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Neue Solidarität
Nr. 11, 15. März 2018

Aus Wissenschaft und Technik

Schüler sind begeistert von Chinas Weltraum-Lehrerin

Wang Yaping, die zweite Chinesin, die als Astronautin in den Weltraum flog und von dort aus als „Lehrerin“ 60 Millionen chinesischen Schülern Physikunterricht erteilte, ist neugewähltes Mitglied des Nationalen Volkskongresses. Unmittelbar vor der Eröffnungssitzung des Kongresses am 5. März berichtete sie über die überwältigenden Reaktionen auf ihren Unterricht aus dem All.

Sie habe viele Briefe von Schülern erhalten, sagte Wang, „viele erwähnten am Ende, daß sie Astronaut werden wollen, um das Universum zu erkunden und unserem Land zu dienen“. Sie habe Dutzende von Schulen besucht, um persönlich mit jungen Menschen zu sprechen. „Ich hätte niemals gedacht, daß eine solche Unterrichtsstunde aus dem All so tiefen Eindruck auf diese Kinder machen würde – daß ich sie wirklich inspirieren könnte, für ihren Traum zu arbeiten.“

Und sie betonte in dem Interview: „Die Weltraumforschung ist ein endloses Unternehmen, dafür braucht man viele Generationen.“

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Superschnelle Magnetbahn in China nähert sich der Testphase

Chinesische Forscher arbeiten nicht nur seit längerem an der Entwicklung von Magnetbahnen mit niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten für den Nahverkehr, gegenüber der Zeitung Global Times bestätigten Forscher kürzlich, daß auch an einer „Super-Magnetbahn“ gearbeitet wird, die bis zu 1000 km/h schnell fahren soll. Ein Team an der Südwest-Universität Jiaotong unter der Leitung von Prof. Deng Zigang hat nach eigenen Angaben einen Prototypen zum Nachweis der Machbarkeit soweit fertiggestellt, daß er auf einer Fahrspur erprobt werden kann. Wie Deng gegenüber China Central TV und anderen Medien erklärte, kombiniert der neue Zug zwei Techniken: die Magnetbahntechnik und das Fahren in einer Röhre.

Deng hatte schon im Juli 2014 über das Institut für Elektrische und Elektronische Ingenieure (IEEE) erste Arbeiten über eine „Super-Rutschbahn“ veröffentlicht. Aufgrund der Informationen und Ideen, die Deng 2014 publizierte, konnte sein Team den Luftdruck in der Röhre auf 2,9 Kilopascal senken – der normale Atmosphärendruck beträgt 101 Kilopascal –, berichtete Global Times. Und anders als Elon Musks „Hyperloop“-Projekt, mit dem ebenfalls irgendwann 1000 km/h erreicht werden sollen, sind die Chinesen jetzt schon bereit, in die Testphase einzusteigen.

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Ohne ausreichende US-Beiträge ist ITER gefährdet

Am 6. März fand im Washingtoner Repräsentantenhaus vor dem Unterausschuß für Energiefragen des Ausschusses für Forschung, Raumfahrt und Technologie eine Anhörung zur Kernfusionsforschung statt, bei der der Generaldirektor des internationalen Kernfusionsprojekts ITER, Dr. Bernard Bigot aus Frankreich, über den Stand des Tokamak-Projektes berichtete. Nicht zuletzt kam zur Sprache, daß das derzeitige Budget der US-Regierung für die Kernfusionsforschung nicht ausreicht, um ihre Zusagen für dieses gewaltige und komplexe Unternehmen einzuhalten.

Bigot erläuterte, daß die verschiedenen Teile der ITER-Anlage eng zusammenhängen: Wenn eines der beteiligten Länder die Komponenten, für die es verantwortlich ist, nicht rechtzeitig liefert, verzögert sich das ganze Projekt, die Kosten steigen und es wird eine Kettenreaktion negativer Folgen für die anderen internationalen Partner ausgelöst.

Für das Haushaltsjahr 2019 hat das Weiße Haus für den ITER nur 75 Mio.$ beantragt, weniger als die Hälfte dessen, was notwendig wäre, um die Verpflichtungen zu erfüllen. Ob die Vereinigten Staaten ihre Beiträge zum ITER pünktlich liefern oder nicht, ist „keine Frage der Fähigkeit, sondern des politischen Willens“, wie Bigot in einem Interview sagte.

Aus den einführenden Stellungnahmen und den Fragen der Ausschußmitglieder wurde deutlich, daß es in dem Ausschuß starke Unterstützung für die Kernfusion und starke Opposition gegen die beantragten drastischen Kürzungen im Fusionsbudget gibt.