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Neue Solidarität
Nr. 17, 27. April 2023

Atomausstieg rückgängig machen:
von höchster Dringlichkeit für Deutschland!

Um Mitternacht am 15. April wurden die letzten drei Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet. Dabei sind nach jüngsten Umfragen 59% der Bürger mit der Entscheidung der Regierung nicht einverstanden. Wie töricht der Atomausstieg für eine Industrienation wie Deutschland ist, zeigte sich nur Stunden später eindringlich: Am nächsten Morgen mußte das Land etwa 2 GW Strom von europäischen Nachbarn importieren, da die Windkraftanlagen nur 13% und die Solaranlagen nur 1,4% ihrer Kapazität lieferten! Und das an einem Sonntagmorgen, an dem die meisten Industriebetriebe nicht arbeiten und auch der Stromverbrauch der privaten Haushalte gering ist. An einem normalen Arbeitstag wäre es eine Katastrophe gewesen und hätte die Regierungspläne für eine drastische Stromrationierung ausgelöst. Solche Tage mit Rationierung werden sicher noch kommen.

Die Regierung mag von einer „Zukunft nur mit erneuerbaren Energien“ phantasieren, aber die Installation neuer Windkraftkapazitäten beträgt nur ein Drittel dessen, was sie nach den Plänen sein sollte. Die Investitionen, die sich verdreifachen müßten, sind nach wie vor viel zu niedrig, ganz abgesehen davon, daß Windkraft ohnehin eine unberechenbare Energiequelle ist.

Energiemangel ist also an der Tagesordnung. Das „Zeitalter der E-Mobilität“ mit den angekündigten Millionen von E-Autos hat dabei noch gar nicht begonnen und wird auch nie realisiert werden, ganz einfach deshalb, weil die zum Laden der Batterien notwendige Energieversorgung auch in fünf oder zehn Jahren nicht zur Verfügung stehen wird. Stromintensive Industrie kann so überhaupt nicht funktionieren. Viele kleine und mittlere Unternehmen werden nicht überleben, während die Schwerindustrie, z.B. die Automobilhersteller, versuchen werden, woanders zu produzieren, vorzugsweise in Asien. Da der Automobilsektor das Herzstück der deutschen Industriewirtschaft ist, bedeutet dies den Verlust unzähliger Arbeitsplätze.

Um als Industrienation zu überleben und eine führende Rolle in der Welt einzunehmen, muß Deutschland daher zur Kernenergie zurückkehren. Die BüSo ist derzeit die einzige Partei, die den Bau neuer Kernkraftwerke und den raschen Einstieg in die Kernfusion fordert.

Die Absurdität der deutschen Lage zeigt sich auch am Vergleich zu Finnland, das gerade die Testläufe für seinen jüngsten Kernreaktor abgeschlossen hat, der jetzt ans Netz geht, und das sich verpflichtet hat, ein Drittel seiner Stromversorgung durch Kernenergie sicherzustellen. Und die finnischen Grünen, ein Teil der Regierungskoalition, sind ganz dafür!

Rainer Apel