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Aus der Neuen Solidarität Nr. 34/2006

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"Der Libanon lebt und wird leben!"

Friedensdemonstration. Die BüSo unterstützte die Mainzer Demonstration des Freiheitlichen Libanesischen Freundeskreises (FLF) für einen sofortigen Waffenstillstand und die Wiederherstellung der vollen Souveränität des Libanon.

Wer die Stoßrichtung der Arbeit der internationalen LaRouche-Bewegung in diesen Tagen aufmerksam verfolgt, wird feststellen, daß sich ein Ziel wie ein roter Faden durch alle Aktivitäten zieht: Die Wiederherstellung der vollen Autorität des modernen souveränen Nationalstaats gegen die zerstörerischen Kräfte der Globalisierung! In den USA führt Lyndon LaRouche den Kampf für die Amtsenthebung der unrechtmäßigen Regierung Cheney/Bush und für die Rückkehr zur Tradition des New Deal Franklin D. Roosevelts an. In Argentinien steht die LaRouche-Jugendbewegung an der Seite der Regierung Nestor Kirchners in dem entschlossenen Versuch, eine am Gemeinwohl orientierte Politik gegen den IWF und die Banken durchzusetzen. Und in Mexiko unterstützt sie López Obradors Bemühungen, zu verhindern, daß die synarchistischen Finanzkreise ihren Kandidaten Calderon mit dem Mittel des Betrugs durchsetzen.

In Frankreich, Deutschland und Italien geht es in den Kampagnen der BüSo darum, die wirtschaftliche Souveränität und Handlungsfähigkeit der nationalen Regierungen wiederherzustellen, indem Vollbeschäftigung erreicht und der Sozialstaat durch das Abschütteln des Maastrichter Korsetts verteidigt wird. So ist es nur gesetzmäßig, daß die BüSo in den letzten Wochen präsent war, wenn libanesische Vereine, Organisationen und Menschen für einen sofortigen Waffenstillstand und die Wiederherstellung der vollen Souveränität ihres Landes auf die Straße gingen.

Dabei hatte die Demonstration der FLF (des Freiheitlichen Libanesischen Freundeskreises) in Mainz am 12. August einen besonderen Charakter: Zum einen stand die Demonstration unter dem Eindruck des Terroralarms in London und dessen Aufarbeitung in den deutschen Medien in den Tagen zuvor. Das machte es schwieriger, Unterstützung für die zentrale Botschaft der Organisatoren zu gewinnen. Zum anderen wurde Vertretern der BüSo die Möglichkeit gegeben, die Erklärung von Helga Zepp-LaRouche mit ihrem Aufruf für die Realisierung der LaRouche-Doktrin im Geist des Westfälischen Friedens von 1648 an die Teilnehmer der Demonstration und die Mainzer Bevölkerung zu verteilen. Und mit Muriel Mirak-Weißbach konnte auch eine Vertreterin der amerikanischen Opposition um LaRouche während der Kundgebung vor dem Gutenberg-Denkmal den Menschen Mut machen.

Ungefähr 300 Menschen waren dem Aufruf der FLF gefolgt. Ausgerüstet mit der Flagge des Libanon, mit Bildern von den dort verwundeten und getöteten Kindern und Frauen, Bildern von der Zerstörung der Infrastruktur des Landes und mit Transparenten mit der Aufschrift "Freiheit für den Libanon" setzte sich der Demonstrationszug vom Mainzer Hauptbahnhof aus in Bewegung. Den Menschen war anzumerken, daß sie alle in der einen oder anderen Form von den Auswirkungen des israelischen Aggressionskrieges betroffen waren. Viele hatten Tränen in den Augen, Familien gingen schweigend Hand in Hand oder Arm in Arm durch die Mainzer Innenstadt. Andere, vor allem die vielen jungen Menschen, machten ihrer Trauer und sicherlich auch teilweise ohnmächtigen Wut Luft, indem sie in die durch den Lautsprecher vorgegebenen Sprechchöre einfielen: "Freiheit für den Libanon, Bush Terrorist, Israel Kindermörder..."

Vielen Deutschen am Rande des Demonstrationszuges war anzusehen, wie ungemütlich und verunsichert sie sich fühlten. Einige hatten sicherlich noch am Abend zuvor Bush im Fernsehen gesehen, wie er eine weitere Runde im Kampf gegen den Terror angekündigt und mit glasigem Blick gegen die "Islamofaschisten" gewettert hatte. Um so erstaunlicher, daß einige ältere Menschen spontan davon sprachen, daß man ja nicht wirklich sicher sein könne, was in London wirklich passiert ist, und wer was inszeniert habe. Man sei ja schon im Vorfeld des Irakkrieges genug belogen worden. Aus den Gesprächen mit der deutschen Bevölkerung wurde schnell klar, daß die Mehrheit versteht, daß Israel Unrecht begeht, daß dieser Krieg ungerecht und brutal ist, ja, daß Israel Selbstmord begeht.

Viele mögen die Einzelheiten gar nicht wissen: Seit Beginn des israelischen Angriffs auf den Libanon sind mehr als 1400 Tote zu beklagen, mehr als 4500 Menschen wurden verwundet und verletzt, ganz zu schweigen von den traumatisierten Opfern des Bombenterrors gegen Beirut, Khana und andere libanesische Städte.

Am Gutenberg-Denkmal angekommen, hatte gleich ein Vertreter der BüSo die Gelegenheit, die Kundgebung anzusprechen. Mit einem Zitat Martin Luther Kings und dem Hinweis darauf, daß dieser große amerikanische Patriot sein Leben für Freiheit und Gerechtigkeit für alle Menschen gab, ging Michael Weißbach auch auf die Gefahr ein, die Helga Zepp-LaRouche in ihrer Flugblatt-Überschrift "Stoppt den Dritten Weltkrieg" zum Ausdruck gebracht hatte.

Die Teilnehmer der Demonstration hatten keine Probleme, zu verstehen, daß Israel nicht allein handelt, sondern von der neokonservativen Kriegspartei in Washington angetrieben wird. So war es wichtig, daß mit Muriel Mirak-Weißbach eine Vertreterin der amerikanischen Opposition zu Wort kam. Es war bezeichnend für die Demonstration, daß der Beifall schon aufbrandete, als sie als Amerikanerin vorgestellt wurde. Ihre Botschaft, daß es in den USA eine wachsende, durch Lyndon LaRouche katalysierte Oppositions- und Widerstandsbewegung gegen den Krieg gibt, die nicht eher ruhen wird, bis Bush und Cheney aus ihren Ämtern entfernt und im Gefängnis sitzen werden, wurde freudig und hoffnungschöpfend aufgenommen.

In den anschließenden Redebeiträgen des Vorsitzenden der FLF in Deutschland, Dr. Hamoud, und anderer Teilnehmer war ein Element besonders beeindruckend: Der starke Selbstbehauptungs- und Überlebenswille der Menschen in einem freien und souveränen Libanon. Dr. Hamoud betonte vor allem die Entschlossenheit seiner Bewegung, den Libanon als eine multireligiöse und multikulturelle demokratische Gesellschaft zu verteidigen. Auch andere Redner unterstrichen diesen Punkt, daß der Libanon eine lange Geschichte und Tradition habe als ein Land, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Auffassungen in Frieden leben.

Voller Inbrunst sangen die Teilnehmer am Schluß der Kundgebung die libanesische Nationalhymne. Viele Deutsche und Passanten mögen in diesem Moment gespürt haben, daß das für die Libanesen eine viel tiefere und existentiellere Bedeutung hatte als das Absingen der deutschen Nationalhymne während der Fußballweltmeisterschaft vor einigen Wochen. Die deutsche Bevölkerung wird zeigen müssen, wie viel Überlebenswillen sie aufbringen kann, für die Wiederherstellung der eigenen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Souveränität zu kämpfen.

miw

Lesen Sie hierzu bitte auch:
"Madrid II"-Friedenskonferenz jetzt! - Neue Solidarität Nr. 34/2006
Stoppt den dritten Weltkrieg! LaRouche-Doktrin für Südwestasien! - Neue Solidarität Nr. 33/2006
Kernthema: Südwestasienkrise - Neue Solidarität online

 

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