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Aus der Neuen Solidarität Nr. 50/2007

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LYM bringt Aufbauperspektive nach Österreich

Pia Maelzer von der LaRouche-Jugendbewegung berichtet über eine Rundreise eines Teams der LYM durch Österreich, deren Höhepunkt eine Veranstaltung mit der Vorsitzenden des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, am 28. November in Wien war.

Fünf Jahre ist es her, daß Alexander Hartmann von der Neuen Solidarität bei einer Vortragsreise in Österreich vor dem Zusammenbruch des Weltfinanzsystems warnte. Heute spürt die ganze Welt diesen Zusammenbruch, und zusammen mit der Kriegstreiberei der Bush-Cheney-Regierung könnte dies ein Grund sein, Österreich in Europa zu einer treibenden Kraft dafür zu machen, daß wir uns den Teilen der Welt anschließen, die dem Wahnsinn ein Ende bereiten wollen und Frieden und Entwicklung fordern. Deshalb haben wir von der LaRouche Jugendbewegung eine Tour durch Österreich mit mehreren Veranstaltungen und Einsätzen an Universitäten gemacht.

Denn auch Österreich mit seiner wunderschönen gepflegten Architektur, dem Land, den Bergen und Tälern, wo alles so scheint, als gäbe es keine Probleme, muß sich bewußt werden, daß die asymmetrischen Kriege im Nahen Osten sehr wohl ein Gefahr für uns darstellen, und die Inflation, die sich in den Lebensmittel- und  Ölpreisen deutlich zeigt, auch Österreichs Wirtschaft mit in den Abgrund reißen wird, wenn nicht bald etwas unternommen wird.

Wie Helga Zepp-LaRouche bei der Hauptveranstaltung in Wien am 28. November zeigte, kann Österreich eine zentrale Rolle bei der Lösung dieser Probleme spielen. Der Schlüssel hierfür ist die Entwicklung der Eurasischen Landbrücke, die vom Schiller-Institut schon kurz nach dem Zusammenbruch des COMECON mit dem Projekt des produktiven Dreiecks vorgeschlagen wurde. Denn innerhalb des Dreiecks Paris-Berlin-Wien befindet sich noch bis heute die höchste Dichte industrieller Produktion der Welt. Hier gibt es noch die dringend benötigten Technologien zum Wiederaufbau von Infrastruktur, und das kann ein Entwicklungsmotor für das Projekt der Eurasischen Landbrücke sein. Denn noch immer leben 70% der Weltbevölkerung in armseligen Umständen, unter denen kein Österreicher würde leben wollen.

Österreich hat viel Potential

In Wien besuchten wir eine Veranstaltung der „Jungen Roten“, bei der die Finanzexperten Stummvoll von der ÖVP und Krainer von der SPÖ eingeladen waren. Die Diskussion drehte sich um lokale Themen und die Probleme der großen Koalition, aber anstelle eines wirklichen Lösungsansatzes ging es nur darum, Symptome zu behandeln und nicht darum, die wahre Ursache zu beheben. Genau dies brachte ein Mitglied der LYM auf, das die Krise im Hypothekenmarkt ansprach und gleichzeitig fragte, wie denn Österreich mit der globalen Finanzkrise umgehen wolle?

Solche Probleme eines fehlenden Lösungsansatzes sind keine Einzelfälle in der Politik. Auch in der Bevölkerung herrscht Ratlosigkeit, und da muß ich an ein Gespräch denken, das ich mit einem Studenten der Mikrobiologie in der Universität Salzburg führte. Dieser Student schien sich so sehr in Details verstrickt zu haben, daß er zu dem Schluß kam, die Qualität der einzelnen Gene mache eine Person zu einem guten Menschen. Deshalb seien manche Menschen durch ihre Gene auserwählt, die Welt zu regieren, und andere seien halt die Untertanen. Ich sagte ihm, daß so eine statistische Denkweise den Mensch mit dem Tier gleichstelle, und daß genau diese Denkweise die Ideologie des Nationalsozialismus war.

Ähnlich eingeengt und bedrückt war die Frage eines Teilnehmers unserer Veranstaltung, der fragte, ob die neokonservativen Kreise nicht vor hätten, eine Weltdiktatur aufzubauen, und ob sie nicht so stark seien, daß es gar nicht möglich sei, sie aufzuhalten. Genau diese Ratlosigkeit bekämpfen wir, und Helga Zepp-LaRouche brachte es bei der Veranstaltung genau auf den Punkt, auf den sich Österreichs Politik und Bevölkerung konzentrieren muß: Die positiven Entwicklungen in der Welt, wie zum Beispiel die Entwicklungen in Südamerika, die jetzt ihre eigene Entwicklungsbank aufbauen, da der IWF nicht die Absicht hatte, wirklich zu helfen; Rußland mit der Erschließung Sibiriens und dem Vorschlag, in Zusammenarbeit mit den USA einen Tunnel unter der Beringstraße zu bauen; China, das sich auf den Oppositionspolitiker Lyndon LaRouche bezieht und bei einer Reorganisation des Weltfinanzsystems mit den USA zusammenarbeiten würde. All dies sind optimistische Entwicklungen, die die Bevölkerung und die Politiker Österreichs kennen müssen, um danach die Handlungen ausrichten zu können.

Viele junge Leute an den Universitäten verstanden diesen Optimismus, der ihnen eine Tür öffnete, die Bedeutung dieser Entwicklungen zu verstehen. Ein gutes Beispiel sind drei junge Studenten, die ziemlich schnell verstanden, daß eine Diskussion über MySpace ziemlich unwichtig ist, und es viel wichtiger ist, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Welt in 50 Jahren aussehen soll. Sie kamen gleich abends zu unserer Veranstaltung. Ein anderes Beispiel ist eine Volkswirtschafts-Studentin, die bemerkte, daß wir doch hoffentlich nicht gegen Amerika seien. Sie war sehr erstaunt zu erfahren, daß wir eine weltweit operierende Jugendbewegung sind, die rund um die Uhr daran arbeitet, die Geschichte zu verändern und die USA zu retten.

Unsere Aufgabe ist es, den Menschen zu zeigen, daß die Geschichte heute nicht an ihrem Endpunkt angelangt ist, sondern daß es große Herausforderungen, ja Möglichkeiten gibt, eine bessere Welt aufzubauen und dadurch vor allem die jungen Menschen zu inspirieren, lieber über Ideen zu sprechen, als ihre Zeit sinnlos tot zu schlagen. Uns fiel sehr deutlich auf, daß die Menschen in Gesprächen und Diskussionen immer wieder auf den eigentlichen Kernpunkt unserer ganzen Reise kamen: denn unsere Hauptaufgabe sehen wir darin, den Menschen die klassische Kultur zurückzugeben, die sie zu souveränen Menschen macht und ihnen ihre moralische Grundlage wiedergibt, um für das allgemeine menschliche Wohl zu leben. Nur wenn es in der jungen Generation neue Denker und mutige Kämpfer für die Zukunft gibt, können wir das moralische Problem unserer Zeit wirklich lösen.

Aus diesem Grund ist das Projekt, in Österreich eine aktive Basis der LaRouche-Jugendbewegung zu gründen, absolut entscheidend für die Zukunft unseres Landes. Wir wollen in Zukunft immer wieder nach Österreich kommen, und suchen die Mitstreiter, mit denen wir die Politik und den öffentlichen Diskurs wieder auf die grundlegenden Fragen des Gemeinwohls und der Bürgerrechte auf freie Entfaltung unserer schöpferischen Fähigkeiten lenken können.

Eine Österreicherin, die schon seit Jahren Mitglied des Schiller-Instituts ist, hat sich genau dazu entschieden: bei der Verbreitung der Ideen aktiv mitzuhelfen. Jede Woche verteilt sie Ausgaben der Neuen Solidarität an der Uni in ihrer Stadt. Sie spricht Studenten und Professoren an, und versucht ihnen die Möglichkeit zu geben, größer zu denken. Sie ist eine unheimlich große Hilfe bei unserem Projekt, eine Jugendbewegung in Österreich aufzubauen. Und das sollten Sie auch sein.

Pia Maelzer

Lesen Sie hierzu bitte auch:
Die LYM oder: Was ist eigentlich eine politische Bewegung?
 - Neue Solidarität Nr. 51-52/2006
Internetseite der weltweiten LaRouche-Jugendbewegung
Internetseite der LaRouche-Jugendbewegung in Deutschland

 

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