Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken
» » » Internetforum mit Helga Zepp-LaRouche « « «
Neue Solidarität
Nr. 15-16, 10. April 2013

Persönlichkeiten aus US-Bundesstaaten fordern Glass-Steagall

Bei der Konferenz des Schiller-Instituts am 23. März sprachen zwei führende Bürgervertreter aus den US-Bundesstaaten Alabama und Indiana, die zusammen mit dem LaRouche-Aktionskomitee für die Wiederherstellung des Trennbankensystems und das Austrocknen der Finanzspekulation eintreten. Ihre Beiträge vermittelten einerseits einen Eindruck vom gewaltigen Ausmaß der Wirtschaftskrise in den Bundesstaaten und Städten Amerikas, aber zeigten andererseits auch ihre feste Entschlossenheit, angefangen mit der Rückkehr zu Glass-Steagall, diese Krise zu überwinden.

Thomas Jackson ist seit 20 Jahren Abgeordneter im Landtag von Alabama und arbeitet seit Jahren mit der LaRouche-Bewegung zusammen. James Benham ist Präsident der Farmer-Union von Indiana. Beide sprachen im Rahmen einer Podiumsdiskussion über den landesweiten Kampf für Glass-Steagall.

Der Abgeordnete Jackson, ein führendes Mitglied der Fraktion der Demokraten im Abgeordnetenhaus von Alabama und Präsident des Bildungsverbandes für den Bezirk Clark, konnte berichten, daß seine Resolution an den US-Kongreß für die Wiedereinführung von Glass-Steagall Unterstützung aus beiden Parteien erhalten hat, obwohl die republikanische Mehrheit gewöhnlich immer nur ihre eigenen Vorhaben betreibt.

In den Tagen vor der Konferenz des Schiller-Instituts hatte Jackson den US-Kongreß aufgesucht und dort gemeinsam mit Vertretern des LaRouche-Aktionskomitees für Glass-Steagall geworben. Jackson besuchte die vier Vertreter Alabamas im Repräsentantenhaus und im Senat und forderte sie auf, den Antrag der Abgeordneten Marcy Kaptur und Walter Jones für die Wiedereinführung von Glass-Steagall - das „Gesetz für die Rückkehr zu einem vernünftigen Bankwesen“ (H.R. 129) - zu unterstützen. In seinen Gesprächen mit den Abgeordneten hob Jackson insbesondere hervor, daß ohne Bankentrennung die Arbeitsplätze, das Bildungs- und Gesundheitssystem und andere Aspekte des Gemeinwohls immer weiter zerstört werden.

Farmer können nicht mehr produzieren

James Benham zeigte verschiedene Bilder und Graphiken, um die unhaltbare Lage der amerikanischen Landwirte zu veranschaulichen: von Erzeugerpreisen für landwirtschaftliche Produkte, die weit unter den Produktionskosten liegen, über die unzureichende Unterstützung durch die Bundesregierung bis hin zur Dürre in den Präriestaaten, die Landwirte zwingt, ihre Betriebe aufzugeben, weshalb die Nahrungsmittelversorgung der Amerikaner jetzt schon gefährdet ist.

Weil die Paritätspreise abgeschafft wurden, ist der Anteil, den der Landwirt an den Einzelhandelspreisen für Lebensmittel erhält, auf ganze 15,8% seiner Produktionskosten gesunken. Nur 2,5% des Bundeshaushalts entfallen auf die Landwirtschaft, was zeigt, wie wenig Wert die US-Regierung auf die Produktion von Nahrungsmitteln legt.

Benham betonte, ohne eine Rückkehr zu Glass-Steagall, um dem Vorrang des Geldes vor der Produktion ein Ende zu setzen, drohten den Amerikanern, die schon jetzt mit steigenden Preisen für ihre Lebensmittel konfrontiert sind, schon bald Nahrungsmittelknappheit und sogar Hunger.

eir