Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken
* * * Internetforum mit Helga Zepp-LaRouche * * *
Neue Solidarität
Nr. 34, 20. August 2014

Der Donau-Oder-Elbe-Kanal

Karten: www.d-o-l.cz

Mit der Donau-Oder-
Elbe-Verbindung würden im Osten Tschechiens zahlreiche Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie eine zentrale Nord-Süd-Verbindung im Netz der Europäischen Wasserstraßen geschaffen.

Der Donau-Oder-Elbe-Kanal ist eine große Chance, der gesamten Region Ostdeutschland, Polen, Tschechien, Österreich und Slowakei eine Lebensader zu geben, die als Grundlage neuer Wirtschaftsprogramme und Zusammenarbeit einen Aufbau einleiten kann.

Das Projekt ist über 700 Jahre alt, denn bereits Karl IV. verstand, daß die Flüsse die Lebensadern Europas sind und daß es schlecht ist, wenn im Herzen Europas keine Verbindung zwischen Nord und Süd und Ost und West auf dem Wasserweg möglich ist. Tschechien bietet sich für eine solche Verbindung geradezu an, denn es liegt am niedrigsten Punkt der Donau-Oder-Wasserscheide, wodurch sich dort die Flüsse am einfachsten miteinander verbinden lassen.

Würde man dann noch die Elbe auf tschechischer und deutscher Seite ausbauen, so könnte man nicht nur wie bisher von Rotterdam bis zum Schwarzen Meer fahren, sondern auch von Hamburg über Dresden und Tschechien zum Schwarzen Meer gelangen (siehe Abbildungen). Aber auch zwischen Nord und Süd würden sich neue Möglichkeiten bieten. Nach Norden könnte man über Eisenhüttenstadt, Frankfurt/Oder und Schwedt in die Ostsee gelangen, und im Süden würde sich der Ausbau der Donau-Ägäis-Wasserstraße von Belgrad über Skopje nach Thessaloniki anbieten und die Anbindung ans Mittelmeer ermöglichen. Der alles entscheidende Knotenpunkt ist dabei jedoch der Donau-Oder-Elbe-Kanal, der für einen gezielten Ausbau der Wasserstraßen im Herzen Europas unabdingbar ist.

Deutschland insgesamt, aber vor allem Sachsen im speziellen sollte sich an diesem Projekt beteiligen und es durch weitere Projekte wie den Elster-Saale-Kanal als Anbindung der Messe- und Handelsstadt Leipzig an den internationalen Handel ergänzen. Denn zwischen dem Atlantik und dem Schwarzen Meer gelegen und mit bereits bestehender Schienenverbindung nach China und Rußland kann Leipzig von solchen Projekten nur profitieren, und für Dresden gälte das in ähnlicher Weise.

Dabei darf man nicht vergessen, daß die Binnenschiffahrtswege gegenwärtig genauso wie der Wasserkorridor Donau-Oder-Elbe unzählige Vorteile für die lokale Wirtschaft und deren Entwicklung in den Regionen mit sich bringen. Vor allem deshalb, weil:

tk