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Neue Solidarität
Nr. 13, 30. März 2011

Neues über den Feuerkranz: Erdbebenwarnung

Als Ergänzung zu dem ersten Video über den pazifischen Feuerkranz veröffentlichte die BüSo ein weiteres Video auf ihrer Internetseite, das sich mit Hinweisen darauf befaßt, daß sich demnächst weitere schwere Erdbeben ereignen könnten, z.B. in Kamtschakta oder Kalifornien. Wir veröffentlichen eine Mitschrift.

Natalie: Letzte Woche veröffentlichte LPAC einen Bericht über die solaren und galaktischen Implikationen des Erdbebens in Japan. In diesem Bericht äußerte Lyndon LaRouche die Prognose, daß wir es weiterhin mit großen Erdbeben entlang des Pazifischen Feuerrings zu tun haben werden. Dazu haben wir Peter Martinson von unserer Basement-Forschungsgruppe hier, um andere Prognosen aus der Wissenschaftsgemeinde zu diskutieren.

Peter, was kannst du uns über diese jüngsten Prognosen sagen, die vor gewaltigen tektonischen Aktivitäten entlang des Feuerrings warnen?

Peter: Nun, just als wir das Video veröffentlichten, gab es eine ganze Welle von Prognosen anderer Leute, die zur selben Zeit herauskamen. Einige davon sind offensichtlich etwas sonderbar. Sie weisen einfach nur auf die Tatsache hin, daß es in jüngster Zeit eine zunehmende Zahl großer Erdbeben gab. Einige von ihnen sind aber recht bemerkenswert. Auf zwei werde ich eingehen, einfach mal als Beispiel.

Die erste kam gerade von einem Wissenschaftler namens Alexander Solowjew vom Internationalen Institut für die Theorie der Erdbebenvorwarnung und mathematische Geophysik. Er prognostiziert, daß wir bald ein großes Erdbeben auf der Kamtschatka-Halbinsel, die vor Rußland liegt, erleben könnten. Wenn man da mal auf die Karte schaut, sieht man, daß sie genau auf dem Feuerkranz Richtung Alaska und Nordamerika liegt.

Natalie: Das ist doch direkt nördlich von Japan, oder?

Peter: Genau. Er bezieht sich auf seismische Daten, daß nämlich immer mehr und immer ernstzunehmendere Erschütterungen in der Kamtschatka-Region auftreten. Wir wissen ja auch, daß zwei oder drei große Vulkane in Kamtschatka ausbrachen, im selben Zeitraum wie das Beben in Japan. Diese Region heizt sich also auf, und seine Prognose ist recht glaubhaft.

Die andere Prognose kommt aus den Vereinigten Staaten, von einem Mann namens Jim Berkland, der früher Geologe bei der Amerikanischen Geologischen Gesellschaft war. Er prognostiziert für die Woche vom 19. bis zum 26. März ein Zeitfenster für seismische Ereignisse für Kalifornien. Kalifornien sei an der Reihe. Es sei von einem sehr schweren Erdbeben entlang der San-Andreas-Verwerfung bedroht.

Seine Anhaltspunkte sind ziemlich interessant, er bezieht sich auf zwei spezifische Belege.

Zum einen die Beziehung zwischen Mond und Sonne, relativ zur Erde, wo sich ja heute das sogenannte Supermond-Phänomen ereignen wird, wo der Mond seine kleinste Entfernung zur Erde hat und zur selben Zeit Vollmond ist. Wenn der Mond also so in Opposition zur Sonne steht, sagt er, haben die Gezeitenveränderungen das Potential, die Erdbebenregionen zu destabilisieren.

Sein zweiter Beleg, der ebenso interessant ist, bezieht sich auf das merkwürdige Verhalten von Tieren. Und er spricht zum Beispiel davon, daß in der letzten Zeit mehrfach Fischsterben aufgetreten sind mit einer großen Zahl an Strände getriebener toter Fische. Erst vor kurzem war das der Fall, in Kalifornien und auch in Mexiko.

Natalie: Zum Mond: Wie ist das mit dem Einfluß des Mondes auf die Erde? Wieso wäre das eine Hypothese, daß der Mond tatsächlich tektonische Effekte auf die Erde hat?

Peter: Jeder, der an der Küste lebt, weiß, daß es jeden Tag zweimal Flut und zweimal Ebbe gibt, daß also das Wasser zweimal täglich steigt und wieder fällt, und dieses Steigen und Fallen hängt immer mit dem Vorüberziehen des Mondes zusammen. Der Mond wird also vorüberziehen, und ihm folgt dann die Flut. Zwölf Stunden danach kommt dann die nächste. Ein volles Verständnis, wie das funktioniert, gibt es noch nicht. Aber wenn wir Vollmond haben, gibt es stärkere Gezeiten: die Flut ist höher und die Ebbe tiefer als sonst. Da der Mond eine elliptische Umlaufbahn hat und der Erde im Perigäum am nächsten steht, entstehen zu diesem Zeitpunkt die stärksten Gezeiten des Monats.

Nun, heute abend passieren diese beiden Ereignisse gleichzeitig: Nicht nur ist der Mond in seinem Perigäum, sondern wir haben auch Vollmond, bei dem Sonne und Mond in Opposition sind. Die Sonne beeinflußt ebenfalls die Gezeiten.

Was nur wenige wissen, ist nun, daß die Gezeitenkräfte nicht nur das Wasser beeinflussen, sondern auch die Erdkruste. Die Kruste steigt und fällt um kleine Größenordnungen, im Bereich von Zentimetern, jeden Tag zweimal.

Natalie: Der Mond zieht also quasi an der Erde und beeinflußt somit nicht nur das Wasser, sondern auch das Land, sagst du?

Peter: Anscheinend ja. Es gibt eine Reaktion der Landmasse auf die Position des Mondes, und das kommt deutlicher zum Ausdruck, wenn beide Ereignisse - eine Opposition zwischen Mond und Sonne sowie die kürzeste Entfernung vom Mond zur Erde - zusammenfallen.

Und Berklands Theorie ist, wenn die Erdkruste durch diesen Druck deformiert wird, daß dann das Potential vorhanden ist für die Entladung gewaltiger Spannungen entlang einer Störungszone, was ja genau für die Lage des Andreasgrabens in Kalifornien zutrifft. Geologen in der ganzen Welt sind sich einig, daß diese Verwerfung seit Jahrzehnten überfällig ist.

Der andere Aspekt seiner Prognose, hinsichtlich des Tierverhaltens, ist ziemlich interessant. Er zitiert einige Fälle sogenannten Massensterbens von Fischen, die dann an die Küste Mexikos und auch Südkaliforniens getrieben wurden. In seinen sogenannten Erdbebenprognosen bezieht er sich auch auf das Stranden von Walen, das Auftauchen von wilden Tieren in Städten und Zugvögel, die sich beim Fortziehen irren. Dabei führt er alle diese Dinge darauf zurück - und darüber haben wir ja letztes Mal gesprochen -, daß im Zeitraum von Erdbeben Anomalien  im Erdmagnetfeld auftreten, und all die genannten Tiere benutzen das Magnetfeld für ihre Migration. Wale tun das und Fische scheinbar auch. Der Thunfisch und der Lachs z.B.  können anhand des Magnetfeldes navigieren, ebenso Vögel.

Natalie: Dieses Phänomen, die Magnetrezeption, war ja Gegenstand eines Berichts deines Forschungsteams über „Das erweiterte Sensorium”, der vor kurzem auf die LPAC-Webseite gestellt wurde. Eine der Schriften behandelte dieses Phänomen bei Tauben. Der Grund, warum Tauben im Zweiten Weltkrieg benutzt wurden, war ihre Fähigkeit, zu navigieren, ihren Weg nach Haus zu finden, egal wo auf dem Planeten sie sich befanden. Vielleicht kannst du darauf eingehen, wie das funktioniert und warum?

Peter: Ja. In dem Sensorium-Bericht beschreiben wir das - das ist einer der Gründe, warum wir diese Arten von Prognosen sehr ernst nehmen. Was wir in dem Sensorium-Bericht beschreiben, ist, daß alle Organismen auf dem Planeten, zu einem gewissen Grad auch Pflanzen und auch der Mensch, sehr sensibel auf Bereiche kosmischer Strahlung reagieren, die außerhalb der üblichen sichtbaren und hörbaren Sinne sind, die wir üblicherweise die „fünf Sinne” nennen. Wir zeigen in dem Bericht, daß es Betrug ist, zu sagen, wir hätten nur fünf Sinne, es gibt viel mehr, z.B. die Magnetrezeption. Es gibt einige Anzeichen dafür, daß Menschen auf Magnetfelder reagieren.

Es gibt sehr klare, offensichtliche Beweise, daß Vögel das Magnetfeld benutzen, um zu navigieren, obwohl das Erdmagnetfeld verhältnismäßig nicht sehr stark ist. Wer schon einmal einen Magnetkompaß benutzt hat, hat gesehen, daß es eine Weile dauert, bis sich der Kompaß einpegelt, und daß jedes elektrische Gerät in der Nähe die Nadel aus der Bahn werfen wird. Das Magnetfeld ist also nicht sehr stark. Trotzdem können diese Lebewesen, Vögel, Wale und Fische ihre Richtung dem Magnetfeld u.a. entnehmen.

Und wir bemerken, daß diese Organismen sehr sensibel reagieren - nicht nur auf Magnetfelder, sondern auch auf ultraviolette Strahlung, Infrarotstrahlung, kosmische Strahlung. Alle Bereiche der kosmischen Strahlung werden wahrgenommen, egal wie schwach sie sind, bis hinunter zu Mikro-Teslas, also äußerst kleinen Feldstärken. Man sollte also erwarten, daß während des Zeitraums vor einem Erdbeben, wenn sich das Erdmagnetfeld verändert, die Tiere darauf reagieren, selbst wenn die Veränderungen sehr, sehr klein sind.

Der andere Aspekt, den Berkland betont, ist etwas lustig, ist aber auch etwas, was man erwarten würde. Wir haben schon zuvor erwähnt, daß Hunde und Katzen manchmal Erdbeben vorhersagen können. Nun, dieser Herr in Kalifornien beobachtet die Tierheime, um zu sehen, wieviel mehr Hunde und Katzen zu verschiedenen Zeiten des Monats hinzukommen, und scheinbar hat es gerade vor kurzem in Südkalifornien vermehrt streunende Hunde und Katzen gegeben, die aus irgendeinem Grund durchgedreht sind und ihren Besitzer verlassen haben, womöglich aus Überlebensinstinkt.

Natalie: Hmm. Man kann den Leuten also versichern, daß ihre Haustiere sie nicht einfach wegen persönlicher Probleme verlassen, die sie mit ihrem Herrchen oder Frauchen haben mögen.

Peter: Genau. Keine Panik, sie hassen nicht ihre Besitzer. Deine Katzen und Hunde lieben dich nach wie vor, sie stecken im Tierheim. Sie sind nur ein bißchen aufgeregt, weil bald ein Erdbeben zuschlagen könnte.

Natalie: Oh, gute Nachrichten: Deine Tiere lieben dich noch, aber ihr könntet es mit einem Erdbeben zu tun haben.

Peter: Ja genau. Also, achte auf deine Haustiere!

Natalie: Jetzt gibt es ja viele Berichte im Internet von Leuten, die behaupten, Erdbeben vorhersagen zu können. Was genau macht diese beiden Prognosen, die du ausgesucht hast, so glaubhaft?

Peter: Der Grund, warum wir an dem Erdbeben - und der Serie von Erdbeben überhaupt - interessiert sind, ist, daß sie ein Problem für die Menschheit darstellen, weil wir die Zusammenhänge nicht verstehen. Aber wir wissen, daß es andere Beziehungen gibt, und diese Wissenschaftler weisen auf die spezifischen Arten von Beziehungen hin, die man erwarten würde. Es gibt da ein ziemlich großes Hindernis, das die Wissenschaftler abhält, Prognosen über Erdbeben zu erstellen und zu veröffentlichen, nämlich, weil sie Angst davor haben, daß sie die Menschen in Panik versetzen würden: „Sie werden eine Massenpanik auslösen, das wäre furchtbar! Man wird auch sagen, sie haben falschen Alarm geschlagen, und dann wird keiner mehr auf sie hören.”

Aber Wissenschaft als Denkmethode bedeutet die Fähigkeit, zukünftige Zustände in unserem Universum vorherzusagen. Dazu gehört auch, zumindest innerhalb eines Zeitfensters den Zusammenfall bestimmter Dinge vorherzusagen, wie Erdbeben, Sonnenaktivität, Mondposition und ähnliches.

Natalie: Scheint so, als bräuchte man auch eine Verbindung zur Regierung, so daß die Regierung in der Lage wäre, die Leute darauf vorzubereiten: Anstatt eines einzelnen Wissenschaftlers, der eine Vorhersage macht und eine Panik auslöst, hätte man eine Zusammenarbeit, auch eine öffentliche Bekanntmachung und eine Prozedur für die Vorbereitung auf solche Ereignisse.

Peter: Richtig. Zum Beispiel wäre es sinnvoll, wenn die amerikanische Regierung anfinge, auf so etwas wie ein gigantisches Erdbeben in Kalifornien vorzubereiten, vor allem, weil wir all die Bedingungen kennen, die jetzt zusammenkommen.

Das Problem ist, daß Obama im Amt ist. Und hoffentlich - es gibt ja Berichte, wonach es um die Zeit eines Erdbebens vermehrt Einweisungen in Irrenhäuser gibt - ist das die perfekte Gelegenheit, um den 25. Verfassungszusatz anzuwenden und einen verrückten Obama sicher loszuwerden - als Opfer von Erdbebenwahnsinn.

Natalie: Vielleicht hält er das für angesagt und macht einfach mit.

Peter: Genau. Und jeder dort wird ihn mögen, ist doch prima, das sollten wir einfach machen.

Der andere Aspekt dabei ist, daß Wissenschaft etwas Vorhersehbares sein sollte.

Wir verstehen zwar nicht, was die Erdbeben auslöst, wir verstehen auch nicht, was genau die Beziehung ist, aber wir sehen sehr klare Zusammenhänge. Zum Beispiel: ich glaube, gestern hatten wir eine weitere sehr große Sonneneruption. Die Sonne wird in eine Periode größter Aktivität eintreten und steuert darauf zu. Sie hat den aktivsten Punkt noch nicht erreicht, wir glauben, daß sie ihn 2013 erreichen wird. Aber selbst das ist fraglich, weil die Sonne gerade einen Zyklus durchschritten hat, der zwei Jahre länger war als jeder andere Sonnenzyklus zuvor. Die Dinge ändern sich also bei der Sonne.

Und dann haben wir auch noch etwas, das wir in früheren Videobeiträgen schon erwähnt haben, einen 62-Millionen-Jahre-Zyklus - plus-minus ein paar Millionen Jahre -, einen Zyklus nicht nur des Artenreichtums, sondern auch der Bewegung des Sonnensystems durch die Galaxis, was auch mit einem 62-Millionen-Jahreszyklus ansteigender und abfallender tektonischer Aktivität, z.B. Vulkanismus, zusammenhängt.

Natalie: Würdest du sagen, daß wir jetzt innerhalb dieses Zyklus an einer Art Anomalie angelangt sind?

Peter: Das glauben wir schon, aber, wie gesagt, da bedarf es noch viel mehr der Forschung in genau diesem Bereich. Zum Beispiel kann man sagen, daß vor 65 Millionen Jahren das große Aussterben der Dinosaurier stattfand - also waren wir vor 3 Millionen Jahren am nächsten potentiellen Moment des großen Aussterbens und Verwandelns. Wir sind also wahrscheinlich an einem sehr stürmischen Punkt in der Lebenszeit unseres Sonnensystems angekommen, der auch mit dem Aufstieg und der Vorherrschaft kreativer menschlicher Wesen zusammenhängt, was eine andere Frage aufwirft, nämlich, daß alle anderen Organismen in der Vergangenheit ausgestorben sind. Das ist eindeutig. Die Menschen sind die einzige Spezies in der Geschichte des Planeten, die die Fähigkeit hat, sich selbst vor dem Aussterben zu retten, indem wir eben diese Phänomene, auf die sich diese beiden Wissenschaftler beziehen, verstehen lernen. Durch kreatives Denken können wir verstehen, was die Zerstörung der menschlichen Zivilisation herbeiführen könnte, und das Ruder entsprechend herumreißen, und jetzt sind wir genau da, wo wir das tun müssen.

Natalie: Man könnte doch auch sagen, daß der Geist des Menschen, ähnlich wie die Naturerscheinungen, die wir diskutiert haben, eine schwache Kraft ist. Das Magnetfeld ist nicht besonders stark, wird aber von Tieren wahrgenommen, und es kann starke Effekte hervorrufen, obwohl es selbst nicht so stark ist. Mit dem menschlichen Geist scheint es ähnlich zu sein: Auch wenn der Mensch nicht das stärkste, größte oder schnellste Wesen ist und keine Supersinne hat, können wir doch Berge versetzen und die Oberfläche der Erde verändern.

Peter: Richtig. Es gibt zwei Beispiele: Erstens bricht derzeit ein Massenstreik aus, über den wir auf dieser Webseite viel berichtet haben. Aber bei einem Massenstreik handelt es sich auch um ein Ereignis universeller Ausstrahlung. Denn es ist ja nicht so, daß irgendjemand in Libyen oder in Ägypten den Leuten in Wisconsin eine wirkungsvolle Botschaft durchgab, jetzt Protest zu zeigen. Vielmehr gab es einen gleichzeitigen Ausbruch dieses Massenstreik-Phänomens auf der ganzen Welt.

Natalie: Es war also nicht Twitter. Was die Menschen bewegt „liegt in der Luft“.

Peter: Genau. Das zweite Beispiel ist unsere Fähigkeit, Entdeckungen zu machen, z.B. von der Funktionsweise der Biosphäre, durch die wir das Land und die Biosphäre so formen können, daß sie tun, was wir von ihnen wollen. Mit dem Projekt der Nordamerikanischen Wasser- und Stromallianz (NAWAPA) haben wir die Pläne und das Know-how, indem wir die Ingenieure usw. kontaktieren, um solche Dämme und Staubecken errichten und tiefe Tunnel graben zu können, durch die mehrere Hundert Milliarden Kubikmeter Frischwasser in die trockenen Gebiete der USA geleitet werden sollen. Dies könnte übrigens wichtige Folgen haben für die seismische Aktivität der Erde.

Dazu möchte ich kurz etwas anmerken: Der vorhin genannte russische Wissenschaftler Solowjew betonte, daß derzeit viele kleine Beben in Kamtschatka stattfinden, die entweder auf einem gewaltsamen Ausbruch der dort aufgebauten Spannungen hinauslaufen - oder aber sie gehen in dieser kleinen Stärke weiter und bewirken so einen langsamen Abbau der Spannungen, bis sich alles beruhigt.

Wir wissen, daß wenn wir große Wasserreservoirs anlegen, Bedingungen für erhöhte seismische Aktivität geschaffen werden; Erdbeben treten oft um neu angelegte große Stauseen auf. Wenn wir nun diese gigantischen Staubecken in Alaska oder entlang des Rocky-Mountain-Grabens schaffen, werden wir Wasser in Gegenden leiten, die in der Tendenz seismisch aktiver sind. Indem wir z.B. die Stauhöhe der Reservoirs variieren, könnten wir in der Lage sein, diesen Erdbeben etwas an Schlagkraft zu nehmen und sogar die Wucht mancher Beben kontrollieren.

Natalie: Das NAWAPA-Projekt könnte demnach sogar ein Antrieb für die Wissenschaft im Bereich der seismischen Aktivität sein -

Peter: Genau. Es wird ein Segen für alle Wissenschaftler sein, nicht nur hinsichtlich der Vorgänge in der Erde, sondern auch hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen der Erde und dem restlichen Sonnensystem.

Lesen Sie hierzu bitte auch:
Die Welt ist verrückt - und zwar um 4,5 m! Sind wir schlauer als die Dinosaurier?
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