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Aus der Neuen Solidarität Nr. 32/2007

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Papst Benedikt XVI für die Kernenergie

Während des ersten „Angelus-Gebets“ nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub in den Alpen rief Papst Benedikt XVI dazu auf, „die nukleare Abrüstung auf dem Verhandlungswege voranzutreiben und die friedliche und sichere Nutzung der Kerntechnik für wahre Entwicklung zu fördern, im Einklang mit der Umwelt und im Respekt für die Benachteiligten“. Die Erklärungen des Papstes wurden in den nationalen Medien Italiens aufgegriffen und im staatlichen Fernsehsender RAI ausgestrahlt.

Am 1. August sendete dann Radio Vaticana ein Interview mit Kardinal Renato Raffaele Martino, dem Chef des Päpstlichen Rates für Frieden und Gerechtigkeit, in dem er die Forderung des Papstes, die Kernkraft für friedliche Zwecke zu nutzen, unterstrich: „Die Beziehung zwischen dem Verbot feindseliger Projekte und der Förderung friedlicher Nuklearprojekte ist anscheinend die zentrale Frage im Nuklearsektor“, sagte Martino. „Auf der einen Seite müssen wir tatsächlich die Sicherheit und den Frieden verteidigen, auf der anderen Seite muß jedoch die Entwicklung der Völker gefördert werden.“ Entwicklung, erklärte Martino, „hängt auch mit dem Recht der Staaten auf die friedliche Nutzung der Kernkraft zusammen, das im Artikel IV des Atomwaffensperrvertrags als ,unveräußerliches Recht’ garantiert ist.“

Auch zur „prinzipiellen“ Opposition der sog. „Umweltschützer“ gegen die Kernkraft nahm Martino eindeutig Stellung: „Warum sollten wir angesichts der Forderung nach maximaler Sicherheit für den Menschen und die Umwelt und nach der Errichtung eines Verbots der feindseligen Nutzung der Nukleartechnik die friedliche Nutzung der Kerntechnik ausschließen? Der mögliche Nutzen der nuklearen Radiologie im medizinischen Bereich ist bekannt; Studien der IAEA zeigen, wie die Kerntechnik der Landwirtschaft helfen kann. Der beunruhigendste Sektor scheint die Energie zu sein. Aber, die Sicherheit der Kraftwerke und Endlager, die strikte Regulierung von Produktion, Verbreitung und Handel mit der Kernenergie vorausgesetzt, scheint mir, daß wir die Bedingungen für eine ,integrierte’ Energiepolitik haben, die also neben Formen sauberer Energie auch die Kernkraft in Betracht zieht. Um eine ernsthafte und öffentliche Debatte über die Kernenergie einzuleiten, scheint es außerdem in diesem historischen Moment äußerst nützlich zu sein, wenn die Staaten diese Energiequelle ernsthaft in Betracht ziehen. Die Kernkraft aus prinzipiellen Gründen oder aus Furcht vor Katastrophen auszuschließen, könnte ein Fehler sein und zu paradoxen Ergebnissen führen. Denken Sie an Italien, das 1987 die Produktion der Kernenergie aufgegeben hat. Aber heute importiert es die gleiche Kernenergie aus Frankreich und exportiert über staatliche Unternehmen Kernkraftwerke in andere Länder... Die Werke des menschlichen Genies, und damit auch die Leistungen im Nuklearbereich, müssen in den Dienst der menschlichen Familie gestellt werden. Die Technologie kann nur wegen des schlechten Gebrauchs, den man davon machen kann, ein Übel sein, aber nicht ein Übel ,an sich’.“

eir

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