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Neue Solidarität
Nr. 22, 2. Juni 2010

Die Geheimwirtschaft

Von Lyndon LaRouche - Erster Teil

Die folgende Schrift mit dem Untertitel „Was Ihr Buchhalter nie verstanden hat“ erschien im englischen Original am 17. April 2010; wir veröffentlichen sie in mehreren Teilen.

Zum Glück haben wenigstens einige führende Talente unter den amerikanischen Volkswirtschaftlern in bestimmten wesentlichen Punkten verstanden, „wie und warum“ meine Wirtschaftsprognosen von 1956-57 bis heute so ungewöhnlich zutreffend gewesen sind. Das Versagen der Mehrzahl der Ökonomen - praktisch sämtliche Bilanzfachleute und mit wenigen Ausnahmen fast alle maßgeblichen Volkswirtschaftler - wurzelt darin, daß sie Opfer eines überall gepredigten Trugbildes wurden, das wir Monetarismus nennen: Sie verehren einen monetären Fetisch „Markt“ und haben einen unerschütterlichen Glauben an das „Geld“.

Einige der relevanten Fragen lauten daher: „Was ist das Geheimnis? Warum sind die meisten maßgeblichen Ökonomen auf der Welt bei der Vorhersage mittel- bis langfristiger Entwicklungsmuster in der Realwirtschaft ihrer Länder und der Welt insgesamt schon seit so langer Zeit dermaßen inkompetent? Warum befindet sich die US-Wirtschaft schon so lange, praktisch seit dem Tag, als Präsident Franklin D. Roosevelt starb, in einem meßbaren realwirtschaftlichen Abschwung?“

Damit verbunden ist das Problem der gegenwärtigen US-Regierung, das im wesentlichen das gleiche ist wie im Fall des verrückten römischen Kaisers Nero: Wie Nero ist unser jetziger Präsident Obama wegen seiner (egal wie vorübergehenden) Machtfülle gefürchtet, obwohl die Politik dieses britischen Hampelmanns und Möchtegern-Imperators, wenn man sie so fortsetzt, die ganze Welt in den wirtschaftlichen Abgrund treibt. Solange Obamas Ideologie weiter herrscht, wird das Trugbild des „Monetarismus“ ganze Nationen oder sogar Kontinente in eine „lemmingartige“ Selbstzerstörung treiben, wie man es vor allem an den Politikern der Demokratischen Partei im US-Kongreß sieht, die sich wie die Schafe aufführen.

Määhh!

Die Folgen, die wir alle heute in der transatlantischen Wirtschaft spüren, sollten eigentlich jeden, der seinen Verstand noch beisammen hat, dazu veranlassen, die Grundannahmen des britischen Liberalismus, die Amerika und Europa seit Mitte 2007 in einen immer rasanteren realwirtschaftlichen Zusammenbruch treiben, völlig zu überdenken.

Selbst noch in dieser Endphase des gefährlichen Niedergangs ließe sich die US-Wirtschaft retten, wenn eine „Glass-Steagall-Reform“ umgesetzt wird, insbesondere wenn auch andere führende Nationen eine Säuberung mit Glass-Steagall-Methoden durchführen und wir zu einem System fester Wechselkurse im Sinne Franklin Roosevelts zurückzukehren.

Da in einem jahrzehntelangen Prozeß die vernünftigen Traditionen in der amerikanischen Regierungspolitik abgeschafft wurden, ist mein jahrzehntelanges Wirken als erfolgreicher physischer Ökonom ein Schlüssel dazu, die Vereinigten Staaten vor dem völligen Ruin zu retten. Wesentlich ist, daß ich die Wirtschaftswissenschaft stets als einen Zweig der Naturwissenschaft betrachtet habe und nie an die populären, monetaristischen Illusionen geglaubt habe, die in Form der gescheiterten Finanzbuchhaltungssysteme als angebliche Wirtschaftswissenschaft gelehrt und praktiziert werden. Ich weiß, was ich tue; deshalb muß ich Sie warnen: Die Zukunft Ihrer Nation hängt jetzt davon ab, daß diese Unterschiede verstanden werden.

Einleitung: „Es ist ja nur Geld!“

Der hereinbrechende weltweite Wirtschaftskollaps läßt sich nur aufhalten, wenn die jetzt herrschenden Währungssysteme durch eine Roosevelt-ähnliche Kombination aus Glass-Steagall-Maßgaben für nationale Kreditsysteme und einem globalen System fester Wechselkurse ersetzt wird. Das kann gelingen, wenn die Umsetzung einer solchen Reform vom Standpunkt eines noch selten gelehrten und wenig bekannten Fachgebiets erfolgt, der physikalischen Wissenschaft der politischen Ökonomie.

Dieses Fachgebiet besteht aus wirklichen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die auf einzigartige Weise den systematischen Unterschied zwischen dem Menschen und allen niederen Lebensformen belegen. Aus der Kraft dieses Wissens stammt der Nutzen einer bewußten Unterscheidung zwischen dem, was W.I. Wernadskij „die Biosphäre“ nannte, und dem, was er „die Noosphäre“ nannte.

Für den gleichen Bereich der Wissenschaftsmethode zeigte Albert Einstein im Fall von Johannes Keplers ureigener Entdeckung des Prinzips universeller Gravitation (z.B. in Keplers Weltenharmonie), daß die ganze Natur „schöpferisch“ ist. Einstein beschreibt Keplers Universum als endlich, aber unbegrenzt (anders gesagt, als inhärent anti-entropischen, universellen Prozeß). In der Hinsicht erhebt sich das menschliche Individuum über alle anderen Lebensformen, weil der Mensch über ein willentliches schöpferisches Potential verfügt, welches einen ganz speziellen, anti-entropischen Effekt erzeugt, und in diesem Effekt sollte man das erkennen, was die Menschheit mit dieser Willensqualität allen anderen bekannten Lebewesen überlegen macht.

Im realen Universum hat Geld als solches keinen Eigenwert. Richtig verwendet, ist Geld kein realwirtschaftlicher Wertmaßstab, sondern - wie unter der Verfassung der USA - ein geeignetes Medium für Kredit, den eine souveräne Republik vergibt, um den realen, physischen Wert pro Kopf und pro Quadratkilometer Fläche einer Volkswirtschaft zu erhöhen. So definiert, erfüllt Geld seine zugedachte Funktion nur in Form immer produktiverer und kapitalintensiverer Investitionen pro Kopf und pro Quadratkilometer in die grundlegende Wirtschaftsinfrastruktur und in Produktionsmethoden zur langfristigen Entwicklung produktiverer, fortgeschrittenerer Technologien, so wie seit Mitte des 17. Jahrhunderts im Commonwealth von Massachusetts unter seiner Charta. Eine solche Entwicklung bedeutet 1. Abnutzungseffekte müssen ausgeglichen werden, und 2. muß sich dies als Methode der Entdeckung ausdrücken in einer realen Steigerung der wachsenden menschlichen Fähigkeit pro Kopf und pro Quadratkilometer Fläche, unbegrenzt in die Zukunft weiterzuleben.

Anders gesagt, das Überleben der Menschheit verlangt eine ständige Zunahme der Energieflußdichte, die eingesetzt wird, um die Arbeitsproduktivkräfte zu steigern und um die entsprechenden von der Gesellschaft vermehrt verbrauchten Kohlenstoffe qualitativ im Wert zu erhöhen - die Rolle des Chlorophylls veranschaulicht diesen Punkt. So zerfällt derzeit die zunehmend beschränkte transatlantische Gesellschaft, weil sie - quasi in der Weise eines Massenselbstmords - Energieträger mit zu niedrigem Flußdichteniveau verwendet. Dagegen stehen China, Indien und Rußland (trotz der negativen Einflüsse der britisch kontrollierten Russen mit Sonderinteressen bei den modernen Finanzpiraten in der Karibik) beispielhaft für jene vernünftigeren Nationen, die sich zunehmend auf Kernkraft, Fusionsenergie, flächendeckend erneuerte Infrastruktur sowie weitere vergleichbare Energiequellen mit sehr hoher Flußdichte stützen.

Die Schöpferkraft, von der das Fortschreiten, ja das Überleben einer Gesellschaft abhängt, drückt sich am deutlichsten in den klassischen Künsten aus. Eine treffende Illustration hierfür ist die Bedeutung von Albert Einsteins Geige für seine oft erstaunlichen schöpferisch-wissenschaftlichen Fähigkeiten. Diese kreative Fähigkeiten springen um so mehr ins Auge beim Vergleich mit Einsteins Gegnern, wenn man sein Werk der verkommenen Ideologie des sog. mathematischen Positivismus entgegensetzt, die bei den Anhängern Bertrand Russells und seiner Machenschaften an der Cambridger Schule der „Systemanalyse“ am schlimmsten ausgeprägt ist.

Typisch für die abstoßenden antiwissenschaftlichen Umtriebe von Russells Nachläufern ist das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) im österreichischen Laxenburg. Laxenburg steht für die bekanntesten Gegner einer kompetenten modernen Wissenschaft - kompetente Naturwissenschaft, wie das Werk von herausragenden physikalischen Chemikern wie William Draper Harkins in den USA, dem russisch-ukrainischen Akademiemitglied W.I. Wernadskij und anderen sie verkörpert.

Vor diesem Hintergrund „energiepolitischer“ Fragen beruhen meine bisherigen, Jahrzehnte umspannenden Erfolge als Prognostiker in dem Zweig der Naturwissenschaft, der sich „physische Ökonomie“ nennt, hauptsächlich auf dem Eindruck, den die von Bernhard Riemann bewirkte Revolution auf mich hatte. Als großartiger Nachfolger von Johannes Kepler und Gottfried Wilhelm Leibniz sowie auch von Carl F. Gauß war dieser Riemann der Hauptideengeber für sämtliche entscheidenden qualitativen Verbesserungen in der Wissenschaftsmethode, seit er 1854 seine berühmte, bahnbrechende Habilitationsschrift an der Universität Göttingen ablieferte.

Mein außergewöhnlicher Erfolg als Ökonom beruht in hohem Maße auf Beiträgen im Werk einiger der größten wissenschaftlichen Genies des 20. Jahrhunderts, wie beispielsweise Max Planck, William Draper Harkins, W.I. Wernadskij und Albert Einstein, die alle von Fortschritten durch Riemanns Revolution profitierten, welche in der Vorstellung einer modernen Physik nicht als „mathematischer Physik“ und auch nicht bloßer Chemie, sondern als physikalische Chemie wurzeln. Die Riemannsche Revolution, auf die sich das Werk dieser großen Wissenschaftler stützt, ist nicht nur mit den vorangegangenen Arbeiten von Carl F. Gauß verbunden, sie ist auch eine Folge einer besonderen Wertschätzung von Kreativität in der klassischen Kunst bei Riemanns Lehrer und Vorgänger in Göttingen, Lejeune Dirichlet, der schon zuvor in Berlin Riemanns Professor war und unter dem besonderen Schutz Alexander von Humboldts stand.1

Zu Anfang wurzelten meine relativ beispiellosen Erfolge in der Erstellung von Wirtschaftsprognosen darin, daß ich schon in frühem Jugendalter die inhärente Absurdität der sogenannten Euklidischen Geometrie erkannte. Daß dieses reduktionistische Euklidische System der Antike durch ein Prinzip der physikalischen Geometrie abgelöst werden mußte, wurde mir erstmals in meiner Jugend klar, als ich wiederholt am Wochenende die Werft der US-Marine in Charlestown bei Boston besuchte. Bei diesen Besuchen wurde meine Aufmerksamkeit wiederholt darauf gelenkt, wie bei der Errichtung moderner Stahlkonstruktionen eine optimale Geometrie das Verhältnis von Tragwerk zur Gesamtmasse definierte. Der Eiffelturm in Paris ist ein Beispiel für das gleiche Problem - der Optimierung eines Bauwerks in einer physikalischen Raumzeit, die sich nach der Chronologie der physikalischen Chemie definiert.2

Die Methoden zur Erstellung langfristiger Wirtschaftsprognosen, die meine persönlichen späteren Erfolge in meiner Arbeit als Ökonom ermöglichten, basierten auf einer bestimmten Sichtweise, die damit begann, daß ich mir Anfang 1953 mit großer Freude die Methode hinter Bernhard Riemanns Habilitationsschrift von 1854 zu eigen machte, wobei diese Schrift als entscheidende Fortsetzung der großen Entdeckungen von Gottfried Wilhelm Leibniz zu verstehen ist. Die beiden einleitende Absätze und der abschließende Satz dieser Habilitationsschrift sind die bemerkenswertesten Bezugspunkte, um zu verstehen, welche Revolution seine Dissertation in der modernen Physik bewirkt hat. Diese drei ausgewählten Absätze der Habilitationsschrift3 verdeutlichen zusammenfassend, wie Riemann das Feld, auf dem er das Gebäude seiner grundlegenden Beiträge im Rest seiner Habilitationsschrift errichtete, vorher von Gerümpel befreite.

Was die Wirtschaft angeht

Meine erste formelle Prognose für die US-Wirtschaft erstellte ich im Sommer 1956 in Verbindung mit meiner damaligen Tätigkeit als Manager einer Unternehmensberatung, als ich vorhersagte, daß mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zeit zwischen Februar und März 1957 in den USA die bisher schwerste Rezession der Nachkriegszeit eintreten würde.4 Diese tiefste, lang anhaltende Rezession der Nachkriegszeit brach genau zu der vorhergesagten Zeit aus. Praktisch alle meine später erstellten Vorhersagen waren mittel- bis langfristig angelegt, wie zum Beispiel meine Prognose von 1966-68, daß das damalige System fester Wechselkurse sehr wahrscheinlich „etwa Ende der sechziger oder Anfang der siebziger Jahre“ zusammenbrechen werde.

Der Erfolg jener Prognosemethode führte dann am 2. Dezember 1971 zu der wichtigen, berühmten Debatte zwischen mir und dem bekannten liberalen Ökonomen Abba Lerner am New Yorker Queens College, einer Debatte, deren wesentliche Aspekte die entscheidenden Trends der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte seit jener Zeit bis heute bezeichneten.

Die Fehler meiner bekannteren Konkurrenten bei der Erstellung mittel- bis langfristiger Wirtschaftsprognosen waren gewöhnlich eine Folge davon, daß man sich als typischer Monetarist auf „statistische“ Verfahren („Wo ist das Geld?“) sogenannter „Marktvorhersagen“ stützt, die immer inkompetent sind.

Wer nach der Ursache des Versagens der „marktorientierten“ Wirtschaftswissenschaft sucht, sollte sich besonders mit der verheerenden Erfolgsquote von Vorhersagen befassen, die auf die Ideologie von Anhängern des berüchtigten Bertrand Russell zurechtgeschnitten sind - wie etwa Prof. Norbert Wiener und John von Neumann, die der bekannte Mathematikpositivist David Hilbert beide wegen ihrer offenbar unerträglichen Inkompetenz aus seinem Seminar an der Universität Göttingen durchaus zu recht hinausgeworfen hatte. Die wissenschaftlich unerträglichen Arbeiten John von Neumanns und Oskar Morgensterns über Ökonomie sind typisch für den Ramsch, den ich und damalige Zeitgenossen wie Wassilij Leontief Ende der fünfziger Jahre entsprechend attackiert haben. Die Torheiten dieser und anderer Positivisten aus dem Lager der radikalpositivistischen Anhänger Bertrand Russells, wie etwa der Narren des pseudowissenschaftlichen IIASA-Kults,5 sind typisch dafür, welche verrückten Wirtschaftslehren seit dem Tod Präsident Franklin Roosevelts bis auf den heutigen Tag praktiziert werden.

Was man immer wieder sagen muß

Das typische Versagen meiner vermeintlichen Fachkonkurrenten in der Prognosestellung offenbart ihre Fehler, die in den empiristischen Grundannahmen der Nachfolger und Anhänger Paolo Sarpis wurzeln, welche sich durch die gesamte neuzeitliche Geld- und Soziallehre hindurchziehen. Das ist das Dogma, das häufig mit dem Vermächtnis von Adam Smith, diesem Laufburschen Lord Shelburnes und erklärten Erzfeind der Vereinigten Staaten, in Verbindung gebracht wird.

Der Fehler von Smith und seinesgleichen war nicht nur ein Versehen; es war und bliebt ein grundsätzlicher Denkfehler, ein bösartiges, falsches Menschenbild, das auf die Lehren dieses berüchtigten venezianischen Schurken und Begründers des neuzeitlichen anglo-holländischen Liberalismus, Paolo Sarpi, zurückgeht. Am deutlichsten plädiert Smith für Sarpis Politik in seiner Theorie der moralischen Empfindungen von 1759. Betrachtet man die Torheiten der heutigen Keynesianer und ihresgleichen genauer, so findet sich in ihren Produktionen nichts, was nicht bereits in dem Argument angelegt war, das in einem oft zitierten, zentralen Absatz jener Theorie der moralischen Empfindungen zusammengefaßt ist; das gleiche gilt für Karl Marx, der wie er selbst bekannte, ebenfalls auf Adam Smith hereinfiel.

Die inkompetenten, aber dennoch weit verbreiteten Wirtschaftslehren des neuzeitlichen Liberalismus - wie jene der Physiokraten, die sich am Tableau Economique des regelmäßigen Besuchers der Bordelle am „Hirschgarten“ François Quesnay orientierten, und der britischen liberalen Schule - beruhen, anscheinend fast ausnahmslos, auf der von Paolo Sarpi aufgestellten Grundregel, die Smith an der genannten Stelle und anderswo in grober Form nachformuliert.6

Man hat den Eindruck, daß bisher, von wenigen Ausnahmen abgesehen, fast jeder zum Glauben an eine sogenannte „physikalische“ Lehre verleitet wurde, die in Wirklichkeit bloß eine Form der Mathematik ist, obwohl diese Lehre in ihren praktischen Folgen durchgehend absurd oder schlimmer ist. Man glaubt an diese törichten Vorstellungen, weil man gehört hat, daß jeder sie glauben muß, der nicht von seinen Kollegen verstoßen werden möchte. Solche Vorstellungen sind sehr beliebt bei einer bestimmten Schicht renommierter Dummköpfe, die sich davon persönliche Vorteile vonseiten mächtiger räuberische Kreise an höherer Stelle versprechen. So wurde es den meisten Ökonomen und ihren leichtgläubigen Opfern zur Gewohnheit, einander ständig gegenseitig die Lüge zu wiederholen, die Gesetze der Wirtschaft müßten mathematisch-statistischer Natur sein.

Diese Einleitung zusammengefaßt

Die eigentlich angemessene Rolle des Geldes liegt nicht darin, „wirtschaftlichen Wert“ zu definieren, sondern in der eines Mediums für die Zuteilung vergebenen Kredits in Höhe einer sinnvollen Annäherung an die zu erwartenden physischen Kosten7 - nicht als tatsächlicher Wert, sondern als vorläufige Abschätzung. Dieser Gedanke einer politischen Zuteilung von Krediten kam Mitte des 17. Jahrhunderts in die Welt in Gestalt der Politik der Massachusetts Bay Colony unter Leitung der Winthrops und Mathers, bevor die Briten die Charta der Kolonie aufhoben.

Diese Vorstellung von Kredit, die seither in den Vorgaben der Verfassung der Vereinigten Staaten ziemlich einzigartig zum Ausdruck kommt, wann immer dieses Gesetz in der Praxis befolgt wurde, ist ein wesentlicher Punkt der verfassungsrechtlichen Überlegenheit des Amerikanischen Systems der politischen Ökonomie gegenüber den im Kern imperialistischen, monetaristischen Systemen der Nationen Europas, die bis auf den heutigen Tag unter dem Einfluß des Britischen Empire stehen, wie dies seit 1971 insbesondere die raubgierige Inter-Alpha-Bankengruppe der britischen Monarchie verkörpert.

Leider stecken nicht nur die Vereinigten Staaten selbst, sondern die Welt insgesamt derzeit in einem tiefen Absturz der Realwirtschaft des gesamten Planeten in eine allgemeine Zusammenbruchskrise, so wie dies innerhalb der Vereinigten Staaten in dieser offenen Form im Spätsommer 2007 in Erscheinung trat. Nichts hat mehr dazu beigetragen, daß es zu dieser Katastrophe kommen konnte, als der verbreitete Glauben an das, was heute an den Schulen, Universitäten und der Massenpresse als Ökonomie gelehrt wird.

Die transatlantischen Volkswirtschaften, die bereits nicht nur in einer schrecklichen Depression, sondern in einer wahren Zusammenbruchskrise wie der in Europa während der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts versinken, sind unter den jetzigen Trends verloren, wenn der gegenwärtige politische Kurs beibehalten wird. Die großen Nationen an den asiatischen Grenzen des Pazifischen und Indischen Ozeans verfolgen zwar eine weitaus vernünftigere Politik, indem sie z.B. auf die Kernkraft setzen, statt wie die törichten Vertreter der rapide kollabierenden transatlantischen Gruppe auf Verfahren mit extrem niedrigen Energieflußdichten. Doch selbst den Kernkraftbefürwortern unter diesen Nationen fehlt die Stärke, sich den Folgen der sich weiter beschleunigenden Zusammenbruchskrise in der transatlantischen Region erfolgreich zu widersetzen.

Wenn die liberale Wirtschaftspolitik à la Adam Smith nicht aufgegeben wird, besteht keine Hoffnung, einen sich beschleunigenden Absturz des gesamten Planeten in ein generationenlanges, weltweites neues finsteres Zeitalter für die gesamte Menschheit abzuwenden.

Das Thema des vorliegenden Berichts sind deshalb die Prinzipien, die den notwendigen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik leiten müssen - eine Wende von dem gescheiterten, britisch dominierten Weltwährungssystem zum Kreditsystem einer physischen Ökonomie in Übereinstimmung mit den Prinzipien hinter der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und der ursprünglichen Fassung der amerikanischen Verfassung.

I. Die Wissenschaft der physischen Ökonomie

Um den Leser in den Kern der Prinzipien einer Wissenschaft der physischen Ökonomie einzuführen, betrachte man folgendes.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts zeigt sich das richtige moderne Verständnis der physikalischen Prinzipien einer kompetenten physikalischen Wirtschaftswissenschaft am klarsten in der Entwicklung einer spezifisch menschlichen Praxis der physikalischen Chemie8 - insbesondere bei William Draper Harkins in Chicago und noch weiter ausgearbeitet bei Akademiemitglied W.I. Wernadskij, in Form der Grundlagen einer wissenschaftlich entscheidenden Beschreibung der wirksamen Rolle der Menschheit als Gattung in einem sich anti-entropisch entwickelnden Universum. Diese Entwicklung Wernadskijs zeigt den wesentlichen Charakter eines Universums, das als Untergliederungen die drei Bereiche der Lithosphäre, der Biosphäre und der Noosphäre umfaßt.

Dieses experimentelle Wissen beruht auf der Revolution der Wissenschaft der physikalischen Chemie, die als eines der entscheidenden Resultate des Einflusses von Bernhard Riemanns Habilitationsschrift aus dem Jahr 1854 eingeführt wurde. Diese neue Sichtweise lieferte die Grundlage für die wesentlichen, relevanten Entdeckungen physikalischer Prinzipien durch vorbildliche Forscher wie die bereits genannten Max Planck, William Draper Harkins, W.I. Wernadskij und Albert Einstein.9 Die beste Beschreibung des Bereiches, in dem und auf den die schöpferischen Geisteskräfte des Menschen wirken, ist die Vorstellung eines „endlichen, aber unbegrenzten Universums“, wie Albert Einstein das Universum Johannes Keplers bezeichnete. Diese Definition schließt, wenn man sie heute betrachtet, die höhere Universalität eines sich entwickelnden universellen Bereichs der kosmischen Strahlung mit ein.

Als vollständiges Gesamtbild bezieht sich diese Wissenschaft der physischen Ökonomie auf die Eigenschaften der inhärent noetischen Funktion (Erkenntniskraft) der souveränen Schöpferkräfte des menschlichen Intellekts, die über die einfacheren Funktionen, die man gewöhnlich mit dem menschlichen Gehirn verbindet, hinausgehen. Diese Funktion einer höheren Daseinsform bezeichnet man also am besten als das „Werk des menschlichen Geistes, nicht bloß des Gehirns“, und man sollte betonen, daß sie bewußter Ausdruck einer willentlichen Unterscheidung sind, wonach die menschliche Gattung mit ihrer Noosphäre sich grundsätzlich von allen anderen bekannten Gattungen der Lithosphäre und der Biosphäre unterscheidet und über diese erhebt.10

Diese soeben genannten absoluten und kategorischen Unterschiede zwischen Mensch und Menschenaffe definieren den Menschen als offensichtlich höchste unter allen bekannten Erscheinungsformen in diesem Universum, das Einstein als das „endliche, aber unbegrenzte“ Universum Keplers definierte - ein Universum, das schon seinem Wesen nach insgesamt noetisch ist. Ein kompetenter Gebrauch des Begriffs „Humanismus“ muß immer die Bedeutung aller dieser Überlegungen einbeziehen.

Ich wiederhole nochmals, da es notwendig ist, dies zu betonen: Jeder kompetente Ansatz in der Volkswirtschaft beruht auf diesen genannten Überlegungen. Diese Überlegungen wiederum sind zusammengefaßt in der entsprechenden Dynamik der sozialen Beziehungen zwischen den Personen, welche die betreffende Gesellschaft bilden, im Sinne der modernen Definition des antiken Konzepts der dynamis als „Dynamik“ bei Gottfried Leibniz und auch im Sinne der angedeuteten Schlußfolgerungen über das soziale Verhalten in den Schlußabsätzen von Percy Shelleys Verteidigung der Poesie.11

Der charakteristische Aspekt des sozial relevanten, menschlichen Verhaltens ist die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft durch ontologisch noetische Änderungen des individuell motivierten „Massenverhaltens“, wie Shelley dieses Prinzip menschlichen Verhaltens in den abschließenden Absätzen seiner Verteidigung der Poesie definiert.

Diese Überlegungen führen uns zu zwei wechselseitig abhängigen Feststellungen: 1. daß das Universum an und für sich kreativ ist, und 2. daß die in diesem Universum enthaltene Menschheit, die bewußt schöpferisch denkt und handelt, den zusätzlichen, einzigartigen Faktor willentlicher, bewußter Entscheidung liefert, der den anderen lebenden Gattungen fehlt. Dieser spezifische kreative Faktor des individuellen menschlichen Willens subsumiert die tatsächliche Entwicklung all dessen, was man sonst als Universum definiert. Es ist eine besondere Qualität, die durch die Existenz einer sich entwickelnden Gruppe menschlicher Individuen hinzukommt, um das Universum, wie es ohne sie definiert wäre, in einzigartiger Weise zu verändern.

Aus diesen Gründen erhält man die richtige Definition der spezifisch menschlichen Vorstellung eines Konfliktes zwischen gut und böse, indem man vergleicht, welche gegensätzlichen Wirkungen es hat, wenn der Nutzen der menschlichen Kreativität gefördert oder wenn er unterdrückt wird; typisch für diesen Nutzen ist die Steigerung der verwendeten Energieflußdichte pro Kopf und pro Quadratkilometer, die sich in steigender physischer Produktivität der Gesellschaft pro Kopf und pro Quadratkilometer ihres Territoriums äußert.

In diesem Sinne müssen wir beispielsweise den Fall der betrügerischen, die Geometrie betreffende Doktrin behandeln, die Euklid zugeschrieben wird: Mit dieser Ansammlung von Dogmen wird, ähnlich wie in der Argumentation des Betrügers René Descartes, die Möglichkeit einer wesentlichen Steigerung der „Energieflußdichte“ bzw. Äquivalenten davon bestritten - genauso wie bei den heute vielerorts vorherrschenden Dogmen des sogenannten „Umweltschutzes“. Diese falschen, betrügerischen Sichtweisen sind typisch für den Einfluß eines Bösen, das man aufgrund seiner Folgen als „pro-satanisch“ betrachten sollte.12

Das Thema, das in dieser Weise soeben eingeführt wurde, hat die beiden folgenden, miteinander verbundenen Aspekte.

Da sind einerseits 1. die Folgen der Entscheidungen des Menschen für die Steigerung des Energieflußdichte-Äquivalents in Form eines entsprechenden Einwirkens der Menschheit auf das Universum, und andererseits 2. die Form der Wechselwirkung zwischen dem individuellen menschlichen Geist und dem sozialen Prozeß, in den das Handeln dieses einzelnen und verwandte Einflüsse eingebettet sind.13

Das Verhältnis, das sich als Wechselwirkung zwischen diesen beiden Einflüssen definiert, hat den vielfältigen Charakter des antiken Begriffs dynamis und des von Gottfried Leibniz eingeführten, vergleichbaren modernen Konzepts der Dynamik. So verweist beispielsweise Platon in seinem Dialog Parmenides auf diesen Begriff und Leibniz übernahm ihn bei seinem berühmten Angriff auf die grundlegenden Fehler im Werk von René Descartes und dessen Nachfolgern wie dem Ockhamistischen Kult des berüchtigten Adam Smith, dem modernen Liberalismus, auch Empirismus oder Positivismus genannt, der auf den irrationalistischen Paolo Sarpi zurückgeht.

Wie Albert Einstein in seiner Würdigung des genialen Wissenschaftlers und Entdeckers der Gravitation Johannes Kepler betonte, ist Keplers Universum stets endlich, aber nie begrenzt, in Übereinstimmung mit der Definition eines seinem Wesen nach anti-entropischen Universums. Das bedeutet, daß sowohl der abiotische Bereich, d.h. W.I. Wernadskijs Lithosphäre, als auch die Biosphäre und die Noosphäre allesamt ihrem Wesen nach (anti-entropisch) kreativ sind; aber bisher kennen wir nur die Noosphäre der Menschheit als einen willentlich kreativen Phasenraum.

Zur Veranschaulichung eines wesentlichen Punkts nehme man den folgenden Fall im Zusammenhang mit dem Vorhaben einer Kolonisierung des Mars als Beispiel.

Es gibt z.B. zwei Fälle, in denen die auf der Erdoberfläche erlebte Standard-Schwerkraft zu einer entscheidenden praktischen Frage für die Menschheit bei unserer zukünftigen Existenz im Sonnensystem wird. Der erste ist der Unterschied zwischen der für die Menschheit spürbaren Gravitation auf der Erde und auf der Marsoberfläche, die auf nur etwa ein Drittel der Schwerkraft auf der Erdoberfläche geschätzt wird. Der zweite ist das Problem der Wirkung des sehr schwachen Gravitationsfeldes auf menschliche Passagiere während der Reise von der Erdoberfläche bzw. einer Erdumlaufbahn zur Marsoberfläche durch das Feld kosmischer Strahlung, das durch den dabei durchquerten Weltraum definiert ist. Dieses zu erwartende sehr schwache „Standard-Gravitationsfeld“ muß künstlich verändert werden, wahrscheinlich soweit, daß annähernd ein erdähnliches Gravitationsfeld entsteht, wenn wir solche Reisen menschlicher Passagiere in einem Raumschiff in Betracht ziehen wollen.

Denkt man über den Transport von Menschen zwischen Abfahrt und Ankunft auf dem Mars nach, drängt sich unserer Aufmerksamkeit also die Frage der Wirkung der kosmischen Strahlung auf. Wir brauchen künstliche Wirkungsstärken mit der gleichen biologischen Wirkung wie die Gravitation. Das wiederum legt nahe, das Feld der kosmischen Strahlung zu „durchpflügen“, was mit starker Beschleunigung und anschließender Abbremsung verbunden ist, wie dies für eine interplanetare Reise mit menschlichen Passagieren und Besatzung in dieser Form erforderlich ist.

Diese Beispiele sind der gleichen Klasse von Herausforderungen zuzuordnen wie bei dem Verhältnis zwischen dem Entwicklungsstand der Infrastruktur in den Volkswirtschaften auf der Erde und dem Nettowert der Produktionsleistung für die Mittel zum Leben der einzelnen Menschen auf der Erde. Beide Fälle, der Ausbau der realwirtschaftlichen Infrastruktur auf der Erde und die erforderliche „Infrastruktur“ für die Reise von Menschen von der Erde zum Mars, sind unter derselben Kategorie mit der Aufschrift „Infrastruktur“ einzuordnen. Deshalb sollten wir den Fall der Mars-Erde-Reise als Beispiel für die Bedeutung der Infrastruktur bei der Definition der Arbeitsproduktivkräfte in einer Volkswirtschaft auf der Erde verwenden.

Dieses Beispiel ist darüber hinaus von Bedeutung zur Veranschaulichung der Tatsache, daß wir alternative Orte für die künftige Ansiedlung von Menschen finden müssen, weil absehbar ist, daß die Erde nicht für alle Zeiten als Ort menschlicher Besiedlung geeignet sein wird. Und da in ferner Zukunft sogar für das ganze Sonnensystem Gefahren drohen, müssen wir dementsprechend für das Schicksal auf uns folgender Generationen in ferner Zukunft planen.

Ich habe schon früher solche Beispiele als Hilfsmittel für das Verständnis der grundsätzlichen Natur solch vorhersehbarer Herausforderungen verwandt: Wir müssen von nun an eine gewisse moralische Perspektive für weite Zeitspannen der künftigen Menschheit schaffen. Dies läuft im wesentlichen auf die Herausforderung hinaus, künftige „künstliche“ Umgebungen zu definieren, in denen die Menschheit glücklich weiterleben kann, auch wenn die „natürliche Umgebung“ des ursprünglichen Systems eines bestimmten Planeten sonst nicht dafür geeignet ist.

Das erfordert natürlich in der Praxis der Gesellschaft eine Steigerung der Energieflußdichte pro Kopf um immer mehr Größenordnungen, weit über alles hinaus, was uns derzeit zur Verfügung steht. Man könnte sagen: Das Werk von Akademieprofessor W.I. Wernadskij sollte uns soweit bringen, daß künftige Generationen das Gefühl haben werden, daß hier ein vorläufiger, primitiver Fortschritt der wissenschaftlichen Kenntnis und Praxis erreicht wurde, den man heute jedoch bewundern muß, weil er ein Vorläufer einer immer rascheren Entwicklung der relativen Macht der Menschheit ist, die weit über alles hinausgehen wird, was wir uns gegenwärtig vorstellen können. Dazu müssen wir unsere praktisch verwertbare wissenschaftliche Vorstellung dieser künftig anzustrebenden Fähigkeiten der Menschheit verbessern und von dort ausgehend herausfinden, welches die bestmöglichen Lösungen für die Probleme sind, die sich durch diese erwünschten Verbesserungen für unsere Gattung innerhalb unseres künftigen Universums stellen.

Einer der ersten Schritte in diese Richtung wird sein, in der musikalischen Praxis zu dem Niveau der antiromantischen, klassischen Komposition aus der Zeit von Händel, J.S. Bach, Mozart, Beethoven, Schubert und Schumann bis etwa Brahms zurückzukehren. Der Grund dafür ist die Tatsache, daß das klassische Prinzip der Komposition in Poesie, Musik, Drama, Skulptur und Malerei genau die gleichen schöpferischen Geisteskräfte im Bereich der Vorstellung des Schönen zum Ausdruck bringt und nährt, die auch zur Entdeckung von Prinzipien in der Praxis der Naturwissenschaften dienen. Es ist dieser Entdeckungsgeist, der durch die Gewohnheiten solchen Elends, wie Romantiker und Modernisten es verkörpern, den Ruin der Naturwissenschaften durch den moralisch toten Geist deduktiver/induktiver Mathematiker der empiristischen und positivistischen Schulen herbeiführt.

Die große Streitfrage in allen Aspekten der Wissenschaft, einschließlich der Wirtschaftswissenschaft, ist die Tatsache, daß sogar unter nominellen Wissenschaftlern die Existenz eines universellen Prinzips, das wahlweise Anti-Entropie oder auch „Kreativität“ genannt wird, nicht allgemein bekannt ist. Dieses Prinzip wirkt auf alle Bereiche des Universums, auf jeden Ausdruck wirklich lebender Prozesse und auf die Eigenschaften aller lebensfähigen Produkte menschlicher Kulturen. Trotzdem blieben sowohl das Prinzip der Kreativität als auch die Unterscheidung zwischen seinen praktischen Ausdrucksformen praktisch unbekannte Konzepte, und das selbst unter den heutigen Wissenschaftlern - ganz zu schweigen von den heutigen Ökonomen.

Die meisten zeitgenössischen Ökonomen und praktisch alle Ausführenden in der Finanzbuchhaltung sind in dieser Frage immer noch äußerst unwissend - von einem universellen Prinzip für Naturwissenschaft und klassische Komposition in der Kunst wissen sie nichts, obwohl heute der erfolgreiche Fortbestand unserer Gesellschaft davon abhängt.

Wird fortgesetzt


Anmerkungen

1. Da wissenschaftliche Kreativität in bezug auf die Wissenschaft und auch die klassische Kunst in den Bereichen klassischer künstlerischer Komposition wie Architektur, klassischer Malerei und klassischen Formen von Poesie und Musik (im Unterschied zu den mehr als nutzlosen Abarten heute) liegt, muß man ein Verständnis für die Beziehung wissenschaftlicher Kreativität zu den Grundprinzipien klassischer künstlerischer Komposition entwickeln, wie sie beispielhaft deutlich wird an Abraham Kästner, Gotthold Ephraim Lessing, Moses Mendelssohn, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Friedrich Schiller, Ludwig van Beethoven und den Kreisen um Moses Mendelssohns Enkel, zu denen auch Dirichlets Frau Rebecca und deren Bruder Felix gehörten. Klassische Musik und Dichtung aus der Kultur, wie sie durch den Einfluß Friedrich Schillers im Deutschland des 19. Jahrhunderts herrschte, zählen zu den wichtigsten Inspirationsquellen für schöpferische wissenschaftliche Denker wie Albert Einstein.

2. Ein weiteres Beispiel hierfür aus den Anfangszeiten der neuzeitlichen Physik ist der Bau der Kuppel von Santa Maria del Fiore in Florenz, bei dem Filippo Brunelleschi das Prinzip der Kettenlinie anwendete.

3. Über die Hypothesen, welche der Geometrie zu Grunde liegen.

4. Meine Vorhersagen gingen nie von sogenannter „statistischer Wahrscheinlichkeit“ aus, sondern von spezifischen Elementen in den Trends der praktizierten Wirtschaftspolitik. Das entsprechende Argument dabei lautet: „Das wird wahrscheinlich eintreten, wenn eine derzeit vorherrschende Politik weiterbetrieben wird.“ Es widert mich an, wenn jemand mit dem dummen Spruch daherkommt: „Auf einer Skala von zehn...“

5. Das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse im österreichischen Laxenburg ist aus den Bertrand-Russell-Kreisen an der Cambridger Schule für Systemanalyse hervorgegangen. Selbst Positivisten wie David Hilbert in Deutschland konnten Leute aus dem Russell-Kult um Norbert Wiener und John von Neumann nicht ertragen.

6. Es wurde ein erheblicher Aufwand betrieben, um die offenkundige „Spinnerei“ des bekannten Bordellgängers Quesnay zu verbergen. Quesnay hat durchaus einiges von den Strukturen der französischen Wirtschaft beschrieben, an denen der Aufbau der französischen Wirtschaft unter Jean-Baptiste Colbert deutlich wird, doch Quesnays eigentliches Grundprinzip ist eine Vergötterung der Dummheit, indem er die Arbeitsproduktivkräfte magischen Kräften zuschrieb, die daraus resultierten, daß dem Landbesitzer ein Adelstitel zuerkannt wurde.

7. Einschließlich einer Gebühr für angefallene direkte Kosten, um einen statthaften Spielraum für Fortschritt in der Realwirtschaft insgesamt erhalten zu können.

8. Wohlgemerkt, die Praxis der physikalischen Chemie ist allein dem menschlichen Verhalten eigen - d.h. wie bei Wernadskij - und existiert sonst im bekannten Universum nicht.

9. Von dieser Liste sind insbesondere die funktionell korrupten Schemata jener Empiristen und Positivisten ausgeschlossen, die manchmal zu Unrecht in einer solche Liste aufgeführt werden.

10. Die Unterscheidung zwischen dem menschlichen Geist und dem menschlichen Gehirn berührt den prinzipiellen Unterschied zwischen einem Prozesses von Diskontinuitäten und einem Prozeß von Teilchen. Zugegeben, nach Meinung derer, die im Liberalismus der Anhänger Paolo Sarpis gedrillt wurden, existiert kein solcher Unterschied. Der Unterschied gehört vielmehr zum Bereich der Dynamik in dem Sinne, wie Gottfried Leibniz diesen Begriff ursprünglich und bis heute einzigartig als Echo des klassischen, „griechischen“ Prinzip der dynamis definierte.

11. Die verbreitete Verwendung des Begriffs „Dynamik“ im Sinne eines hörbaren Effektes in der Musik und anderen Bereichen ist inkompetent und muß als inhärent absurd und als Versuch, die zuvor von Leibniz gelieferte Definition zu verdrängen, verworfen werden. Speziell der Übergang bei der Interpretation der Periodentafel der Elemente von Mendelejew und seinen Nachfolgern, weg von der Auswahl eines Elementes bzw. Isotops als Bezugsobjekt im Sinne von Teilchen innerhalb einer aktualisierten „Tafel“, hin zur Singularität eines Bereichs der kosmischen Strahlung ist der große Sprung, der jetzt für den nächsten Fortschritt bei der Ausarbeitung der tieferen Implikationen des großartigen Werks Mendelejews vollzogen werden muß.

12. Insbesondere jener Philo von Alexandria, der auch als Freund des christlichen Apostels Petrus bekannt ist, verurteilte Aristoteles, weil dieser eine Lehre vertrat, der zufolge Gott plötzlich für immer seine Macht verloren habe, nachdem er die Schöpfung des Universums vollendet hatte. Ausgehend von dieser aristotelischen Annahme prägte der berüchtigte Friedrich Nietzsche das Schlagwort „Gott ist tot“.

13. D.h., Platons bekannter Spott über das Paradox des Parmenides. Das Parmenides-Paradox äußert sich insbesondere in der immanenten Inkompetenz der modernen Monetaristen (d.h., der Positivisten).

Lesen Sie hierzu bitte auch:
Was Lyndon LaRouche wirklich sagt
- Internetseite der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo)
Ältere Schriften von Lyndon H. LaRouche aus den Jahren 1981-2006
- Internetseite des Schiller-Instituts
Internetseite des LaRouche-Aktionskomitees
- in englischer Sprache