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Neue Solidarität
Nr. 37, 14. September 2011

Die sieben notwendigen Schritte zu
einer allgemeinen Erholung der Weltwirtschaft

Das LaRouche-Aktionskomitee LPAC hat auf seiner Internetseite (http://www.larouchepac.com/node/19282) ein 40minütiges Video veröffentlicht, worin die sieben Schritte ausführlicher beschrieben werden, die Lyndon LaRouche als unverzichtbare Voraussetzung für die Genesung der Weltwirtschaft in der gegenwärtigen Existenzkrise bezeichnet hat.

Lyndon LaRouche: „Diese sieben Punkte sind entscheidend, sie sind wahrscheinlich die einzig mögliche Lösung für die gegenwärtige Gefahr einer allgemeinen Zusammenbruchskrise, angefangen mit der transatlantischen Welt.“ (LPAC Weekly Report vom 24.8.)

* * *

Schritt 1: Sturz Barack Obamas und sofortige Inkraftsetzung von Glass-Steagall

Der erste Schritt zu einer weltweiten wirtschaftlichen Erholung ist, Barack Obama zum Rücktritt vom Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten zu zwingen und umgehend das Trennbankengesetz Glass-Steagall wieder in Kraft zu setzen.

Obamas Wahl im Jahr 2008 wurde von einigen der größten britischen Einflußagenten und Finanziers bezahlt, um sicherzustellen, daß die Bankenrettungspolitik fortgesetzt und die Souveränität der Vereinigten Staaten zerstört wird und daß jeder Versuch, diese geltend zu machen, von der Exekutive unterdrückt wird. Obama war dafür bestens geeignet, da er - wie Hitler - das Profil eines pathologischen Narzißten hat; eine psychologische Störung, die Lyndon LaRouche schon 2009 identifizierte. Insofern sollte es keine Überraschung sein, was Obama alles tut, um den Finanz-Apparat in London und an der Wallstreet zu schützen und zu seinen Gunsten die Menschen aufzugeben. Genau dafür wurde er ausgewählt.

Das gesamte globale Finanzsystem ist jetzt unrettbar bankrott, und die Bailout-Politik in Europa und den Vereinigten Staaten hat sich längst als völliger Fehlschlag erwiesen. Die Konsequenz ist eine Preis-Hyperinflation bei den physischen Werten, die Akkumulation einer unbezahlbaren Menge fiktiver Spielschulden und das vorsätzliche Opfern der Weltbevölkerung bei dem vergeblichen Versuch, diese fiktiven Schulden zu bezahlen.

Obama wurde aus keinem anderen Grund in sein Amt gebracht, als dieses System auf Kosten des Lebens der eigenen Bevölkerung zu schützen - man denke an die Rettungsaktionen für die Versicherungen und seine Gesundheitsreform, die sich gegen die „nutzlosen Esser“ richtet, oder die Unterstützung seiner Regierung für das Gelddrucken („Quantitative Easing“) der Federal Reserve zur Stützung der Banken, was schon jetzt die Lebensmittelpreise in die Höhe treibt - während er gleichzeitig die wachsende Arbeitslosigkeit und den Bankrott fast aller Bundesstaaten nicht sehen will.

Zwei hervorstechende Fälle sind Obamas ständige gezielte politische Interventionen, um die Erneuerung des Glass-Steagall-Gesetzes zu verhindern, und der illegal in Gang gesetzte Krieg gegen Libyen. Ein kriminelles Beispiel für ersteres waren die peinlichen Verhandlungen über die Schuldenobergrenze, womit er vorsätzlich das wachsende Interesse am Glass-Steagall-Gesetz im Kongreß und im ganzen Land beiseite schob, zugunsten einer Anhebung der Verschuldungsgrenze, um weitere Bankenstützungsaktionen zu ermöglichen. Diese Vereinbarung schuf nicht nur die Grundlage für eine weitere Bankenrettung, sie machte Obama auch praktisch zu einem Diktator Amerikas, der über einen 12köpfigen „Überkongreß“ weitere von London und der Wallstreet verlangte mörderische Sparmaßnahmen gegen die amerikanische Bevölkerung umsetzt. Der Krieg gegen Libyen wurde unter Verletzung des Kriegsermächtigungsgesetzes ohne Zustimmung des Kongresses geführt, was Grund genug für ein Absetzungsverfahren ist, und dieses Verfahren ist nur unterblieben, weil der Kongreß feige ist und das Volk das hinnimmt.

Inzwischen sollte klar sein, daß als erster Schritt zu einer wirtschaftlichen Erholung der Vereinigten Staaten und der Welt Barack Obama aus dem Amt gejagt werden muß, weil er das einzige wirkliche Hindernis für die Wiederinkraftsetzung des Glass-Stegall-Gesetzes ist.

Schritt 2: Trennung der fiktiven von den realen Verbindlichkeiten nach dem Glass-Steagall-Maßstab

Die Wiedereinführung von Franklin Roosevelts Glass-Steagall-Gesetz wird die Vereinigten Staaten in die Lage versetzen, die größte finanzielle Säuberungsaktion der Geschichte durchzuführen. Mit dem Glass-Steagall-Gesetz können wir die berechtigten Verbindlichkeiten des Landes identifizieren und von den betrügerischen Forderungen abtrennen, die derzeit unser Finanzsystem erdrücken. Wenn wir so die Spreu vom Weizen trennen, werden wir riesige Mengen spekulativer Schulden aus dem Investmentbereich vorfinden, die von den Vereinigten Staaten nicht honoriert werden müssen. Wir werden diese Schulden an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückverweisen.

So wurde etwa im letzten Dezember bekannt, daß die Federal Reserve über die anfänglichen, kriminellen Rettungsaktionen des TARP-Fonds hinaus praktisch an alle großen Banken und viele Nicht-Banken fast zinslose Kredite im Gesamtumfang von 16 Billionen Dollar vergeben hat, alles im Namen des US-Dollars.

Die Vereinigten Staaten wurden dabei praktisch zum „Schuldsklaven“ nicht nur der Wallstreet-Banken, sondern auch der europäischen Banken, denn die Federal Reserve hat beispielsweise 300 Mrd. $ an Finanzpapieren von der Deutschen Bank und Credit Suisse gekauft. Das sind Schulden, die der amerikanische Staat nicht bezahlen muß.

Es ist sicher richtig, daß die Aufhebung des Glass-Steagall-Gesetzes im Jahr 1999 die fanatischsten Spekulanten und skrupellosen Bosse der internationalen Finanzwelt entfesselt hat, so daß sie das System der Geschäftsbanken ruinieren konnten. Eigenheim-Hypotheken, Rentenfonds, Regierungsgelder - alles in der Wirtschaft, was noch einen realen Wert verkörperte, wurde als reiner Geldbesitz verschlungen. Aber zu diesem Zeitpunkt arbeitete die US-Wirtschaft schon seit 40 Jahren unterhalb der Gewinnschwelle! Es hat sich ein offensichtliches, ungeheures Defizit in der Realwirtschaft angehäuft, quasi „realwirtschaftliche Schulden“, in Form mangelhafter Infrastruktur, im Bankrott der Kommunen und Bundesstaaten und in der Unfähigkeit zur angemessenen Reaktion auf Naturkatastrophen.

Dank des Glass-Steagall-Gesetzes werden alle Geldforderungen, die nach den Bestimmungen des ursprünglichen Glass-Steagall-Gesetzes von 1933 in den Sektor der Investmentbanken gehören, sich selbst überlassen. Die Stützungsaktionen werden den Investmentbanken selbst überlassen und aus den nationalen Verbindlichkeiten gestrichen. Sie werden keinen Cent an Stützungsgeldern von den Vereinigten Staaten erhalten. Es sind Spielschulden, und die Glückssträhne der Londoner und Wallstreet-Banken ist eben zu Ende. Honoriert und geschützt werden hingegen die legitimen Verpflichtungen im Geschäftsbankensektor, etwa für Schulen, Renten, Feuerwehr und Polizei sowie persönliche Sparguthaben.

Damit sind wir auf der anderen Seite des Bildes. Wenn Glass-Steagall in Kraft gesetzt ist, werden wir feststellen, daß im besseren Teil des Bankensystems nur sehr wenig übrig bleibt, weil wir mit dem Aufräumen viel zu lange gewartet haben. Der Anteil des guten Geldes im Verhältnis zum schlechten Geld ist winzig. Wir brauchen also mehr als das, was die Säuberung des Finanzsystems übersteht, und so muß die Bundesregierung nach dem zweiten Schritt zur Erholung der Wirtschaft, also der Umsetzung des Glass-Steagall-Gesetzes, auch gleich den dritten Schritt tun: Sie muß zu dem Kreditsystem zurückkehren, das von Alexander Hamilton geschaffen und in unserer Verfassung verankert wurde. Das wird es den Vereinigten Staaten erlauben, Kredit auszugeben, die Geschäftsbanken wieder mit Kapital auszustatten und die realen Verbindlichkeiten zu honorieren, um den notleidenden Bundesstaaten und der Nation als ganzes wieder auf die Beine zu helfen.

Schritt 3: Hamiltonischer Kredit für nationale Projekte, um den Mangel realer Werte auszugleichen

Schritt drei zu einer Erholung der Wirtschaft muß die Wiederherstellung des Amerikanischen Kreditsystems sein. Sobald das Glass-Steagall-Gesetz in Kraft gesetzt und die Trennung der realen Werte von den fiktiven durchgeführt ist, werden wir feststellen, daß die verbleibenden Werte nicht ausreichen, um eine Erholung der Wirtschaft zu finanzieren und unsere bankrotten Bundesstaaten zu retten. Der US-Kongreß muß dann die Federal Reserve schließen und in eine dritte Nationalbank der Vereinigten Staaten umwandeln. Sie wird dann das Instrument sein, über das die Regierung unter Artikel 1 der Verfassung Kreditbriefe ausstellen kann, um unser Land zu entwickeln und die legitimen Geschäftsbanken wieder mit Kapital auszustatten.

Statt sich bei auswärtigen Einrichtungen wie den privaten Bankeninteressen Londons und der Wallstreet zu verschulden, die uns dann durch ihre Macht über das Geld beherrschen, schreibt das amerikanische Kreditsystem vor, daß wir nur solche Schulden honorieren, die wir als Nation schöpfen, um den Aufbau der Nation zu finanzieren. Die einzig legitimen Investitionen sind diejenigen, die als Multiplikator durch technischen Fortschritt wirken, verbunden mit einer charakteristischen Erhöhung der Energieflußdichte und Arbeitsproduktivkraft.

Die sichere Aussicht auf wachsenden künftigen Wohlstand und steigende Produktivität gibt uns die Freiheit, auf eine Zukunft zu borgen, die wir in der Gegenwart schaffen wollen, indem wir in den Bau des Weges investieren, der uns in diese Zukunft führen wird. Geld an sich ist nur ein Nebenprodukt des kreativen Prozesses der Schaffung realen Wohlstands. Das Kreditsystem ist keine Variante eines monetären Systems, sondern Ausdruck der einzigartigen Fähigkeit des Menschen, sich selbst gezielt neue Bedingungen zu schaffen: eine vorsätzliche, kreative Selbstentwicklung. Alexander Hamiltons Verständnis dieses wissenschaftlichen Prinzips wurde zum Kern unsers Systems der souveränen Selbstregierung, eines revolutionären neuen Systems, das im Feuer eines Krieges gegen das Britische Empire geschmiedet wurde.

Nach diesem Krieg steckten die Vereinigten Staaten in einer doppelten Krise, die unsere neugewonnene, noch zerbrechliche Unabhängigkeit gefährdete. Das Land hatte sich in hohe Schulden gestürzt, um den Krieg zu finanzieren, aber im Rahmen der Konföderationsartikel mit dem losen Bündnis zwischen 13 Einzelstaaten mit jeweils eigener Währung und Verfassung war es unmöglich, diese Schulden zurückzahlen. Einige Staaten drohten, aus der Konföderation auszutreten, und das Land war im Streit zwischen den großen und den kleinen Bundesstaaten zerrissen. Amerika war noch keine geeinte Nation.

Alexander Hamilton erkannte diese Frühwarnzeichen drohenden Zerfalls und warnte, unter den Artikeln der Konföderation mache Amerika die gleichen Fehler wie die konföderierten Staatssysteme des alten Griechenland und des feudalen Europa. Diese zeitweise mächtigen Konföderationen waren aufgrund ähnlich loser Verbindungen dazu verleitet worden, Kriege untereinander zu führen, und wurden von privaten monetären Systemen unterminiert, die sie durch ihre Kontrolle über das Geld und die Schulden von außen beherrschten.

Hamilton berief sich auf das Beispiel des Pine Tree Shillings der Massachusetts Bay, und er wußte, daß nur ein durch eine Verfassung geeintes föderales System mit der souveränen Macht, das Geld zu steuern und zu regulieren, nicht nur die politische, sondern auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit von den monetaristischen Systemen Europas aufrecht erhalten könnte. Diese souveräne Macht über das Geld und den Kredit wurde dann in Artikel 1 unserer neuen Bundesverfassung verankert, was unser Land unter allen Nationen der Welt einzigartig macht.

Mit diesem Prinzip gewappnet, war die neugeborene Bundesregierung unserer Vereinigten Staaten von Amerika dann in der Lage, die Bundesstaaten zu retten, indem sie deren gewaltige Kriegsschulden übernahm und zu einer einzigen nationalen Schuld zusammenfaßte, auf deren Grundlage Kreditbriefe ausgestellt werden konnten, um in große Projekte zur wirtschaftlichen Entwicklung des ganzen Landes zu investieren.

Schritt drei zu einer wirtschaftlichen Erholung muß also die Wiederherstellung des amerikanischen Kreditsystems sein. Durch die Gründung einer dritten Nationalbank im Stile Alexander Hamiltons wird unsere Bundesregierung Kredite für festgelegte produktive Investitionen ausgeben, die legitimen Geschäftsbanken wieder mit Kapital ausstatten und auch wieder für ein ehrliches Bankensystem sorgen. Das wird es uns erlauben, den vierten Schritt zu tun: die bankrotten Bundesstaaten und Kommunen zu retten und damit unser föderales Regierungssystem nach der ursprünglichen Absicht Hamiltons zu bekräftigen.

Schritt 4: Eine ausnahmsweise berechtigte finanzielle Rettungsaktion für die Bundesstaaten und Kommunen

Wenn das Hamiltonische Kreditsystem geschaffen ist - ein System, das die ursprünglichen Absichten der Gründer der Vereinigten Staaten bekräftigt und unter dem der kreative Prozeß des Nationalstaats wieder wirksam werden und die Mittel für die Schaffung realen Wohlstands liefern kann -, dann müssen wir den vierten Schritt zu einer Erholung der Wirtschaft tun und ein angemessenes Verhältnis zwischen Bundesstaaten und Bundesregierung wiederherstellen. Damit werden die Institutionen der Bundesstaaten und der Kommunen in die Lage versetzt, die Funktionen, von denen ihr unmittelbares Überleben abhängt, vollständig zu erfüllen.

Im Rahmen des derzeitigen, absterbenden Systems existieren die USA lediglich als 50 lose miteinander verbundene Territorien, ein Auflösungsprozeß gegenüber der ursprünglichen Absicht unserer Union, daß die 50 Staaten durch eine starke Bundesregierung geeint sind, die ein nationales Bankensystem zur Schaffung wirklichen physischen Wohlstands schaffen kann. In diesem Auflösungsprozeß blieb den Bundesstaaten nichts anderes übrig, als sich alleine durchzuschlagen, während die Bundesregierung über die Federal Reserve Billionen Dollars zur Rettung der Banken der Wallstreet und Londons ausgab und Präsident Obama dem europäischen Bankensystem zusagte, daß die Vereinigten Staaten sein „Kreditgeber der letzten Instanz“ sein würden.

Es gibt keine nationalen Zielsetzungen, keinen von der Regierung gesteuerten Motor der Produktion und keine Form legitimer Einnahmen. Stattdessen sind die Bundesstaaten in einem System gefangen, wo sie vermeintliche Einnahmen aus hypothekenbesicherten Wertpapieren und anderen hochriskanten und unmoralischen Geschäften generieren sollen, die irgendwann scheitern und sie in noch größere Not stürzen. Bei den Wallstreet-Banken verschuldet, stehen die Staaten jetzt unter der Knute der Monetaristen und geraten in einen tödlichen Strudel der Selbstkannibalisierung.

Die Folgen dieser Austeritätspolitik für Städte und Gemeinden vor Ort sind verheerend, diese Haushaltsdefizite und Kürzungen sind praktisch der Schatten der realen Zerstörung und Desillusionierung, die ein großer Teil der amerikanischen Bevölkerung erleben muß. In den letzten drei Jahren des immer schnelleren wirtschaftlichen Zusammenbruchs waren die Bundesstaaten gezwungen, mehr als 530 Mrd. Dollar aus ihren Budgets zu streichen. Insgesamt bedeuten diese Milliardenkürzungen, daß die Leistungen von Medicare und Medicaid (öffentliche Krankenversicherungen für Rentner, Arme und Behinderte) um 30% gekürzt werden. In Bundesstaaten wie Arizona hat die Streichung bestimmter medizinischer Leistungen, um „Geld zu sparen“, unmittelbar den Tod von Menschen zur Folge, die auf Transplantationen und andere lebensrettende Eingriffe warten.

In Florida wurden die Studiengebühren der staatlichen Universitäten innerhalb von nur drei Jahren um 52% erhöht. Über denselben Zeitraum wurden in den USA 30% der Gelder für die Schulen gestrichen und 188.000 Lehrer entlassen. Die Zuschüsse der Bundesstaaten für kommunale Aufgaben wie Feuerwehr, Polizei und Gesundheitsdienste wurden in den letzten drei Jahren um 40% reduziert. Anfang des Jahres entließ der Bürgermeister der Stadt Camden in New Jersey ein Drittel der Feuerwehrleute und fast die Hälfte aller Polizisten, in dem vergeblichen Bemühen, den Haushalt der Stadt auszugleichen. Infolgedessen stieg die Zahl der Schießereien um 60%. Keine Kommune und kein Bürger bleibt von den Verheerungen verschont. Sie sind sehr real und akut, und ohne eine sofortige Umsetzung dieses Planes ist kein Ende in Sicht.

Das neugeschaffene Kreditsystem und die dritte Nationalbank werden die Bundesregierung in die Lage versetzen, die Schulden der Bundesstaaten, soweit sie berechtigt sind, zu übernehmen und auf der Grundlage dieser Schulden Kredite auszugeben. So, wie Hamilton die hohen Schulden der Bundesstaaten aus dem Revolutionskrieg als Gelegenheit ergriff, um das Prinzip eines nationalen Kreditsystems einzuführen, was erst eine wahre Souveränität als Nation möglich machte, so werden wir heute demselben Prinzip wieder zur Geltung verhelfen, indem wir zunächst den Staaten finanzielle Nothilfe leisten, um die angemessene Erfüllung der Aufgaben von Bundesstaaten und Kommunen sicherzustellen.

Dadurch wird nicht nur für eine ausreichende Finanzierung von Schulen, Feuerwehr, Polizei usw. gesorgt, es wird auch unsere Identität als Bürger einer großen Nation erneuern. Und nur mit einem solchen Gefühl nationaler Identität werden wir bereit sein, den fünften Schritt zu tun: eine Mobilisierung für den Aufbau der Nordamerikanischen Wasser- und Strom-Allianz (NAWAPA).

Schritt 5: Mobilisierung für den Bau des Großprojektes NAWAPA

Schritt fünf des Programms für eine wirtschaftliche Erholung ist der vielleicht wichtigste von allen: eine Mobilisierung des ganzen Landes für die schnelle Realisierung des Großprojekts der Nordamerikanischen Wasser- und Stromallianz.

Wenn unsere Bundesregierung wieder der ursprünglichen Absicht von Hamiltons föderalem System folgt und den notleidenden Bundesstaaten Schulden abnimmt, die diese nicht bezahlen können, dann müssen wir diese nationalen Schulden in ähnlicher Weise decken, wie es Hamilton damals getan hat, nämlich indem wir Bundeskredit in große Projekte für physische Verbesserungen im Land investieren. Nur NAWAPA, eines der ambitioniertesten Vorhaben der menschlichen Geschichte, ist als Projekt groß genug, um die Multiplikatorwirkung in den Produktivkräften der Bevölkerung zu entfalten, die notwendig ist, damit wir uns aus dem Tal der heutigen Zusammenbruchskrise wieder herausarbeiten können.

Unter den gegenwärtigen Bedingungen fällt ein Viertel aller Niederschläge in Nordamerika auf einen schmalen Streifen des Kontinents, und jährlich fließen rund 1000 Mrd. m3 dieses Wassers in den Pazifik oder das Arktische Meer ab, ohne weiter der Biosphäre auf dem Land zu nutzen. Gleichzeitig liegen aber große Teile der Westhälfte des Kontinents trocken und öde.

NAWAPA wird dieses Mißverhältnis ausgleichen, indem man 20% des jetzt ungenutzt abfließenden Wassers in großen Stauseen und Tunnels - den größten der Welt - auffängt und in ein Netz neu zu bauender Kanäle und Staubecken, u.a. entlang des Rocky-Mountain-Grabens, einleitet. Diese Wassermasse wird durch große Pumpwerke in den Saw Tooth Mountains in Idaho um 800 m angehoben, wozu eine Leistung von 26.000 MW benötigt wird, die modulare Hochtemperaturreaktoren liefern werden. Dann wird das Wasser in den westlichen Bundesstaaten verteilt, um 220.000 km2 Land zu bewässern. So wird die bewässerte Fläche westlich des Mississippi verdoppelt, das Grundwasser wieder aufgefüllt und die Große Amerikanische Wüste begrünt. In einem Kreislauf wird jeder Tropfen Wasser, der durch NAWAPA im Land verteilt wird, durchschnittlich 2,7 mal verdunsten und wieder niederfallen, bevor er wieder ins Meer zurückfließt.

Der Bau dieses Projekts wird unmittelbar schätzungsweise 4 Mio. Arbeitsplätze schaffen. Hinzu kommen fast 1,5 Mio. weitere Arbeitsplätze für den Bau der Kernkraftwerke zum Betrieb der benötigten Pumpwerke des NAWAPA-Systems. Wir sprechen also von fast sechs Millionen Arbeitsplätzen, die praktisch über Nacht geschaffen werden.

Man müßte dazu nicht nur eine große Zahl qualifizierter, aber derzeit arbeitsloser Arbeitskräfte im ehemals industrialisierten Mittleren Westen wiedereinstellen; das Projekt wird auch dazu dienen, eine breite Schicht neuer Arbeitskräfte aus der bislang schlecht ausgebildeten und unproduktiven jungen Generation beruflich zu qualifizieren.

Arbeiten, die weniger Qualifikation erfordern, wie die Vorbereitung der Bauplätze und der Bau von Straßen, bieten sinnvolle Möglichkeiten für eine moderne Version der „Zivilen Erhaltungskorps“ (CCC, Arbeitsprogramme für Jugendliche) der Roosevelt-Ära. So kommen hoffnungslose und verzweifelte junge Menschen aus den Slums und Innenstädten, die heute in einem Teufelskreis von Gewalt, Drogen und Subkultur gefangen sind, aus ihrer bisherigen Umgebung heraus in ein disziplinierendes Ausbildungsprogramm in den Aufbauregionen von NAWAPA.

In einer Zeit, in der Amerika nicht nur unter erdrückender Arbeitslosigkeit, sondern auch unter großer Hoffnungslosigkeit und einem völligen Mangel an Zukunftsvisionen leidet, kann die Realisierung dieses Projekts - das ursprünglich von der Firma Parson’s ausgearbeitet und schon 1964 dem Kongreß vorgelegt wurde - den erzwungenen Rückschritt unserer ökonomischen Plattform seit Präsident Kennedys Ermordung wieder umkehren. In dieser jüngsten Zeitspanne von fast einem halben Jahrhundert hat unser Land, gemessen am technischen und wissenschaftlichen Potential, große Rückschritte gemacht. NAWAPA bedeutet dagegen eine vorsätzliche, plötzliche und energische Anhebung der evolutionären Plattform der Menschheit, und es wird im Geist unserer Bürger wieder ein lebendiges Verständnis hervorrufen, was die menschliche Gattung als eine willentlich kreative Gattung, die durch ihren schöpferischen Willen völlig neue Zustände der Natur schafft, alles erreichen kann.

Mit der Begrünung der Wüsten und Steuerung ganzer Wettersysteme durch NAWAPA wird der Mensch dazu beitragen, einen Prozeß der Biosphäre fortzusetzen, der vor 400 Millionen Jahren begann, als die ersten Pflanzen aus dem Meer aufs Festland kamen. Die Menschheit hat durch die Kultivierung von Böden, Bewässerung usw. die Reichweite des Lebens schon jetzt über das hinaus erweitert, was die Natur allein hätte erreichen können. Aber jetzt liegt die Aufgabe darin, dies nicht nur im Kleinen zu tun, sondern auch im sehr Großen, im planetaren Maßstab, indem wir eine ganz neue Wissenschaft anwenden: die Gestaltung der Biosphäre. NAWAPA wird nicht nur eine qualitative, grundsätzliche Änderung im Verhältnis der menschlichen Gattung zum Planeten mit sich bringen, sondern man sollte in dieser Gestaltung der Biosphäre des Planeten Erde durch NAWAPA lediglich ein Vorzimmer, eine Art Versuchslabor sehen für die eigentliche Prüfung der kreativen Kräfte des Menschen: das Terraformen ganzer Planeten, sowohl innerhalb als letztendlich auch außerhalb unseres Sonnensystems.

Daher ist Schritt fünf, die Bekräftigung des evolutionären Imperativs des Menschen durch eine sofortige Mobilisierung für den Bau von NAWAPA, das Sprungbrett für Schritt sechs: die Wiedererweckung unseres latenten Potentials als produktive Nation durch weitere, zu NAWAPA parallele und ergänzende Großprojekte, um aus jedem Bürger einen hochqualifizierten Produzenten zu machen, der im gemeinsamen Interesse aller an der Weiterentwicklung der Nation mitarbeitet.

Schritt 6: Mobilisierung der verborgenen Arbeitskraft für ergänzende Projekte wie Verkehr und Kernkraft

Das NAWAPA-Projekt als Schritt fünf des Programms für wirtschaftliche Erholung wird die größte Veränderung auf dem nordamerikanischen Kontinent sein, die sich die Menschheit jemals vorgenommen hat. Es umfaßt die größten Staudämme, die je gebaut wurden, die größten Tunnel, die größten Erdbewegungen, die größte Veränderung der Wetterlagen, die der Mensch je geschaffen hat. Der größte Teil der Großstaudämme und Wasserwege von NAWAPA liegt weit außerhalb der Zone der bestehenden Zivilisation, in den trostlosesten und isoliertesten Gegenden, die man sich denken kann. Nachschublinien wie in einem Feldzug müssen geschaffen werden, um für die notwendigen Mittel zu sorgen und die große Absicht des Wiederaufbaus der Nation durch NAWAPA praktisch zu bewältigen.

In erster Annäherung bedeutet dies, Material und Arbeitskräfte zu den Großbaustellen zu bringen. Dies erfordert neben der Instandsetzung des vorhandenen Verkehrsnetzes in den Vereinigten Staaten dessen gewaltige Ausweitung durch den Bau neuer Strecken sowie den Ausbau bestehender Bahnstrecken durch den Bau zweiter oder dritter Gleise.

Drei Kernbereiche des Eisenbahnnetzes werden den Anfang machen. Das erste ist die Erneuerung und der Ausbau der bestehenden Eisenbahnstrecken von der wiederbelebten Industrieregion im Mittleren Westen, die man jetzt Amerikas „Rostgürtel“ nennt, in die westlichen Regionen, um Material für den Bau von NAWAPA dort hinzuschaffen. Das zweite ist der Bau neuer Eisenbahnstrecken durch Kanada nach Alaska, durch die Alaska zum ersten Mal per Bahn mit dem Rest des Kontinents verbunden wird. Diese Strecken werden gebraucht, um Menschen und Fracht für den Bau und Unterhalt des NAWAPA-Systems heranzuschaffen. Das dritte ist der Bau der geplanten Unterquerung der Beringstraße.

Die neuen Bahnstrecken sollten elektrifiziert sein, damit man nicht mehr auf unzuverlässige flüssige Treibstoffe angewiesen ist. Da Tausende von Tonnen Baumaterial sicher und schnell mehr als 1000 m hoch in die Rocky Mountains hinaufgeschafft werden müssen, bietet sich der Einsatz der Magnetbahntechnik an. Im geringen Abstand über dem Gleis schwebend, wird die Magnetbahn, von einer Zentrale aus gesteuert, durch elektromagnetische Anziehung und Abstoßung vorangetrieben und läßt sich durch zuverlässig und reichlich verfügbaren Nuklearstrom antreiben: So kann sie auch relativ große Steigungen bewältigen und jetzt bereits Massen bis zu 200 t bewältigen. Bisher ist die einzige Magnetbahn in den Vereinigten Staaten ein Museumsstück am Flughafen von Denver.

Die Aussichten für eine qualitative Aufwertung unseres gesamten Verkehrsnetzes sind gewaltig. Die Geschwindigkeit der Magnetbahn wird nur durch den Luftwiderstand beschränkt und liegt derzeit bei maximal etwa 580 km/h. Im Rahmen des Projektes ist es auch sehr gut denkbar, die Magnetbahn im Personenverkehr etwa zwischen Bevölkerungszentren wie New York und Los Angeles in Vakuumröhren bei Geschwindigkeiten bis zu 1600 km/h einzusetzen.

Magnettechniken wie z.B. StarTram werden auch einen Beitrag zu unserem erneuerten „extraterrestrischen Imperativ“ leisten, etwa als billiges Antriebsmittel, um durch die magnetische Beschleunigung in langen Vakuumröhren in den Weltraum zu gelangen, sowie im Einsatz im Weltraum, beispielsweise für den Transport auf dem Mond, wo die auf der Erde üblichen Kraftstoffe nicht verfügbar sind.

Und mit dem Mond als Ausgangspunkt für weitere Reisen können wir lineare magnetische Beschleunigungsgleise einsetzen, um Raketen und Raumschiffe zu anderen Planeten und Sonnensystemen auf die volle Geschwindigkeit zu beschleunigen. Dies wird die Zukunft des Transitverkehrs von und zu unserem Planeten sein.

Dazu wird die Kernkraft ein wesentliches logistisches Rückgrat der qualitativen Aufrüstung unseres Stromnetzes mit einer Vervielfachung des verfügbaren Stroms bilden. Der Strom für die elektrifizierten Eisenbahnstrecken wird aus Kernkraftwerken kommen. Kernkraftwerke werden den Strom für die Magnetbahnen liefern. Die Kernkraft wird andere große Anlagen antreiben, die im Rahmen des Projektes betrieben werden. Und die Kernkraft wird das Licht für die Städte liefern, die die gewaltige Zahl der Arbeiter des NAWAPA-Projektes beherbergen.

Allein schon der Bau dieser Nachschublinien im Zusammenhang mit dem NAWAPA-Projekt wird die Industrie unserer Nation auf Hochtouren bringen und damit den derzeit voranschreitenden Zerfall unserer Wirtschaft rückgängig machen. Wir werden alle verfügbaren geistigen und industriellen Kräfte des Rostgürtels brauchen, um diese Verkehrslinien - Eisenbahnen, Magnetbahnen und mehr - zu bauen, und die Komponenten für neue Kernkraftwerke werden vor allem aus der wiederbelebten Region der früheren Automobilproduktion stammen, den Staaten New York, Ohio, Indiana, Illinois, Missouri und Michigan. Dazu passen wiederum nahtlos die nützlichen Wirkungen von NAWAPA, denn in dieser sich weiterentwickelnden Wirtschaft wird die Industrie der größte Wasserverbraucher sein. Der Maschinen- und Anlagenbau, der heute entweder brachliegt oder ein Überangebot an Automobilen produziert, kann mit minimalem Aufwand umgerüstet werden, um Komponenten für Kernkraftwerke und Magnetbahnen herzustellen.

In dieser Region gibt es unzählige qualifizierte Arbeiter und Ingenieure, die problemlos in der Lage sind, diese hochqualifizierten Arbeiten auszuführen. Derzeit ist die Hälfte derer, die dazu in der Lage wären, arbeitslos. Wir haben eine Krise bei den qualifizierten Arbeitskräften, denn wir haben praktisch eine ganze Generation verloren, für die jetzt aus dem Berufsleben ausscheidende Nachkriegsgeneration gibt es hier keine Nachfolger. Wir werden die junge Generation sehr schnell in CCC-ähnlichen Programmen ausbilden müssen, damit sie an ihre Stelle treten können.

Das bringt uns zum anderen Aspekt der Frage der Arbeitskräfte.

Durch das Verkehrsnetz für das NAWAPA-Projekt entstehen unmittelbar sechs Millionen Arbeitsplätze. Es gibt in Amerika eine enorme Zahl unqualifizierter und unbeschäftigter Arbeitskräfte, die dort Beschäftigung finden können. Die Arbeiten in den drei Haupt-Eisenbahnzonen des NAWAPA-Projektes können unmittelbar gleichzeitig mit zwei Gruppen von Arbeitskräften beginnen. Die erste Gruppe beginnt mit den massiven Erdbewegungs- und Rodungsarbeiten, um die Bauplätze vorzubereiten, und gleichzeitig werden die besten von ihnen ausgewählt, die am eigentlichen Bau arbeiten und dort Ausbildungen zur Höherqualifizierung durchlaufen werden. Der Investitionszyklus für solche Ausbildungen kann bis zu zehn Jahre lang sein.

All diese Millionen produktiv Beschäftigter, die im Mittleren Westen und Norden der Vereinigten Staaten, im Westen und Norden Kanadas und in Alaska zum Einsatz kommen werden, brauchen Wohnungen, und das bringt uns zur nächsten Multiplikatorwirkung in Form des Baus von Städten für die wachsende Bevölkerung in den Hauptregionen der Bauarbeiten und der Erschließung dieser Regionen. Der Wert all dieser Regionen liegt nicht in ihrem gegenwärtigen, sondern ihrem zukünftigen Zustand. Mit diesem Ansatz können wir daran gehen, bisher völlig unangetastete Regionen der Biosphäre umzugestalten. Und wir können mit dem beginnen, was in Schritt sieben aufgegriffen wird, nämlich die Biosphäre des gesamten Planeten umzugestalten - angefangen mit dem Ausbau der Bahn zu einem Welteisenbahnnetz durch den Bau der noch fehlenden Verbindungen in Mittel- und Südamerika und über die Beringstraße, durch Rußland und China und Europa bis nach Afrika. Das wird das Verständnis fördern, daß wir auf der ganzen Welt eine Menschheit sind. Und danach steht uns das ganze übrige Universum offen.

Schritt 7: Internationale Zusammenarbeit mit Mexiko, Kanada, Rußland, China und anderen

Unsere Nachbarn im Norden und Süden werden als erste die realen Vorteile eines erweiterten NAWAPA-Programms teilen; unterdessen profitiert der Rest der Welt unmittelbar von den festen Wechselkursen zwischen souveränen Nation, die notwendig sind, um das Potential von NAWAPA voll auszuschöpfen. Da NAWAPA ein Projekt über mehrere Jahrzehnte ist, muß der dafür ausgegebene Kredit zu langfristig niedrigen Zinsen bei langfristiger Stabilität des nominellen Wertes der betroffenen Währungen verfügbar sein. Der US-Dollar wird seine solide Grundlage in der künftigen Entwicklung haben, und die anderen Nationen werden in ähnlicher Weise folgen.

Durch die Umleitung der aufgefangenen Abflüsse aus den nördlichsten Teilen der westlichen Hemisphäre wird reichlich Wasser für Kanada verfügbar, wenn wir das Wasser weiter nach Süden leiten. Dämme, Kanäle, Tunnel, Kernkraftwerke; die notwendigen Verkehrswege für die Lieferung der entsprechenden Materialien an die Baustellen; neue Städte für die wachsende Zahl der beteiligten Arbeitskräfte - all dies, was für die USA nötig ist, um das wirtschaftliche Potential der Nordamerikanischen Wasser- und Stromallianz ganz auszuschöpfen, gilt genauso für Kanada. Die bis hierher skizzierten Faktoren des Wirtschaftswachstums, die zur Fertigstellung des Projektes notwendig sind - die wissenschaftliche und kulturelle Entwicklung um die Universitäten und Laboratorien, verbunden mit der Ausbildung von Facharbeiten beim eigentlichen Aufbau von NAWAPA -, gelten praktisch ebenso für Kanada wie für die Vereinigten Staaten, und natürlich auch für Mexiko:

Für unseren südlichen Nachbarn liegt bereits ein erweitertes NAWAPA-Programm fertig in der Schublade: PLHINO, der „Wasserplan für den Nordwesten“ (Mexikos). Dabei werden wir die ungenutzten Abflüsse in den feuchten südlichen Regionen Mexikos unter die Kontrolle des Menschen bringen und dieses aufgefangene Wasser nach Norden leiten, wo es in der Region Sonora gebraucht wird. Dadurch greifen wir die Nordamerikanische Wüste an zwei Fronten an: von Norden mit NAWAPA und von Süden mit PLHINO. Wie bei NAWAPA im Norden wird PLHINO unseren südlichen Nachbarn weit mehr Nutzen bringen als bloß mehr Wasser für die Landwirtschaft. Zwischen Sonora und Nayarit liegt unwirtliches Gebiet, nämlich die Westliche Sierra Madre. Die Bewältigung dieses geographischen Hindernisses mit den Ingenieurs- und Baukapazitäten, die nötig sind, um das Wasser über, durch und um diese Berge herum zu leiten, wird den Mexikanern unermeßlichen Nutzen bringen, was die mit dem Projekt verbundenen Ingenieurs- und Forschungskapazitäten betrifft. In dem Zusammenhang wird das Projekt auch der ganzen Welt enormen Nutzen bringen, da die Gesteinsproben, die während des Tunnelbaus in diesen Bergen genommen werden, das Wissen in der Geologie wie auch in der Paläontologie erweitern werden.

Mit der Vollendung des erweiterten NAWAPA-Programms werden die Nationen Nordamerikas einen Markstein für die praktische Gestaltung der Biosphäre erreicht haben. Wir werden dann nicht nur diejenigen Teile der Biosphäre, die derzeit von einer wachsenden Wüste verdrängt werden, wiedergewonnen haben, wir werden auch die Nordamerikanische Wüste unter die Vorherrschaft der Biosphäre gebracht haben, was letztendlich dazu führen wird, daß diese riesige Wüste ganz verschwinden wird. Und wir werden auf dem besten Wege sein, den Hunger weltweit zu besiegen.

Wenn wir weiter nach Norden blicken, sehr wir, daß unsere Nachbarn im Westen schon die Hand zur Zusammenarbeit ausstrecken, in Form des Projektes zur Querung der Beringstraße durch Tunnel und Brücke. Dieses Programm ist zur sofortigen Umsetzung bereit und mit der realwirtschaftlichen Aktivität, die mit dem Bau von NAWAPA im nördlichsten Bundesstaat einhergeht, werden die USA eine sehr gute Grundlage haben, um diese ausgestreckte Hand der Zusammenarbeit mit den russischen Nachbarn zu ergreifen. Auch hier werden die Fähigkeiten, Materialien, Arbeitsmethoden und die Lebensweise, mit denen die schwierigen arktischen Gebiete unter die Herrschaft des Menschen gebracht werden, sich als unschätzbarer Vorteil für die ganze Menschheit erweisen, nicht zuletzt, wenn wir ein ernstzunehmendes Programm zur Erforschung des Weltraums beginnen.

Das Beringstraßenprojekt ist Ausdruck eines Elements des russischen Denkens, das mindestens bis auf Graf Sergej Witte zurückgeht, den russischen Finanzminister an der Wende zum 20. Jahrhundert, der in der Transsibirischen Eisenbahn die beste Möglichkeit für friedliche Zusammenarbeit und Entwicklung zwischen Rußland und dem Rest des damaligen Asiens sah. Aus der Korrespondenz zwischen US-Präsident Franklin Roosevelt und dem sowjetischen Staatsführer Josef Stalin im Zweiten Weltkrieg geht hervor, daß ein Bündnis der Vereinigten Staaten mit Rußland ein wichtiges Element in Roosevelts Vision internationaler Kooperation in der Welt nach dem Krieg sein sollte. Diese staatsmännische Sichtweise ist auch heute noch richtig, und tatsächlich sogar der einzige Weg, die gegenwärtige Wirtschaftskrise zu überwinden. Es bewegt sich heute weit mehr in diese Richtung, als sich hier angemessen berichten läßt, u.a. auch gemeinsame Entwicklungsprogramme zwischen Rußland und dem übrigen Asien.

Über China und die Vereinigten Staaten heißt es, sie seien fast schon miteinander verheiratet. Die beiden Volkswirtschaften sind bereits auf alle erdenkliche Weise miteinander verwoben. Und mit einer Regierung nach Obama werden wir in den USA die Freiheit haben, unseren Teil dazu beizutragen, daß diese Ehe Früchte trägt. China ist zuhause schon mitten an der Arbeit, mit dem Dreischluchtendamm oder der ersten großen Magnetbahnstrecke, und es beteiligt sich auch an vielen Projekten im Ausland. Die vielsagendsten davon sind vielleicht die Projekte, die China Ende 2009 in Afrika mit Hilfe von nominellen Dollar-Werten vereinbart hat, wodurch praktisch die fiktiven reinen Geldwerte einen realen, physischen Wert erhielten. Ein China, das von einem produktiven und zukunftsorientierten Amerika beflügelt wird, wird sich mit Freuden an großen Entwicklungsprojekten beteiligen, die für beide Seiten von Nutzen sind. Ohne einen solchen Kurswechsel der USA wird allerdings auch China den Zusammenbruch des transatlantischen Systems nicht überstehen.

Die hier in Kürze beschriebene Methode wird die Grundlage dafür schaffen, daß wir weit mehr erreichen können, als nur die Wirtschaftskrise zu lösen. Was mit NAWAPA beginnt, können wir auch nach Afrika bringen und diesen Kontinent aus dem gegenwärtigen erbärmlichen Zustand, in dem man ihn viel zu lange gelassen hat, herausholen. Indem wir die Sahara begrünen, werden wir dem Boden Leben und den Menschen Würde bringen. Was mit dem Beringstraßenprojekt beginnt, können wir an Schlüsselpunkte rund um die Welt bringen und die Menschen aller Nationen miteinander verbinden - von der Südspitze Afrikas bis zur Südspitze Südamerikas, und alle Orte dazwischen. Die Fortschritte in der Wissenschaft der Biosphärengestaltung und in der Staatskunst werden die Grundlage schaffen, auf der wir den Weltraum gründlich erforschen können, so daß wir das gesamte Sonnensystem und mehr unter die Herrschaft der Biosphäre, des Menschen bringen.

Das ist ein Vorgeschmack der Zukunft, die mit dem Ende der Obama-Präsidentschaft beginnt.

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LaRouche (LPAC Weekly Report vom 24.8.): „Das also sind die Mindestbedingungen, die berücksichtigt werden müssen. Wenn man überhaupt eine Erholung will, dann ist es wahrscheinlich das einzige, was überhaupt funktionieren wird.

Ich stelle ja seit langem Prognosen, genau genommen seit 1956, als ich eine Rezession für 1957 vorhersagte, und ich lag damals als einziger richtig. Ich war auch in anderen Fällen erfolgreich, immer wieder, und ich habe in diesem Bereich eigentlich keine Konkurrenten. Ich denke also, daß es sehr unvernünftig wäre, nicht zu versuchen, was ich hier beschrieben habe.

Ich sehe keinerlei Möglichkeit zum Überleben, wenn nicht zunächst einmal dieser Kerl aus seinem Amt entfernt wird, er ist mehr als reif für eine Absetzung. Auch das jetzige System muß unbedingt aufgegeben werden, mit Hilfe einer Glass-Steagall-Reform in der ursprünglichen Form, mit der gleichen Kraft und Absicht wie damals beim Vorgehen Franklin Roosevelts: Das ist absolut notwendig.

Wir müssen den Kredit, den wir dadurch erhalten, sinnvoll einsetzen; zunächst müssen wir ihn der Bundesregierung und den Bundesstaaten zur Verfügung stellen, um für Stabilität für die Wirtschaft und für reales Wachstum zu sorgen. Wir müssen noch weiter gehen, mit großangelegten Projekten, auf der Grundlage der Schaffung eines Kreditsystems im Unterschied zu einem monetären System. Wir werden Geld verwenden, aber es wird so verwendet wie ursprünglich vorgesehen, in einem Kreditsystem statt einem Geldsystem. Wir nehmen den Kredit, den wir schöpfen können, und nutzen diesen Kredit zum Teil, um die Wirtschaft wieder in Funktion zu setzen.

Aber dann brauchen wir darüber hinaus ein großes Programm als Motor, auf der Grundlage großangelegter Infrastrukturprogramme, wofür NAWAPA am geeignetsten ist. Wir brauchen es als Programm beschleunigten wissenschaftlichen Fortschritts - genauso wie natürlich auch das Raumfahrtprogramm, das wiederbelebt werden und über das hinausgehen muß, was wir bisher hatten. Wir brauchen solche Programme als Wissenschaftsmotor, die große Kapitalinvestitionen in Wachstumsschübe verwandeln, in den Motor für die Ausweitung des Wohlstands, der pro Kopf und pro Quadratkilometer in den Vereinigten Staaten und anderen Nationen geschaffen wird.

Das ist der Entwurf. Er ist ohnegleichen und soweit ich es als derzeit führender Prognostiker der Welt sehen kann, ist es das einzige, was funktionieren wird. Es ist das, was am besten funktionieren wird - packen wir es an.“

Lesen Sie hierzu bitte auch:
Was Lyndon LaRouche wirklich sagt
- Internetseite der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo)
Ältere Schriften von Lyndon H. LaRouche aus den Jahren 1981-2006
- Internetseite des Schiller-Instituts
Internetseite des LaRouche-Aktionskomitees
- in englischer Sprache