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Aus der Neuen Solidarität Nr. 17/2008

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Hungertod: Al Gores Biotreibstoffe sind schuld

Von all den Methoden zur Bevölkerungsreduktion, für die sich Al Gore eingesetzt hat, ist der Biotreibstoff-Wahn vermutlich die schlimmste.

Gerade in einer Zeit, in der die Weltgetreideproduktion und -vorräte Mitte des Jahrzehnts im Vergleich zum Bedarf auf ein gefährlich niedriges Niveau gefallen sind, trat Gore mit seinen verrückten „alternativen Treibstoffen“ auf den Plan, um große Mengen an Mais, Zuckerrohr und Ölsaaten in die Produktion von Biotreibstoffen umzulenken. Gore war der neogrüne Führer, und er arbeitete im Bunde mit den Neokons, dem rechten Flügel der Werbemaschine für die Biotreibstoffe. Von 2004-2006 warf sich Gore in Pose und schwatzte den Nationen Gesetze auf, mit denen sie sich innerhalb bestimmter Fristen zur Beimischung eines großen Anteils von Biotreibstoffen zu den gewöhnlichen Treibstoffen verpflichteten. Neben einer finanziellen Miniblase folgte eine massive Ausweitung der Flächen, auf denen Biotreibstoff-Pflanzen angebaut wurden - in Nordamerika Mais, in Brasilien Zuckerrohr, Ölsaaten in Asien, Weizen und Raps in Europa, aber auch in Afrika. So wurde ein Völkermord durch Hunger programmiert.

Die von Gore verbreitete („linke“) Argumentation hierfür enthält eine Reihe der schon bekannten Ökolügen: Die Erde werde durch CO2 überhitzt, die Biotreibstoffe würden weniger CO2 freisetzen, die Biomasse liefere mehr Energie als zu ihrer Produktion aufgewendet wurde. Die große Lüge, die dahintersteht, ist die, die Welt sei sowieso übervölkert und somit sei es gut und richtig, die Bevölkerung zu reduzieren. Gores Buch von 1992, Earth in the Balance, Ecology and the Human Spirit (2006 neu aufgelegt) enthält beispielsweise die Aussage: „Die Länder Afrikas belasten schon jetzt ihre natürlichen Ressourcen sehr stark und bedrohen die Integrität ihrer ökologischen Systeme. Es ist also wirklich erschreckend, sich die Wirkung vorzustellen, die eine Verdoppelung oder Verdreifachung ihrer Bevölkerungszahl hätte...“

Die „rechte“ Variante, wie sie z.B. von den Netzwerken von George Shultz, einem der langjährigen „Wirtschaftsattentäter“ in der Republikanischen Partei, oder vom früheren CIA-Direktor James Woolsey verbreitet wird, ist die Lüge, die Biotreibstoffe würden zur Unabhängigkeit und Sicherheit der Energieversorgung führen.

Nach derzeitigem Stand werden in diesem Jahr weltweit mindestens 95 Mio. t Mais zur Produktion von Äthanol verwendet werden, das sind 12% der in diesem Jahr erwarteten Maisernte. Auch 10 Mio. t Weizen und anderen Getreides werden zu Biotreibstoffen verarbeitet. Dabei sind die landwirtschaftlichen Kapazitäten, die in Brasilien zur Produktion von Zuckerrohr und von Ölsaaten in Asien oder Europa verwendet werden, noch nicht mitgerechnet.

LaRouche sprach die Konsequenzen am 7. März in seinem Internetforum „Die Implikationen des Gore-Schwindels für die internationale Politik“ offen aus. Er sagte: „Dieser Biotreibstoff-Schwindel kann niemals funktionieren... Die Produktion dieser Treibstoffe verbraucht mehr Energie, als sie hinterher zur Verfügung stellt. Mit anderen Worten: es gibt keinen Nettoenergiegewinn. Es ist auch idiotisch, das zu tun, denn Biotreibstoffe bedeuten, daß es weniger Nahrung gibt! Es bedeutet, daß man zur Produktion von Mais als Treibstoff übergeht und dabei Verluste macht, denn man erhält weniger Energie, als man verbraucht, um sie zu erhalten! Es würde auch die Zerstörung der Böden bedeuten, die Zerstörung ganzer Volkswirtschaften, Massenhunger in aller Welt. Es würde ganze Regionen für die Nahrungsmittelproduktion zerstören. Eine Idiotie!“

Aber scheinbar reicht es Al Gore nicht, Menschen verhungern zu lassen. Er verdient auch unmittelbar am Biotreibstoff-Wahn. Sein in London ansässiger Fonds Generation Investment Management („Blood & Gore“) macht sein Geld mit dem Äthanolrausch in den USA, und bezeichnet es als „kluge grüne Investition“. Sein Kollege David Blood, der früher für Goldman Sachs arbeitete, hat einiges Geld in ein dänisches Unternehmen, Novo Nordisk, investiert, das 40% aller Enzyme produziert, die in den USA beim Destillationsprozeß von Äthanol zum Einsatz kommen. Eine Tochterfirma dieses Unternehmens, Novozymes, ist heute der weltführende Lieferant von Enzymen für die Äthanolproduktion. Novo Nordisk ist (neben Hewlett Packard, Sony, etc.) einer von 14 Großkonzernen, die vom Worldwide Fund for Nature (WWF) als „Klimaschützer“ ausgezeichnet wurden.

mgm

 

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