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Neue Solidarität
Nr. 4, 25. Januar 2012

Gedanken über ein Werk von Nikolaus von Kues

Die heutige strategische Lage

Von Lyndon LaRouche
- Letzter Teil -

Die folgende Schrift erschien im englischen Original am 19. Dezember 2011, wir veröffentlichen sie in mehreren Teilen.

II. Über Ökonomie

Wenn ich den aktuellen Lauf des Weltgeschehens beobachte, finde ich es erstaunlich, daß die west- und mitteleuropäischen Regierungen und die mit ihnen verbundenen Nationen immer noch der Illusion anhängen, ihre Länder müßten sich mit immer mehr faktisch hyperinflationärem und nunmehr völlig wertlosem Geld versorgen. So gab und gibt es in den Vereinigten Staaten immer mehr von diesem inhärent wertlosen Geld, bereits unter George W. Bush jr. und noch mehr unter Barack Obama, dem unmoralischsten und verbrecherischsten Wesen, das in unserem Land aufgetaucht ist.

Die Schulden des Transatlantikraums bilden heute ein unheilbares Krebsgeschwür von rein nominellem, monetaristischem Wert, der nur seine eigene Wertlosigkeit ständig noch verschlimmert, und das derzeit mit hyperinflationärer Geschwindigkeit. Diese gesamte Masse wertloser Schulden wird und kann nie eingelöst werden.

Die unverrückbare Tatsache ist dabei, daß Geld an und für sich betrachtet gar nichts Einlösbares ist. Der potentielle Wert liegt nicht im Geld an sich (d.h. im „Monetarismus“), sondern in der Schöpferkraft des Menschen, die eine ständig steigende reale Produktivität möglich macht, welche durch Fortschritte in den wissenschaftlichen Erkenntnissen und einen steigenden kulturellen und verwandten Lebensstandard für die breite Bevölkerung erreicht wird.

So hätte kein vernünftiger Regierungspolitiker und auch kein einigermaßen nüchtern denkender Bürger unserer Republik oder Kontinentaleuropas irgend etwas Nennenswertes dabei verloren, wenn seine Regierung einfach den Präzedenzfall von Präsident Franklin Roosevelts Trennbankengesetz „Glass-Steagall“ von 1933 aufgegriffen hätte, um so in einem dringend notwendigen Schritt diese schrecklichen, furchterregenden monetaristischen Systeme, die seit der Wende im Sommer 1971 in den USA und anderswo aufgebaut wurden, wieder abzuschaffen.

Was in der Hinsicht beispielsweise in den USA geschehen ist, wird immer schlimmer und mehr als zwecklos, besonders seit Anfang September 2007 und ganz besonders seit den 2008 eingeleiteten hyperinflationären Rettungsaktionen, die völliger Wahnwitz sind. Und in West- und Mitteleuropa ist der Wahnsinn sogar noch schlimmer und die Lage noch hoffnungsloser als hier in den USA. Mittlerweile haben wir diesen Wahnsinn in Form des „Quantitative Erleichterung“. Dieses bösartige finanzielle Krebsgeschwür stürzt die transatlantische Welt geradewegs in die Tiefen der wirtschaftlichen Hölle!

Man hätte von Anfang an erkennen müssen, daß es einen anderen Ausweg gab, nämlich folgendermaßen.

Mein Vorstoß zur Rettung der US-Wirtschaft 2007

Eine Neuauflage des Glass-Steagall-Gesetzes von 1933 oder mein Entwurf eines „Gesetzes zum Schutz von Hauseigentümern und Banken 2007“ oder entsprechende Vorschläge wären unmittelbare, dringende erste Schritte gewesen, die bereits spätestens im September 2007 hätten umgesetzt werden müssen. Das wäre aber nur ein Teil von umfangreicheren notwendigen Maßnahmen zur Überwindung dieser Krise gewesen. Ein Glass-Steagall-Gesetz ist notwendig, kann aber allein nicht das nötige erreichen - wir brauchen es dringend, nicht als fertige Lösung, aber als unverzichtbaren ersten Schritt zu weiteren notwendigen, fundamentaleren Ansätzen für eine echte und dauerhafte Wirtschaftserholung.

Kurz gesagt ist das praktische Problem folgendes.

Mit Glass-Steagall werden nur die wertlosen Forderungen aus Zockergeschäften vom gewerblichen Bankensektor abgetrennt - dabei ist die Wende so dringend erforderlich, daß die Weiterexistenz der Vereinigten Staaten davon abhängt, Präsident Obama sofort zu entlassen, um die nötige Glass-Steagall-Reform in Gang zu setzen. Das Kreditvolumen, das unter dem Glass-Steagall-System aufgebracht werden könnte, würde allerdings allein nicht ausreichen, um den wirtschaftlichen Zusammenbruch der transatlantischen Region insgesamt oder auch nur der USA aufzuhalten. Ein viel breiter angelegtes Vorgehen, wie ich es hier darstelle, ist nötig. Es darf keine Sekunde vergeudet werden.

Ich erläutere.

Kreditsystem contra Geldsystem

Als die Patrioten der englischen Kolonien Nordamerikas in der Folge von Lord Shelburnes Sieg beim Pariser Frieden vom Februar 1763 mit dem Empire gebrochen hatten, entwickelte sich in diesen Kolonien eine Kluft zwischen den amerikanischen Patrioten und ihren Todfeinden, den „amerikanischen Tories“ bzw. den britisch-imperialen Finanzinteressen. Die imperialistischen Interessen der Britischen Ostindiengesellschaft, wovon Richter John Lowell damals nur ein prominenter Vertreter von vielen war, sind typisch für die Interessen des Empire gegen die amerikanischen Interessen (sprich unsere Vereinigten Staaten). Ein traditioneller Vertreter dieses britischen Imperialinteresses, damals wie auch heute noch, ist das Bankhaus Morgan.

Die Rolle dieser britischen Imperialinteressen richtig zu verstehen, erfordert Einsicht in einige grundlegendere Erwägungen. Die heutigen britischen Interessen haben die Form eines nahezu weltweiten Imperiums, das die Wallstreet und verwandte Finanzinteressen in den USA beherrscht, und meistens auch das amerikanische Präsidentenamt steuert. Ein Fall war der Wallstreet-Betrüger Martin van Buren und dessen Handlanger Andrew Jackson, die sich zusammentaten, um die Finanzen der Vereinigten Staaten zu ruinieren, indem erst Jackson die Bank der Vereinigten Staaten schloß und dann van Buren (im Stile von Bernanke und Geithner) den berüchtigten Schwindel inszenierte, der als „Panik von 1837“ bekannt wurde. In den folgenden Jahrzehnten waren fast alle amerikanischen Präsidenten und Regierungen Handlanger des Empire und arbeiteten gegen die Interessen der Vereinigten Staaten und ihrer Verfassung. In jüngster Zeit sind Beispiele hierfür George H.W. Bush (der Sohn des Hitler-Mäzens Prescott Bush), George W. Bush jun. und Barack Obama, ein faktischer Verräter und Agent der britischen Monarchie.

Diese verräterischen Elemente in den Geldinteressen des amerikanischen politischen Systems sind nicht einfach nur schlechte Menschen; sie sind bösartige, bewußte Agenten des heutigen Empire unter Queen Elisabeth II. Noch präziser könnte man sagen, sie sind Agenten der vierten Kategorie und Generation des alten Römischen Reiches - jenes Imperiums, das tatsächlich heute die Welt beherrscht. Bei dem Bösen, wofür dieses heutige Empire steht, geht nicht nur um die Art von Piratentum und Sklavenhandel, die das britische System bis heute betreibt. Das Hauptmerkmal des Britischen Empire wie aller europäischen Imperien der gesamten antiken wie neuzeitlichen Geschichte ist eine bestimmte Eigenschaft, die nicht nur den einzelnen Erscheinungsformen des Römischen Reichs gemein ist, sondern auch für die mächtigen Reiche gilt, die vor Gründung des ursprünglichen Römerreichs tonangebend waren.

Das Wesentliche an allen solchen Imperien war stets das, was man als das „Oligarchische System“ bezeichnet, jenes System, das für die monetaristischen Finanz/Bank-Interessen des transatlantischen Systems und seiner Ableger charakteristisch ist. Die wirtschaftliche Vergewaltigung der bisherigen Nationen West- und Mitteleuropas unter dem Vorwand des sogenannten „Euro-Systems“ bedeutet eine Unterwerfung dieser einstmals souveränen Nationen, um aus ihnen hilflose Kolonien dieser modernen, nominell britischen Variante des Römischen Reichs zu machen.

In Homers Schilderung des Trojanischen Kriegs, im Apollokult (das „Orakel von Delphi“) und in den späteren Berichten des Chronisten und Dramatikers Aischylos über die Zeit nach dem Trojanischen Krieg sind die Hauptmerkmale von Reichen wie dem Römischen Reich und seiner Vorgänger wie Nachfolger treffend wiedergegeben. An diesen Beispielen zusammen mit den Hinterlassenschaften des Römischen Reichs wird deutlich, was entsprechende Fachleute unter dem „Oligarchischen System“ verstehen.

Das „Oligarchische System“ unterteilt die menschliche Bevölkerung in diejenigen, die ausdrücklich zu „Göttern“ bestimmt sind, und auf der anderen Seite diejenigen, die zu Sklaven oder Knechten gemacht werden. Das war, bei bestimmten relativ oberflächlichen Änderungen, das Gesellschaftssystem, das bis zur heutigen Zusammenbruchskrise der transatlantischen Region praktisch über Europa geherrscht hat.

Insofern sollte es niemanden wundern, daß US-Präsident Barack Obama psychopathologisch eine Kopie des römischen Kaisers Nero ist. Man lese die Fakten über Obama: Man sieht dort dieselbe geistige und moralische Degeneration, die Kaiser Nero auszeichnete. Wer heute Obama als Präsident unterstützt, der fördert eine lebende Kopie des historisch berüchtigten Mordgesellen Kaiser Nero oder der ähnlich kranken Persönlichkeit des Diktators Adolf Hitler. Nicht der Krieg machte Hitler zu einem neuen Nero; der Kriegsausbruch setzte nur das in Hitler schon immer vorhandene Potential frei, ähnlich wie man bei Nero Ähnlichkeiten mit Hitler findet. Obama könnte sogar noch Schlimmeres anrichten als Hitler, wenn er nicht nach Maßgabe von Absatz 4 des 25. Zusatzes der US-Verfassung umgehend abgesetzt wird!

Allgemein war die Kultur Europas und der angrenzenden Regionen - mit bestimmten bedeutsamen Ausnahmen wie der Herrschaft Karls des Großen und seines Freundes, des Kalifen Harun al-Raschid - von diesem oligarchischen Prinzip geprägt, das uns bereits aus dem Peloponnesischen Krieg bis hin zum Aufkommen der europäischen Renaissance im 15. Jahrhundert bekannt ist. Um so bemerkenswerter ist deshalb die Bedeutung der Renaissance im Zusammenhang mit dem großen ökumenischen Konzil von Florenz und dem davon ausgehenden zivilisatorischen Vorstoß des neuzeitlichen Europas - typisch verkörpert in Werdegang und Leistungen des Kardinals Nikolaus von Kues, der praktisch alle kompetenten Richtungen der neuzeitlichen europäischen Wissenschaft und Kunst begründet hat.

Seit der brutalen Herrschaft des englischen Königs Heinrich VIII. wütete allerdings in der gesamten europäischen Zivilisation ein wahrhaft teuflischer Religionskrieg. Entscheidend ist daran der Kampf zwischen einer humanistischen Kultur, die sich aus den Höhepunkten des großen ökumenischen Konzils von Florenz ableitete, und dem wiedererstarkten alten Übel der oligarchischen Seuche. Seit im Zuge der Holländischen Kriege gegen Frankreich unter dem einfältigen Ludwig XIV. die Sarpische Neue Venezianische Partei des Wilhelm von Oranien aufgebaut wurde und sich im anschließenden Siebenjährigen Krieg das eigentliche Britische Empire herausbildete, waren die Kriege in Europa ein gräßliches Unheil, ganz in der Tradition des alten Römischen Reichs und dessen Ebenbildern wie Byzanz, den venezianisch gesteuerten Kreuzzügen und dem Aufstieg des heutigen Empire.

Das offensichtlichste Merkmal des Bösen im jetzigen Britischen Empire liegt in seiner Bedeutung als monetaristisches System. Die Fakten, wenn man sie recht betrachtet, liegen eigentlich auf der Hand; aber die meisten Menschen interessieren sich sogar noch heute kaum für die Wahrheit über Geld und Geldsysteme, es sei denn so, wie ein Zocker seinen närrischen Begierden nachgeht.

Geld, als Geld oder seine Entsprechungen, hat keinen wirklichen wirtschaftlichen Wert. Das Problem hierbei ist, daß mit der Schaffung eines Monopols über das Geld entweder durch einen Nationalstaat oder eine Macht, die ein privates Monopol über eine staatliche Währung ausübt, Geld zu einem Monopol der herrschenden politischen Macht wird. So ist es bei dem völlig durch und durch verfaulten Federal-Reserve-System (einem Erbstück des Hauses Morgan) und seinen Ablegern in New York und London oder beim Internationalen Währungsfonds, der ein Zwangsregime über die öffentliche Verwendung von Geldern ausübt. Dazu gehört, daß in London und an der Wallstreet hyperinflationäre Blasen geschaffen werden. Auf diese Weise wird über Geldverknappung oder hyperinflationäre Geldschwemmen eine Kontrolle über die Existenz der Bevölkerung ausgeübt, die über Tod und Leben entscheidet.

Ich erstelle seit langem mit beständigem Erfolg Wirtschaftsprognosen, seit ich im Sommer 1956 eine schwere US-Rezession voraussagte, die etwa Ende Februar oder spätestens Anfang März 1957 ausbrechen würde. Alle Prognosen, die ich seither veröffentlicht habe, waren ausnahmslos zutreffend, wohingegen alle meine vermeintlichen Konkurrenten in ihren Ergebnissen bis heute gescheitert sind. Diese Prognosen der vermeintlichen Mitbewerber waren durchgängig falsch, weil sie ihre Einschätzungen der Natur der Entwicklungen immer auf falsche, monetaristische Grundannahmen stützten. Bis auf den heutigen Tag fallen sie immer auf das herein, was man sie glauben gemacht hat.

Ihr Fehler besteht darin, daß sie nicht wahrhaben wollen, daß Geld niemals mehr bedeutet als den realwirtschaftlichen Wert der Zwecke, für die der Kredit gewährt wird. Geld an sich besitzt keinen Eigenwert. Praktisch alle ihre Grundannahmen sind falsch, weil sie das Wesen des oligarchischen Systems, an das sie sich angepaßt haben, nicht verstehen.

Geschichte ist in der Hinsicht nicht nur eine Frage persönlicher tyrannischer Schicksale. Die Wurzel des Bösen liegt in einer krebsartigen Seuche, die wir formell als das oligarchische Prinzip kennen, worüber schon Homer in seiner Schilderung des Trojanischen Kriegs berichtete. Die oligarchische Kontrolle über Schöpfung und Verwendung von Geld ist die Hauptursache für das katastrophale Scheitern aller geldorientierten Gesellschaftssysteme, und so wurde auch die US-Wirtschaft seit Anfang der achtziger Jahre durch den Einfluß des in Diensten Londons und der Morgan-Tradition stehenden Alan Greenspan ruiniert. Worum es eigentlich geht, ist das oligarchische Prinzip, dessen Hauptvertreter heute das Britische Empire von Queen Elisabeth II. ist. Dieses Empire muß besiegt werden, und wer dieser Pflicht nicht nachkommt, kann sich jetzt schon ausmalen, wie er in einer Hölle auf Erden schmort - wenn er überhaupt lange genug lebt, um es zu begreifen.

Ich werde im folgenden Kapitel dieses Berichts mehr zum Thema Geld sagen.

III. Der Schein trügt...

Die Folgen der wilden Spekulation, die praktisch auf der gesamten Welt heute stattfindet, demonstrieren die eben genannte Tatsache: Geld an sich hat niemals in irgendeiner Volkswirtschaft auf der Welt einen Eigenwert oder einen quantitativen „ökonomischen Wert“ ausgedrückt; dieser Umstand wird uns besonders unter den derzeitigen Zuständen in den transatlantischen Regionen bewußt. „Quantitative Erleichterung“ an sich ist der verrückteste, dümmste, aber auch diebischste Schwindel, den eine schlechterdings verrücktgewordene Regierung heutzutage auflegen kann, indem sie leichtfertig das Vertrauen in immer wertlosere, fiktive Schulden setzt - eine Imitation der Schuldenkrise von Weimardeutschland 1923.

Das ist das Urteil, das beispielsweise über den noch weit schlimmeren hyperinflationären Wertverfall als jenen in der Weimarer Republik gefällt werden muß, den die Regierungen von George W. Bush und Barack Obama verursacht haben - von der derzeitigen Lage in West- und Mitteleuropa ganz zu schweigen. Ob der angebliche Reichtum nun in Dollar, Pfund Sterling oder ähnlichem ausgewiesen ist, allein dadurch sind diese Regierungen, wie ihre britisch-imperialen Komplizen, völlig wahnsinnig. Wirklicher Reichtum existiert nur in Form eines Nettozuwachses an realen produktiven Leistungen für die Menschen pro Kopf und pro Quadratkilometer, was sich z.B. als steigende Ertragsrate pro Tag und Person messen läßt, mit der im Zeitablauf die laufenden Bedürfnisse der Menschheit und des Fortschritts pro Person befriedigt werden.

Diese manchmal scheinbar übernatürliche Fähigkeit - die Fähigkeit, die Produktion physischen Reichtums pro Kopf und pro Quadratkilometer Landfläche zu steigern - erringen wir, wenn wir es denn tun, vor allem durch die einzigartige Fähigkeit des Menschen, seine naturwissenschaftliche Kreativität oder ein Äquivalent davon pro Kopf und pro Quadratkilometer bewußt zu erhöhen. Es kann sich auch in der Fähigkeit des Menschen ausdrücken, sich über die Oberfläche unseres Heimatplaneten in große Höhen zu erheben und einen erfolgreichen Hin- und Rückflug zu Mond und Mars anzutreten.

So entwickelte sich in unserer Gesellschaft erst Anfang der 1950er Jahre infolge der beginnenden Weltraumforschung und vergleichbarer Entwicklungen ein wirkliches, praktisches Verständnis, was es heißt, die größten Höhen zu erreichen, die unseren Planeten umschließen. Und erst in jüngerer Zeit erkannten in Wissenschaftsfragen bewanderte Leute, daß sogar das Wetter, dem wir als Bewohner unseres Planeten ausgesetzt sind, nicht unabhängig von Effekten ist, die vom „Wettergeschehen“ in den relativ nahegelegenen Armen unserer Galaxis herrühren.

Wir müssen aber nicht nur auf Veränderungen im Einflußbereich solchen galaktischen „Wetters“ reagieren. Sofern nicht das menschliche Leben auf unserem Planeten etwa durch einen thermonuklearen Krieg oder vergleichbare Umstände massive Zerstörung erleidet, stehen wir auf jeden Fall vor der Aufgabe, u.a. mit höchst unfreundlichen Wetterlagen in unserer Galaxis fertig zu werden. Wir müssen uns im Laufe der kommenden Zeit, während späterer Generationen dieses noch jungen Jahrhunderts, rechtzeitig in die Lage versetzen, solchen „Wettergefahren“ entgegenzutreten.

In den geschätzten etwa halben Milliarde Jahren derzeit nachgewiesenen Lebens auf der Erde war für den Fortbestand des Lebens eine Zunahme der verfügbaren „Energieflußdichte“ erforderlich, auch während der letzten mehrere Millionen Jahre, in der sich menschliches Leben auf der Erde ausbreitete. Nach unserem besten heutigen Wissen ist die menschliche Gattung die einzige, die über die Fähigkeit verfügt, willentlich den spezifisch für die menschliche Bevölkerung erforderlichen Zuwachs zu erreichen, und zwar durch bewußte kreative Fähigkeiten. Es wird in der Zukunft viel geschehen, was für uns neu sein wird, aber schon heute kennen wir die Grundzüge der Bestimmung der Menschheit als Bewußtsein eines Prinzips der Veränderung, auf dem die Existenz menschlichen Lebens weiter beruhen wird.

Die mögliche Zunahme der Existenz- und Ausweitungsfähigkeit des Menschen während der kommenden Generationen dieses noch jungen Jahrhunderts, wie man sie sich aus den Erfahrungen der letzten zwei Jahrhunderte unserer Geschichte heraus vorstellen kann, ist mit der möglichen Steigerung der Arbeitsproduktivkräfte hier bei uns auf der Erde verbunden. Auf diese Erwartung sollte man sich stützen angesichts der schweren selbstverschuldeten Depression der Realwirtschaft im transatlantischen Bereich der Welt, die im Zusammenhang mit der Ermordung John F. Kennedys und seines Bruders Robert sowie dem daraus folgenden langen Krieg der USA in Indochina steht. Die Kombination aus der Unfähigkeit Amerikas, wirksam gegen diese beiden Mordanschläge vorzugehen, und dem Wahnsinn, sich auf einen langen Krieg in Südostasien einzulassen, waren die eigentlichen Ursachen, die den langen, immer schnelleren Absturz der transatlantischen Wirtschaft seit jener Zeit ausgelöst haben.

Eine geistige Störung namens „Geld“

In dem gesamten ausführlichen Einleitungsteil dieses Berichts zieht sich durch alle wahrheitsgemäß definierten Ergebnisse eine gemeinsame Ironie. Das Ausmaß aller wirklich menschlichen Systeme in den erweiterbaren Regionen willentlichen Einflusses der Menschheit in der Galaxis, vom Menschen gemachte funktionierende Apparate eingeschlossen, wird durch sich selbst und nicht durch irgendeine willkürlich von außen übergestülpte Maßeinheit definiert.

Das war und ist das Ausmaß der wahren menschlichen Ökonomie. Das gleiche gilt für jeden kompetenten „Wertbegriff“ in der Realwirtschaft. Das innere Maß unseres Universums, wie es im realwirtschaftlichen Maßstab eines Äquivalents von „Energieflußdichte“ enthalten ist, ist Ausdruck einer allgemeinen konzeptionellen Grundlage für die richtige Vorstellung der inneren Ordnung eines in sich abgeschlossenen Universums und der unwiderruflich extraterrestrisch ausgedehnten menschlichen „Welt-Wirtschaft“.

Betrachten wir noch weitere wichtige Aspekte der menschlichen Ökonomie... Die verbreitete Vorstellung von „Geld“ hat als destruktiver Einfluß auf Wirtschaft und Bevölkerung entscheidende Bedeutung. Man muß weder Goldbarren noch irgendein anderes Bezugsmaß außerhalb des Prozesses einer steigenden Energieflußdichte suchen - außerhalb dessen, was man in praktischen Begriffen als die endlose Selbstentwicklung eines „endlichen, aber unbegrenzten“ Universums definieren kann, wie es Albert Einstein sah.

Der Prozeß steigender Energieflußdichte menschlicher Aktivitäten im Universum ist im Grunde das eigentliche Maß für die Menschheit. „Letzten Endes“ ist weder Gold noch irgendein anderer Gegenstand von Bedeutung, sondern nur das, was die Menschheit oder eine vergleichbare Einrichtung innerhalb des universellen Systems verkörpert.

Laplaces Schwindel

Symptomatisch typisch für die wichtige Frage, die durch meine eben gemachten Bemerkungen aufgeworfen wird, ist die Notwendigkeit, die absurde Doktrin der Anhänger der törichten Ansichten eines Pierre-Simon Laplace von der „Zeit“ auszuschließen. Hierin liegt wesentlich der ganze Unsinn von Laplaces fragwürdigen Behauptungen über die Geltung der heute überall gelehrten Mathematik für die Physik. In diesem Kapitel fasse ich meine Aussage zusammen, indem ich die weiter oben in diesem Bericht vorgegebene Richtung der Argumentation erneut aufgreife. Laplaces Grundaussagen sind in vielfältiger Weise voller Absurdität; ich werde Laplaces Schwindel hier im notwendigen Umfang entsprechend „Stück für Stück“ auseinandernehmen.

Zunächst möchte ich auf die Bedeutung einiger Aussagen Laplaces zurückkommen, die klar auf den Kern des Betrugs weisen, den er mit seinem falschen Ansatz zur Definition von „Zeit“ begangen hat. Was er als „Zeit“ bezeichnet, liegt für ihn außerhalb des Universums - ein Gegenstück zu der ebenso absurden Vorstellung eines „Raums an sich“. Die verwandten Vorstellungen von „Zeit an sich“ und „Raum an sich“ gehören zu den grundlegendsten Versündigungen am eigentlichen Kern der Wissenschaft im Zusammenhang mit Laplaces systemischen Absichten. Sein schwerster Verstoß besteht darin, daß er auf die irrige Vorstellung einer „Zeit an sich“ setzt, die implizit auf die Absurdität von „Raum und Zeit an sich“ hinausläuft.

Alles, was man vernünftigerweise als kompetente Physik und nicht als Produkt abartiger Kreaturen wie Bertrand Russell betrachten kann, beruht auf der klar bewiesenen, notwendigen und konsequenten wechselseitigen Abhängigkeit aller ontologischen Behauptungen zur Definition der Eigenschaften der Vorgänge im Universum, das alles enthält und definiert, sogar die Hypothese von der „Zeit an sich“. Was man letztlich glauben muß, ist die Vorstellung einer mit dem System verhafteten „physikalischen Zeit“, wie dies bereits in Johannes Keplers ureigenem Konzept der universellen Gravitation impliziert war und auch in Albert Einsteins Vorstellung eines „endlichen, aber unbegrenzten“ Keplerschen Universums enthalten ist.

Im Rahmen dieser gerade genannten Vorgaben bietet der bisherige Fortschritt der Wissenschaft zwei grundlegende Optionen, deren Gegensätzlichkeit der zivilisierten Menschheit beim gegenwärtigen Stand die Annäherung an eine vorläufige Gewißheit erlaubt - eine gewisse Sicherheit in Verbindung mit den Grundinhalten einer kompetenten zeitgenössischen Naturwissenschaft. Die eine Option ist die menschliche „Sinneswahrnehmung“; die andere könnte man sinnvoll als allgemeine Elektrodynamik der physikalischen Zeit (nicht der „Uhrenzeit“) im Universum bezeichnen, das um so mehr, wie wir zunehmend in der Lage sind, unseren Einfluß in diesem Bereich wirksam auszudehnen.

Derzeit läßt sich diese Frage am besten aus der Sicht von Bernhard Riemanns Werk und der Beiträge von Riemanns herausragenden Nachfolgern wie Max Planck, Albert Einstein und W.I. Wernadskij darstellen. Das Zusammenspiel der exemplarischen Beiträge dieser drei versetzt uns heute in die Lage, in der Wissenschaft geeignete Anstrengungen zu unternehmen, um Lösungen zur Überwindung des gewaltigen Maßes an Irrationalität vorzulegen, welches man sich auflädt, wenn man eine Wissenschaft aus den derzeit „populären“ Annahmen über menschliche Sinneswahrnehmung abzuleiten versucht.

Was ich eben geäußert habe, ist jedoch nicht mehr als die Spitze des Eisbergs von dem, was die Gesellschaft heute unbedingt in Erfahrung bringen muß. Verlagern wir den Schwerpunkt ein wenig und wenden uns einem wissenschaftlichen Sachverhalt zu, den ich in den Antworten auf zwei Fragen, die mir bei meinem Internetforum am 20. September 2011 gestellt worden waren, zusammenfassend dargestellt habe. Auf dieser öffentlichen Veranstaltung ging ich auf die Bedeutung eines allgemeinen wissenschaftlichen Prinzips wirtschaftlicher Produktivität ein. Mein dort angeführtes Argument läßt Laplaces aprioristische Behauptungen in bezug auf Zeit ein für allemal in der Versenkung verschwinden; es wird nachdrücklich klar, daß Laplace keinen belastbaren Beweis für seinen Zeitbegriff als Phänomen im Universum vorlegt hat.7

Laplaces Zeit im leeren Raum

Wie könnte Laplace als Beobachter im leeren Raum die Zeit abzählen? Bezogen auf welches Phänomen sollte man im leeren Raum die Zeit rechnen? Wenn zu diesem Zweck keine geeignete Uhr zur Verfügung stünde, wie, wann oder wo ließe sich die „Zeit“ als abgelaufene Zeit erfassen? Wie ließe sich eine abgelaufene „Zeitdauer“ messen, bezogen auf einen vermeintlich leeren „Raum“, den Laplace zu seiner geistigen Heimat erklärt hat?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, auf einen Schwindel wie den von Laplace zu antworten.

Am besten versucht man auf die Herausforderung, die ich eben (beizeiten) gestellt habe, so zu antworten: Wenn man Raum, Wirkung und Materie aus dem hypothetischen Universum ausschließt, was bedeutet dann noch „Zeit“?

Diese eben geäußerte Überlegung spricht für sich selbst, denn Laplace selbst sagt im Grunde nichts anderes. Für wie lange hätte man einen Laplace mit gutem Grund wegen Betruges an den Uhrmachern und vielen anderen zu Haft in einem echten Gefängnis verurteilen können? In einem wirklich leeren Raum gibt es keine Minuten, die man abzählen könnte.

Zum Leidwesen für Laplaces angeschlagenen Anspruch auf wissenschaftliche Berühmtheit existiert auch kein leerer Raum. Im Grunde gibt es außer der Kreativität schlechthin keine andere ontologische Grundlage für das Universum. Laplace sitzt im leeren Raum und strickt dort ohne Garn und ohne Nadeln. Was für ein Schauspiel wäre das gewesen, wenn man ihn dabei hätte sehen können! Heute sitzt Laplace wohl irgendwo strickend in der Hölle und murmelt kaum hörbar vor sich hin: „Gottfried Leibniz ist tot!“ Das wünschte sich das Halunkenpack unter Führung jenes Abts Antonio Schinella Conti (1677-1749), der aus irgendeiner eigentümlichen Substanz seinen Schützling Isaac Newton künstlich erschuf und weitere Komplizen fand, wie Leonhard Euler, der Leibniz ebenso grob verfälschte, sowie andere Parteigänger der Sache Paolo Sarpis, die Leibniz begraben wollten (sobald sie sicher sein konnten, daß Leibniz tatsächlich gerade gestorben war). Laplaces Platz in der Geschichte des Betrugs im angeblichen Dienst der Wissenschaft findet sich ebenfalls in der Fortsetzung dieser Leibniz-Feinde. Es ist deshalb nicht überraschend, daß sich alles, wofür Newton wissenschaftliche Berühmtheit erlangte, später als ausgemachter Schwindel erwies, und alles auf den Betrügereien Contis und seiner Konsorten beruhte.

IV. Das System der Realwirtschaft

Ein kompetentes System für die heutige Wissenschaft der physischen Ökonomie basiert in der Praxis auf der Gegenüberstellung von zwei unterschiedlichen Berechnungsmethoden. Die erste, die subjektive Methode, beruht hauptsächlich auf der Akzeptanz menschlicher Sinneswahrnehmung; die zweite, die objektive Methode, gründet, besonders leicht erkennbar im Einsatz moderner Elektronik, hauptsächlich auf Ersatz für Sinneswahrnehmung. Das optimale Ergebnis ist dann ein Kontrast, der sich aus den Wechselwirkungen und Widersprüche zwischen den beiden Wahrnehmungskategorien definiert.

Da das menschliche Wissen an sich auf der Verbindung des körperlichen zum geistigen Leben des Individuums beruht - einem Geistesleben, das in der Verarbeitung von Produkten der Sinneswahrnehmung im menschlichen Gehirn ankert -, müssen die wichtigsten qualitativen Fortschritte im menschlichen Verhalten außerhalb der Sinneswahrnehmung entstehen, worauf uns das berühmte Beispiels Helen Kellers verweist.

Eine kompetente Einsicht im naturwissenschaftlichen Bereich beruht jedoch vor allem auf Erkenntnissen über das System der Erscheinungen dessen, was man es wohl am besten als „elektrochemischen“ Bereich bezeichnen kann. Die reziproken Aspekte der beiden so umschriebenen Bereiche stehen funktionell in Wechselbeziehung zueinander. Diese Wechselwirkung bildet die experimentelle Wissensgrundlage, um menschlichen Fortschritt zu erzielen. Wir müssen uns also vor allem darum kümmern, die sozialen Prozesse zur Entwicklung einer solchen systemischen Methode im menschlichen Individuum zu fördern.

Seit den erkennbaren „Anfängen“ sind es immer die Gegensätze zwischen den verschiedenen spezifischen Wahrnehmungsarten des Menschen, die die Paradoxe erzeugen, aus denen Prinzipien statt bloß unterschiedlicher Empfindungen abgeleitet wurden. Daraus kommt die Idee, daß Sinneswahrnehmung „subjektiv“ und das übrige „objektiv“ sei. Der Mensch in der Gesellschaft neigt in seinem Denken dazu, die menschliche Seite als „subjektiv“ und die Elektronik usw. als „objektiv“ zu bewerten. Beide Seiten „unterrichten“ sich dann gegenseitig.8

Die wichtigste Tatsache, die es hierbei zu betrachten gilt, ist die scheinbar ontologisch paradoxe Herausforderung, die der Begriff „menschliche Kreativität“ darstellt. Beim Auftauchen der „menschlichen Kreativität“ zerfallen alle vorherigen Annahmen in einer Weise, wogegen man sich erschreckend schwer wehren kann; man empfindet ein drohendes Gefühl des „Fallens“, dem man sich häufig nur entsetzlich schwer entziehen kann.

Die Person, der die Aussicht auf eine solche Erfahrung Angst einjagt, reagiert nicht selten relativ ausfallend (z.B. mit einem lauten, wild dreinblickenden Abstreiten: „Das ist völlig verrückt!“) gegenüber jeder Andeutung wirklicher menschlicher Kreativität. „Sie wollen mich bedrängen!“ Auf großen Wissenschaftlerversammlungen in den 1920er Jahren und später bekamen wahrhaft große Wissenschaftler wie Albert Einstein dieses Phänomen vor allem wegen des kriminellen Verhaltens von Bertrand Russell oder des „Fachidioten“ John von Neumann zu spüren.

Abschließend sollte hier hervorgehoben werden, daß eine wirkliche Wirtschaft eine Realwirtschaft ist, eine Ökonomie, die bewußt darauf ausgerichtet ist, dringend nötige Entwicklungs- und Investitionsprogramme hoher Energieflußdichte, Kapitalintensität und Wissenschaftsorientierung voranzutreiben. Das wird auf absehbare Zeit weiterhin mein nachdrückliches Bestreben sein.


Anmerkungen

7. Ich bin bereits in anderen Veröffentlichungen auf das entsprechende Prinzip eingegangen.

8. Auch hier sei auf den letzten Abschnitt von Riemanns Habilitationsschrift und indirekt auch auf seine Theorie der Abelschen Funktionen verwiesen.

Lesen Sie hierzu bitte auch:
Die heutige strategische Lage - Zweiter Teil -
- Neue Solidarität 3/2012
Die heutige strategische Lage - Erster Teil -
- Neue Solidarität 2/2012
Was Lyndon LaRouche wirklich sagt
- Internetseite der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo)
Ältere Schriften von Lyndon H. LaRouche aus den Jahren 1981-2006
- Internetseite des Schiller-Instituts
Internetseite des LaRouche-Aktionskomitees
- in englischer Sprache