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Neue Solidarität
Nr. 51-52, 22. Dezember 2016

Unerwartetes Eingeständnis des Chefs der Bank von England

Angesichts einer „populistischen“ Welle in der transatlantischen Welt suchen die Top-Monetaristen verzweifelt nach Wegen, ihre Macht zu erhalten. In dem Zusammenhang hielt der Gouverneur der Bank von England, Mark Carney, am 5. Dezember in Liverpool eine wesentliche Rede über die Gründe, warum „das Volk“ die Globalisierung ablehnt.

Carney sagte, viele Bürger in entwickelten Ländern „sind mit erhöhter Unsicherheit konfrontiert, beklagen einen Kontrollverlust und verlieren das Vertrauen in das System... Anstatt eines goldenen Zeitalters verbindet man die Globalisierung mit niedrigen Löhnen, unsicherer Beschäftigung, staatenlosen Konzernen und auffälligen Ungleichheiten.“ – Dem kann man sicher zustimmen.

Nach der Finanzkrise, so Carney, „zeigte sich, daß die größten Banken der Welt in einer Blase agierten, in der sie immer gewinnen und die anderen immer verlieren; verbreitete Manipulation mehrerer entscheidender Märkte wurde aufgedeckt; und die Herren des Universums wurden Lakaien“.

Noch heute liege die Wirtschaftsaktivität in den entwickelten Ländern 13% unter dem Stand vor der Krise, in Großbritannien sogar 16%. „Im Laufe des vergangenen Jahrzehnts sind die Realeinkommen mit der langsamsten Rate seit Mitte des 19. Jahrhunderts gestiegen.“ Gleichzeitig sei die Schere zwischen arm und reich größer geworden.

Carney nannte vielsagende Zahlen: In den USA streichen die reichsten 1% der Haushalte 20% des Gesamteinkommens ein. Weltweit stieg der Anteil der reichsten 1% von einem Drittel im Jahr 2000 auf die Hälfte im Jahr 2010.

Leider hat Carney, wie seine Kollegen, keine Lösungen anzubieten. Die Neue Seidenstraße erwähnte er in seiner Rede gar nicht.

eir