilien zu übernehmen, und Bloomberg hat eine Statistik darüber vorgelegt, wer die wichtigsten Berater bei den Geschäften sind. Im letzten Jahr betrieben Beteiligungsgesellschaften (Private Equity Funds) Übernahmen in Höhe von 246 Mrd. $, das ist ein Rekord, das sind 29 % mehr als im Vorjahr. Allein bei einem Viertel davon, in Höhe von 58,3 Mrd. $, war die Deutsche Bank der wichtigste Berater. Auf J.P. Morgan entfielen 55,5 Mrd. $. Zusammen waren die beiden Banken also Berater bei etwa der Hälfte der Private-Equity-Übernahmen. Häufig stellt die beratende Bank auch den kurzfristigen Kredit für die Geschäfte zur Verfügung oder leitet die damit verbundene Ausgabe von Unternehmensanleihen.

Bloomberg merkt an, daß zwei Drittel der Übernahmen durch Beteiligungsgesellschaften über die Ausgabe von Ramschanleihen finanziert werden. Die Deutsche Bank sei in den letzten vier Jahren der wichtigste Zeichner solcher Hochzinsanleihen in Europa. Gewöhnlich werden die übernommenen Firmen gezwungen, solche Anleihen auszugeben und die Einnahmen davon umgehend an die Beteiligungsgesellschaft zu überweisen - sie müssen also praktisch ihre eigene Übernahme bezahlen.

In letzter Zeit gab es eine Reihe von Übernahmen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau durch den amerikanischen Private Equity Fund Maxcor von Mo Meidar. Im Herbst 2005 übernahm er die ausgelagerte Werkzeugmaschinenabteilung von Thyssen-Krupp. Im Januar kaufte Maxcor die Firma Ex-Cell-O, die aus dem großen Anlagenbauer IWKA ausgelagert wurde. IWKA war selbst 2005 vom US-Hedgefondsmanager Wyser-Pratte übernommen worden. Maxcor verhandelt mit IWKA auch über einen Erwerb des Maschinenbauers Göppinger-Böhringer. Damit könnte Maxcor die größte Maschinenbaugruppe in Deutschland werden.

sas