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Aus der Neuen Solidarität Nr. 21/2007

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„Zweites Leben“, nein danke!

Durch den Kongreß für Kulturelle Freiheit, Drogen und andere Waffen aus dem Arsenal des antihumanistischen Kulturkriegs ist unsere klassische Kultur im Namen der Globalisierung schon fast zur Unkenntlichkeit entstellt worden. Das Ziel internationaler Konzerne wie Microsoft ist, die menschliche Fähigkeit zum schöpferischen Denken und Hypothesenbilden zu zerstören, und statt dessen die Menschen in tierische Kreaturen, die nur noch von hedonistischen Instinkten gelenkt werden, oder in kaltblütige Killer wie Seung Hui Cho zu verwandeln, der das Massaker an der Technischen Hochschule von Virginia anrichtete. Die Menschen sollen sich nicht mehr mit den realen Problemen auseinandersetzen, sondern sich in eine Scheinwelt zurückziehen, wo man nicht mehr selbst nachdenken und mit realen Mitmenschen kommunizieren muß.

Deutschland steht immer mehr im Mittelpunkt dieses Prozesses. Das aktuellste Beispiel hierfür ist ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt, das ein deutscher Staatsanwalt wegen der Verbreitung von Kinderpornographie in der Web-3D-Simulation namens „Second Life“ eingeleitet hat. „Second Life“ wurde vor vier Jahren von der kalifornischen Softwarefirma Linden Lab ins Netz gestellt und hat inzwischen etwa 6 Millionen registrierte Nutzer weltweit. Zahlende Nutzer von „Second Life“ werden auf etwa 770.000 geschätzt. Deutschland liegt mit 209.000 aktiven Nutzern ganz vorn, in den USA sind es aber nur 2000 weniger. Seit März 2007 haben fast 4 Mio. Leute die Webseite besucht, und es wird mit einem weiteren Zustrom aktiver Nutzer gerechnet, die dafür etwa 7 $ pro Monat bezahlen müssen. Zwischen Januar und März 2007 stieg die aktive Mitgliedschaft bereits um 46%, in den USA sogar um 92%.

In „Second Life“ kann sich jeder eine eigene Identität als sogenannter Avatar zulegen und in eine virtuelle Welt eintauchen, in der fast alles möglich ist. Einige seltsame Zeitgenossen, die mit ihrem normalen Leben nicht zurecht kommen, versuchen in „Second Life“ auch ihre perversesten Phantasien auszuleben. Nicht zum ersten Mal wurden Leute entdeckt, die eine Kinderidentität für ihre sexuellen Phantasien benutzen. Nach deutschem Recht ist der öffentliche Zugang zu pornographischem Material für Jugendliche unter 18 Jahren unter Strafe gestellt. Es drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages haben in einer Veröffentlichung wegen des großen Einflusses der Medien und Großkonzerne auf „Second Life“ vor den Gefahren solcher Internetportale gewarnt. Dem Nutzer drohten Realitätsentzug und Suchtgefahr.

Inzwischen werden Internetnutzer in vielen Fenstern nach bestimmten Präferenzen gefragt, auch nach Dingen wie „Was denken Sie über Kindesmißbrauch?“ oder „Nutzen Sie Second Life?“ Auch Google plant eine solche Erfassung persönlicher Psychoprofile.

Nutzer von „Second Life“ sind die unterschiedlichsten sozialen Typen, angefangen von kolumbianischen Mafiabossen, die ihre Widersacher mit brutalen Videos einschüchtern wollen, über Konzerne, die offene und versteckte Werbung betreiben, bis zu Leuten, die sozialen Anschluß suchen. Die Internetnutzung wird zweifellos weiter massiv ansteigen und sie kann nur in die richtige Richtung gelenkt werden, wenn wir eine neue weltweite Renaissance einleiten, in der die Menschen die Technik nur aus dem einzigen Grund nutzen, sich und andere Menschen geistig zu entwickeln.

tbo

Lesen Sie hierzu bitte auch:
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- Neue Solidarität Nr. 18/2007
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