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Aus der Neuen Solidarität Nr. 43/2003

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Lyndon LaRouche in der Schweiz

Auf Einladung des angesehenen "Club 44" in La Chaux-de-Fonds im Kanton Neuchatel hielt Lyndon LaRouche am 9. Oktober einen Vortrag vor ausgewählten Gästen.

In den letzten Jahren ist der Einfluß der LaRouche-Bewegung in der Schweiz - sowohl im deutschsprachigen Raum als auch in der "Suisse Romande" - stark gestiegen. Das zeigt nicht zuletzt darin, daß in der Schweiz die Leserzahl unserer Zeitung und die Teilnehmerzahl an Seminaren der LaRouche-Bewegung steig ansteigen. Am 9. Oktober war Lyndon LaRouche erstmals selbst eingeladen, bei einer öffentlichen Veranstaltung in der Schweiz als Redner aufzutreten.

Der "Club 44", der nach seinem Gründungsjahr 1944 benannt ist, gehört zu den führenden Institutionen der Schweiz und lädt regelmäßig prominente Redner - meist aus Frankreich oder anderen französischsprachigen Ländern - ein, ihre Ansichten über die internationale Politik darzulegen. Bei früheren Gelegenheiten waren dies beispielsweise Pierre Mendez-France, François Mitterrand oder Valéry Giscard d'Estaing. Mit LaRouche wurde nun ein Redner aus den Vereinigten Staaten eingeladen - "in einer historischen Periode, in der Männer mit Visionen gebraucht werden, von denen es so wenige gibt", wie es der Kulturdirektor des Clubs formulierte.

Die Stadt La Chaux-de-Fonds im Kanton Neuchatel ist das Zentrum der berühmten Schweizer Uhrenindustrie, die in den letzten 20 Jahren von schweren Krisen betroffen war und nun dabei ist, sich auf die Produktion von Präzisionsmechanik für die Luft- und Raumfahrt und den Rüstungssektor umzustellen.

Unter den 50 Zuhörern während LaRouches Vortrag vor dem "Club 44" waren Abgeordnete, Industrielle, Lokalpolitiker und einige Studenten, die sich sehr freuten, "daß hier endlich einmal etwas los ist". Nach einer kurzen Einführung durch den Vorsitzenden der französischen Partei Solidarieté et Progrès, Jacques Cheminade, stellte LaRouche etwa eine Stunde lang die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise und seine Lösungsvorschläge dar (Auszüge hier). Seinem Vortrag folgte eine Diskussionsperiode von mehr als einer Stunde.

In der äußerst lebhaften Diskussion wurden Fragen zum Nahen Osten, zur weltweiten kulturellen Krise, zum Terrorismus, zur amerikanischen Rolle beim 11. September und zur Welthandelsorganisation gestellt. Eine besondere Frage war, wie die Lage in Amerika zum Besseren gewendet werden könne und welche Rolle die LaRouche-Jugendbewegung dabei spiele. Zur gleichen Zeit, während LaRouche seine Lösung für den Nahen Osten vorstellte - den Aufbau einer Prinzipiengemeinschaft durch gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung - , half das Außenministerium der Schweiz, das Treffen zwischen prominenten Israelis und Palästinensern zu organisieren (siehe Artikel in dieser Ausgabe).

Die Eindladung an LaRouche, vor dem Club 44 zu sprechen, erregte großes Aufsehen und bei einigen offenbar Unbehagen. Am Tage seines Vortrags erschien in der Zeitung Le Temps, der bekanntesten französischsprachigen Zeitung der Schweiz, ein Artikel mit dem Titel "Lyndon LaRouche, ein seltsamer Besucher in La Chaux-de-Fonds". Der giftige Artikel stammte vom Amerika-Korrespondenten des Blattes, Alain Campiotti. Da Le Temps eng mit der französischen Zeitung Le Monde zusammenarbeitet, hat sich Campiotti wohl nicht nur unter Wall Street-Finanziers umgehört, sondern auch den Le Monde-Korrespondenten in den Vereinigten Staaten, Patrick Jarreau, kontaktiert. Jurreau verfaßte einen wohlwollenden Artikel über Laurent Murawiec, einem Protege von Richard Perle, der im Vorfeld des Irak-Krieges durch seine antiislamischen Tiraden Aufsehen eregte, und der ein fanatischer LaRouche-Hasser ist.

Am Ende der Tagung erklärten die Organisatoren vom "Club 44", sie hätten "in Übereinstimmung mit den Traditionen des Clubs die Flagge der Versammlungsfreiheit der Bürger hochgehalten" und seien mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. LaRouches Besuch zeigt, daß sich die Sicht der Weltlage in der Schweiz verändert.

che

 

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