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* * * Internetforum mit Helga Zepp-LaRouche * * *
Neue Solidarität
Nr. 40, 30. September 2015

Wichtiges kurzgefaßt

UN-Vollversammlung kann ein neues Paradigma einläuten

Wenn sich die Staats- und Regierungschefs der Welt in diesem September zur Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York versammeln, müssen sie historische Entscheidungen treffen - Entscheidungen über Krieg und Frieden, über wirtschaftliche Entwicklung oder Herrschaft einer Finanzoligarchie.

Die Vertreter der transatlantischen Welt werden voraussichtlich die Parameter ihres gescheiterten Systems - wie Neoliberalismus, „Regimewechsel“ und den Klimaschwindel - weiter verteidigen, aber gegen sie steht eine neue Realität mit einer ganz anderen Dynamik, wie sie der auf die Zukunft orientierte BRICS-Prozeß beispielhaft verkörpert.

Chinas Präsident Xi Jinping wird vom 26.-28. September bei der UNO sein, vorher wird er sich am 25. mit US-Präsident Obama treffen. Obama selbst gibt zwar China die Schuld an allen wirtschaftlichen Problemen der Welt und wirft Peking Cyberspionage in den USA vor (das im Land der NSA!), aber an den beiden Tagen zuvor wird Xi mit Spitzenvertretern der US-Wirtschaft zusammentreffen, um ihnen die Beteiligung an Chinas Programm der Neuen Seidenstraße anzubieten. Dazu gehören auch neue Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken in den USA.

Bei der UNO wird sich Xi besonders für Frieden, Entwicklung und „neuartige internationale Beziehungen mit Win-win-Kooperation“ einsetzen, wie sein Außenminister Wang Yi ankündigte. In dem Zusammenhang werde Xi betonen, daß die Souveränität aller Staaten unbedingt zu wahren ist und jeder über seinen Entwicklungsweg und über sein Gesellschaftssystem selbst entscheiden soll. Anders ausgedrückt, er fordert ein Ende der „Farbenrevolutionen“ zum Sturz von Regierungen, die der Finanzoligarchie ein Dorn im Auge sind.

Eine weitere entscheidende Intervention bei der UNO wird die des russischen Präsidenten Putin sein, der wie Xi am 28. vor der Vollversammlung spricht. Es wird erwartet, daß Putin sich leidenschaftlich für ein weltweites Bündnis gegen den Terrorismus und besonders gegen den Islamischen Staat und dessen Ableger einsetzen wird. Mehrere europäische Länder haben auf diesen Vorschlag bereits positiv reagiert und sogar Obama hat Zugeständnisse gemacht.

Allgemein wird der Tenor der Botschaft der beiden Staatschefs und vieler anderer in der Vollversammlung sein, daß die Mitgliedsländer zusammenarbeiten sollten, um die gemeinsamen Feinde der Menschheit zu besiegen und ihre gemeinsamen Ziele zu verwirklichen, d.h., eine „Harmonie“ unter den verschiedenen Kulturen zu schaffen, wie Lyndon LaRouche es vor kurzem ausdrückte.

* * *

Sputnik berichtet über Zepp-LaRouches Aufruf an UN-Vollversammlung

Am 23. September berichtete Sputnik News prominent über Helga Zepp-LaRouches Aufruf „Dringender Handlungsappell an die Regierungschefs: UN-Vollversammlung letzte Chance für die Welt“ (vgl. Neue Solidarität 36/2015). Der Artikel von Sergej Gunejew beginnt mit den Worten: „Laut Helga Zepp-LaRouche sind immer mehr Menschen äußerst besorgt über das, was nur einige wenige prominente Persönlichkeiten öffentlich sagen: „Wo ist die Instanz, die - gewissermaßen in der letzten Minute - noch eingreifen kann? Wo ist das Weltgericht, vor dem die große Schuld gesühnt werden kann? Sind wir als Menschheit kollektiv in der Lage, von einem Kurs abzuweichen, der zu unserem eigenen Untergang zu führen droht? Wenn es diese Instanz überhaupt gibt, dann ist es die bevorstehende Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York.“ An diesem Treffen vom 24. September bis 1. Oktober werde eine große Zahl von Staatschefs teilnehmen; es gehe darum, die Voraussetzungen zu schaffen, überhaupt noch eine Zukunft zu haben.

Gunejew zitiert Zepp-LaRouche, es „könnten viele globale Probleme gelöst werden, wenn die USA und die EU realisierten, daß es notwendig ist, mit den BRICS-Staaten zusammenzuarbeiten, um die Regionen aufzubauen, die derzeit unter Krieg, Hunger, Wassermangel, Epidemien und Terrorismus zusammenbrechen. ,Geopolitik und die Vorstellung, Konflikte durch Kriege zu lösen... müssen ersetzt werden durch die Idee der gemeinsamen Ziele der Menschheit, an deren Verwirklichung alle Nationen auf diesem Planeten teilnehmen... Nur so werden wir als Gattung überleben.’“

Auch das „World Public Forum Dialogue of Civilizations“ (Weltforum Dialog der Kulturen) publizierte den Aufruf im Vorfeld der UN-Vollversammlung prominent auf seiner Webseite. Das Weltforum Dialog der Kulturen wurde 2002 vom früheren russischen Eisenbahnchef Wladimir Jakunin und dem inzwischen verstorbenen Präsidenten der indischen Kapur-Surya-Stiftung, Jagdish Kapur (1920-2010), gegründet. Die Organisation veranstaltet jährlich internationale Konferenzen auf der griechischen Insel Rhodos, auf denen Helga Zepp-LaRouche schon mehrfach gesprochen hat.