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Neue Solidarität
Nr. 21, 26. Mai 2010

Leserforum

Die EU-Spardiktatur

Wir blasen den Banken das Geld in den Hintern. Viel Geld. Milliarden. Aber um die Volkswirtschaft vernünftig wieder aufzubauen, dafür reicht das Geld angeblich nicht.

Die Griechen bekommen das Geld auch nicht. Das Geld bekommen die Banken. Richtiges Geld. Aber sie geben nichts davon der Wirtschaft, den Betrieben, daß es investiert werde und daß damit produziert werden kann. So wie es in den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren bei uns üblich war. Heute wird das Geld statt dessen dazu verwendet, die Banken und ihre Manager am Leben zu erhalten, damit diese Derivate und ähnliches Falschgeld produzieren können.

Brauchen wir denn Banken, wenn sie doch keinen Beitrag zum Funktionieren der Volkswirtschaft leisten, sondern nur dazu, Leute und Firmen finanziell zu ruinieren?

Jetzt schreibt sogar die EU-hörige Presse vom „EU-Spardiktat“, das in allen Ländern eingeführt werden soll, und daß die „Mitgliedsländer“ - von Staaten ist schon gar nicht mehr die Rede - noch mehr von ihrer Souveränität an Brüssel abtreten sollen.

Die Wirtschaftsdiktatur in Griechenland ist nur der Anfang, wie man sieht.

Jetzt, da die EU-Bonzen Griechenland die Gurgel abdrehen, geben wir das Geld (die Luft) den Banken und nicht den Griechen.

Heute wird noch an einem kleinen Land das ausprobiert, was uns bald alle treffen wird, wenn wir uns nicht wehren. So wie J.-C. Juncker (Vorsitzender der Euro-Gruppe) sagte - zuerst im Kleinen ausprobieren, und dann, wenn keiner etwas gemerkt hat, im Großen weitermachen, bis es nicht mehr geändert werden kann.

Jetzt muß Schluß sein mit der EU-Diktatur, mit diesem Euro-System. Die Globalisierung und das Euro-System dienen nicht dazu, die Staaten stärker zu machen, sondern sie zu schwächen. In einem Land wird das produziert, was im anderen z.B. auf Grund von „Klimaschutz“ nicht mehr produziert werden darf oder kann, z.B. bei Heidelberger Zement wird darüber nachgedacht, ob man den Zement aufgrund der hohen Strompreise in Deutschland (erneuerbare Energiequellen) nicht besser in neu zu errichtenden Zementwerken in China produzieren, die sechs Zementwerke in Deutschland schließen und dann den Zement in Deutschland billiger verkaufen könne als jetzt. Der Strom für Europa soll in Afrika produziert werden, wobei auf dem Weg hierher ein großer Teil durch Spannungsabfall in der langen Leitung verloren geht, was auch der Schwächung der Industrie und der Belastung der Verbraucher dient. Einer ist abhängig vom anderen, aber nicht so, daß es allen nützt, sondern daß es allen schadet, indem es die teuerste Art der Produktion ist. Und alle zusammen sind auf die Knute, das Diktat der EU-Bonzen angewiesen.

Die einzelnen Staaten Deutschland, Frankreich, Griechenland, Holland usw. brauchen wieder ihre eigene Wirtschaft und ihr eigenes Geld. So ging es schon mal und so wird es auch wieder gehen. Die EU-Diktatur ist nur ein wirtschafts- und finanzpolitisches Chaos. Zurück zu den nationalen Volkswirtschaften, zu einem Europa der Vaterländer, wo jeder auf sich selber aufpaßt! Die Nationen sind schon erwachsen und brauchen keinen Sozialhelfer, um ihre Dinge zu regeln.

Zurück zur Eigenständigkeit. Zurück zu den nationalen Währungen. Zurück zu Drachme, Franc, Lira, Schilling und Gulden. Zurück zur D-Mark!!!

Roland Haderer, Taunusstein

 

Produkthaftpflicht

Jeder Hersteller von Produkten hat für eine Produkthaftpflicht-Versicherung zu sorgen. Die Banker haben in der Vergangenheit versäumt, ihre hochriskanten Produkte gegen Nichtfunktionieren zu versichern.

Mit diesem sträflichen Leichtsinn, der unentschuldbar ist, haben sie die real existierenden Volkswirtschaften an den Rand des Ruins getrieben. Es ist höchste Zeit, daß Rechtsexperten sich dieses Themas - den schon wieder beginnenden Spekulationskreislauf zu unterbinden - annehmen, wenn nicht die ganze Weltwirtschaft anderenfalls in den nächsten, höchstens 2-3 Jahren, in den Ruin getrieben werden soll.

Die Macht des Geldes und die Geldgier muß gebrochen werden!

Die Nationalbanken geben Geld zu 0,5%, und dieses Geld geht über blitzschnelle EDV-Straßen schon wieder in ungesicherte Finanzprodukte zum Teil zum mehr als 20-fachen Preis, zu dem die Herrschaften das Geld einkaufen (20 x 0,5% = 10%).

Wenn man jetzt noch die Umschlaggeschwindigkeit hinzunimmt, kann sich jeder Depp ausrechnen, daß die halbwegs noch nicht bankrotten, übriggebliebenen Großbanken schon wieder mit Jahresergebnissen von 20 - 40 Milliarden Gewinn (virtuellem Gewinn) prahlen und sich einen Teufel darum kümmern, die angerichteten Schäden sowie die günstige Finanzierung der Realwirtschaft in die Hand zu nehmen.

Die reale Produktion von 1 Mio. Fußfesseln, um die Bewegungsfreiheit der Großverbrecher zu reduzieren, wäre ein schönes Konjunkturprogramm.

Mit den Erlösen aus den Produkthaftpflicht-Versicherungs-Erträgen der nächsten 20 Jahre könnte man ganz legal die real geschädigten Industrie- und Handwerksbetriebe entschädigen.

Finanzingenieure und Vertriebsleute: Nichtwissen schützt nicht vor dem Gesetz!

Horst Wunsch, Technaflon AG, Tägerwilen/Schweiz