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Neue Solidarität
Nr. 49, 7. Dezember 2017

Ein musikalischer Dialog der Kulturen

Ein „Dialog der Kulturen” war das Thema eines Konzerts, das am 24. November im Rahmen der Konferenz des Schiller-Instituts in Bad Soden stattfand. Was könnte dazu passender sein als eine Eröffnung mit zwei Volksliedern, arrangiert für vierstimmigen A-capella-Chor: Arirang aus Korea und Nkosi Sikelel’ iAfrika! Damit war eines der Hauptthemen der Konferenz, das Entwicklungspotential Afrikas, auch in Musik erfaßt. Die Melodie von Nkosi stammt aus Südafrika, wurde aber in vielen afrikanischen Ländern aufgegriffen, um Zeichen des Freiheitskampfes gegen den Kolonialismus zu setzen. Arirang ist ein außerordentlich beliebtestes Lied in ganz Korea, Norden wie Süden, und wurde kürzlich in das immaterielle UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Leena Malkki, Sopran, und Roland Albrecht, Bariton, sangen sechs Lieder von Franz Schubert, begleitet von Benjamin Lyloff; darunter war die schöne Vertonung von Schillers Gedicht Hoffnung. Jean Trebuchet spielte Präludium und Fuge in h-moll aus J. S. Bachs Wohltemperiertem Klavier.

Drei Gäste verliehen dem „Dialog der Kulturen“ etwas Besonderes: der Cellist Athil Hamdan aus Syrien und die Sopranistin Olena Falalyeyeva aus der Ukraine zusammen mit ihrer amerikanischen Pianistin Karen Tanaka.

Athil Hamdan und Benjamin Lylloff spielten den ersten Satz aus Johannes Brahms 1. Cellosonate e-moll. Olena Falalyeyeva und Karen Tanaka vertraten mit ihren drei Darbietungen die große russische Kultur. Mit Johannas Abschiedsarie aus Tschaikowskis Oper Die Jungfrau von Orelans (nach Schiller, auf Russisch) vermittelten die beiden Künstlerinnen überzeugend die Idee der Unsterblichkeit. Die beiden folgenden Lieder von Sergej Rachmaninoff enthüllten eine liebevolle Sehnsucht: Sing nicht, o Schöne, die Vertonung eines Puschkin-Gedichtes, und In der Stille der Nacht, ein Gedicht von A. Fet. Der russische Nationaldichter Puschkin nimmt eine wichtige Stellung im Dialog der Kulturen ein, da er Schiller übersetzte und dessen Ideen aufgriff.

Mit Bachs Arioso aus der Kantate BWW 156 Ich steh mit einem Fuß im Grabe in einer Fassung für Cello und Klavier wurde die Frage der Unsterblichkeit noch einmal untermalt.

Als Krönung des Konzertes führte der Chor des Schiller-Instituts das „Laudate  Dominum“ aus Mozarts Vesperae solennes de Confessore auf, das Solo sang Olena Falalyeyeva, Jean Trebuchet begleitete und Benjamin Lylloff dirigierte.

lst