* * * Internetforum mit Helga Zepp-LaRouche * * *
Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Gehe zu ... Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum

Artikel als
=eMail=
weiterleiten

Aus der Neuen Solidarität Nr. 43/1997

Jetzt
Archiv-CD
bestellen!

  Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken

Neun Jahre nach meiner Berliner Rede von 1988


Die Ursprünge meiner Rede vom 12. Oktober 1988
Die Prognose von 1983

Was mir derzeit Sorge bereitet

Die Politik der eurasischen Landbrücke

Von Lyndon H. LaRouche, jr.

Jetzt, da wir noch in diesem Monat dem bedeutsamen Treffen zwischen den Präsidenten Chinas und der Vereinigten Staaten entgegensehen, ist es besonders wichtig, auf den heutigen 12. Oktober als Jahrestag eines der denkwürdigsten Ereignisse der letzten zehn Jahre hinzuweisen. Es handelt sich dabei um meine Pressekonferenz am 12. Oktober 1988 in Berlin, auf der ich den nahenden kettenreaktionsartigen wirtschaftlichen Zusammenbruch des Sowjetblocks ankündigte, der mit Veränderungen in Polen beginnen werde und die Aussicht eröffne, daß Berlin wieder die Hauptstadt eines vereinigten Deutschland würde. Ich unterbreitete meine Vorschläge, wie die USA mit der Krise umgehen und die zusammengebrochenen kommunistischen Länder wirtschaftlich wiederaufbauen könnten.

Diese öffentliche Erklärung wurde aufgezeichnet und Ende des gleichen Monats in voller Länge im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt.

Etwas mehr als ein Jahr danach hatte sich diese Prognose erfüllt. Die Entwicklungen in Polen waren der Beginn des Zusammenbruchs des Warschauer Paktes, die Berliner Mauer stand kurz vor dem Fall, und die Eruptionen in Ungarn und der Tschechoslowakei signalisierten einen Prozeß, der zum Auseinanderbrechen der Sowjetunion selbst führte.

Unter dem starken Druck der britischen Premierministerin Margaret Thatcher und des französischen Staatspräsidenten François Mitterrand entschied sich der amerikanische Präsident George Bush trotz meiner Warnungen vom 12. Oktober 1988 für die falsche Richtung und steuerte so die Welt in den schlimmsten globalen Finanzzusammenbruch der Geschichte, der jetzt im Gange ist.

Nunmehr bietet sich uns die letzte Chance, zu verhindern, daß die derzeit unaufhaltsame Kettenreaktion eines weltweiten Finanzkollapses die ganze Erde in noch schlimmere Zustände stürzt, als wir sie bereits in der ehemaligen Sowjetunion sehen. Diese Chance ist die Errichtung einer neuen Art von Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und China. Eine solche Partnerschaft ist unabdingbar, um die neuen internationalen Finanz- und Währungsvereinbarungen zu treffen, ohne die der unabwendbare Kollaps des jetzigen IWF-Systems den gesamten Planeten in Zustände stürzen wird, wie sie während des "finsteren Zeitalters" Mitte des 14. Jahrhunderts in Europa herrschten.

Ohne eine gemeinsame Ausrichtung der USA und Chinas in bestimmten lebenswichtigen Fragen wird es unter den derzeitigen politischen Bedingungen auf der Welt bald praktisch unmöglich sein, eine politische Kraft kooperierender Nationen zusammenzubringen, die stark genug ist, um rechtzeitig eine neue Bretton-Woods-Vereinbarung zustande zu bringen und so die Welt vor einem neuen, diesmal globalen finsteren Zeitalter zu bewahren.

Wie ernst sollten Sie diese Warnung nehmen? Die Tatsachen, unter anderem der gegenwärtige wirtschaftliche Zusammenbruch Osteuropas und der ehemaligen Sowjetunion, unterstreichen, wie wichtig es ist, daß meine Autorität beim Aussprechen dieser Warnung anerkannt wird. Es gibt aus den letzten Jahrzehnten mehrere wichtige Beispiele für derartige Tatsachen, die meine Autorität beweisen. Die Prognose vom 12. Oktober 1988 in Berlin ist eines davon. Aufgrund dieser Tatsachen und aufgrund meiner bekannten Arbeit der letzten Jahrzehnte spreche ich heute mit der größtmöglichen persönlichen Autorität als Prognostiker und als Verfasser politischer Konzepte für den Umgang mit den entscheidenden Wendungen der Gegenwartsgeschichte. Regierungen und andere mögen weiterhin meinen Rat in diesen Fragen ablehnen - viele werden ihn ablehnen - , doch tun sie das jetzt nur unter großer Gefahr für sich und die Nationen, die sie repräsentieren.

Jeder denkende Bürger wird es somit für zwingend erachten, den Hintergrund meiner Prognose vom 12. Oktober 1988 noch einmal im Lichte jener entscheidenden politischen Fragen zu untersuchen, die für US-Regierung und Kongreß bei dem "Gipfeltreffen" der Präsidenten Amerikas und Chinas im Mittelpunkt stehen müssen. Ich tue, was man von einem Bewerber um das höchste Amt der USA erwartet, ich spreche über meine Leistung in diesen und verwandten Fragen seit der zweiten Hälfte der 60er Jahre, als ich erstmals als Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in Erscheinung trat.

Die Ursprünge meiner Rede vom 12. Oktober 1988

Die Prognose vom Oktober 1988 hatte ich erstmals schon im Februar 1983 gegenüber der amerikanischen Regierung Reagan und der sowjetischen Regierung geäußert, als ich für die Reagan-Administration im Stillen Diskussionen mit den Sowjets führte. Ich sagte meinem sowjetischen Gesprächspartner, er solle seiner Regierung mitteilen: Falls der Präsident der USA beschließt, der sowjetischen Regierung die von mir skizzierte Politik anzubieten, und falls die sowjetische Regierung dann beschließt, dieses Angebot nicht anzunehmen und ihre derzeitige Politik fortzusetzen, werde innerhalb von etwa fünf Jahren ein Zusammenbruch der sowjetischen Wirtschaft beginnen. Selbstverständlich wiederholte ich diese Bemerkungen gegenüber den zuständigen amerikanischen Stellen, denen ich damals zu berichten hatte.

Etwa einen Monat später, am 23. März 1983, richtete Präsident Reagan am Schluß einer landesweit ausgestrahlten Fernsehansprache genau dieses Angebot öffentlich an die sowjetische Regierung. Doch diese lehnte sein Angebot, Zusammenarbeit an der "Strategischen Verteidigungsinitiative" (SDI), rüde ab. Ihre Antwort bestand zudem in brutal formulierten Angriffen gegen mich. Diese anhaltenden Attacken offizieller sowjetischer Vertreter übertrafen in Umfang, Dauer und Stärke alle offiziellen Attacken der Sowjets auf Personen außerhalb von Regierungen seit über 25 Jahren.

Ebenso intensiv wie die sowjetischen Angriffe auf mich in der SDI-Frage vom Januar 1984 bis 1988 war die Haß- und Lügenpropaganda der amerikanischen Massenmedien. Auf Veranlassung des Fernsehsenders NBC wurden im März 1984 schwerste Angriffe gegen mich sogar in das Protokoll des Kongresses Congressional Record aufgenommen, und Präsident Reagan wurde gedroht, weil seine Administration sich mit mir eingelassen hatte. Wer es miterlebt hat, wird sich daran erinnern, daß diese zwischen den sowjetischen und amerikanischen Massenmedien koordinierten Angriffe auf meine Person zwischen Februar und November 1986 ihren Höhepunkt erreichten.

Das waren die Umstände, unter denen ich zu Beginn des Wahlkampfes 1984 der Öffentlichkeit meine Einschätzung mitteilte, daß die Wirtschaft des Sowjetblocks etwa ab 1988 kettenreaktionsartig zusammenbrechen werde, und daß, wenn die damalige sowjetische Politik weitergeführt würde, etwa ab 1988 das sowjetische System in der damaligen Form nicht mehr zu retten wäre. Als Kreise aus dem Umfeld bestimmter auswärtiger Mächte, um Henry Kissinger, den Vizepräsidenten George Bush und Katherine Grahams Washington Post zwischen 1986 und 1988 deutlich machten, daß sie entschlossen waren, mich von der politischen Szene physisch zu beseitigen, war ich verpflichtet, der Öffentlichlichkeit bestimmte Wahrheiten von lebenswichtiger Bedeutung mitzuteilen, solange ich es noch konnte. Bei einigen Themen war ich unter jenen, die zur Offenlegung der Wahrheit qualifiziert und bereit waren, damals die wichtigste Autorität.

Deshalb meine Präsidentschaftskampagne 1988, und deshalb meine Berliner Pressekonferenz vom 12. Oktober 1988.

Meine Erklärung vom Oktober 1988 darf man auf keinen Fall als "Voraussage" (im hellseherischen Sinne) verstehen. Die Geschichte wird nicht von heidnischen Göttern gemacht - das Schiff der Geschichte segelt den Kurs, den ihm die Menschen geben. Nur ein armer, abergläubiger Heide des Gelichters, das bei Pferderennen mit heißen Tips aufwartet, würde voraussagen, das Schicksal verdamme ein bestimmtes Schiff dazu, auf einem bestimmten Riff unterzugehen.

Auch der allmächtige Gott hat die Zukunft nicht vorherbestimmt; vielmehr hat er uns und unser Universum so entworfen, daß wir als Menschheit selbst die Verantwortung dafür tragen, einen Kurs zu wählen, der uns und unsere Nachwelt in die Zukunft der Völker, Nationen und der ganzen Menschheit führt. Ein gottesfürchtiger Christ sagt die Zukunft nicht voraus. Er oder sie wird den Kapitän warnen, daß der Kurs, auf dem er sich befindet, geradewegs auf ein gefährliches Riff führt. Das ist der Unterschied zwischen einer wissenschaftlichen Prognose und dem Aberglauben der Kaffeesatzleserei, z.B. der Wallstreet-Statistik.

Entsprechend habe ich es mein Leben lang für wichtig erachtet, meine Zeit nicht mit irgendwelchen Prophezeiungen zu verschwenden. Ich stelle manchmal Prognosen. "Vorhersage" (prediction) ist kein Synonym für "Prognose" (forecast). Bezeichnend für den Unterschied zwischen den beiden Begriffen ist auch, daß ich bei meinen Prognosen immer ein "wenn" oder eine andere Qualifizierung benutzt habe. Der Zweck einer Prognose ist, dafür zu sorgen, daß aus zwei oder mehr politischen Optionen die richtige ausgewählt wird. Was dann tatsächlich geschieht, wird eine Folge der getroffenen politischen Entscheidung sein. Ich sage nicht voraus, daß Sie auf der Bananenschale, die dort auf dem Bürgersteig liegt, ausrutschen werden; ich empfehle Ihnen, nicht darauf zu treten. Letzteres stellt eine "Prognose" dar.

War es Samuel Clemens, der berühmte Spaßmacher (dessen Humor ich eigentlich nicht mag), der einmal gesagt hat: "Alle beschweren sich über das Wetter, aber keiner ändert es"? Ideen, für die sich der persönliche Einsatz nicht lohnt, nennen wir zu Recht "unnützes Geschwätz". Als Ökonom habe ich unter allen meinen Berufskollegen die beste Bilanz, wenn es um strategische Prognosen geht. Teilweise führe ich diese Leistung darauf zurück, daß ich während der letzten 40 Jahre nur sehr wenige Prognosen erstellt habe, die allerdings sämtlich eintrafen. Ansonsten ist dieser Erfolg hauptsächlich Ausdruck meiner vorteilhaften Ausbildung und Weiterentwicklung als praktizierender Ökonom. Außerdem resultiert er aus dem Umstand, daß ich nur an Prognosen einer bestimmten Art interessiert bin: solchen, die dramatische politische Veränderungen betreffen, die an entscheidenden Wendepunkten der Geschichte nötig sind - kritische Entscheidungen an Verzweigungspunkten langfristiger Trends.

Von diesem Standpunkt aus warne ich nun: Es muß den USA jetzt gelingen, bestimmte Wege einer chinesisch-amerikanischen Partnerschaft zu entwickeln, oder die ganze Zivilisation wird noch vor der Nominierung des nächsten US-Präsidenten im Jahre 2000 in den Zerfallsprozeß eintreten. Die Zeiten, wo die amerikanische Regierung langfristige Entscheidungen mit Hilfe kurzfristiger Anpassungen hinausschieben könnte, sind längst vorbei.

Die Prognose von 1983

Es war für die amerikanische Wirtschaft seit ihrem Aufstieg zur Weltspitze 1861-1876 bis etwa 1966 charakteristisch (mit gewissen Einschränkungen), daß die produktive Arbeitskraft durch die Förderung von Investitionen in den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt gezielt gesteigert und dadurch der realwirtschaftliche Lebensstandard und die Lebenserwartung der ganzen Bevölkerung beständig erhalten und erhöht wurde. Die verfassungsmäßige Tradition der USA besteht - trotz vereinzelter Abkömmlinge der besiegten Konföderierten wie die Präsidenten Theodore Roosevelt und Woodrow Wilson - hauptsächlich in jener strategischen Perspektive, die Präsident Franklin D. Roosevelt gegen den Widerstand des wütenden britischen Premiers Winston Churchill für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg verfolgte: die sofortige Beendigung des Imperialismus und der "britischen Methoden des 18. Jahrhunderts" in der Ökonomie (d.h. Adam Smith), um allen Völkern der Welt, die vom britischen, holländischen, französischen und portugiesischen Imperialismus unterdrückt wurden, "amerikanische Methoden" verfügbar zu machen.

Nicht ganz zufällig machte mich meine Hingabe zu den patriotischen Traditionen der Amerikanischen Revolution, die auch Präsident Franklin Roosevelt teilte, während der letzten 30 Jahre zur Zielscheibe persönlicher politischer und juristischer Angriffe.

Unter dem einer Kriegsneurose vergleichbaren Einfluß von Angst, extremer Labilität und Beeinflußbarkeit hat sich die Generation, die Mitte der 60er Jahre an die Universitäten kam, von den Prinzipien, auf denen Amerika aufgebaut wurde, grundlegend abgekehrt. Ihren dramatischsten Ausdruck fand diese Wende in der jugendlichen Gegenkultur von "Rock, Drogen und Sex", sich zwischen 1964 und 1973 wie eine Epidemie ausbreitete; aber der irrationale Kult des "nachindustriellen" Utopismus hatte noch viel weiterreichende Folgen. Die politischen Veränderungen, die mit dem steigenden Einfluß der "68er Generation" einhergingen, führten dazu, daß die realwirtschaftliche Produktivität der amerikanischen Arbeitskräfte rapide sank, Investitionen statt in produktive Unternehmen in rein parasitäre Spekulation flossen und produktive Beschäftigung durch Dienstleistungsjobs ersetzt wurde.

Die derzeitige, immer raschere Desintegration des Weltfinanz- und Währungssystems ist das kumulative Ergebnis dieser politischen Richtungsänderung der Jahre 1964-73, die nicht nur in den USA, sondern auch in vielen anderen Nationen stattfand.

Dieser Wandel von etwa 1966-1997 überlagerte sich mit einem weiteren problematischen und längerfristigen Trend in der amerikanischen Wirtschaftspolitik. Dieser ältere langfristige Trend war Gegenstand meiner ersten Langzeitprognose der Jahre 1959-60. Meine damalige Analyse befähigte mich, von 1963-64 an die zusätzlichen Folgen der aufkommenden Jugendgegenkultur auf den bereits unter Eisenhower einsetzenden längerfristigen Trend zu erkennen und zu prognostizieren. Der Hintergrund zu der Prognose von 1959-60 ist der folgende.

Als 1901 der patriotische Präsident William McKinley ermordet wurde - der Mörder wurde über eine Einrichtung des britischen Geheimdienstes, Emma Goldmans Henry Street Settlement House (Einwandererwohnheim) in Manhattan, in die USA geschleust - , gelangte der von den Briten bevorzugte Theodore Roosevelt an die Macht. Während seiner Amtszeit kam es zu einer rapiden, grundlegenden Wende in der amerikanischen Wirtschafts-, Rechts- und Außenpolitik. Aus dem von T. Roosevelt manipulierten Wahlkampf ging ein weiterer degenerierter Konföderierten-Abkömmling als Sieger hervor, Woodrow Wilson, und damit war sicher, daß das Gesetz zur Einführung der Federal Reserve und der Verfassungszusatz zur Einkommenssteuer durchgedrückt würden.

Seit Anfang dieses Jahrhunderts hat die US-Wirtschaft Perioden realwirtschaftlichen Nettozuwachses nur noch als Nebenprodukt aus "Crashprogrammen" der Kriegswirtschaft oder der Raumfahrt erlebt. Das beleuchten die Depression nach dem Ersten Weltkrieg unter Woodrow Wilson und auch die Truman-Depression der Jahre 1946-48. Mitte der 50er Jahre, bis zum Sputnik-Schock, griff die Eisenhower-Administration unter Führung des Monetaristen Arthur Burns diese Politik des Industriefeindes Teddy Roosevelt, Woodrow Wilsons und der Regierung Truman wieder auf. Nach dem Sputnik-Schock hat der zögerliche Eisenhower zwar das Raumfahrt-"Crashprogramm" eingeleitet, das Präsident Kennedy dann aufgriff und ausweitete, doch die allgemein gängige Lehrmeinung unter Wirtschaftsakademikern und Regierungsbürokraten war ab Mitte der 50er Jahre die Standardpolitik der USA für Friedenszeiten.

Deshalb setzten die Antikriegsstimmung, die durch die Detente-Vereinbarungen nach 1962 entstand, und die wachsende Ablehnung der widerlichen Kriegführung der USA in Vietnam massive Kürzungen der Investitionen in öffentliche Infrastrukturprogramme und in wissenschaftlichen und technischen Fortschritt in Gang. Diese Kürzungen ab 1966-67 garantierten praktisch einen langfristigen Niedergang der US-Wirtschaft und des Lebensstandards der Bevölkerung. Ende der 70er Jahre hatten die USA bereits ganze Wirtschaftsbereiche verloren, ohne die die Mondlandungen gar nicht möglich gewesen wären.

Als Zbigniew Brzezinski 1967 die spinnerte Hegelsche Eingebung propagierte, der "Weltgeist" habe die Wirtschaft vom industriellen in das "technotronische" Zeitalter geführt, war das typisch für die rapide Degeneration des wirtschaftlichen Denkens im anglophilen "liberalen Establishments" jener Zeit. Als zum axiomatischen Denken der Eisenhower-Zeit der wachsende Einfluß des irreführenden Kults der "nachindustriellen" oder "Informations"-Gesellschaft hinzukam, war die wirtschaftliche Selbstzerstörung der USA und anderer Länder sichergestellt, wenn es langfristig bei dieser Politik bliebe.

Meine langfristige Prognose von 1959-60 konnte den "kulturellen Paradigmawandel" ab Mitte der 60er Jahre und dessen Auswirkung noch nicht vorhersehen. Sie gründete sich allein auf die später bestätigte Annahme, daß die USA, wenn sich die kulturellen Trends im Denken der Ökonomen der späten 50er Jahre nicht "revolutionär" wandelten, in der zweiten Hälfte der 60er Jahre eine Serie von Währungskrisen erlebten, die dazu führen würden, daß die Bretton-Woods-Vereinbarungen zusammenbrechen und die US-Wirtschaft auf Formen der Austerität ausrichtet wird, wie es sie vorher im Deutschland der 30er Jahre unter Brüning und dann unter Hitler gab. Genauso, wie ich es vorausgesagt hatte, kam es in den Jahren 1967-71; und es ging seither so weiter, wie ich es Mitte 1971 prognostizierte.

Man kann darüber diskutieren, was schlechter ist: das monetaristische Denken der "alten Zeit", das heute Notenbankchef Greenspan vertritt, oder die Illusion einer "neuen Zeit", einer "Informationsgesellschaft" ohne Zyklen und Krisen.

Wenn wir nicht zum "amerikanischen System der politischen Ökonomie" zurückkehren, der Politik von Alexander Hamilton u.a., die Präsident Abraham Lincoln und Henry Carey 1861-76 grandios erneuerten, werden die USA sehr bald einen mindestens genauso schlimmen Prozeß von Zusammenbruch und Bankrott erleben, wie er Europa in den schlimmsten Jahrzehnten des "finsteren Zeitalters" im 14. Jahrhundert erfaßte. Die Realität läßt keine andere Auslegung zu.

Was mir derzeit Sorge bereitet

Anders als die Republikaner-Clique um George Bush und die britischen Förderer von Paula Jones behaupten, ist Präsident William Clinton kein schlechter Mensch - insbesondere verglichen mit den Präsidenten, die in diesem Jahrhundert kamen und gingen. Was mir Sorge bereitet, sind bestimmte Entscheidungen des Präsidenten: als er etwa beschloß, doch kein Veto gegen das üble Gesetz zur "Sozialreform" einzulegen, und sein offenbar vollständiges Einschwenken auf das vom britischen Premier Tony Blair und Vizepräsident Al Gore massiv betriebene irrationale Kultthema "Treibhauseffekt". Letzteres ist besonders besorgniserregend, weil das Thema im Zuge von Clintons Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten hochgespielt wurde.

In der amerikanischen Geschichte gab es nur sehr wenige Präsidenten, die wirkliche Politik machten, selbst wenn sie gute Entscheidungen trafen. Zu den guten Politikern gehörten vor allem George Washington, John Quincy Adams, Abraham Lincoln und Franklin Roosevelt. Andere wie Präsident John F. Kennedy haben gute Entscheidungen getroffen - zumindest in der Hauptsache. Wer richtige Entscheidungen trifft, weiß zumindest, wie er sich zuverlässige politische Berater auswählt. Ohne Leute, die Politik entwerfen, aber keine oder kaum eine offizielle Position in der Regierung hatten, wie etwa Benjamin Franklin, hätten die Vereinigten Staaten nicht überlebt, ja, sie wären nie entstanden.

Es ist besonders wichtig, das zu betonen, weil die persönlichen Tugenden, die für einen guten Politiker unverzichtbar sind - vor allem die leidenschaftliche Verpflichtung auf die Wahrheit - , für den Bewerber um ein öffentliches Amt nur allzuoft einen schweren Nachteil darstellen.

Wer noch die von breiten Wählerschichten getragene Politik in Amerika aus den Zeiten vor 1966 kennt, stellt fest, daß heute relativ wenige Amtsträger überhaupt die moralische Qualifikation besitzen, die damals für notwendig erachtet wurde. Heute werden die Politiker nicht gewählt, weil sie sich aktiv für die Interessen der Bürger einsetzen, sondern weil sie von den Massenmedien unterstützt werden und sie sich bei jenen wohlhabenden Kreisen anbiedern, die das zur Wahl notwendige Geld liefern können.

Heute sieht man eine gleich große Korruption, einen gleichen Mangel an Prinzipientreue bei Politikern, die wiedergewählt werden wollen, und bei den Wählern selbst - einschließlich derer, die nicht wählen gehen. Nur sehr wenige aufmerksame Wähler können ehrlich sagen, daß zwischen dem, was der Politiker ihrer Wahl sagt, und dem, was er wirklich glaubt, irgendeine Verbindung besteht, außer daß er gewählt werden möchte. Angesichts der jüngsten Wahlergebnisse könnte man sagen: Das Verhalten der zynischen, nur an "ihrem" Einzelthema interessierten Mehrheit der Wähler, folgt nicht mehr dem moralischen Standard, nach dem man einen Ehepartner auswählt, sondern jenem, mit dem man einen bezahlten Partner für eine Nacht aussucht.

Die Wähler sind gegenüber der Politik zynisch geworden - weniger weil sie bei den gewählten Politikern mangelnde Moral vermuten, sondern weil sie ihren eigenen Mangel an Moral bei ihrem persönlichen politischen Verhalten kennen, wenn sie wählen oder nicht wählen gehen: Sie haben ihre moralische Verantwortung als Bürger aufgegeben. Ein solcher Wähler nimmt an, daß das System korrupt ist, weil er selbst ein Teil dieses Systems ist.

Deshalb sind heutzutage sehr wenige der Kandidaten für hohe politische Ämter qualifiziert, weil wenige eine solche Kompetenz wesentlich dafür halten, gewählt zu werden und das Amt zu bekleiden. Sie werden sich in ihrer Politik auf ihre Leute für das "politische Make-up", die Experten für Meinungsumfragen und andere verlassen, und das nicht nur im Wahlkampf, sondern auch im Amt. Nach der Wahl stellt der von einer Mäuseplage heimgesuchte Wähler fest, daß der Schädlingsbekämpfer, den er angeheuert hat, lediglich eine mechanische Spielzeugkatze einsetzt.

Dieses moralisch beklagenswerte Verhalten der Wähler muß nicht notwendigerweise ein unüberwindliches Problem sein, wenn der gewählte Politiker ein gutmeinender Mensch ist, der weiß, wie er mit Leuten umgeht, die die Politik entwerfen, und das Temperament eines guten Entscheidungsträgers hat. Wer eine Nation in Zeiten nationaler Krisen führt, braucht den Intellekt und das Temperament, das man bei großen militärischen Befehlshabern wie Scharnhorst, Grant oder Sherman oder bei Präsidenten wie Washington, Lincoln oder Franklin Roosevelt findet. Wenn man keinen Douglas MacArthur als Oberbefehlshaber hat, muß man darauf hoffen, daß man einen professionell qualifizierten Entscheidungsträger findet, der wenigstens entsprechend gut ausgebildete Mitarbeiter auswählt und auf ihren Rat hört.

Nun zu einer beispielhaften Frage bei der Formulierung der amerikanischen Politik gegenüber China: Tatsächlich hat das Dogma vom "Treibhauseffekt", das der Brite Blair oder Kreise um Vizepräsident Gore propagieren, keinerlei glaubwürdige wissenschaftliche Grundlage. Bei den Anhörungen zu dem Thema wurden die relevanten Wissenschaftler einfach ausgeschlossen, und dann wurde offenbar dem Präsidenten mitgeteilt, sämtliche Wissenschaftler stimmten dem Betrug der "globalen Klimaerwärmung" zu. Sollte der Präsident weiterhin dazu verleitet werden, diesen Schwindel soweit zu unterstützen, daß er auch China drängt, darauf einzugehen, hätte das für die amerikanische Chinapolitik und für die USA selbst vielleicht sogar schon kurzfristig fatale Folgen.

Die Lage stellt sich also folgendermaßen dar. Da die Republikanische Partei derzeit in einer Krise ist und sich nur mit nihilistischen Angriffen auf den amtierenden Präsidenten und die lebenswichtigsten Interessen Amerikas abgibt, wo bleiben da die "Quellen" für die politischen Entwürfe, die der Präsident braucht, wenn sein Land dieses Jahrhundert überleben soll? Wo ist die politische Polarität, an der sich die USA ausrichten können, wenn die Republikaner in ihrer gegenwärtigen Desorientierung verharren und wenn der Präsident gedrängt wird, sich an das selbstmörderische Denken der "neuen Zeit" (d.h. den Kult der "Informationsgesellschaft" und des "Treibhauseffekts") anzupassen, welches ihm als angebliche Alternative zum genauso tödlichen Denken der "alten Zeit", wie es heute der US-Notenbankchef Alan Greenspan kultiviert, verkauft wird?

All das fügt sich zu einem Punkt zusammen: Sie, meine Mitbürger, sind in ganz großen Schwierigkeiten.

Das definiert meine Verantwortung: Ich will meinem Land eine Alternative zu der gegenwärtigen, potentiell tödlichen Misere bieten, in welche uns die Politik der letzten Jahrzehnte geführt hat. Wie stehen meine Chancen, diese Rolle auszufüllen? Ich würde sagen: schlecht; in diesem Fall wäre das Wirken des jetzigen Präsidenten nicht ein Markstein, sondern ein Makel der Geschichte. Deshalb hängt das Schicksal Amerikas davon ab, diese schlecht stehenden Chancen in der politischen Praxis zu nutzen und in Realitäten zu verwandeln.

Betrachten wir nun unter Berücksichtigung dieser Erwägungen schließlich meine bisherige politische Orientierung gegenüber China.

Die Politik der eurasischen Landbrücke

Meine Politik gegenüber China, die Perspektive der "neuen Seidenstraße", wie sie manchmal genannt wird, wurde ursprünglich unter der Leitung meiner Frau Helga Zepp-LaRouche in Form des Vorschlags für eine "eurasische Landbrücke" im Jahr 1991 vorgestellt, fast zwei Jahre vor dem Amtsantritt der ersten Clinton-Administration. Darin wurde die Politik näher dargestellt, die ich am 12. Oktober 1988 vorgestellt hatte. In der Folge knüpften mehrere meiner Mitarbeiter wichtige Kontakte nach China und anderen Ländern an. Jahre später, im Mai 1996, sprach meine Frau offiziell auf einer Regierungskonferenz in Beijing über die Politik der "neuen Seidenstraße".

Die historischen Hintergründe dieser Politik sind für eine kompetente Diskussion über dieses Thema heute notwendig.

Der erste Vorschlag für eine eurasische Landbrücke mit Bahnstrecken als Kernstück stammt von dem weltbekannten amerikanischen Ökonomen Henry Carey, dem wichtigsten Denker hinter der Wirtschaftspolitik von Präsident Abraham Lincoln, welche die USA in den Jahren 1861-76 in die modernste und mächtigste Wirtschaftsnation der Welt verwandelte. Carey, dem großenteils auch die erfolgreiche Industrialisierung Japans während der Meiji-Restauration zu verdanken ist, regte Deutschland und Rußland in den 70er Jahren des 19. Jh. mit Erfolg dazu an, nach dem Modell der transkontinentalen Eisenbahn in Amerika rasch eine Bahnverbindung auf der eurasischen Landbrücke zu entwickeln.

Das eine Ergebnis von Careys Landbrücken-Vorschlag war eine umfangreiche Zusammenarbeit zwischen den USA, Deutschland und Rußland bei Planung und Bau der Transsibirischen Eisenbahn bis zum Pazifik. Das andere, blutige Ergebnis entstand aus der Feindschaft des britischen Empire gegenüber dieser Politik - die Spaltung der modernen Zivilisation in zwei entgegengesetzte Schulen der sog. "Geopolitik": die eurasische Fraktion, welche die Landbrücke betonte, und die gegnerische britisch-imperiale, die Seeherrschaft betonende Schule um die Jahrhundertwende unter König Eduard VII. mit dem Ersten Seelord John Fisher und berühmten Fabianern wie Lord Milner, Sir Halford Mackinder, H.G. Wells u.a. Diese zweite Fraktion arbeitete bereits seit den 90er Jahren des 19. Jh. auf den Ersten Weltkrieg hin und löste ihn schließlich aus - alles, um die Kontinentalmächte Frankreich, Deutschland und Rußland sich gegenseitig an die Gurgel zu hetzen und auf diese Weise die weitere Entwicklung der von Carey vorgeschlagenen eurasischen Landbrücke zu verhindern.

Ich hatte zwei Gründe, diese Landbrückenpolitik wieder zum Leben zu erwecken. Der erste war mein seit meinem Militärdienst im Zweiten Weltkrieg leidenschaftlich verfolgtes Ziel, daß die amerikanische Politik nach Kriegsende besonders den britischen Imperialismus beendet und politische sowie technische Unterstützung für die eigenständige wirtschaftliche Entwicklung der ehemaligen Kolonien der Imperien bereitstellt. Das war das zentrale Anliegen meiner persönlichen Politik und der Politik der philosophischen Vereinigungen, mit denen ich in den letzten 30 Jahren verbunden war und bin. Der zweite war meine Vorstellung einer "vollständigen Wirtschaftsstruktur" (full-set economy).

Letztere fußt auf dem Leibnizschen "dirigistischen" amerikanischen System der politischen Ökonomie von Benjamin Franklin, US-Finanzminister Alexander Hamilton, Friedrich List, Henry Carey u.a., das besonders zwei Dinge hervorhebt, die dem "Freihandelssystem" des Propagandisten der Britischen Ostindien-Gesellschaft Adam Smith vollkommen entgegen stehen. Das amerikanische System betont die besonders die staatliche Entwicklung grundlegender wirtschaftlicher Infrastruktur, welche ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum im privaten produktiven Sektor von Landwirtschaft und Industrie ermöglicht. Es betont weiter den Einsatz staatlicher Kredite dafür, private Investitionen rasch auf die Steigerung der produktiven Arbeitskraft durch wachsenden kapital- und energieintensiven wissenschaftlichen und technischen Fortschritt zu konzentrieren.

Zu dem letzten Punkt: Wie ich in verschiedenen Veröffentlichungen dargestellt habe, ist der Schlüssel zum dauerhaften wirtschaftlichen Fortschritt in einer modernen Volkswirtschaft die wirksame Verbindung zwischen grundlegendem wissenschaftlichen Fortschritt in Form neu entdeckter physikalischer und verwandter Prinzipien und dem Sektor der Werkzeugmaschinenentwicklung.

Als ich mich in den Jahren 1983-86 mit der Lage Asiens beschäftigte, wurde mir klar, daß die wirtschaftliche Entwicklung Ost- und Südasiens, mit der Ausnahme Japans, hauptsächlich daran gescheitert ist, daß zwei Elemente fehlen. Das erste ist der Mangel an adäquater staatlicher Infrastrukturentwicklung sowie der sehr kleine und unentwickelte Werkzeugmaschinenbau. Der zweite Grund für die hartnäckig weiterbestehende wirtschaftliche Rückständigkeit - gemessen pro Kopf und Quadratkilometer - dieser Volkswirtschaften ist, daß technischer Fortschritt nicht wirksam über einen Werkzeugmaschinensektor und verwandte technische Unterstützung für die Einführung neuer Technologien umgesetzt wird.

Wenn die bevölkerungsreichste Region der Welt sich entwickeln soll, müssen Ost- und Südasien den kontraproduktiven Mythos vom "Tourismus" aufgeben und sich aus den USA, Mitteleuropa und Japan das besorgen, was notwendig ist, um einen adäquaten Werkzeugmaschinensektor zu entwickeln. Die einzige zusätzliche Quelle für solche unabdingbare technische Hilfe ist das wieder regenerierbare Exportpotential des militärisch-industriellen Komplexes der ehemaligen Sowjetunion im Bereich der Werkzeugmaschinenentwicklung.

Wenn man im Zusammenhang dieser beiden Erwägungen sieht, daß die übergroße Mehrheit der Weltbevölkerung in Süd- und Ostasien konzentriert ist, dann ist die Entwicklung einer Partnerschaft zur Förderung von Infrastruktur und Technologietransfer zwischen Japan, den USA, China, Rußland und den südasiatischen Nationen der Schlüssel zur Zukunft Asiens und auch der Schlüssel zur wirtschaftlichen Erholung der Weltwirtschaft aus ihrem gegenwärtigen katastrophalen Abwärtskurs.

Die staatliche Entwicklung einer modernen wirtschaftlichen Infrastruktur ist das Fundament aller Bereiche wirtschaftlicher Entwicklung. Die rasche Umsetzung neuer Technologien über den Werkzeugmaschinensektor einer "vollständigen Wirtschaftsstruktur" - wie der früheren erfolgreichen amerikanischen, deutschen oder japanischen Wirtschaft - ist das unverzichtbare Mittel dafür, die potentielle Steigerung der Pro-Kopf-Produktivität, welche durch die Infrastrukturentwicklung möglich wird, auch zu verwirklichen. Die Dichte der technologischen Umsetzung über den Werkzeugmaschinensektor mißt man pro Arbeitskraft und pro Quadratkilometer relevanter Landfläche.

Im Rahmen dieser Überlegungen entwarf ich im November und Dezember 1989 das von meiner Frau und ihren Mitarbeitern vorstellte Programm für einen Wirtschaftsaufschwung. Das Endprodukt unserer Arbeit wurde 1990 und 1991 in ganz Europa einschließlich Osteuropas und in Asien unter dem Namen "Das produktive Dreieck" und "Die eurasische Landbrücke" verbreitet.

Wäre diese Politik, so wie meine Frau und andere Mitarbeiter sie präsentierten, ab 1991 umgesetzt worden, dann hätte sich die gegenwärtige Kollapsspirale des desintegrierenden Weltfinanzsystems nicht entwickelt. Diese Politik ist gegenwärtig die einzige mögliche Alternative zu einem Absturz in ein "neues finsteres Zeitalter" wie beim Zusammenbruch des europäischen Bankensystems Mitte des 14. Jahrhunderts.

Diese Alternative läßt sich nicht umsetzen, wenn sich die Welt den Regelungen zum "Treibhauseffekt" unterwirft, welche die internationale Clique um den britischen Premierminister Tony Blair fordert. Die Billigung dieser Regelungen, insbesondere wenn es zu entsprechenden Vereinbarungen zwischen den USA und China kommt, würde den unausweichlichen, baldigen Absturz der Zivilisation in ein neues finsteres Zeitalter nach sich ziehen.

Wer wird sich hinter meine Prognose stellen, um die abwendbare Katastrophe, vor der ich warne, abzuwenden? Für den Sieg würde es ausreichen, wenn nur ein Patriot unter 100 Bürgern, wie in Gideons Armee, eine führende Rolle bei der Verteidigung dieser Sache annimmt.

Christoph Kolumbus benutzte eine von dem Italiener Paolo Toscanelli entworfene Landkarte und wurde von Toscanelli in einer persönlichen Korrespondenz beraten - er folgte diesem Rat und entdeckte Amerika. Daraus entstand die historisch einmalige, großartige Errungenschaft der Menschheit: die Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika als föderale, konstitutionelle Republik im Jahre 1789. Es ist an der Zeit, die gängigen Mythen über die Geschichte der Vereinigten Staaten beiseite zu schieben und von denjenigen zu lernen, die sie schufen und in Kriegen und Konflikten gegen ihren Todfeind, das britische Empire, am Ende des 18. und im 19. Jahrhundert verteidigten. Wenn ich auf die Geschichte unseres Erdteils seit Kolumbus' Entdeckung zurückblicke, glaube ich, daß der 12. Oktober für uns immer ein geeigneter Tag bleiben wird, dieses Amerika wiederzuentdecken. Heute könnte unser Überleben davon abhängen.

 

Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum