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Aus der Neuen Solidarität Nr. 26/2004

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Kommentar

Windmühlen - vom Winde verweht!

Die Stürme und Blitzeinschläge in der ersten Juniwoche in Schleswig-Holstein haben einmal mehr gezeigt, daß Windkrafträder eine unsichere Energiequelle sind. Wiederholt wurden Rotorblätter abgerissen oder abgeknickt, Brände entstanden, die wegen der Höhe, manchmal 100 Meter, von der Feuerwehr nicht gelöscht werden konnten; Blitzeinschläge verursachten Schäden an den Flügeln, so daß diese nicht mehr aerodynamisch einwandfrei rotieren konnten. Schäden in Millionenhöhe sind entstanden und Millionen von Steuergeldern nicht nur bei diesem Sturm vernichtet worden.

Kein Wunder also, daß der erste Anlagefonds für Windkraftanlagen pleite gegangen ist. Die Versprechungen, daß die Windenergie so viel Rendite abwerfen würde, daß man damit schnell reich werden könne, haben sich buchstäblich im Wind aufgelöst. Die mit vielen Renditephantasien aufgebauschten Prognosen sind wie bei der New Economy zerplatzt.

Hinzu kommt, daß die Windkraftanlagen nicht einmal die Energie erzeugen können, die für ihre eigene Herstellung notwendig ist. Darüber hinaus müssen immer auch Ersatzkapazitäten zusätzlich aufgebaut werden, um den Stillstand der Windkraftwerke zu überbrücken, d.h. der Strom muß dann durch andere Energiequellen erzeugt werden. Alles in allem hat sich gezeigt: Es ist reine Energie- und Geldverschwendung, weiter auf diese "Energietechnik" zu setzen.

Man sollte doch, denkt der normale Mensch, daraus lernen. Aber weit gefehlt: Vielen scheint es in Deutschland so gut zu gehen - obwohl sie über alles und die Politik ewig meckern - daß sie trotzdem die Windenergie weiterhin in den Himmel loben.

Um eine sichere Energieversorgung zu haben, brauchen wir eine von der Natur unabhängige und eine mit hohen Energiedichten arbeitende Technik. Jeder weiß, Deutschland ist eine Exportnation. Das Wirtschaftswachstum wird heute und auch in Zukunft nur durch den Export sogenannter "veredelter Energie" wie den Bau von Bewässerungssystemen, Entsalzungsanlagen, Wasserversorgung usw. in den armen, unterentwickelten Ländern gesichert werden können. Diese Welt leidet nicht an Überfluß, sondern an Mangel und Unterentwicklung. Wirtschaftlicher Aufbau ist das Gebot der Stunde, statt sich vom Wind verwehen und verwirren zu lassen.

Mit dieser Wirtschaftspolitik ließe sich auch Geld verdienen, aber auf ehrliche Weise! Das Konzept der Eurasischen Landbrücke muß endlich umgesetzt werden, nur so kann Deutschland den wirtschaftlichen Kollaps überwinden und das Problem der Arbeitslosigkeit lösen.

In 20 Jahren wird es auf diesem Planeten ca. 7 Mrd. Menschen geben. Die Frage muß deshalb gestellt werden, woher und wie das ca. Vier- bis Fünffache mehr an Weltenergieproduktion erzeugt werden soll, um jedem Menschen ein menschenwürdiges Dasein zu schaffen. Aber die 3000 "Wissenschaftler", die sich in Bonn getroffen und vereinbart haben, in 20 Jahren 20% der Energie aus "erneuerbaren" Energiequellen zu erzeugen, scheint dieses Problem gar nicht zu interessieren. Mit den 20% erneuerbarer Energie werden nur "Reiche" überleben können, um den Rest der Menschen scheint sich niemand kümmern zu wollen - zumindest nicht dieser Teil der akademischen Elite!

Klaus-Dieter Häge

 

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