|
|
Trotz anglo-saudischen Bombardements feierten führende Vertreter der Regierung die optimistische Perspektive der Neuen Seidenstraße.
Die Jemeniten feierten am 23. November den „Ersten BRICS-Tag“ des Landes und beriefen unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Abdulaziz Saleh Bin Habtour eine Konferenz mit internationalen Persönlichkeiten ein, darunter führende Vertreter des Schiller-Instituts und der LaRouche-Bewegung. Die Veranstaltung, organisiert vom Jemenitischen BRICS-Jugendparlament und seinem Vorsitzenden Fouad Al-Ghaffari, einem langjährigen Mitarbeiter des Schiller-Instituts, war dem Ziel gewidmet, daß der Jemen durch die Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten (Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika) seine volle Unabhängigkeit und Entwicklung sichert und eine Schlüsselrolle in der von China initiierten Neuen Seidenstraße einnimmt.
Zur gleichen Zeit bombardierten Kampfjets der saudischen Luftwaffe, mit Unterstützung britischer und US-Waffen, Geheimdienstinformationen und Logistik, die Hauptstadt Sanaa. Zuvor hatte die saudische Allianz in der strategischen Provinz Maarib eine schwere Niederlage gegen die nationalen Streitkräfte und die Ansarullah-Kämpfer (Huthi) erlitten. Die jemenitische Regierung erachtete die Veranstaltung trotzdem als so wichtig, daß der Ministerpräsident gemeinsam mit Außenminister Hischam Scharaf Abdullah und anderen hohen Würdenträgern daran teilnahm.
Habtour lobte die BRICS-Initiative als einen „internationalen Trend, der darauf abzielt, die Hegemonie des westlichen liberalen Systems zu verringern, das auf kolonialer Kultur, Aneignung und Vorherrschaft aufbaut“. Er wies auf die Bedeutung der Gürtel- und Straßeninitiative hin und dankte den ausländischen Persönlichkeiten, die aus elf Ländern Grußbotschaften geschickt hatten.
Die Vorsitzende des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche wurde als „Neue Seidenstraßen-Lady“ vorgestellt, weil sie sich seit den 90er Jahren für die Erneuerung des Seidenstraßen-Konzepts und seine Ausweitung zur Weltlandbrücke einsetzt, um wirtschaftliche Entwicklung für alle zu gewährleisten. Im Namen des Schiller-Instituts gab sie der Veranstaltung ein „feierliches Versprechen, daß wir immer Ihre treuen Mitstreiter bleiben werden, bis Sie die Souveränität des Jemen errungen haben und wirklich frei sind“. Sie sei sicher, daß „der Jemen in nicht allzu ferner Zukunft ein wichtiger Teil der Neuen Seidenstraße sein wird, und daß ihre Organisation das entscheidende Element dabeigewesen sein wird, das zu erreichen und so die glorreiche Geschichte des Jemen mit einer hoffnungsvollen Zukunft zu verbinden“.
Jacques Cheminade, Vorsitzender der Partei Solidarité et Progrès und mehrfacher Präsidentschaftskandidat in Frankreich, sprach eine Initiative des Schiller-Instituts an, die in der Region und auf internationaler Ebene von besonderer Bedeutung ist, „die Zusammenarbeit mit allen Ländern im Rahmen der ,Operation Ibn Sina‘, um ein modernes Gesundheitssystem in alle Länder der Welt zu bringen und sich zuerst um die Menschen im Jemen, in Afghanistan und Syrien zu kümmern, die von der westlichen herrschenden Oligarchie besonders kriminell und ungerecht sanktioniert werden. Es ist an der Zeit, daß die Nationen der Welt erkennen, welches ungeheure Leid die abscheulichen geopolitischen Kriege verursachen, und sie durch eine Politik der Entente, der Entspannung und Zusammenarbeit ablösen – wie Charles de Gaulle sagte, eine Politik des Friedens durch gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung...“
Vor der Konferenz zum BRICS-Tag in Sanaa fand eine Nebenveranstaltung statt, bei der Ministerpräsident Dr. Bin Habtour den BRICS-Jugendpreis und den Transport Golden Chariot Award erhielt und Außenminister Hischam Scharaf das erste Exemplar der neuen Ausgabe des jemenitischen Lehrplans für nachhaltige Entwicklung der BRICS-Universität signierte. Das 160seitige Buch von Fouad Al-Ghaffari in arabischer Sprache ist eine Zusammenstellung von Projekten und Arbeiten im Bereich der Wirtschaft, die sich an Lyndon LaRouches Wirtschaftsmethode orientieren. Jedes Kapitel ist einem speziellen Thema gewidmet.
Eines beschreibt „LaRouches fünf Schlüssel zum Fortschritt“, eine Überarbeitung des Kapitels „Metriken des Fortschritts“ aus dem EIR-Weltlandbrücken-Bericht von 2014. Dieser von Lyndon und Helga LaRouche initiierte Bericht wird ebenso zusammengefaßt dargestellt wie das Programm „Operation Felix“ für den Wiederaufbau des Jemen, das 2018 als Gemeinschaftsprojekt des Schiller-Instituts, der BRICS-Jemen und der jemenitischen Investmentbehörde erstellt wurde.
Ein weiteres Kapitel ist der arabischen „LaRouche-Schule der physischen Ökonomie“ gewidmet, die der EIR-Korrespondent Hussein Askary ins Leben gerufen hat, und enthält Links dazu. Ein bemerkenswerter Teil des Buches gibt einen allgemeinen Überblick über die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung 2030, wobei die einzelnen Ziele jeweils unter Bezugnahme auf LaRouches „Fünf Schlüssel zum Fortschritt“ erläutert werden.
Das Buch enthält auch viele Verweise auf die zahlreichen Resolutionen und Aufrufe von Helga Zepp-LaRouche und dem Schiller-Institut, die sich schon seit dem Beginn der Angriffe am 25. März 2015 gegen den Angriffskrieg gegen Jemen wenden.
hus