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Neue Solidarität
Nr. 20, 16. Mai 2019

Chandra Muzaffar: Die Flamme der Seidenstraße

Dr. Chandra Muzaffar, Präsident der Internationalen Bewegung für eine Gerechte Welt (JUST) in Malaysia, der bereits einen bewegenden Nachruf auf Lyndon LaRouche geschrieben hatte, hat eine ebenso eindrucksvolle Betrachtung verfaßt, welche Macht die Belt and Road Initiative inzwischen entfaltet hat. Er schreibt:

Er beschreibt die gewaltigen Infrastrukturprojekte in 65 Ländern, setzt aber hinzu: „Das ist mehr als Infrastruktur im herkömmlichen Sinn... Es besteht kein Zweifel, daß OBOR den Austausch zwischen Kulturen und Staaten über die nationalen Grenzen hinweg befördern wird. Dies dürfte zu einer besseren Kenntnis und Wertschätzung der kulturellen und religiösen Vielfalt führen. Größere Würdigung der Unterschiede und Ähnlichkeiten, die Religionen und Kulturen auszeichnen, könnte eine Atmosphäre schaffen helfen, die zu sozialer Harmonie beiträgt.“

Er beschreibt, wie die alte Seidenstraße nicht nur Waren, sondern auch Ideen und Religionen beförderte. Diese Art der Globalisierung wurde von einer zweiten Globalisierung abgelöst, als Kolumbus und Vasco da Gama die Schiffahrtsrouten nach Asien eröffneten, was jedoch in das Kolonialunwesen und hegemoniale Globalisierung ausartete, schreibt Muzaffar, und fährt fort: „Als dritte Welle der Globalisierung ist OBOR strikt gegen Hegemonie. Die chinesische Führung betrachtet die Beziehungen zwischen den OBOR-Staaten als Partnerschaft. Sie hat nicht die Absicht, ihren Willen anderen Staaten aufzuzwingen.“

Die Probe aufs Exempel sei die geplante Schnellbahn durch Malaysia, das „verschiedene Einwände gegen den Vertrag erhob, der zwischen einem chinesischen Unternehmen und der vorigen malaysischen Regierung geschlossen wurde und der den nationalen Interessen eindeutig abträglich war. Nach anstrengenden Verhandlungen wurde der Vertrag zum Vorteil beider Seiten umfassend abgeändert.“ 

Er schließt: „OBOR ist die beste Hoffnung, die wir haben, um eine gerechte und gleichberechtigte Welt zu schaffen, die nicht von einigen wenigen beherrscht wird... Das ist der vielleicht zwingendste Grund, warum die Bürger dieser Welt mit all ihrer Energie danach trachten sollten, die Flamme am Leben zu erhalten.“

eir
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