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Aus der Neuen Solidarität Nr. 47/2002

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Weitere Unterzeichner des Aufrufs für ein Neues Bretton Woods

Wer heute die Berichte über das Rekorddefizit der öffentlichen Haushalte in Deutschland hört oder liest, der weiß wohl nicht, worüber er mehr entsetzt sein soll: über die noch kaum vorstellbaren Einschnitte, welche die jetzt angekündigten Kürzungen und Steuererhöhungen für jeden einzelnen bedeuten - oder über die jetzt unverhohlen zugegebene Tatsache, daß die Regierung längst wußte, in welcher katastrophalen Lage sich das Land befindet, dies aber während des Wahlkampfes wohlweislich verschwieg.

Dabei liegt die Alternative schon längst klar formuliert auf dem Tisch: Bereits Ende August riefen die armenischen Parlamentsabgeordneten Khatchatryan und Babookhanyan, die russische Ökonomin Prof. Korjagina, der italienische Ökonom Dr. Nino Galloni und Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin des internationalen Schiller-Instituts, zur Bildung eines Ad-Hoc-Komitees für ein Neues Bretton Woods auf. Dieser Aufruf folgt einer ähnlichen Initiative, die vor einigen Jahren über 500 Parlamentsabgeordnete aus 40 Ländern und viele weitere Prominente vereint hatte.

Der neue Aufruf warnt vor der gefährlichen Verbindung des gegenwärtigen weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrachs mit der Kriegsgefahr, ausgelöst durch einen Krieg gegen den Irak, denn dann "droht der ganzen Menschheit eine wirkliche Katastrophe und ein Absturz in ein dunkles Zeitalter. Es ist deshalb dringend notwendig, die Tagesordnung der Weltpolitik zu ändern."

Die Aufgaben eines neuen Bretton-Woods-Abkommens: "Ein Großteil der Schulden muß weltweit gestrichen werden, da sie nicht zu bezahlen sind, weder von den Ländern der sogenannten Dritten Welt, noch von den USA, noch von Kommunen wie Berlin. Die Derivatspekulation muß ersatzlos gestrichen werden. Wir brauchen feste Wechselkurse, damit wieder langfristige Investitionen getätigt werden können, und ein Nationalbanksystem in jedem Land nach dem Modell der Kreditanstalt für Wiederaufbau, um Ankurbelungskredite für den wirtschaftlichen Wiederaufbau bereitzustellen."

Das wäre genau das Programm, das die Bundesregierung jetzt braucht, um aus der auch für sie katastrophalen Lage herauszufinden!

Inzwischen haben sich schon viele Prominente aus mehreren europäischen Ländern dem Aufruf des Ad-Hoc-Komitees angeschlossen, darunter:

Prof. Dr. Blagoje Babich, Ökonom, Jugoslawien,
Tino Bedin, Senator (Gruppo Margherita), Italien,
Gérard Charasse, Parlamentsabgeordneter, Frankreich,
Prof. Dr. Magdolna Csath, St. Stephans-Universität, Ungarn,
Dr. Sergej Glasjew, Duma-Abgeordneter und Ökonom, Rußland,
Prof. Dr. Hans R. Klecatsky,, ehem. Justizminister, Österreich,
István Morvay, ehem. Staatssekretär im Innenministerium, Ungarn,
Oskar Peterlini, Senator (SVP, Gruppo Autonomia), Italien, sowie
Dr. Ernst Florian Winter, ehem. Direktor der Diplomatischen Akademie, Österreich.

Bei einem Besuch einer Delegation des Schiller-Instituts in Polen in der vergangenen Woche stand das Thema Neues Bretton Woods ganz oben auf der Tagesordnung, und eine ganze Reihe angesehener Politiker schloß sich dem Aufruf an:

Dr. Jan Czaja, Vorsitzender der polnisch-italienischen Handelskammer, ehem. stellv. Wirtschaftsminister;
Prof. (em.) Zbigniew Dmochowski,, Bialystok Politechnikum;
Prof. Aleksander Krzyminski, ehem. Vize-Außenminister und Professor an der Polnischen Akademie der Wissenschaften;
Dr. Zbigniew Kwiczak, ehemaliger Handelsattaché an der Botschaft in Moskau;
Roman Malinowski, ehemaliger Präsident des Polnischen Sejm und ehemaliger Vize-Premierminister;
Dr. Eugeniusz Tomaszewski von der Vereinigung für Wissenschaft und Kultur sowie
Zdzislaw Tuszinski, Vorsitzender der Metallarbeitergewerkschaft und ehemaliger Abgeordneter des Sejm.

Auch viele Leser der Neuen Solidarität haben sich dem Aufruf, der in der Zeitung veröffentlicht wurde, angeschlossen. Angesichts der Sturmlage in Deutschland liegt es auf der Hand, daß alle Anstrengungen unternommen werden müssen, die Zahl der Unterstützer so schnell anwachsen zu lassen, daß kein Weg mehr an einem neuen Bretton-Woods-Abkommen vorbeiführt!

 

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