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Aus der Neuen Solidarität Nr. 36/2006

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11. September 2001 - fünf Jahre und zwei Kriege später

Die Regierung Bush/Cheney hat mit den Anschlägen vor fünf Jahren auf die Zwillingstürme in New York und das Pentagon in Washington zwei Kriege begründet und bereitet einen dritten Krieg gegen den Iran offenbar gerade vor. Aber immer mehr Amerikaner glauben nicht mehr an die offizielle "9/11"-Version.


Die NORAD-Manöver am 11. September
Der Dokumentarfilm "Loose Change"

Sekundenschneller Einsturz dreier Wolkenkratzer

Warum wird Cheney ausgeblendet?

Am 12. September finden in New Hampshire Vorwahlen der Republikanischen Partei statt. Dort bewirbt sich die 59jährige Mary Maxwell um die Nominierung ihrer Partei für die Kongreßwahlen im November. Sie verteidigt die amerikanische Verfassung gegen die Versuche seit dem 11. September 2001, die USA zunehmend unter "Kriegsrecht" zu stellen, warnt vor einem Militärschlag gegen den Iran und macht Front gegen die neue US-Nukleardoktrin, die den Ersteinsatz von Atomwaffen erlaubt. Vizepräsident Cheney hält sie für das Hauptproblem in der US-Regierung. Der Kongreß hätte ihn längst seines Amtes entheben sollen, nicht nur wegen seiner Rolle als "Folter-Champion" bei der Außerkraftsetzung der Genfer Konvention, sondern auch wegen gegen ihn anhängiger Anklagen im Zusammenhang mit dem 11. September. Mary Maxwell findet die Auffassung einer wachsenden Zahl von Experten, daß die Zwillingstürme des World Trade Center nur durch professionelle Sprengung eingestürzt sein können, glaubwürdiger als die offizielle Version. Seitdem sie dies auch in einem Gespräch mit der Redaktion des Nashua Telegraph vertrat, bekommt sie Unterstützungsbriefe überall aus den USA.

Heute denken Millionen Amerikaner wie Mary Maxwell. Vor fünf Jahren war das noch anders. Da war der Demokrat Lyndon LaRouche so ziemlich der einzige US-Politiker von Gewicht, der die Geschichte von Osama bin Laden als Drahtzieher der Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon ins Reich der Legenden verwies. Schon vor Bushs Amtseinführung im Januar 2001 hatte LaRouche gewarnt, daß diese Regierung angesichts der Krise des Weltfinanzsystems eine Art Reichstagsbrand anzetteln könnte, um dann mit diktatorischen Methoden zu regieren.

Am Morgen des 11. September gab LaRouche gerade ein Interview im Radiosender K-Talk in Salt Lake City, als die Flugzeuge in das World Trade Center flogen. Zu der entscheidenden Frage, wer überhaupt in der Lage dazu sei, derartig komplizierte Terroranschläge gegen die USA durchzuführen, antwortete LaRouche, dazu gebe es in der arabischen Welt weder die Absicht noch die Fähigkeit, aber "bestimmte Kreise wollen erreichen, daß die USA gegen die arabische Welt Krieg führen". LaRouche warf er die offensichtliche Frage auf: "Wo waren die entsprechenden Geheim- und Sicherheitsdienste, die für die Überwachung bzw. Vereitelung eines solchen Problems verantwortlich sind?" Und fuhr fort: "Es gab bei der Sicherheitsüberwachung entweder Unfähigkeit oder sogar Komplizenschaft, denn solch ein Anschlag kann überhaupt nicht ohne ein völliges Versagen der Sicherheitsbehörden durchgeführt werden". (www.solidaritaet.com/neuesol/erklaer.htm)

Am 12. September 2001 sagte LaRouche im Radiosender WGIR in New Hampshire, er halte die Anschläge nicht für Terrorakte im üblichen Sinn, sondern für "eine interne, verdeckte Sonderoperation von Leuten mit höchster militärischer Erfahrung in Sondereinsätzen". Offenbar wolle man damit "einen simulierten Pearl-Harbor-Effekt hervorrufen, um die USA in einen Krieg gegen Länder des Mittleren Ostens zu treiben". (www.solidaritaet.com/neuesol/2001/38/wood.htm)

Zwei Kriege haben wir inzwischen hinter uns, in Afghanistan sitzt auch die Bundeswehr fest, im Irak könnte das Desaster kaum größer sein. Und wenn es nach Leuten wie Vizepräsident Cheney ginge, steht der nächste Krieg gegen den Iran bevor.

Die NORAD-Manöver am 11. September

Was die "Komplizenschaft" bestimmter Netzwerke der US-Sicherheitsbehörden betrifft, so hat sogar die von der Regierung Bush eingesetzte "9/11-Kommission", deren Abschlußbericht die offizielle Version der Ereignisse zu stützen versucht, im Frühjahr 2004 eine wichtige Tatsache aktenkundig gemacht: Am 11. September 2001 führte die das US-Luftverteidigungskommando NORAD mehrere Manöver durchführte, bei denen es um die Entführung von Passagierflugzeugen ging! Dadurch kam der Verwirrungseffekt zustande, daß bei Meldung der tatsächlich entführten Maschinen unklar war, ob es sich um eine simulierte oder echte Flugzeugentführung handelte. Auf einem der Tonbänder, die dem offiziellen 9/11-Bericht erwähnt werden, geht es um den Flug American Airlines 11. Die Flugsicherung (FAA) in Boston alarmierte den Nordöstlicher Luftverteidigungssektor (NEADS):

"FAA: Hi. Bostoner Zentrale, wir haben hier ein Problem. Das ist ein entführtes Flugzeug, das auf New York zufliegt, und wir brauchen euch, jemand muß schnell ein paar F-16 oder so etwas dorthin schicken und uns beistehen. NEADS: Ist das echt oder eine Übung? FAA: Nein, das ist keine Übung, kein Test."

Die demokratische Kongreßabgeordnete Cynthia McKinney ergriff bei einer Sitzung des Streitkräfteausschusses am 16. Februar 2005 die Gelegenheit, US-Verteidigungsminister Rumsfeld nach diesen Manövern am 11. September zu fragen. Natürlich antwortete er nicht, aber C-Span filmte die Szene. Frau McKinney gab zu Protokoll: "Meine Frage betrifft insbesondere die vier Manöver, die am 11. September stattfanden und wie sie möglicherweise unsere Fähigkeit, auf die Angriffe zu reagieren, beeinträchtigt haben." (www.copvcia.com/free/ww3/030105_mckinney_question.shtml).

Der Dokumentarfilm "Loose Change"

Die "Aufklärungsliteratur" über den 11. September in Form von Büchern, Webseiten und DVDs, worin die offizielle Darstellung der Anschläge in Zweifel gezogen wird, ist inzwischen unübersehbar geworden. Die meisten dieser Produkte haben das Manko, daß sie sich aus Ungeschick oder auch aus kalkulierter Absicht selbst diskreditieren, indem sie Zutreffendes mit irgendwelchen, oft paranoiden Unterstellungen und ideologische Botschaften vermischen. Inzwischen hat sich aber auch eine seriöse "9/11-Forschung" entwickelt. Sie versucht, ein Gesamtbild der öffentlich zugänglichen Dokumente und Indizien über die Anschläge selbst - und wie sie hernach benutzt wurden - zu erstellen und die Widersprüche in der offiziellen Version seitens der Regierung Bush/Cheney aufzuzeigen, um auf diese Weise eine echte Untersuchung zu erzwingen.

So verfährt die DVD-Dokumentation "Loose Change", für die ein junger Mann namens Dylan Avery verantwortlich zeichnet. Mit am interessantesten sind die ersten acht Minuten: Nichts als eine chronologisch geordnete Reihe hochinteressanter Dokumente über unbestreitbare und großenteils auch unbestrittene Tatsachen, die dennoch sämtlich bei der offiziellen Untersuchung der 9/11-Kommission unter Federführung der Kongreßabgeordneten Kean und Hamilton ausgespart blieben. Über vieles konnte man in den vergangenen Jahren bereits in der Neuen Solidarität lesen.

So betrifft das erste Dokument die "Operation Northwoods", ein vom US-Generalstabschef Gen. Lemnitzer unterzeichnetes Memorandum, in dem der Regierung Kennedy vorgeschlagen wird, terroristische Akte gegen US-Bürger - u.a. die Sprengung eines Flugzeugs - zu simulieren, um einen Vorwand für eine Invasion Kubas zu schaffen.

Eine ganze Reihe von Dokumenten steht in eklatantem Widerspruch zu einer Äußerung der damaligen Nationalen Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice, die den Vorwurf des offensichtlichen Versagens der US-Sicherheitsbehörden am 11. September so begründen wollte: "Ich glaube, niemand hätte voraussagen können, daß diese Leute ein Flugzeug nehmen und es in das World Trade Center stürzen würden." Dabei zeigt schon 1997 eine Broschüre der US-Notstandsbehörde (FEMA) über Notmaßnahmen im Fall terroristischer Anschläge auf dem Titelblatt eine Zeichnung der New Yorker Zwillingstürme in einem Fadenkreuz. Dieselbe Zeichnung war im Jahre 2000 auf einem Anti-Terror-Handbuch der US-Regierung abgebildet.

In "Loose Change" wird berichtet, daß 1999 NORAD erste Manöver abgehalten habe, bei denen es um Linienflugzeuge ging, die auf Kollisionskurs mit dem WTC steuern. Im Jahre 2000 fand eine Übung statt, bei der eine Boeing 757 ins Pentagon stürzt. Aber im April 2001 wurde das gleiche Szenario aus einem Pentagon-NORAD-Manöver als "zu unrealistisch" gestrichen. Unbestritten ist, daß, wie erwähnt, am 11. September 2001 gleich zwei NORAD-Manöver - "Vigilant Guardian" und "Northern Vigilance" - mit Flugzeugentführungen durch Terroristen liefen. Und von alledem will die Nationale Sicherheitsberaterin keine Ahnung gehabt haben?

Weitere Dokumente betreffen Osama bin Laden. Wie auch in der Neuen Solidarität zu lesen war, berichteten mehrere Zeitungen, daß er im Juli 2001 im amerikanischen Militärhospital in Dubai behandelt und vom Leiter der dortigen CIA-Dienststelle besucht worden sei. Am 10./11. September 2001 sei er in Pakistan, bewacht von Militär, wegen urologischer Beschwerden ärztlich behandelt worden.

Der dritte Teil der "Loose Change"-Dokumentation behandelt den Angriff auf das Pentagon: Die fehlenden Trümmer der Boeing 757, die angeblich "verdampft" wurde, das schmale Einschlagsloch im Pentagongebäude und das weniger als ein Meter große Loch im dritten Pentagonring sowie andere seit langem vieldiskutierte Merkwürdigkeiten. Das überraschendste Detail ist ein Zitat von US-Verteidigungsminister Rumsfeld, der kurz nach dem 11. September in einem Interview mit Parade Magazine ausdrücklich von "einer Rakete" sprach, die das Pentagongebäude getroffen und beschädigt habe.

Sekundenschneller Einsturz dreier Wolkenkratzer

Vor allem aber am Inhalt des vierten Teils wird niemand mehr vorbeikommen, auch wenn er die Wahrheit über den 11. September nicht wissen will. Die offizielle These, daß drei Wolkenkratzer des WTC aufgrund der relativ begrenzten Brände eingestürzt seien, läßt sich einfach nicht aufrechterhalten. Die Antithese, daß der Einsturz der Zwillingstürme innerhalb von je 10 Sekunden und des WTC-Gebäudes 7, das gar nicht von einem Flugzeug getroffen worden war, in 6 Sekunden, durch eine vorher präparierte professionelle Sprengung erfolgt sei, ist hingegen völlig schlüssig. Das zeigen nicht nur die Bilder der Dokumentation "Loose Change", es wird auch durch die Messungen von Instituten bekräftigt, die mit der Beobachtung von Erdbeben beauftragt sind, und den Einsturz der Türme als Erdstöße der Gewalt eines Erdbebens von 2,3 auf der Richterskala registrierten.

Eines der Gutachten, auf die Dylan Avery sich in seiner Dokumentation stützt, dürfte das siebenseitige Papier "Warum sind die Wolkenkratzer des World Trade Center eingestürzt?" sein, das Prof. Morgan Reynolds Mitte 2005 ins Internet stellte (www.lewrockwell.com/reynolds/reynolds12.html). Reynolds war während George W. Bushs erster Amtszeit 2001-2002 Chefökonom im US-Arbeitsministerium. Neue Solidarität Nr. 27-28/2005 zitierte aus seinem Papier: "Anscheinend kann nur eine professionelle Sprengung sämtliche Fakten im Zusammenhang mit dem Einsturz von WTC 1 (Nordturm), WTC 2 (Südturm) und dem allzuoft übergangenen Einsturz des 47stöckigen WTC-Gebäudes 7 an diesem verhängnisvollen Tag erklären."

Bedenkenswert, aber weniger schlüssig sind die angeführten Argumente über den vielleicht nur vorgetäuschten Absturz des vierten Flugzeugs bei Shanksville, Mutmaßungen über den Verbleib dieser Passagiere, gefälschte Mobilfunkgespräche und Insider-Spekulationen auf fallende Aktien von Boeing und der betroffenen Fluglinien. Insgesamt enthält "Loose Change" eine Menge unbequemer Fragen, mit denen die Regierung Bush/Cheney ganz konkret am fünften Jahrestag von "9/11" konfrontiert sein wird.

Warum wird Cheney ausgeblendet?

Eine Frage hätten wir aber an die Autoren von "Loose Change": Ihre Dokumentation belastet Bush, Rumsfeld und Condoleezza Rice, doch Vizepräsident Cheney wird nur ein einziges Mal - als Gründungsmitglied des neokonservativen "Project for a New American Century" (PNAC) - erwähnt. Schließlich war Vizepräsident Cheney seit dem Frühjahr 2001 persönlich verantwortlich für eine "Arbeitsgruppe Terrorismus", die aber völlig untätig blieb, und zwar selbst dann noch, als in einem "Tagesbriefing für den Präsidenten" am 6. August 2001 ausdrücklich vor drohenden Terroranschlägen in den USA gewarnt wurde - wie eine nach Worten ringende Condoleezza Rice vor dem 9/11-Ausschuß schließlich einräumen mußte.

Cheney ist sicherlich das bestinformierte Mitglied der US-Regierung mit Zugriff auf sämtliche Geheiminformationen. Er dürfte deshalb auch über die Abhöroperation "Able Danger" des Kommandos für Sonderoperationen (SOCOM) des Pentagon Bescheid gewußt haben, mit dem die Aktivitäten von Mohammed Atta und anderen Flugzeugentführern überwacht wurden. Sicherlich war Cheney intensiv mit der Vorbereitung des Irakkrieges beschäftigt. Nur Stunden nach dem 11. September-Anschlägen diskutierten Cheney und Rumsfeld, wie man die Anschläge als Vorwand für einen Angriff gegen den Irak benutzen könne. Und jetzt trommelt Cheney zum Krieg gegen den Iran, trifft damit aber auf stärkeren Widerstand als im Fall Irak. Warum also wird Cheney in "Loose Change" souzusagen ausgespart?

"Impeach the President!" singen in den USA inzwischen schon Country-Rock-Sänger. Das ist offenbar populär, aber auch gedankenlos. LaRouche hat immer gefordert: "Impeach Cheney first!" Bush und Cheney sind beide untragbar, aber zuerst muß Cheney gehen. Die beherzte Republikanerin Mary Maxwell aus New Hampshire hat das begriffen. Einer ihrer Hauptprogrammpunkte lautet: "Farewell Cheney!", also "Cheney, Ade!". Auf ihrer Webseite (www.maxwellforcongress.com) warnt sie: "Jetzt, im August 2006, ist die Gelegenheit für ruhige Debatten vorbei. Wir sind drauf und dran, einen Atomkrieg im Mittleren Osten anzufangen. Es wird von Plänen berichtet, daß wir den Iran angreifen wollen, was Rußland dazu veranlassen könnte, auf iranischer Seite in den Kampf einzugreifen." Der Kongreß müsse dagegen endlich etwas tun.

Gabriele Liebig

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