Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken
» » » Internetforum mit Helga Zepp-LaRouche « « «
Neue Solidarität
Nr. 1, 3. Januar 2019

Österreichische Fachzeitschrift wirbt für Europas Beteiligung an der BRI

Die Ausgabe 49 von Verkehr, einem führenden österreichischen Transportmagazin, enthält einen 20seitigen Sonderteil über die Neue Seidenstraße und ihre Chancen für Österreich und ganz Europa. Die Autoren dringen darauf, daß Europa seine Skepsis gegenüber China überwindet und die europäisch-asiatische Vernetzung aktiv mitgestaltet. Ein Hauptthema mehrerer Artikel ist das Projekt der Verlängerung der russischen Breitspurbahn vom slowakischen Kosice nach Wien, aber auch andere Aspekte der Wirtschaftskooperation werden hervorgehoben, besonders im Hochtechnologiebereich.

Eingebunden in den Sonderteil sind Interviews mit führenden Vertretern von Industrie- und Spediteursverbänden sowie anderen Institutionen, u.a. Thomas Kargl (Rail Cargo), Stefan Barisitz (Österreichische Nationalbank), Martin Glatz (österreichisches AußenwirtschaftsCenter in China), Rudolf Thaler (AußenwirtschaftsCenter in Kasachstan) und Danai Budas (Industriellenvereinigung). Nicht zufällig hat der EIR-Sonderbericht Die Neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke in diesen Kreisen seit vielen Monaten weite Verbreitung gefunden. Der Sonderteil in Verkehr hat zwei Abschnitte, einen 12seitigen Überblick und eine 8seitige, bezahlte Anzeige (!) des österreichischen Verkehrsministeriums. Und um für eine größere internationale Verbreitung zu sorgen, gibt es auch eine englische Version des Sonderteils.

Dem gleichen Thema war auch eine internationale Konferenz in Wien am 14. Dezember gewidmet, die unter dem Motto „Europa mit Asien verbinden“ vom Logistikunternehmen UTLC-ERA in Kooperation mit der Österreichischen Nationalbank veranstaltet wurde. UTLC wurde 2014 als Gemeinschaftsunternehmen der Staatsbahnen Rußlands, Kasachstans und Weißrußlands gegründet. Die Hauptrede hielt UTLC-Chef Alexej Grom, der gerade von einem Besuch des chinesischen Eisenbahn-Knotenpunkts Chengdu zurückgekehrt war. Er berichtete, chinesische Unternehmen seien immer mehr daran interessiert, ihre Waren über Land statt per Schiff zu transportieren.

Der Container-Bahnverkehr zwischen Asien und Europa hat allein 2018 um 32% gegenüber dem Vorjahr zugenommen, der Umschlag von UTLC sogar um 60%. Österreichische Unternehmen möchten ihren bereits beträchtlichen Anteil an diesem UTLC-Warenumschlag noch erhöhen, indem man Wien zu einem Logistik-Knotenpunkt für den Warentransport auf Schiene und Straße ausbaut.

Grom kündigte an, das Ziel von UTLC sei es, ab 2025 jährlich 1 Mio. Standardcontainer zu transportieren, fünfmal soviel wie 2017. Man wolle auch die Fahrten von China nach Europa beschleunigen, derzeit schaffen die Güterzüge maximal 1000 km am Tag. Mit der Breitspurverbindung nach Wien, die 400 km neue Gleise erfordert, würde sich die Zeit auf der nördlichen Seidenstraßenroute verkürzen, der Transport könnte dann von der kasachisch-russischen Grenze ohne Unterbrechung bis Mitteleuropa verlaufen.

eir