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Am 15. Mai eröffnete der ägyptische Präsident Abdel Fattah el-Sisi eine 540 Meter lange und 67 Meter breite Hängebrücke über den Nil, die als die breiteste der Welt gilt. Sie ist eines in einer ganzen Reihe von Megaprojekten der Ingenieurbehörde der ägyptischen Streitkräfte, die auf die Verbesserung der Infrastruktur und die Schaffung von Arbeitsplätzen abzielen. Die Brücke, die den Nil nördlich des Stadtzentrums von Kairo überquert, ist ein wichtiges Verbindungsstück in einer Autobahn vom Roten Meer im Osten bis zur nordwestlichen Mittelmeerküste Ägyptens und soll dazu beitragen, die Verkehrsstaus in der Hauptstadt zu verringern, berichtete Reuters am 15. Mai.
Die Tahya-Masr-Brücke, im Volksmund die „Lang lebe Ägypten-Brücke“ genannt, hat sechs Fahrspuren in jede Fahrtrichtung. Ein bei der Eröffnung anwesender Regionaldirektor des Guinness Buch der Rekorde sagte, es sei die breiteste Hängebrücke der Welt. In den Ansprachen bei der feierlichen Eröffnung wurde berichtet, daß für den Bau eine Million Kubikmeter Beton und 1400 Kilometer Stahldraht für die 160 Tragseile verwendet wurden.
Die Brücke überquert die Warrak-Insel des Nils, die etwa 100.000 Einwohner hat. Einige von ihnen protestieren gegen geplante Abrisse auf der Insel und Pläne, sie zu einer „modernen Wohngemeinde“ auszubauen. Präsident Sisi hat bei einem Inspektionsbesuch der Hängebrücke im vergangenen Monat erklärt, die Insel werde nicht an Investoren verkauft und der Staat könne die Bewohner nicht gewaltsam vertreiben, wie Reuters berichtete.
Die China Railway No. 8 Engineering Group meldete am 18. Mai den Lückenschluß des ersten Strangs der Eisenbahnbrücke über den Mekong in der zentrallaotischen Stadt Luang Prabang. Wie Xinhua berichtet, ist die 1459 m lange Brücke in der ehemaligen Hauptstadt des Königreichs Laos eine von zwei Brücken, die als Teil der Eisenbahnlinie zwischen Kunming und Thailand den Mekong überqueren und letztlich das Binnenland Laos per Schiene mit dem Meer verbinden wird.
Die 414 km lange Eisenbahn verbindet den Grenzübergang Mohan-Boten im Norden von Laos mit der heutigen Hauptstadt Vientiane nahe der thailändischen Grenze. Sie hat einen enorm hohen Anteil von 60% Brücken und Tunneln. Die Fertigstellung ist im Jahr 2021 geplant.
Die Strecke ist für eine Reisegeschwindigkeit der Züge von 160 km/h ausgelegt.
Nachdem sie dem chinesischen Minister für Naturressourcen Lu Hau eine persönliche Führung durch den Hafen von Sines gegeben hatte, sagte Portugals Ministerin für die Meere, Ana Paula Vitorino, am 17. Mai der Presseagentur Lusa, demnächst werde die öffentliche internationale Ausschreibung für den Bau eines neuen Hafenterminals in Sines beginnen. Das Terminal soll nach dem großen portugiesischen Seefahrer den Namen Vasco da Gama tragen.
Vitorino berichtete, Lu habe „heute versprochen, das Potential des Hafens von Sines und seines zukünftigen Terminals Vasco da Gama verschiedenen chinesischen Unternehmen vorzustellen“. Lu habe „sehr großes Interesse an neuen Investitionen im Hafen von Sines bekundet“ und Fragen zu technischen Einzelheiten, Investitionen und Bedingungen sowie zu Investitionen in anderen Bereichen im ganzen Land gestellt.
„Je mehr Bieter wir haben, desto größer ist die internationale Bedeutung, die dem Hafen von Sines und Portugal beigemessen wird“, sagte sie. Sie erklärte weiter, angesichts der projizierten Kosten von 600 Mio. Euro könnten nur Investoren mit großer Finanzkapazität mitbieten.
Das zusätzliche Containerterminal in Sines, das die Umschlagskapazität auf bis zu 4 Mio. TEU erweitern wird, ist erforderlich, um Portugal eine zentrale Rolle in der Neuen Seidenstraße, insbesondere in der Atlantikroute, in die Karibik, nach Afrika und Südamerika zu sichern.
Der nordmakedonische nationale Eisenbahnbetreiber MZ Transport hat begonnen, die erste von vier in China hergestellten Elektrolokomotiven vom Typ CRRC-Zhuzhou zu testen, die er für den Güterverkehr auf dem großen Nord-Süd-Korridor zwischen den Grenzen zu Serbien und Griechenland bestellt hat. Damit soll einer der Engpässe für den Aufbau eines effizienten Schienenverkehrs vom griechischen Hafen Piräus nach Mitteleuropa entlang des Transeuropäischen Verkehrskorridors 10 behoben werden, berichtete die Railway Gazette am 19. Mai.
Die vier Lokomotiven kosten 8 Mio. €. Sie wurden im Januar 2017 bestellt und durch ein Darlehen der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung über 50 Mio. € finanziert. Sie ersetzen die alten elektrischen ASEA/Rade Koncar-Lokomotiven, die noch aus der Zeit stammen, als Mazedonien zur Republik Jugoslawien gehörte. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h können die neuen Lokomotiven Züge bis zu 1600 Tonnen bewegen. Sie sind die ersten chinesischen Elektrolokomotiven, die den Technischen Spezifikationen für Interoperabilität (TSI) entsprechen und zertifiziert sind, womit sie auf dem Eisenbahnnetz in der Europäischen Union eingesetzt werden können.
MZ Transport betreibt seit 2015 zwei von CRRC hergestellte elektrische Triebzüge sowie vier Dieseltriebzüge.