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Aus der Neuen Solidarität Nr. 31/2008 |
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Im Wortlaut. An LaRouches Vortrag schloß sich wie üblich eine rund zweistündige Diskussion an, in der LaRouche zahlreiche Fragen aus dem In- und Ausland beantwortete. Dabei war der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf eines der Hauptthemen. Eine Auswahl.
Frage eines früheren amerikanischen
Kabinettsmitglieds: Herr LaRouche, Sie sind meinem Verständnis nach der
Auffassung, daß mit Blick auf die nächsten Wahlen nichts in Stein gehauen ist.
Allerdings scheint es, daß wir uns auf die Möglichkeit einer Obama-Kandidatur
einstellen sollten. Bisher haben sich einige von uns, die in früheren
Administrationen tätig waren und einige Erfahrung haben, an die Obama-Kampagne
gewendet und unsere Hilfe bei der Formulierung der Politik angeboten. Bisher
wurden alle diese Angebote zurückgewiesen. Wir wissen jetzt nicht mehr, wie es
weitergehen soll. Es gibt einige Diskussionen über das weitere Vorgehen,
nämlich daß man unabhängig von einem bestimmten Kandidaten einfach Maßnahmen
vorschlagen sollte, die ergriffen werden müssen, wenn die Nation sicher durch
diese Krise kommen soll. Mir scheint jedoch, daß dies ohne einen politischen
Kandidaten, um den man sich scharen kann, eine sehr schwierige Sache ist. Wir
wären für Ihren Rat sehr dankbar.
LaRouche: Zuerst
einmal ist es durchaus vernünftig, daß sich Leute von der Hillary-Kampagne und
andere an Leute der Obama-Kampagne wenden oder mit Obama selbst sprechen.
Worauf man sich dabei einigt und was man vorschlägt, muß aber auch Sinn machen.
Auch die Bewertung der Reaktionen, die man bekommt, muß sinnvoll sein. Man kann
sich nicht irgendwelchen Wunschträumen hingeben, daß Obama auf wundersame Weise
Vernunft annehmen wird. Man hat ihn nicht geschult, vernünftig zu sein; seine
Eigner wollen nicht, daß er vernünftig ist. Er hat in seinem gesamten
bisherigen Wahlkampf nichts Vernünftiges geäußert, d.h. nichts, was im
Interesse der amerikanischen Bevölkerung wäre. Er ist ein Schwätzer. Er ist
eine Marionette.
Was ist also zu tun, wenn man
eigentlich weiß, daß man von Obama nichts Gutes zu erwarten hat? Man heirate
nie eine Eidechse! Man mag die Eidechse mögen, aber man wird mit ihr keine
Kinder haben. Diese Erwartung sollte man also nicht haben. Man sollte vielmehr
über die anderen Bürger sprechen, die sich der Obama-Kampagne an führender
Stelle angeschlossen haben, von denen einige sehr intelligent sind. Sie fühlen
sich massenweise betrogen, sobald Obama eine neue Wende vollzieht. Selbst Jesse
Jackson, der nicht das größte Genie auf Erden ist, hat instinktiv erkannt, was
Obama wirklich ist.
Wichtig ist hier, daß Obama
überwiegend im Besitz eines Mannes ist, George Soros, der unter dem
Hitler-Getreuen Adolf Eichmann ausgebildet wurde. Er war zwar jüdischer
Abstammung, aber er wurde im Rahmen der schmutzigsten Operation verwendet, um
in Ungarn eine halbe Million Juden umzubringen, die nicht nur aus Ungarn,
sondern auch aus Rumänien und anderen Gegenden zusammengezogen worden waren. Er
war wissentlich daran beteiligt, deren Eigentum abzuwickeln. Er war zu dieser
Zeit noch ein Jugendlicher, und selbst sein Vater war entsetzt darüber, was er
tat. All das ist genau belegt. Der Vater hat sich über diese Fragen in
Interviews geäußert, und Soros selbst hat Interviews zu diesen Fragen gegeben.
Er hat im Grunde keine dieser Tatsachen geleugnet. Er streitet nur ab, daß sie
für ihn von Bedeutung sind. Er beschreibt sein Leben unter Eichmann - und er
rangierte in dieser Tötungsmaschine nur drei Stufen unter Eichmann - als die
glücklichste Zeit seines Lebens! Anders gesagt: Er war nicht jemand, der damals
als junger Mann etwas unter großem Zwang tun mußte. In seiner Persönlichkeit,
in seinem Instinkt, in seinem Verhalten blieb er genau das, was Hitler und
Eichmann aus ihm gemacht haben. Und er praktiziert das noch heute auf der
gesamten Welt!
Um sich davon ein Bild zu
machen, sollte man das Buch Perfidy des Amerikaners Ben Hecht lesen, ein
Schriftsteller, der aus dem Umfeld von Hollywood stammt. Dort steht alles drin.
Es ist von Bedeutung, daß Ben Hecht in Perfidy hervorhebt, daß Juden
hierfür besonders ausgesucht wurden. Genau das versteht er auch unter Perfidie.
Soros wurde als Jude ein Werkzeug Hitlers, und heute verhält er sich als
Werkzeug der Briten - immerhin ist er britischer und kein amerikanischer
Staatsbürger - immer noch genauso wie damals unter Eichmann, was seine
Einstellung gegenüber der Menschheit angeht. Damals, als 1944 eine halbe
Millionen Juden aus Ungarn, Polen, Rumänien usw. zusammengezogen wurden, um sie
abschlachten zu lassen.
Hecht verweist am Anfang
seines Buches auf ein Projekt Hitlers, wonach er anbot, für eine bestimmte
Anzahl von Fahrzeugen, die die Briten und Amerikaner der Wehrmacht lieferten,
eine bestimmte Zahl von Juden freizulassen. Der Tötungsprozeß verlief auf der
Grundlage: „Ihr habt keine Lastwagen übergeben, deswegen bringen wir die Juden
um...“ Das ist der Grundcharakter von George Soros!
Er ist heute nicht damit
beschäftigt, Juden in Ungarn umzubringen oder sie nach Polen zu schicken, wo
sie abgeschlachtet werden. Aber er tut Dinge der gleichen Art. Er drückt
die gleiche Mentalität aus!
Er ist derjenige, der [den
DNC-Vorsitzenden] Howard „Scream“ Dean finanziert - nicht mit seinem Geld,
sondern mit britischem Geld. Er ist derjenige, der an vorderster Front als
Geldgeber fungiert, um Obama aufzubauen. Der Politiker Obama ist seine
Schöpfung!
Wenn es jetzt heißt, Obama könnte
sogar Präsident werden, würde ich sagen: Einen Moment mal, lieber Freund, es
gibt bestimmte Grenzen, die man nicht überschreitet! Er taugt nicht dazu,
Präsident der Vereinigten Staaten zu sein, und wenn er Präsident werden sollte,
bedeutete dies das Ende der Vereinigten Staaten.
Im übrigen glaube ich nicht,
daß er das überhaupt schafft. Er ist wie Toilettenpapier: Er wird benutzt und
dann entsorgt. Sobald wahrscheinlich Anfang September der Vorwahlkampf
abgeschlossen sein wird, wartet bereits im Gefängnis von Chikago ein Herr
Rezko, der eine Art britischer Unteragent ist. Rezko wurde nach Bundesrecht in
18 Anklagepunkten verurteilt. Daraus ergäbe sich nach derzeitigen Vorschriften
eine Gefängnisstrafe von beträchtlicher Dauer. Der Staatsanwalt, der die
Anklage gegen Rezko führte, plant wohl Ende August oder Anfang September eine
weitere kleine Unterredung mit Herrn Rezko. Herr Rezko könnte dabei
herausfinden, daß ihm bei etwas Entgegenkommen, wenn er die richtigen Worte findet,
vielleicht etwas von seiner Strafe erlassen werden könnte. Das Ergebnis davon
würde wahrscheinlich die Amtsenthebung des Gouverneurs von Illinois sein.
Die ganze Operation hatte in
London begonnen, wo sie ursprünglich ausgeheckt wurde. So erhielt Obama über
Rezko Geld für seine früheren Wahlkämpfe. Es kam aus London, denn Rezko hatte
kein Geld. So kam das Haus, das für Obama gekauft wurde, aus Britannien; es war
britisches Geld, das über Rezko floß, der dafür das Geld nicht hatte. Auch
Michelle Obamas Anteil an diesem Besitz kam aus der gleichen Quelle. Auch
frühere Zuwendungen für Obamas Kampagne in Chikago kamen über die gleichen
Kanäle. Obama ist britisches Eigentum.
Doch betrachten wir auch sein
Auftreten. Was hat er im Wahlkampf getan? Welche Argumente führt er an? Welche
Fragen spricht er an? - Er ist eine Marionette. Er ist eine Marionette des
Feindes der Vereinigten Staaten, eine Marionette des britischen Empire, das uns
vernichten will. Dabei wollen sie ihn gar nicht, er hat sich zu sehr exponiert.
Sie wollen keinen zweiten Aaron Burr, denn sie haben schon einen: Das ist Al
Gore! Sie werden ihn entsorgen und mit etwas anderem, noch Widerwärtigerem
aufwarten - vielleicht mit dem Mussolini von Manhattan, Bürgermeister
Bloomberg, der ganz in der Hand der Rockefeller Foundation ist. Sein Programm
für den Infrastrukturaufbau von Amerika ist eine direkte Kopie der Politik von
Benito Mussolini aus den zwanziger Jahren.
Es gibt andere unrettbare Kreaturen,
die auch potentielle Kandidaten sind. McCain wird es wahrscheinlich auch nicht
schaffen. Warum sollte man eigentlich annehmen, daß McCain tatsächlich
Präsidentschaftskandidat wird? Er wird nur vorgeschickt. Es sieht eher danach
aus, als wenn wir einen republikanischen Kandidaten anderen Geschmacks bekommen
- Zitrone, Orange, Sassafras oder was auch immer. Wir wissen es nicht.
Es sieht so aus, als sollten
wir einen rechten Präsidenten mit einem faschistischen Programm bekommen, der
kein Demokrat ist. Wegen der Farbe werden auch einige Demokraten dabei sein;
aber nicht Obama.
Das kann sich natürlich alles
wieder ändern, denn wir haben es mit einem Haufen von Clowns zu tun. Allein
das, was ich hier sage, könnte die Briten zu anderen Überlegungen bringen, wie
sie die ganze Sache handhaben. Sie hören sehr genau zu, was ich sage - nicht
weil sie es gut finden, sondern weil sie gerne leiden. Sie haben schon einige
Male ihren Kurs geändert. Ich mache hier also keine Vorhersage; ich sage nur:
„Das ist die Lage, wie sie sich heute darstellt. Die Kräfte sind auf diese
Weise geordnet. Solange sich die Ordnung nicht ändert, werden sich die Dinge so
abspielen.“ Das Kräftespektrum könnte sich ändern, und außerdem könnte das, was
ich heute sage, ihre Politik ändern.
Es war indes nie
beabsichtigt, daß Obama tatsächlich der nächste Präsident der Vereinigten
Staaten werden sollte. Er sollte die Dinge bloß aufmischen. Und das hat er
getan, wenn man sich den ganzen Verlauf ansieht. Man stelle sich das vor:
dieser arme Kerl Obama will sich für die Armen einsetzen? Er ist doch nur einer
für den Wechsel - das Wechselgeld! [„change“] Ein Viertelmilliarde
Dollar? - das ist kein Wechselgeld!
Wenn man sich mit diesen
Fragen befaßt, muß man solche Überlegungen, solche Szenarien berücksichtigen.
Denn dieses Szenario ist typisch für eine Vielzahl von ähnlichen Szenarien, nur
mit anderen besonderen Merkmalen.
Wir müssen die Vereinigten Staaten
dazu bringen, daß sie ihre Mission erfüllen können. Deswegen müssen wir uns an
die Arbeit machen, damit wir eine Präsidentschaftskandidatur zustandebringen.
Anders gesagt: Wir sollten uns nicht an einen bestimmten Kandidaten binden,
sondern eine Kandidatur von Leuten der Demokratischen und der
Republikanischen Partei im Auge haben, die bereit sind, für eine Politik für
die Vereinigten Staaten zu kämpfen, und diese Politik soll den
Kandidaten bestimmen! Man flehe nicht den Kandidaten an, er möge vielleicht
eine gute Politik betreiben. Das hat in letzter Zeit nicht besonders gut
funktioniert.
Entscheiden wir uns dieses
Mal für eine Politik und finden wir dann die Kandidaten, die zu dieser Politik
passen. Wir wollen einen Kandidaten, der von Anfang an in diese Richtung denkt.
Wir haben gesehen, was Hillary insbesondere seit New Hampshire getan hat. Sie
stimmte ihren Wahlkampf auf eine politische Idee ab. Man wußte also, was
Hillary wollte, und wer sie heute ist. Es gibt andere Leute in der amerikanischen
Politik, die man verstehen kann. Einige von ihnen kann man nicht wählen, aber
sie sind anständige Leute. Man kennt sie und weiß, welche Politik sie
betreiben. Wenn man sich für etwas entscheidet, sollte man sich nach der
Politik richten und nach dem Willen, diese Politik umzusetzen.
Wir müssen jedoch von der
Billigpolitik und der Imagepolitik wegkommen. Wir brauchen einen Präsidentschaftskandidaten
für die Vereinigten Staaten, der weiß, was die Vereinigten Staaten
brauchen. Was soll die Mission der USA sein? Welche Krise müssen die USA in der
kommenden Zeit lösen? Wo findet sich ein Kandidat oder eine Gruppe von Leuten
im Umkreis eines Kandidaten, der kompetent wäre, diese politischen Fragen
anzusprechen?
Genau das geschah immer in
den besten Perioden der Vereinigten Staaten. Das geschah auch mit Franklin
Roosevelt. Franklin Roosevelt war der Mittelpunkt, aber man muß auch die Leute
in seinem Umkreis, sein Team, beachten. Er stand nicht allein, sondern er hatte
ein Team.
Wenn jemand an die Regierung
denkt, werden die meisten fürchterlich romantisch - genauso wie bei der
Tragödie. Leute, die nichts vom Drama verstehen, sprechen ständig von der
„tragischen Figur“ in dem Stück. Im Drama gibt es aber keine tragische Figur.
Es gibt tragische Gesellschaften und tragische Kulturen. Das Individuum in
einer Tragödie ist das Opfer seiner Kultur, und es handelt als Träger dieser
Kultur. Das Problem ist nicht, daß die Figur einen Fehler begeht, sondern daß
sie in der falschen Kultur lebt. Und damit wären wir auch bei dem „Persönlichkeitskult“.
Ja, die Persönlichkeit ist wichtig. Alle großen Ideen sind im Geist von
Individuen entstanden. Aber worauf ist die Menschheit angewiesen? Auf
das, was diese schöpferischen Individuen tun, um Kräfte innerhalb der
Gesellschaft zu entwickeln, die das organisieren, was die Gesellschaft braucht.
Man muß aufhören, immer nur
an „diese Person“ zu denken. Man muß erprobte Menschen im Kopf haben, die
ein Team um sich haben, das dringende Aufgaben erledigt. Ich denke dabei an die
Prozesse, die sich derzeit hier in den Vereinigten Staaten um verschiedene
Aspekte um Hillarys bisherige Aktivitäten abspielen, Aber ich denke auch an
führende Leute im Obama-Lager, die mit diesem Kerl nicht glücklich sind. In
dieser Frage muß man die Tür offen halten, und zuallererst muß offen
über die Politik diskutiert werden. Die Politik zuerst! Und der
Kandidat, um den man sich versammelt, muß in diese Politik hineinpassen.
Frage eines Kongreßabgeordneten: Herr
LaRouche, wie Sie wissen, war ich aus verschiedenen Gründen von Anfang an für
Obama, auch wenn ich Hillary Clinton sehr schätze. Wir, die wir Obama
unterstützt haben, wissen wohl, daß Obama, wenn er von den Demokraten nominiert
würde, Kompromisse mit den sogenannten ,Mächtigen’ machen müßte. Aber keiner
von uns hat vorausgesehen, was wir seit dem 3. Juni erleben. Er tut [schlechte]
Dinge, obwohl ihn niemand drängt! Und diese Dinge laufen darauf hinaus, daß die
Basis, die ihn von Anfang an unterstützt hat, völlig entfremdet wird - daß sie
sich verraten und verkauft fühlt. Wenn das so weiter geht, werden wir es
verteufelt schwer haben, diese Wähler an die Urnen zu bringen. Haben Sie
irgendwelche Einsichten, warum er sich so verhält? Und sehen Sie Möglichkeiten,
ihn wieder aufs richtige Gleis zu bringen? Wenn nicht, was tun wir dann?“
LaRouche: Politisch
denkenden Menschen sollte klar sein, welche Rolle Obama zukommt. Das Problem
ist: Obama ist ein Feind der unteren 80% der Einkommensschichten in Amerika.
Manche mögen einwenden: „Moment mal, er ist doch ein Schwarzer!“ Nun, seine
Mutter war nicht schwarz.
Ich dachte, wir sind über den
Rassismus hinweg! Die Rasse spielt keine Rolle. Sie spielt eine Rolle, wenn
Menschen wegen ihrer Hautfarbe Unrecht erleiden. Das ist etwas anderes. Aber
worum geht es hier? Es gibt z.B. viele Hispano-Amerikaner in unserem Land. Sie
sind jetzt aktiver, weil die Bewegung der Afro-Amerikaner weniger kämpft, seit
es diese verrückte „Glaubensbasierte Initiative“ gibt [ein Programm der
Regierung Bush, Kirchengemeinden mit Zuschüssen für soziale Dienste „ruhig zu
stellen“]. Sie denken an das Geld, das über die Kirchen auf sie herabregnet,
nicht an die Löhne in den Städten.
Man muß politisch denken,
nicht an die Rasse. Man darf nicht zulassen, daß jemand aus Rassismus verfolgt
wird. Wer das zuläßt, ist kein Mensch. Denn in ihrer Natur sind alle Menschen
gleich. Es gibt nur eine Menschheit, keine Rassen.
Das Problem ist, daß die
unteren 80% seit der unruhigen Zeit 1968 immer mehr an den Rand gedrängt
wurden. Man benutzt sie als Kanonenfutter in Einzelfragen, aber niemand denkt
daran, was für die 80% unteren Einkommensschichten wirklich wichtig ist. Die
Lebensbedingungen in Amerika in Bezug auf Infrastruktur, auf Beschäftigung, auf
andere Lebensumstände haben sich seit 1967 immer mehr verschlechtert. Die
Menschen werden ärmer und immer ärmer. Die Bildung wird schlechter. Jobs gibt
es wohl, aber es sind miese Jobs. Kaufkraft und Lebensstandard sind mies.
Wir haben eine Finanzelite,
die oberen 1,5 oder 2 Prozent, die den Briten folgt, weil sie sich für eine Art
Verlängerung der britischen Oligarchie hält. Möchtegern-Aristokraten. Sie haben
ungeheure Einkünfte. Haben Sie gesehen, wieviel diese Halunken, die die
Autoindustrie ruiniert haben, als Abschiedszahlungen bekommen? Was haben die
„verdient“? Verdient haben sie weniger als nichts! Sie hätten den Menschen, die
sie ruiniert haben, eigentlich Millionen zurückzahlen müssen! Wir haben uns
eine Geldelite herangezogen: Blutsauger, die unsere Wirtschaft ruinieren,
unsere Infrastruktur, unser Bildungswesen, unser Rentensystem. Der
Nachkriegs-Generation der 68er, die jetzt in den Ruhestand geht, wird die Rente
weggenommen!
Solche Leute haben in Amerika
das Sagen! Wir hatten einmal eine Republik mit der stärksten Volkswirtschaft
und dem schnellsten Tempo an Verbesserungen auf der ganzen Welt. Was ist daraus
geworden?
Erst kam Truman, das war
schlecht. Nachdem sie Kennedy ermordeten, wurde es schlechter. Nach den 68ern
wurde es schrecklich. Als Nixon Präsident wurde, wurde es unmöglich. Als Carter
kam, hatten wir alles verloren.
So wurden die Menschen immer
ärmer, ausgebeutet, auf jede erdenkliche Weise betrogen. Man raubte ihnen die
Würde, nicht nur das Geld.
Worum geht es wirklich? Es
geht um die Identität! „Wer bin ich? Was sind meine Freunde?“ Sind sie Menschen
oder nicht? Haben sie etwa kein Recht auf demokratische Vertretung? Haben sie
etwa kein Recht auf Verbesserung und Zugang zu dem, was menschlich ist? Was wir
haben, ist im Grunde ein Zweiklassensystem. Oben sind ein paar Parasiten, die
das ganze Geld haben, ohne es zu verdienen. Ihr Geld steht in umgekehrter
Proportion zu dem, was sie verdient hätten: je nutzloser, desto höher das
Gehalt.
Schauen Sie sich die Kinder an,
die jungen Leute bei Internetgemeinden wie Facebook oder MySpace und
ähnlichen Gettos der Dummheit und Verkommenheit. Junge Leute zwischen 18 und
25. Wie soll ihre Zukunft aussehen? Video-Killerspiele? Sich massenhaft
gegenseitig umbringen?
Wir haben zugelassen, daß die
menschliche Identität der Menschen zerstört wurde. Was sollen wir dagegen tun?
Die ärmeren 80% der Einkommensschichten müssen politisch vertreten sein - in
dem Sinne, daß sie sich versammeln können und darüber diskutieren, was es konkret
bedeutet, Menschen in dieser Gesellschaft zu sein. Vergessen wir die Hautfarbe.
Es geht um Menschen. Und die unteren 80%, ja sogar ein Teil der oberen 20%
haben in letzter Zeit viel von ihrem Leben verloren.
Die Nachkriegsgeneration, die
jetzt in Rente geht, ist bedroht. Was wird aus ihrer Gesundheitsversorgung, aus
ihrer Rente? Wer redet davon? Das Problem ist, daß wir immer weniger
produzieren. Der reale Lebensstandard sinkt! Warum? Weil jemand utopische Ideen
hat, wie die Freihandelsorganisation WTO und ähnliches.
Wenn die Regierung eine
Volksvertretung sein soll, darf das keine Vertretung in dem Sinn sein, daß bloß
„jeder zu Wort kommen und wählen darf“. Das ist keine wirkliche
Volksvertretung, das ist bloß Gehirnwäsche. Ein wirkliche Volksvertretung beruht
darauf, daß man versteht, was es heißt, ein Mensch zu sein und kein Affe. Man
muß verstehen, was für eine Gesellschaft dem Menschen angemessen ist, wenn man
ihn nicht als Affen behandeln will. Und das hat gefehlt!
Da hat einer eine
Viertel-Milliarde Dollar als Wahlkampfkasse und soll der Kandidat des kleinen
Mannes sein? Die höchste Geldsumme, die jemals ein Präsidentschaftskandidat in
der amerikanischen Geschichte gesammelt hat? Und sie wächst noch weiter! Wen
vertritt er? Für wen arbeitet er?
Das ist das Problem. Die
Auswahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten fängt damit an, wer sich für
die ärmsten und am wenigsten gebildeten einsetzt. Denn was einer für die
Menschen und die Kinder in diesen ärmlichsten Verhältnissen in unserem Land
tut, das zeigt mir, an welche menschlichen Werte er glaubt. Wer nicht kämpft,
um da etwas zu verändern, der kann keine Führung sein und sollte das auch nicht
behaupten; denn wir verlieren alles, wofür dieses Land einmal gestanden hat -
noch vor relativ kurzer Zeit, vor dem Mord an Kennedy. Wir verlieren die
moralischen Werte als Menschen. Deshalb kriegen wir unmoralische Präsidenten.
Der schlimmste Dummkopf, der jemals in die Politik geschickt wurde, ist seit
zwei Amtszeiten Präsident! Das zeigt, wo der Wurm steckt!
Frage eines Aktivisten der Demokratischen Partei: Herr LaRouche, eine ganze Menge sehr aktiver
Demokraten weiß sehr wohl, daß im Gegensatz zu den Darstellungen in Presse und Fernsehen
der Kandidat der Demokraten für das Amt des Präsidenten der USA noch nicht
aufgestellt ist. Ihre Videodokumentation über den Parteikonvent der Demokraten
1932 ist für viele sehr hilfreich, das zu verstehen, und der Film wird mit
vielen Links überall im Internet bekannt gemacht. Ich wollte Ihnen nur sagen,
wie sehr wir es schätzen, daß Sie diesen Film gemacht haben. Wie Sie wissen,
sind im ganzen Land, quer durch die USA, Basisorganisationen wie Pilze aus dem
Boden geschossen, die alle sicherstellen wollen, daß es zu einem offenen
Parteitag der Demokraten kommt. Im Moment bekommen wir wenig Unterstützung und
Führung von der Clinton-Kampagne, und ohne das ist es schwer, den Optimismus zu
behalten, daß wir es schaffen können. Glauben Sie, es gibt noch irgendeine
Chance, daß Hillary die Nominierung bekommt? Wenn ja, wie? Und wenn nicht, was
können wir tun?
LaRouche: Diese Frage ist
noch völlig offen. Ich glaube nicht, daß es entschieden ist. Schauen Sie sich
nur an, was diese Woche los ist. Schauen Sie auf die Ereignisse um sich herum.
Da haben Sie z.B. den Sprecher des Daily Telegraph, Ambrose
Evans-Pritchard, der gerade an diesem Wochenende schrieb: Dies ist das Ende,
Jungs, das Spiel ist aus! Und er hat recht - er hat nicht recht damit, wie er
es interpretiert, aber er hat recht. Dies ist das Ende! Einige Leute reden
herum: „Die Sache ist gelaufen, und Anfang September wird dann alles klipp und
klar sein. McCain wird gegen Obama antreten, und Obama wird gewinnen.“ Das ist
alles Quatsch!
Es
gibt viele Leute, wie die Demokraten, auf die Sie sich in Ihrer Frage beziehen,
die sich in eigenen Gruppen organisieren. Warum? Weil es zu diesem Zeitpunkt
keine Führung durch Hillary gibt. Und sie tut wahrscheinlich gut daran, sich
jetzt erst einmal zurückzuhalten. Denn es war alles so organisiert, daß man sie
ständig zur Zielscheibe machte, um von den wirklichen politischen Inhalten des
Wahlkampfs abzulenken. So zieht man sich zurück und wartet ab, bis sich der
Staub gelegt hat, bis Obama schlecht dasteht, um dann zurückzukommen oder zu
entscheiden, was zu tun ist. Sie kann dann entscheiden, ob sie mehr tut oder ob
sie sich auf die Arbeit im Senat konzentrieren will. Denn sie wäre die
mächtigste Person im Senat, wenn sie unter diesen Umständen im Senat bliebe. Das
hat sie sich erarbeitet. Wir sollten also nicht davon ausgehen, daß es einen
linearen Trend in der Frage der Kandidatur gibt; das gibt es nicht.
Schauen
Sie sich an, was gerade passiert ist. Was passiert gerade mit den Banken?
Schauen Sie auf die Wachovia-Bank! Was glauben Sie, was der Zusammenbruch von
Wachovia für Amerika jetzt bedeutet? Obama redet sogar in Afghanistan davon. Er
hat keine Ahnung, was in Afghanistan los ist; er glaubt vielleicht, Afghanen
wären nur irgendwelche Hunderassen. Er hat keine Ahnung von dem Land. Aber was
ist mit Wachovia? Die größte Bank ihrer Art in den USA, und sie ist gerade den
Bach runtergegangen. Wissen Sie, wie viele Banken in den USA sich in einer
ähnlichen Lage befinden? Wissen Sie, wie schnell dieser Crash heranstürmt?
Wissen Sie, was gerade in Spanien passiert? Wissen Sie, was gerade in England
los ist? Haben Sie eine Vorstellung davon, was gerade auf dem europäischen
Kontinent los ist, in Italien oder Frankreich? Die Welt erlebt gerade eine
radikale Veränderung. Die Welt, in der Sie gestern noch gelebt haben, ist
nicht mehr die Welt von heute.
Und
die Leute machen sich über alles mögliche Gedanken. Was ist Afghanistan?
Kürzlich sagte man mir, daß ein Hektar Mohn in Afghanistan einen Marktwert von
600 Dollar hat. Wenn das Produkt dieses Hektars Europa oder die USA erreicht,
hat es einen Wert von sechs Millionen Dollar. Was also ist Afghanistan? Es ist
ein Opiumparadies. Wer steuert das? Die Briten. Das britische Empire kontrolliert
das. Dieser Idiot Obama will über das Land reden? Er arbeitet für die Briten.
Warum sonst will er über Afghanistan reden, was weiß er schon über das Land?
Nichts. Es ist eine britische Operation. Fragen Sie mal die Russen, was
Afghanistan ist. Es ist Rauschgift; besonders seit den neunziger Jahren. Was
ist Afghanistan in Europa? Rauschgift. Ein Rauschgift-Empire.
Unter
diesen Bedingungen brechen Veränderungen über uns herein, die das Leben und die
Emotionen der Menschen in Amerika, besonders auch der empfindsameren,
beeinflussen. Und was gestern, heute und morgen im Umfeld bei Wachovia
passiert, ist viel wichtiger als alles, was Obama im Nahen Osten gemacht hat,
das war bedeutungslos. Es hat das Flair von schlechter Schauspielerei. Er sagt
nichts von Bedeutung. Es geht ja nicht nur um Wachovia, sondern um das gesamte
Finanzsystem der USA, das uns um die Ohren fliegt. Und er will ein
Präsidentschaftskandidat sein? Was hat Afghanistan mit unserem Leben zu tun? Es
gibt überhaupt keinen Grund, warum wir dort sind und kämpfen. Es war dumm, dort
einfach so einzumarschieren; erst muß man wissen, worum es geht. Man muß zuerst
wissen, daß die Briten ein Spiel gegen Indien treiben, und daß sie versuchen,
Pakistan zu zerstören; beides gehört wahrscheinlich zusammen.
Darum
geht es. Man darf diesem Spiel nicht auf dem Leim gehen oder sich zu viele
Gedanken darum machen. Natürlich wissen wir nicht, wie die Sache ausgehen wird.
Wir wissen nicht, wer gewinnen wird. Aber wissen wir, worum der Kampf
eigentlich geht? Wissen wir, worum gekämpft wird? Haben wir einen Plan, um
diese Schlacht zu schlagen? Und wie in jedem längeren Krieg - und dies ist ein
langer Krieg gegen das Rauschgift - muß man sich für einen Plan entscheiden und
dann daran festhalten. Und im Moment ist die große Schicksalsfrage die
internationale Finanzkrise. Die Schlüsselfrage in Afghanistan ist strategischer
Natur; die Entwicklung dort ist eine Gefahr für ganz Asien, ein
Kristallisationspunkt von Destabilisierung, aber es ist auch Teil einer
internationalen Drogenoperation und Teil des Spiels des britischen Empire gegen
die Welt. Und hier sind wir, mitten im US-Präsidentschaftswahlkampf:
Afghanistan ist nichts. Wachovia, das ist etwas.
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Lesen Sie hierzu bitte auch: Schriften von Lyndon H. LaRouche 1981-2006 - Internetseite des Schiller-Instituts Was Lyndon LaRouche wirklich sagt - Internetseite der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) Internetseite des LaRouche-Aktionskomitees - in englischer Sprache |
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