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Neue Solidarität
Nr. 40, 7. Oktober 2021

„Welternährungsgipfel“ der Vereinten Nationen:
Geht es in Wirklichkeit um globale Entvölkerung?

Anläßlich der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York und insbesondere des Welternährungsgipfels, der dort am 23. September stattfand, verteilte das Schiller-Institut vor dem UN-Gebäude die folgende Erklärung. Der Schwerpunkt des Ernährungsgipfels lag weniger auf der Ernährung der Hungernden der Welt als auf der Durchsetzung einer „grünen“ Agenda zur Reduzierung der Weltbevölkerung. Das ist kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, daß der Gipfel vom Weltwirtschaftsforum initiiert wurde, der Organisation, die den jährlichen Davoser Gipfel der Banker- und Finanzelite ausrichtet und den Great Reset ins Leben gerufen hat.

*  *  *

Manchmal zeigt sich die Obszönität am schrecklichsten in Form dessen, was im Verborgenen liegt. Die gewöhnlich unausgesprochene Prämisse, daß die Weltbevölkerung „mit allen Mitteln“ radikal reduziert werden müsse, womit viele in der UNO und ihren Nichtregierungsorganisationen stillschweigend übereinstimmen, hat 1991 Alexander King in der Publikation The First Global Revolution des Club of Rome offen ausgesprochen:

Wenn weniger Menschen das unausgesprochene Ziel sind, ist die Kontrolle der Nahrungsmittelproduktion und -versorgung ein wesentliches Mittel hierfür. Diese selbsternannten „Wildhüter der Menschheit“, zu denen Leute wie der Milliardär Mike Bloomberg, UN-Sonderbeauftragter für Klimapolitik und -lösungen, sowie Mark Carney, seit 2019 UN-Sonderbeauftragter für Klimapolitik und -finanzen und ehemaliger Gouverneur der Bank of England, gehören, sind der Auffassung, daß sie mit Hilfe eines „finanziellen Regimewechsels“ viele Nationen Afrikas, Asiens und Iberoamerikas in die Knie zwingen können.

Die „grünen Eliten“ behaupten, sie besäßen ein überlegenes Wissen über den Planeten, das ihnen das Recht gebe, das Verhalten „minderwertiger Gesellschaften“ zu ändern, die sich fast alle in der südlichen Hemisphäre befinden. Henry Kissinger hat z.B. in seinem NSSM-200-Bericht „Auswirkungen des weltweiten Bevölkerungswachstums auf die Sicherheit und die überseeischen Interessen der USA“ 1974 die Frage gestellt: „Werden Lebensmittel als ein nationales Machtinstrument betrachtet? ... Sind die USA bereit, Lebensmittelrationierungen zu akzeptieren, um Menschen zu helfen, die ihr Bevölkerungswachstum nicht kontrollieren können/wollen?“ Er hätte ihrer Antwort Beifall gespendet.

Verschiedene globalistische Gremien sehen es als ihre „Verantwortung“ an, den Planeten von den Untauglichen, Armen, Kranken und Unbequemen zu säubern, die inzwischen nicht einmal mehr als Menschen bezeichnet werden – sie sind lediglich „Kohlenstoff-Fußabdrücke“. Die „grünen Auserwählten“ müßten handeln, wenn der Rest der Menschheit nicht kann oder nicht will.

In früheren Zeiten war diese Brutalität unter dem Begriff Kolonialismus oder Neokolonialismus bekannt. Heute, im Zeitalter universeller Überwachung, könnte man sie als „Cyber-Kolonialismus“ oder „Krypto-Kolonialismus“ bezeichnen. Die Absicht, die Welt vordringlich von „überflüssigen, unerwünschten und unnötigen“ Menschen in Afrika, Südamerika und Asien zu befreien, wird in das formale Gewand der „tiefen Sorge um die Zukunft des Planeten“ und der Notwendigkeit, „rückständige Nationen, gescheiterte Staaten und unverantwortliche Umweltakteure zu überwachen“, gekleidet. Um den schmutzigen Kohlenstoff-Fußabdruck der „Ungewaschenen“ zu reinigen, könnte es notwendig sein, ihnen mit einem freundlichen Lächeln den Fuß in den Nacken zu setzen, indem man „zum Wohle der Erde“ Sanktionen und insbesondere Lebensmittel als Waffe einsetzt.

In den Vereinten Nationen wird eine Reihe von Sitzungen stattfinden, bei denen wohlgenährte Bürokraten Besorgnis vortäuschen, aber an der Nahrungsmittelwaffe festhalten – und das inmitten einer Pandemie, bei der bis zu eine halbe Milliarde Menschen zu verhungern droht. Das ist eine obszöne Zurschaustellung dessen, was im US-Strafrecht als „verwerfliche Gleichgültigkeit“ bezeichnet wird. Nach dem Maßstab des Nürnberger Tribunals heißt das: „Sie wußten oder hätten wissen müssen“. Großspurige Erklärungen über die Verteilung von Milliarden Impfstoffdosen nützen nichts, wenn die Menschen, die geimpft werden sollen, bereits verhungert oder verdurstet sind.

Es stellt sich die Frage, ob dieser Prozeß der Entvölkerung die eigentliche Absicht ist.

Diese Frage muß man sich stellen, wenn man bedenkt, daß David Beasley vom Welternährungsprogramm auf seine wiederholten Bitten in Bezug auf Afghanistan, Haiti und andere Länder, die entweder am Rande oder inmitten von Katastrophen stehen, keine Antwort erhalten hat. Der Irrsinn, den am stärksten gefährdeten Gebieten der Welt nicht die größtmögliche Hilfe zukommen zu lassen – und das bereits zu Beginn der Coronavirus-Pandemie im letzten Jahr –, hat die Lage der Welt für uns alle bereits in unvorstellbarer Weise verschlechtert.

Eine weltweite Gesundheitsplattform – sauberes Wasser, Nahrungsmittel, Medikamente und die entsprechende Infrastruktur, die dafür erforderlich ist – ist die minimale physische Voraussetzung für das dauerhafte Überleben jeder Nation auf dem Planeten, unabhängig von ihrer Politik. Das ist die einzige menschliche Antwort. Es ist auch der einzige sichere Weg, um nicht nur „Schritt zu halten“, sondern dem drohenden biologischen Holocaust, dem die Menschheit gegenübersteht, zuvorzukommen.

Der Aufsatz des Ökonomen Lyndon LaRouche „Die Rolle der Wirtschaftswissenschaft bei der Prognose von Pandemien als Merkmal fortgeschrittener Stadien des wirtschaftlichen Zusammenbruchs“ vom 7. Mai 1985 wurde in einem Sonderbericht von Executive Intelligence Review mit dem Titel Economic Breakdown and the Threat of Global Pandemics („Wirtschaftlicher Zusammenbruch und die Bedrohung durch globale Pandemien“) veröffentlicht und vor 36 Jahren an die Vereinten Nationen und viele andere Institutionen verteilt. Die medizinische Notsituation 2020-21 kann uns also nicht überraschen. Die Vertreter der UNO und ihrer jeweiligen Regierungen waren damals informiert; sie entschieden sich, nicht zu handeln. Sie haben sich damals der „verwerflichen Gleichgültigkeit“, der bösartigen Nachlässigkeit schuldig gemacht.

Nahrungsmittel mobilisieren: die Bauern wissen wie

Heute lautet die Herausforderung: Können die Vereinten Nationen – können wir - es besser machen? Es gibt einen unmittelbaren, lebensrettenden Test. Heute muß die Welt alles stehen und liegen lassen – so wie sie im letzten Jahr alles stehen und liegen lassen mußte, als die Pandemie ausbrach – und das Notwendige tun, um alle Menschen auf dem Planeten, die derzeit unter Ernährungsunsicherheit leiden, notdürftig zu ernähren. Dies ist ein prinzipieller, antimalthusianischer Akt, der aber auch die Selbstsüchtigen auf dem Planeten davor schützt, an unbekannten und bekannten Infektionen zu sterben, die plötzlich aus unbekannten Quellen eingeschleppt werden.

Diese Mobilisierung erfordert den Einsatz der meisten, wenn nicht aller verfügbaren technologisch-produktiven Fähigkeiten, sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Industrie. Dies muß im Dienste der Menschheit geschehen und nicht im Dienste eines Unternehmens, eines Kartells, einer militärischen Einrichtung oder einer Oligarchie, die Lebensmittel als Waffe einsetzen will. Und die Zusammenarbeit bei der Mobilisierung von Nahrungsmitteln ist der erste Schritt, um eine Zusammenarbeit zu etablieren, die für das erfolgreiche Funktionieren einer weltweiten Gesundheitsplattform erforderlich ist.

Die Menschen sind nicht für die Pandemie, die Erdbeben oder die Überschwemmungen verantwortlich. Sie verhungern nicht aufgrund eines bestimmten Verbrechens – es sei denn, man glaubt wie die Malthusianer, daß „das Verbrechen darin bestand, daß sie geboren wurden“. Das Verbrechen besteht vielmehr darin, daß Konferenzen über „naturbasierte Lösungen für die Nahrungsmittelproduktion“ und „Welthungergipfel“ abgehalten werden, während man das Sterben um sich herum ignoriert.

Die Landwirte der Welt, die Verteiler von Nahrungsmittelhilfen und die Menschen überall sind bereit, die monumentale Aufgabe einer sofortigen Notspeisung der gesamten Menschheit zu übernehmen. Der Ort, an dem wir beginnen sollten, ist Afghanistan. Dort bietet sich eine beispielhafte Situation, in der viele sich einst feindlich gegenüberstehende Nationen mit den Worten Jesajas „ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln umschmieden können; kein Volk wird mehr das Schwert gegen das andere erheben, und sie werden keinen Krieg mehr lernen“. Wenn die Menschen ernährt werden, sinkt der Appetit auf Krieg.

Wir brauchen keinen „Great Reset“, sondern eine „Great Reversal“ (Große Umkehr) der Politik, einschließlich der Ernährungspolitik. Wir brauchen einen weltweiten antimalthusianischen Widerstand. Die Menschen kommen zuerst! Schließen Sie sich dem Komitee des Schiller-Instituts für eine Koinzidenz der Gegensätze bei seiner Kampagne für eine Weltgesundheitsplattform an!