* * * Internetforum mit Helga Zepp-LaRouche * * *
Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Gehe zu ... Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum

Artikel als
=eMail=
weiterleiten

Aus der Neuen Solidarität Nr. 15-16/2006

Jetzt
Archiv-CD
bestellen!

  Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken

"Die Zukunft des Irak - Pax Americana?

Pressestimme. Die Österreichische Militärzeitschrift (ÖMZ) besprach in ihrer Ausgabe II/2006 Jürgen Hübschens neuestes Buch.

"... Hübschen beleuchtet auf kritische Weise die US-Außenpolitik am Beispiel der Vorgehensweisen der amerikanischen Regierungen gegenüber dem Regime von Saddam Hussein. Er stellt im Vorwort klar, daß dieses Buch sich nicht gegen Amerika richtet, jedoch dadurch ein Beitrag geleistet werden soll, "daß die Außenpolitik der USA neu definiert wird und zu den Werten zurückkehrt, auf denen die transatlantische Partnerschaft basiert." Nach der Meinung des Verfassers hat der Krieg gegen Saddam schon mit dem Überfall irakischer Truppen auf Kuwait am 2.8.1990 - wenn nicht schon zuvor im Rahmen des Iran-Irak-Krieges - begonnen. Am 20.3.2003 wurde demnach lediglich eine neue Phase dieses Krieges eingeleitet, als US-Bodentruppen mit der Hilfe einer Koalition der Willigen in den Irak einmarschierten.

Durch die Operation Iraqi Freedom sollte im Irak mit Waffengewalt die Pax Americana eingeleitet werden. Der Irak, so Hübschen, ist seit Jahrzehnten ein relevanter Faktor in der US-Außenpolitik. Es geht dabei ausschließlich um die nationalen Interessen der USA - "das war sicherlich nicht immer fair und auch häufig nicht ehrlich, aber es war so lange legitim, wie die Politik mit dem Völkerrecht vereinbar war" (Vorwort, S.4). Diese Basis verließen die USA mit der Operation Iraqi Freedom...

Das Schwarz-Weiß-Denken vieler amerikanischer Regierungen bzw. das Freund-Feind-Prinzip - ausgehend von einem enormen Patriotismus - prägen die US-Außenpolitik ebenso im Umgang mit internationalen Organisationen. Was die UNO betrifft, wird diese Organisation "seitens der USA als außenpolitisches Werkzeug angesehen, das manchmal nützlich, aber bisweilen auch überflüssig sein kann" (S.35)... Die USA anerkennen die Bedeutung Russlands als Veto-Macht. China ist als großer Markt für die USA unverzichtbar... Ganz entscheidend für das Verhältnis zu China ist jedoch, dass die USA sich durch ihre enorme Verschuldung verstärkt in die Abhängigkeit der Volksrepublik China begeben. China ist für US-Banken ein wichtiger Kreditgeber. Zudem befinden sich die weltweit mit Abstand größten Dollarreserven nicht in Washington, sondern in Peking (ebd.). Europa ist für die USA ein wichtiger Partner, aber deshalb weder gleichwertig noch gleichberechtigt. Aus der Sicht der USA ist die EU zu friedlich. Deutschland spielt nur dann eine wesentliche Rolle für die USA, wenn die EU oder die NATO in Entscheidungsprozesse involviert werden - Berlin ist dort ein wichtiger Verbündeter. Deutschland ist weiters eine relevante Drehscheibe und logistische Basis für weltweite Militäroperationen der USA.

In dieser Publikation werden zu den Handlungen der amerikanischen Außenpolitik auch die politischen Denkrichtungen der Neokonservativen erörtert. Es folgt auch eine umfassende Chronologie der relevanten Ereignisse und Phasen im Irak 1979 bis März 2003 sowie die Rolle der EU im Irak (S. 279ff.).

Ferner untersucht der Autor die Rolle der amerikanischen Streitkräfte im Hinblick auf deren Transformation für weltweite Operationen. So geraten die US-Streitkräfte durch die Kriege in Afghanistan und im Irak zunehmend an die Grenzen ihrer personellen Möglichkeiten...

Auf Grund dieser Fülle an Fakten und der interessanten Zusammenstellung der Ereignisse über 20 Jahre politische Geschichte im Mittleren Osten ist dieses Buch für den interessierten Leser zu empfehlen. Ausführliche Begriffs- und Abkürzungsverzeichnisse mit detaillierten Erklärungen bilden zudem eine wertvolle Hilfe, diese komplexen außenpolitischen Sachverhalte zu verstehen."

 

Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum