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Von Carolina Domínguez, José Luis García, Eber Medina und Wendy González
Carolina Domínguez
Carolina Domínguez (Mexiko): Herzlich willkommen zu dieser internationalen Konferenz. Ich bin Carolina Domínguez vom Schiller-Institut in Mexiko. Ich werde mit Ihnen darüber sprechen, welchen Einfluß Lyndon LaRouches Ideen auf das Bewußtsein vieler Bürger und insbesondere junger Menschen haben. Zu diesem Zweck möchte ich einige Bemerkungen über die Dynamik an den Universitäten machen. Verzeihen Sie mir, wenn ich darüber in der ersten Person spreche.
Viele meiner Freunde und ich waren irgendwann auf der Suche nach Antworten, weil unsere Universitätsprofessoren sagten, daß es nichts mehr zu entdecken gebe, das sei schon alles getan, selbst wenn man einen Master oder Doktortitel hatte.
Wir hatten das Gefühl, daß wir uns nur noch damit begnügen mußten, „irgendwie zu studieren“, was andere, geborene Genies, entdeckt hatten, aber daß wir „armen Studenten“ nichts entdecken würden. „Wir doch nicht! Laßt uns lieber darüber reden, was euch Spaß macht, Partys und Menschen.“
Nach und nach nahm uns eine emotionale Veränderung ein, über die niemand sprach. Niemand sagte etwas, aber man wurde von der Umgebung eingeholt. Plötzlich, ohne es zu merken, haben wir aufgegeben. Wir haben das Thema nie wieder angesprochen.
Doch eines Tages stieß ich an der Universität auf eine Gruppe, die ein Transparent zur Wirtschaftskrise und ein anderes zur Wissenschaft trug. Aus Neugierde sprach ich sie an, denn ich wußte nicht einmal, daß es eine Wirtschaftskrise gab. Sie gaben mir einen Artikel eines gewissen Lyndon LaRouche, von dem ich natürlich noch nie gehört hatte. Da waren mehrere Artikel über Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Musik. Aber da ich Naturwissenschaften studierte, interessierten mich andere Themen nicht. Wieder zeigte sich meine Unwissenheit.
Als ich anfing, das Dokument von diesem Lyndon LaRouche zu lesen, war ich schockiert. Als erstes dachte ich: Wo sind die Kommas? Und dann dachte ich: Warum kenne ich 50% der Autoren nicht, die LaRouche erwähnt? Und vor allem: Warum verstehe ich 70% von dem nicht, was er sagt?
Und dann gab LaRouche eine Antwort auf die Frage, die meine Freunde und ich vergessen hatten. Da war eine Idee, die ich verstanden hatte und die mir im Gedächtnis geblieben ist. Diese Idee ist:
Daß der Mensch einen Willen hat. Daß der Mensch das Potential und die Fähigkeit hat, seinen Geist und seine Seele zu entwickeln; daß das die größte Macht ist, die ein Individuum erreichen kann, und mehr als das. Daß das Universum auf der Grundlage wirkender Gesetze funktioniert und daß diese Gesetze oder „physikalischen Prinzipien“, wie LaRouche sie nennt, für den menschlichen Verstand erkennbar oder verständlich sind, denn dafür wurden wir geschaffen. Und daß, wenn man sich anstrengt, jeder Bürger – und das war der Schock –, jeder Bürger eine Entdeckung oder Wiederentdeckung in Wissenschaft, Kunst usw. machen kann. Und daß dies das Wohlergehen der Bevölkerung verbessert.
Uff!
Das hat mich schwer getroffen. Von da an zeigte mir LaRouche, daß dies wahre Freiheit ist, daß dies Macht ist – die Macht der Ideen. Die Macht, diese Entdeckungen anzuwenden, damit unsere Menschheit besser lebt.
Daher kommt also diese Kampagne für „LaRouche in den Universitäten“. Denn der Prozeß des Schocks oder der Krise, den das Studium von LaRouches Werken auslöst, muß zu einer ständigen Dynamik werden, zu einer sozialen Dynamik. Wie LaRouche sagte: Es ist gut, wenn man eine solche Krise hat und sie in sich selbst und in anderen auslöst, denn sie macht einen ehrlich. Sie führt dazu, daß man damit aufhört, vorzutäuschen, was man nicht ist und was man nicht weiß. Und es führt dazu, daß man diese Krise als Herausforderung betrachtet, als Antrieb, diese Unsicherheit durch Wissen zu überwinden, das einem zeigt, wie wir diese schmerzliche Krise lösen können.
Ich möchte mit Ihnen darüber sprechen, wie LaRouches Ideen vor allem auf junge Menschen wirken. Und nachdem wir diese Videos gesehen haben, möchte ich, daß wir alle darüber nachdenken, was aus der Entdeckerleidenschaft geworden ist – der Leidenschaft, die wir alle haben, die wir aber unter Verschluß halten, weil wir denken, daß sie nicht für uns bestimmt ist und die Macht der Ideen nicht existiert.
LaRouches Bewegung erinnert uns daran, daß wir dieses Potential in uns tragen, und wenn Sie dieses Potential für einen besonderen Moment aufgespart haben, dann möchte ich Ihnen sagen, daß dieser Moment jetzt gekommen ist. Ich danke Ihnen.
José Luis García
José Luis García (Mexiko): Ich heiße José Luis García und lebe in Mexiko-Stadt. Ich bin Student und arbeite an einem Masterabschluß in experimenteller Biomedizin.
Früher war mir bewußt, daß Strom hauptsächlich durch Wasserkraftwerke und thermoelektrische Anlagen und leider nur selten durch thermonukleare Anlagen erzeugt wird. Aber ich war mir nicht voll bewußt, daß alle menschlichen Aktivitäten, die wir ausüben, direkt oder indirekt von der kontinuierlichen Produktion von Energie abhängen, die aus einem Stromnetz kommt, das nicht nur die produktive Tätigkeit eines Landes und einer Zivilisation aufrechterhält, sondern von dem auch Milliarden von Menschenleben abhängen.
Es ist genau das Konzept der „Energieflußdichte“, das sich in „relative Bevölkerungsdichte“ übersetzt, was dieses Stromnetz aufrechterhalten kann. Dieses Konzept ist mir so klar geworden, daß es auf der zellulären Ebene angewendet werden kann. Und es ist genau diese Fähigkeit von Herrn LaRouche, verschiedene Wissensgebiete zu integrieren und sie auf ein einziges Ziel auszurichten, nämlich die ständige weitere Entfaltung der schöpferischen Fähigkeit des Menschen, aus der sich alle existierenden und zukünftigen Wissenschaften entwickeln.
Eber Medina
Eber Medina (Mexiko): Guten Tag, ich bin Eber Alejandro Medina Martínez. Ich habe an der Universität von Guadalajara Wirtschaftswissenschaften studiert und habe beruflich als Analyst für öffentliche Politik, Lehrer und Investmentfondsmanager gearbeitet.
Wie die meisten Studenten der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bestand meine Ausbildung aus einem Lehrplan, der sich auf eine mechanistische, hedonistische und individualistische Sicht von Wirtschaft und Gesellschaft konzentrierte. Natürlich hat die Mehrheit der Studenten das nicht verstanden, und da im Wirtschaftsstudium die Verwaltung von Geld- und Finanzaggregaten mittels ökonometrischer Modelle und anderer statistisch-mathematischer Spitzfindigkeiten im Mittelpunkt stand, schlossen Hunderte von Studenten es mit einer falschen Vorstellung von Wirtschaft, Gesellschaft und Menschen ab.
Das „Gegengewicht“ zu diesem Lehrplan waren einige Lehrveranstaltungen zum Marxismus, in verwässerter Form in Fächern wie Politische Ökonomie, Wirtschaftsgeschichte oder Philosophiegeschichte der Wirtschaft. Einer dieser Professoren, ein seltsames Exemplar unter den Marxisten, führte mich in die Lektüre von Platons Staat ein, die es mir ermöglichte, ein allgemeines Bild zu entwerfen, das Gesellschaft und Wirtschaft erklärte.
Einige Zeit später fiel mir ein faszinierendes Buch eines amerikanischen Philosophen in die Hände, das mein Denken anregte. Sein Buch Was Sie schon immer über Wirtschaft wissen wollten löste eine Krise aus und führte zu einem radikalen Bruch mit meinen langgehegten Annahmen über Wirtschaft. Indem ich LaRouches Konzepte der Infrastruktur, der Arbeit, der Technologie und der Energieflußdichte entdeckte, wurden meine Überlegungen schlagkräftiger und präziser. Ich habe die Welt nie wieder gesehen wie früher.
LaRouches intellektuelles Vermächtnis fördert eine neue Renaissance der Menschheit und ein Konzept von Mensch, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, das darauf abzielt, die Zerstörung von Volkswirtschaften und ganzen Völkern durch die Weltgesundheitskrise oder die Selbstvernichtung durch einen thermonuklearen Krieg zwischen den derzeitigen Supermächten zu verhindern und zu überwinden. China und Rußland machen in dieser Situation positive Fortschritte; Lateinamerika, Afrika und Asien unternehmen vereinzelte Anstrengungen. Aber es ist nach wie vor notwendig, daß die jungen Menschen die historische Rolle des Generationswechsels übernehmen und sich als die neue schöpferische Kraft und die produktive und intellektuelle Macht des 21. Jahrhunderts positionieren.
Wendy González
Wendy González (Kolumbien): Hallo, ich bin Wendy Gonzalez aus Kolumbien und arbeite in der Raumplanung. Seit letztem Jahr setze ich mich mit den Ideen von Lyndon LaRouche auseinander, die mein Verständnis der Welt tiefgreifend beeinflussen. Lyndon LaRouche geht davon aus, daß die Realität eng mit den Vorstellungen verbunden ist, die wir von ihr haben, und er öffnet ein Fenster der Möglichkeiten, durch die unendlich schöpferischen Fähigkeiten des menschlichen Geistes die physische Welt umzugestalten, indem er zeigt, daß die Umgestaltung der Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen keine Schimäre ist.
Dazu ist es notwendig, daß wir unsere Denkweise ändern und zulassen, daß der schöpferische Geist des Universums sich in jedem von uns manifestiert. Auf diese Weise werden wir in der Lage sein, Dimensionen von Raum und Zeit zu erreichen und zu erschaffen, die für uns heute noch geheimnisvoll sind.
Dabei spielt die ästhetische Erziehung des Menschen eine besondere Rolle, vor allem in der klassischen Musik, denn wie Beethoven sagte, ist die Musik eine viel größere Offenbarung als alle Philosophie und alles Wissen, und diese Offenbarung ist es, die uns erlaubt, uns als Menschen zu „erden“.
Lyndon LaRouches Ideen geben mir in diesen Zeiten der Krise des westlichen Zivilisationsprojekts Hoffnung, und ich halte es für wesentlich, diese Ideen in den Köpfen der jungen Menschen zu verbreiten, damit wir uns in wirtschaftlicher, politischer und spiritueller Hinsicht verstehen, und damit sie uns zu dem transzendierenden Antrieb zum Guten und zur Liebe führen, der jedem Menschen innewohnt.