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Neue Solidarität
Nr. 49, 9. Dezember 2021

Arbeiten am deutsch-dänischen Fehmarnbelt-Tunnel beginnen

© Femern A/S
Die feste Querung des Fehmarnbelts verkürzt die Verbindung zwischen Skandinavien und Mitteleuropa erheblich.

Ausnahmsweise mal eine gute Nachricht aus Deutschland: Mit einer offiziellen Zeremonie begannen am 29. November 2021 die Arbeiten an dem lange verzögerten Projekt eines Tunnels, der Dänemark und Deutschland an der Fehmarnbelt-Querung für den Straßen- und Eisenbahnverkehr miteinander verbinden soll. An der Zeremonie nahmen der dänische Verkehrsminister Benny Engelbrecht, der stellvertretende Bundesverkehrsminister Enak Ferlemann sowie Verkehrsminister Bernd Buchholz von Schleswig-Holstein teil, auf dessen Territorium sich der deutsche Teil des Tunnels befindet. Nach Fertigstellung des Tunnels wird sich die Überfahrt zwischen Dänemark und Deutschland, die bisher 45 Minuten mit der Fähre dauerte, auf zehn Minuten verkürzen. Vor allem aber wird die Transportkapazität gegenüber der jetzigen Fährkapazität gewaltig vergrößert.

Der Bau einer festen Querung des Fehmarnbelts wurde ursprünglich schon 1989 vorgeschlagen, aber erst 2007 kam es zu einem Vertrag zwischen der deutschen und der dänischen Regierung über den Bau. Die Kosten des eigentlichen Tunnelbaus werden komplett von Dänemark übernommen, die deutsche Seite muß nur die Anbindung des Tunnels an das „kontinentale“ deutsche Verkehrsnetz ausbauen. Dieser Ausbau läuft allerdings eher gemächlich: Zwar soll die Straßenverbindung zum Puttgardener Tunnel-Terminal auf der Insel Fehmarn rechtzeitig zur Inbetriebnahme des Tunnels (Ende des Jahrzehnts) fertiggestellt werden, der zweigleisige Bahnanschluß jedoch erst sieben Jahre später.

rap