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Aus der Neuen Solidarität Nr. 41/2002

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Aufruf des Ad-hoc-Komitees
für ein Neues Bretton Woods

Der folgende international verbreitete Aufruf erneuert eine im Februar 1997 von der Präsidentin des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche und der ukrainischen Abgeordneten Natalja Witrenko initiierte Kampagne für ein neues Bretton Woods. Persönlichkeiten aus aller Welt sind aufgerufen, diesen Aufruf mit zu unterstützen.

Bereits vor sechs Jahren zirkulierte ein Appell für ein Ad-hoc-Komitee für ein neues Bretton-Woods-System, der von über 500 Parlamentariern aus über 40 Ländern und vielen Hunderten Bürgerrechtlern, Gewerkschaftlern, Industrievertretern und Repräsentanten sozialer Organisationen unterschrieben wurde, darunter auch die ehemaligen Staatspräsidenten José Lopez Portillo aus Mexiko und Joao Baptista Figueiredo aus Brasilien. Alle Unterzeichner waren von tiefer Sorge über die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise getrieben. Seitdem haben sich die Regierungen der G7-Staaten als unwillig erwiesen, sich mit der dramatisch verschärften Krise zu beschäftigen.

Inzwischen befindet sich das globale Finanz- und Währungssystem in der Endphase seiner systemischen Krise. Argentinien versinkt im Chaos, ganz Lateinamerika folgt. Japan stürzt immer tiefer in die Depression, die Bank von Japan kauft Aktien von Großbanken, um deren Bankrott und einen folgenden globalen Systemkollaps zu verschieben. Die Blase des Neuen Marktes ist geplatzt, das amerikanische Wirtschaftsmodell wird von einer fundamentalen Vertrauenskrise erschüttert, Großbanken droht der Bankrott, die Schulden sind weltweit nicht mehr zu bezahlen, die Kommunen sind bankrott, weitere Blasen sind dabei zu platzen.

Wenn in dieser Situation auch noch ein Krieg gegen den Irak geführt wird, der unkalkulierbare Konsequenzen für die strategische Lage und die Weltwirtschaft haben wird, droht der ganzen Menschheit eine wirkliche Katastrophe und ein Absturz in ein dunkles Zeitalter.

Es ist deshalb dringend notwendig, die Tagesordnung der Weltpolitik zu ändern.

Wir, die Unterzeichner, fordern die sofortige Einberufung einer Notkonferenz auf Regierungsebene in der Tradition Franklin Delano Roosevelts und der Bretton-Woods-Konferenz von 1944. Ziel dieser Konferenz muß es sein, ein neues Weltwährungs- und -finanzsystem zu schaffen, wie es der US-Präsidentschaftskandidat Lyndon LaRouche vorschlägt. Die Mechanismen, die zur Zerstörung der produktiven industriellen Kapazitäten und zur Entstehung der Spekulationsblase geführt haben, müssen durch solche ersetzt werden, die weltweit Wirtschaftswachstum und produktive Vollbeschäftigung ermöglichen.

Ein Großteil der Schulden weltweit muß gestrichen werden, da sie nicht zu bezahlen sind, weder von den Ländern der sogenannten Dritten Welt noch von den USA, noch von Kommunen wie Berlin. Die Derivatspekulation muß ersatzlos gestrichen werden. Wir brauchen feste Wechselkurse, damit wieder langfristige Investitionen getätigt werden können, und ein Nationalbanksystem in jedem Land nach dem Modell der Kreditanstalt für Wiederaufbau, um Ankurbelungskredite für den wirtschaftlichen Wiederaufbau bereitzustellen.

Statt eine Politik des permanenten Krieges ohne Friedensplan brauchen wir eine wirtschaftliche Perspektive für die Sicherung des Weltfriedens. Der Ausbau der Eurasischen Landbrücke als Kernstück eines globalen Rekonstruktionsplans der Weltwirtschaft bedeutet nicht nur die Überwindung der Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftskrise, sondern die Eurasische Landbrücke repräsentiert ein gemeinsames Interesse aller beteiligten Nationen. Deshalb ist die Eurasische Landbrücke als konkretes Konzept für eine neue gerechte Weltwirtschaftsordnung auch eine wirkliche Vision für den Frieden.

Wenn die jetzigen Trends von Finanzkollaps und Kriegsdynamik fortgesetzt werden, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Also ändern wir die Tagesordnung der Weltpolitik, bevor es zu spät ist!

Erstunterzeichner:
Hrant Kachatrian, Abgeordneter des armenischen Parlaments, Vorsitzender der Partei Union für Verfassungsrechte;
Haik Babokhanyan, Abgeordneter des armenischen Parlaments;
Prof. Dr. Tatjana Korjagina, Ökonomin, Moskau;
Dr. Nino Galloni, Ökonom, Rom;
Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin des Schiller-Instituts e.V.

Diesen Coupon bitte abtrennen und einsenden an:
Schiller-Institut, Postfach 121380, D-30866 Laatzen
oder per e-mail senden an: info@schiller-institut.de

Ich schließe mich dem Aufruf des Ad-Hoc-Komitees für ein Neues Bretton Woods an.

Mit meiner Unterschrift erkläre ich mich auch einverstanden, daß mein Name als Unterzeichner veröffentlicht wird, z.B. in Zeitungsanzeigen. (Diesen Satz ggf. streichen.)

 


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