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Neue Solidarität
Nr. 10, 8. März 2018

Das Massaker von Parkland kann ein Wendepunkt für Amerika werden

Von Diane Sare

Am 16. Februar veranstaltete US-Präsident Trump ein außergewöhnliches Treffen, er diskutierte mit Schülern und Familienangehörigen, die bei dem jüngsten Schulmassaker in Parkland/Florida und ähnlichen Fällen seit dem Schulmassaker von Columbine 1999 Verwandte und Freunde verloren haben. Die teilnehmenden High-School-Schüler waren zwar sichtlich traumatisiert, äußerten sich aber sehr beredt, und ihre Forderung war: Nie wieder! Sie forderten einen offenen Dialog, der keine Vorschläge aus der Diskussion ausschließt, und sie waren sich darin einig, daß die Lösung nicht einfach sein wird und mehrere Faktoren umfassen muß. Die Tatsache, daß der Präsident persönlich zu einem solchen Dialog einlud, gibt Anlaß zu der Hoffnung, daß nun auch tatsächlich etwas geschieht, damit solche Massaker sich nicht mehr wiederholen.

Kann die Parkland-Tragödie ein Wendepunkt für die Amerikaner werden? Wird dieser jüngste Fall sinnlosen Mordens sie dazu bewegen, endlich einmal gründlich darüber nachzudenken, was mit dem Land falsch gelaufen ist?

Betrachtet man diese schrecklichen Massenmorde in den Vereinigten Staaten zusammen mit den Drogen, der Gewalt, dem Zerfall und dem Pessimismus, die für den jüngeren Teil unserer Bevölkerung Alltag sind, dann ist offensichtlich, daß Gesetze und Vorschriften allein nicht ausreichen werden, um die allumfassende Krise unserer Kultur zu überwinden. Das Problem greift viel tiefer und deshalb muß es die Lösung auch tun.

Vor zwei Jahren wurde Lyndon LaRouche bei einer Veranstaltung des LaRouche-Aktionskomitees in Manhattan/New York gefragt, was man tun könne, um der Ersthelfer zu gedenken, die bei dem Angriff vom 11. September 2001 ihr Leben ließen, um anderen Opfern zu helfen; er antwortete:

Als LaRouche das sagte, ignorierten die meisten Zuhörer das Wort „Beschämung“. Sie wollten über ihr eigenes Denken und Handeln seit jenem schicksalhaften Tag nicht nachdenken, auch wenn wir ein solches „lebendiges Gedenken’ veranstalteten, in Form von Konzerten mit Mozarts Requiem und afro-amerikanischen Spirituals, um an den 15. Jahrestag der Anschläge des 11. September zu erinnern. Diese Aktion hatte zur Folge, daß der Kongreß das JASTA-Gesetz verabschiedete [das Klagen von Angehörigen der Opfer des 11. September 2001 gegen Saudi-Arabien ermöglicht] und das Veto des mörderischen Barack Obama gegen dieses Gesetz mit überwältigender Mehrheit überstimmte. Aber unter Obamas Präsidentschaft und vor allem der Ignoranz der Amerikaner, die das Bösartige dieser Regierung nicht sehen wollten, reichte das nicht, um insgesamt den Kurs des Landes zu ändern.

Trotzdem bleibt die Frage: Warum verwendete LaRouche dieses Wort „Beschämung“?

Eine Lehre aus China

Der chinesische Präsident Xi Jinping sagte in einer Rede an die jungen Menschen Chinas zum Tag der Jugend am 4. Mai 2014:

Chinas Führung bezeichnet die Zeit von den Opiumkriegen der 1840er Jahre bis zum Ende der japanischen Besetzung in den 1940er Jahren als das Jahrhundert der Schmach oder Schande. Das lebendige Gedenken an diese schreckliche Periode der Geschichte, in der Abermillionen Chinesen an dem von den Briten gewaltsam eingeführten Opium starben oder von den japanischen Invasoren ermordet wurden, nährte die Entschlossenheit, voranzuschreiten und sicherzustellen, daß dem chinesischen Volk niemals wieder solche Umstände aufgezwungen werden.

In den letzten 30 Jahren hat China mehr als 700 Millionen Menschen aus der Armut erhoben, und es baut spektakuläre Brücken, Tunnel und Schnellbahnen, mit einer Präzision und einem Tempo, das die Vorstellungskraft der Menschen in der bankrotten westlichen Welt übersteigt. Eine Rekordzahl chinesischer Kinder studiert klassische Musik und Wissenschaft, und ein optimistischer und großmütiger Geist durchdringt die moderne chinesische Kultur. Präsident Xi hat versprochen, die Armut in China bis 2020 und auf der ganzen Welt bis 2050 zu besiegen.

Die Seele des Landes zurückgewinnen

Wer unserer Jugend und unserem ganzen Land eine bessere Zukunft sichern will, der muß mit der gleichen Weitsicht und Entschlossenheit handeln, wie man sie heute in China sieht. Um diesen neuen Weg einzuschlagen, muß der erste Schritt die Erkenntnis sein, daß die Amerikaner seit dem Mord an Präsident John F. Kennedy 1963 ein halbes Jahrhundert der Schmach und Schande erlitten haben.

Praktisch jedes Ziel und jede Hoffnung, für die Kennedy kämpfte, wurde in der Zeit seit seinem Tod aufgegeben. Amerika wurde ein Land ohne moralischen Kompaß, es wurde beherrscht von den Interessen der Briten und der Wall Street, die unsere einst stolze Spitzenstellung in Wissenschaft, Industrie und Technik zunichte machten. Sie haben das Land vergewaltigt. Das amerikanische Volk flüchtete sich vor dem Schrecken der Mode an den Kennedys und an Martin Luther King und der Vertuschung dieser Morde in Vergnügungssucht, billige Unterhaltung und Geld. Ähnlich den Chinesen zur Zeit der Opiumkriege nahmen wir unsere kulturelle und moralische Versklavung bereitwillig hin, solange wir nur nicht darüber nachdenken mußten, was Amerika einmal gewesen ist.

Aber jetzt befinden wir uns an einem Wendepunkt. Mit der Entscheidung gegen Hillary Clinton bei der Präsidentschaftswahl 2016 und in einer Welt, die geprägt ist vom atemberaubenden wirtschaftlichen Fortschritt durch Chinas Wirtschaftsgürtel-Initiative – in Verbindung mit der Kriegsvermeidungspolitik des russischen Präsidenten Putin – befinden wir uns in einem historischen Moment, in dem die Welt sich unwiderruflich grundlegend verändert und der ungeheure Chancen bietet. In einem solchen Moment können auch die Menschen in Amerika auf das letzte halbe Jahrhundert seit dem britisch gesteuerten Mord an Präsident Kennedy zurückschauen, wie aus einem tiefen Schlummer erwachen und erkennen, daß jetzt der Augenblick gekommen ist, all das zurückzugewinnen, was scheinbar unwiderruflich verloren war. Wir können beschließen, nie wieder so tief zu sinken, daß wir Zustände tolerieren, in denen unsere eigenen Kinder zu Massenmördern werden.

Wenn der britisch gesteuerte Putsch gegen Präsident Trump besiegt ist und Leute wie der frühere MI-6-Agent Christopher Steele und Robert Mueller hinter Gittern sitzen, wenn unser großer Staatsmann Lyndon LaRouche endlich ganz rehabilitiert ist und seine „Vier Gesetze“ dem Land zur Orientierung dienen, und wenn Amerikas Kinder Weltraumforscher und klassische Künstler werden, dann werden wir auf „Amerikas halbes Jahrhundert der Schmach“ zurückblicken und beschließen, so für die Bildung, Freiheit und Glückseligkeit unserer Kinder und Enkel zu sorgen, daß der zukünftige Fortschritt der Menschheit bei der Erschließung der Galaxis und des ganzen Universums sichergestellt ist.