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Aus der Neuen Solidarität Nr. 43/2007

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Schiller-Institut „magnetisiert“ die Kulturnacht

Das dänische Schiller-Institut nutzte die „Kulturnacht“, um mit führenden Politikern über ihren Magnetbahnvorschlag und die weltweite Krise zu sprechen.

Einmal im Jahr ist in Kopenhagen „Kulturnacht“, in der alle Museen und verschiedenste andere Institutionen geöffnet sind. Die wichtigste dieser Institutionen ist natürlich das Parlament, und inzwischen ist wohlbekannt, daß das Schiller-Institut diese Gelegenheit nutzt, um mit den Abgeordneten über Politik zu sprechen.

Diesmal hatten wir eine Überraschung für sie bereit: Wir bastelten sechs Magnetbahn-Hüte, die zum Schlager des Tages wurden. Verstärkt durch zwei Mitglieder der LYM aus Berlin bildeten wir einen richtigen Chor und konnten so mit den Methoden der Neuen Politik intervenieren. Insgesamt hatten wir Gespräche mit 17 Politikern, darunter drei Parteiführern - und die Aufnahme war weit herzlicher und offener als je zuvor.

Wir marschierten, unsere Magnetbahn-Hüte auf dem Kopf, ins Parlament, und zogen so von Anfang an die Aufmerksamkeit auf uns. Zunächst gingen wir zur Konservativen Partei. Eine ihrer Abgeordneten, die auch an der Kattegat-Konferenz teilgenommen hatte, ist ganz begeistert für die Magnetbahn. Sie begrüßte unsere Mitglieder Tom und Michelle mit Namen, und freute sich sehr, mit ihnen sprechen zu können.

Einige Mitglieder der Konservativen Jugend wurden jedoch nervös. Es gefiel ihnen nicht, daß wir alle Aufmerksamkeit auf uns zogen, und sie fingen an, Verleumdungen über uns zu verbreiten und wollten uns aus dem Raum schieben. Die Abgeordnete sprach jedoch weiter mit uns und war so begeistert über unsere Hüte, daß sie uns bat, für sie zu singen. Das taten wir auch - mit gutem Erfolg. Die Verleumdungen hörten auf und die Lage beruhigte sich wieder. Trotzdem wurden wir des Raumes verwiesen. Tom diskutierte weiter und es gelang ihm ein weiteres Mitglied der Konservativen, den Verkehrsminister und den Sprecher der Partei zu sprechen, der sehr aufgeschlossen und beeindruckt von der Idee war, daß man 50 Jahre in die Zukunft vorausdenken muß, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Im Gang, auf dem Weg zur Sozialistischen Volkspartei, wurden wir angesprochen und gefragt, was es mit unseren Hüten auf sich habe. Einige Kinder und Jugendliche wollten wissen, wo man solche Hüte kaufen kann. Da sich so viele Leute interessiert zeigten, begannen wir, unsere Hefte zu verteilen. Darüber ereiferte sich ein Ordner so sehr, daß er uns in die Räume der Sozialisten folgte und verlangte, wir sollten aufhören, Schriften zu verteilen und unsere Hüte abnehmen. Im Verlauf des Abends belästigte er uns noch mehrfach.

Besuch bei den Linken

Ein früherer Vorsitzender der Sozialistischen Volkspartei - ein echter Babyboomer - verlor ganz die Fassung, als wir auftauchten. Tom sprach ihn an. Der Mann fragte zunächst: „Wer ist LaRouche?“, sagte dann jedoch gleich, er kenne LaRouche, aber er wolle nicht mit LaRouche-Leuten reden. Ob LaRouche immer noch im Gefängnis sei? Er wollte einfach nicht mit uns reden. Als Tom sich zum Gehen wandte, hörte er den Mann sagen, wir seien Faschisten. Tom fragte ihn daraufhin, warum er Lügen über uns verbreite? Wütend erklärte er, er wolle nicht mit uns reden. Als Tom wiederholte, er lüge, wenn er uns als Faschisten bezeichne, hätte der Mann fast um sich geschlagen.

Die Reaktion des derzeitigen Vorsitzenden war genau das Gegenteil: Er wollte wissen, was wir zu sagen hatten, und sagte Tom, er sei selbst schon in Schanghai mit der Magnetbahn gefahren, und er war begeistert von ihr. Als Tom die Finanzkrise ansprach, sagte er, es interessiere ihn sehr, was Tom am 25. Oktober zu sagen haben wird, wenn er vor dem wirtschaftspolitischen Ausschuß des Parlaments spricht. Dann könne man die Diskussion fortsetzen.

In der regierenden Liberalen Partei waren leider keine Politiker anwesend, nur Helfer. Der Premierminister war bereits gegangen, als wir ankamen. Die Sozialdemokraten hingegen waren mit voller Mannschaft vertreten, aber ihre Vorsitzende wollte an diesem Abend nicht über Politik sprechen, sondern nur so viele Gäste wie möglich begrüßen; deshalb habe sie keine Zeit für die Politik...

Ein anderes führendes Parteimitglied war jedoch sehr aufgeschlossen. Auch sie hatte die Magnetbahn schon in Schanghai „ausprobiert“ und war sehr beeindruckt. Und sie wollte unseren Magnetbahn-Kanon hören, den wir ihr natürlich vorsangen. Er gefiel ihr sehr, und sie war begeistert darüber, daß man politische Ideen auf diese Weise vermitteln kann. Ein ehemaliger Minister sagte Tom, er freue sich darüber, daß es Menschen gibt, die sich für Ideen begeistern und einsetzen. Er ist Mitglied des wirtschaftspolitischen Ausschusses, und auch er ist gespannt, was wir am 25. Oktober zu sagen haben.

Wir sprachen auch mit drei sozialdemokratischen Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Zwei von ihnen möchten wegen der Finanzkrise im Gespräch mit uns bleiben, aber auch der dritte war sehr interessiert und wollte mehr über die Magnetbahn, die  Idee einer russisch-amerikanisch-chinesisch-indischen Allianz und die Eurasische Landbrücke wissen.

Zu guter Letzt

Auch die Sozialliberale Partei war offen für unsere Ideen. Wir sprachen mit vier Abgeordneten, darunter auch der Vorsitzenden der Partei. Nachdem wir gesungen hatten, bat uns einer von ihnen, der ebenfalls schon mit der Magnetbahn gefahren war und sich für sie begeisterte, unseren Kanon zu wiederholen. Tom sprach mit einer Abgeordneten, mit der er schon im letzten Jahr gesprochen hatte. Sie hat unsere Publikationen seither mit größerer Aufmerksamkeit verfolgt und versteht nun die Finanzkrise viel besser. Ein Abgeordneter, der Mitglied des Verkehrsausschusses ist und Toms Aussage vor dem Ausschuß gehört hatte, war immer noch sehr angetan. Als Tom anfing, über die globale Finanz- und Wirtschaftskrise zu sprechen, reagierte er sehr bewegt, da er diese Krise ebenfalls sieht und versteht. Er wird das, was wir verbreiten, künftig mit Sicherheit genauer verfolgen. Die letzte Überraschung des Abends war ein Gespräch mit dem Präsidenten des Parlaments, der ebenfalls sehr aufgeschlossen war.

Auf den Gängen des Parlaments wurden wir immer wieder von anderen Besuchern angesprochen, die sich für die Magnetbahn interessierten. Viele kannten uns. Benjamin verkaufte seinen Hut für 12 Euro an einen Wirtschaftsstudenten, der einsah, daß er an der Universität nichts über die wirkliche Wirtschaft lernen wird. Auch er gab seine Adresse, um in Kontakt zu bleiben.

Insgesamt wurden an dem Abend zwei Dinge deutlich: Erstens kennen uns inzwischen aufgrund unserer Verteilaktionen viele Menschen, die dies zu erkennen gaben, und zweitens betrachten uns viele Politiker inzwischen als eine wichtige Institution.

Feride Istogu-Gillesberg

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