Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken
* * * Internetforum mit Helga Zepp-LaRouche * * *
Neue Solidarität
Nr. 42, 17. Oktober 2019

Ein Streich in der Tradition von Jonathan Swift

Eine Intervention bei einer Bürgerversammlung der demokratischen Kongreßabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez (AOC), einer Vorreiterin des „Grünen New Deal“, am 3. Oktober in New York, lieferte den Beweis, warum man deren Politik und Bewegung nur als ökofaschistisch beschreiben kann.

Eine junge Frau im Publikum stand auf und rief bestürzt: „Wegen der Klimakrise werden wir nicht mehr lange hier sein.“ Sämtliche Kameras und Mikrofone richteten sich auf sie, um ihren Auftritt nicht zu verpassen.

Die Frau – tatsächlich war es eine Aktivistin der LaRouche-Bewegung –, zog dann ihre Jacke aus und zeigte ihr T-Shirt mit der Aufschrift „Rettet den Planeten! Eßt die Kinder auf“. An das Publikum gewandt, sagte sie weiter: „Wir haben keine Zeit. Es gibt zuviel CO2 – alles von Euch! Ihr seid Schadstoffe... Wir müssen jetzt anfangen.“ Und wieder zu Ocasio-Cortez: „Bitte, Sie sind so großartig. Ich bin so froh, daß Sie für einen Grünen New Deal sind, aber das reicht nicht. Selbst wenn wir Rußland bombardieren würden, ist das nicht genug. Es gibt zu viele Menschen, zu viel Umweltverschmutzung. Also müssen wir die Babys loswerden. Das ist ein großes Problem. Nur aufzuhören, Babys zu bekommen, ist einfach nicht genug. Wir müssen die Babys essen. Das ist sehr ernst. Bitte geben Sie eine Antwort.“

Ob man es glaubt oder nicht, AOC hörte aufmerksam zu und versuchte nicht, die Aktivistin zu stoppen. Sie antwortete dann, als wollte sie diese Unterstützerin beruhigen: „Eines der Dinge, die für uns sehr wichtig sind, ist, daß wir die Klimakrise mit der Dringlichkeit behandeln müssen, die sie darstellt. Zum Glück haben wir mehr als ein paar Monate Zeit.“ Man hätte „viele Lösungen zur Verfügung“.

Das Video des Vorfalls hatte innerhalb weniger Tage mehr als elf Millionen Aufrufe im Internet, und in der Berichterstattung wurde es oft als zwar extremer, aber ernstzunehmender Vorschlag einer emotional betroffenen jungen Frau präsentiert.

Aufmerksame Beobachter stellten fest, daß AOC kein einziges Mal sagte: „Babys essen, das ist doch verrückt.“ Stattdessen reagierte sie, als habe sie Verständnis für den Appell! AOC gehört zu den grünen Fanatikern, die den unwissenschaftlichen Unsinn nachplappern, ohne drastische Reduzierung des CO2-Ausstoßes würde die Welt in zwölf Jahren untergehen. Sie und einige ihrer Gesinnungsgenossen haben öffentlich die Frage gestellt, ob Frauen überhaupt Kinder haben sollten, weil das so schlecht für die Umwelt ist.

Scharfsinnige Beobachter stellten auch fest, daß die LaRouchePAC-Aktivistin sich etwas bei dem Satiriker Jonathan Swift abgeguckt hatte: Swift machte sich mit seiner Schrift „Ein bescheidener Vorschlag“ über die fanatischen Bevölkerungsfeinde seiner Zeit lustig, indem er darin die Reichen aufforderte, die Babys der armen Iren zu kaufen und zu essen, um knappe Ressourcen zu sparen (https://de.wikisource.org/wiki/Ein_bescheidener_Vorschlag). Dieser satirische Bezug auf Swift entging AOC komplett, sei es aus Unwissenheit oder sei es aus Sympathie für den Vorschlag!

Um voll und ganz einzuschätzen, welchen Schaden diese Konfrontation für die mit AOC verbündeten Ökoextremisten bedeutet, sollte man sich den Clip selbst ansehen: https://www.c-span.org/video/?c4820903/eat-babies.

eir